Forum Wegweiser Mitglieder FAQ Suche Regelwerk Registrierung
Liebe Krieger groß und klein, Regeln müssen immer sein. Drum bitten wir einen Besuch beim Schimmerfelsen zu begehn, um das Gesetz der Krieger zu lesen und zu verstehn. Haltet euch stets an das Gesetz und eure Pflichten, sonst wird der SternenClan über euch richten.
Diese liebenswerten User helfen dir bei jedem Problem was in ihrem Bereich der Möglichkeiten liegt.

Klick auf den Button um sie näher kennen zu lernen!

 Beren und Luthien

©Rubinstern
Sa 12 Jan 2019 - 2:04
Rubinstern
Anführerin
Anzahl der Beiträge : 4797
Anmeldedatum : 16.12.13

Beren und Luthien Empty
Wenn ich schon dabei bin, die aussergewöhnlichen Geschichten aus demSilmarillion zu plücken, dann darf natürlich auch dieses Buch nicht fehlen, welches ebenfalls ursprünglich aus dem Silmarillion stammt und dann als längere Geschichte ausgeschreben wurde.

Die Geschichte selbst ist schnell erzählt und dennoch gehört sie zu den tragischsten Liebesgeschichten, die Mittelerde zu bieten hat. Beren ist ein Sterblicher, der eines Nachts Tinúviel, eine Elbenprinzessin, beim Tanzen beobachtet. Er verfällt sofort dem magischen Glanz, der von Tinúviel auszugehen scheint und tatsächlich gelingt es ihm, ihre Gunst zu erringen. Doch der Vater der Braut, der Elbenkönig, ist gegen diese unwürdige Verbindung und wie es sich für eine ordentliche Sage gehört, beauftragt er Beren mit einer scheinbar unlösbaren Queste.

Mit eigener Hand soll er einen Silmaril aus der Krone des dunklen Herrschers Melkor herauslösen und dem König bringen. Tatsächlich gelingt Beren das Unglaubliche, doch als er das Kleinod in der Hand hält, reißt ihm ein Wolf dieselbe ab. Ohne Silmaril kehrt er zwar zum König zurück, doch die Aufgabe, den Stein aus der Krone zu lösen, ist gemeistert. Und so erhält Beren die Hand von Luthien Tinúviel. Doch die Elbin ist unsterblich. Um ihrem Liebsten nah zu sein, opfert sie ihr unsterbliches Leben. Dies ist die wunderschöne Geschichte, die das Schicksal Arwens in Der Herr der Ringe vorwegnimmt.

Ausserdem lässt Tolkien selber immer mal wieder durchsscheinen, dass er bei dem ganzen mit seiner gelibten Frau die Rollen des Beren und der Luthien übernehmen. So steht es auch auf ihren Grabsteinen verewiglicht.. Luthien Tinuviel und Beren... (Nhaaw wie süüüüss)


Beim Schreibstil setzt das große Problem des Buches ein, denn J. R.R. Tolkien hat die Geschichte von Beren und Luthien in unzähligen Fassungen, die sich zudem alle in Details zu widersprechen scheinen, erzählt: mal als Prosa, mal als Lyrik, mal nur als schnelle Notizen in seiner unvergleichlichen Sammlung handschriftlicher Zettel. Christopher Tolkien bleibt nun nichts anderes übrig, als all diese Fassungen, die teils auch noch sehr fragmentarisch sind, aufzuarbeiten, zu kommentieren und dem Leser zu präsentieren. Dabei beschreibt er sehr ausführlich die Entwicklungsstufen und -prozesse, die die Sage bis zu dem jeweiligen Zeitpunkt durchlaufen hat. Statt einer durchgängigen und stimmigen Erzählung, erwartet den Leser also eine akribische Editionsgeschichte, teils sperrige Texte und insbesondere Gedichte, bei denen sich die Übersetzer nach Kräften bemüht haben, Versmaß, Reimschema und Rhythmus beizubehalten.

Lyrikübersetzungen sind unglaublich schwierig, und für das, was sich die Übersetzer vorgenommen haben, ist das Ganze auch recht gut gelungen. Auch wenn die Übersetzung einem Vergleich mit Tolkiens Originaltexten keinesfalls standhalten kann. Hier liegt das zweite Problem des Buches: Wenn man den ungeschliffenen und unmittelbaren Geist der Textentwicklung dieser großartigen Sage erspüren möchte, kann man das mit einer Übersetzung nur sehr schwer tun und es empfiehlt sich, so es eben möglich ist, der Griff zum Original. Ansonsten ist der Prozess etwas ad absurdum geführt.
Der Autor

In diesem Buch ist es schlichtweg nahezu unmöglich von Tolkien als „dem Autor“ zu sprechen. Viele der Textfragmente waren nie zur Veröffentlichung bestimmt. Hinzu kommt die editorische Arbeit und die vielen Texte, die Christopher Tolkien, dessen Lebenswerk sich ganz auf das Editieren und Kommentieren der Werke seines Vaters zu beschränken scheint, hier beigetragen hat.

Und gerade weil Lyrik-Übersetzungen nahezu unmöglich sind, ist auch der Verdienst von Hans-Ulrich Möhring und Wolfgang Pesch hervorzuheben, die eine mühselige und anstrengende Arbeit auf sich genommen haben. Tolkien selbst ist für seine unsterblichen Schriften Der Herr der Ringe, Der Hobbit und Das Silmarilion weltberühmt und aus der modernen Fantasy natürlich nicht wegzudenken.

Die schönste Liebesgeschichte des gesammten Simarillion wie sie auch genannt wird.. und obwohl ich sonst keine Liebesgeschichten mag (wer hätts gedacht) diese hier vermag sogar mein Herz zu erfreuen..und deins?



https://www.finsterkatzen.com
©Flammensturm
So 26 Jan 2020 - 19:26
Flammensturm
weiser Mentor
Anzahl der Beiträge : 2508
Anmeldedatum : 08.03.16

Beren und Luthien Empty
Ich habe das Buch noch nicht gelesen,aber das kann ich ja nachholen und die Story klingt echt spannend.
LG Fire



Seite 1 von 1


Finsterkatzen :: Herr der Ringe Universum :: Anderes