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Liebe Krieger groß und klein, Regeln müssen immer sein. Drum bitten wir einen Besuch beim Schimmerfelsen zu begehn, um das Gesetz der Krieger zu lesen und zu verstehn. Haltet euch stets an das Gesetz und eure Pflichten, sonst wird der SternenClan über euch richten.
Diese liebenswerten User helfen dir bei jedem Problem was in ihrem Bereich der Möglichkeiten liegt.

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©Stormprancer
Mi Apr 07 2021, 10:02
Stormprancer
Heiler
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First Post

Spitze Nägel kratzen über das Pergament, während die dünne, knochige Hand die feinen, geschwungenen Linien zustande brachte, die sich über das Papier zogen.

Ich habe dich gefunden. und was denkst du wie lange es geht, bis auch andere dich entdecken werden? Willst du es wirklich riskieren? Bist du gewappnet dafür der Menschheit in die Augen zu blicken und ihnen zu erklären, dass du kein Monster bist? Oder bist du dir da selber noch nicht sicher? Wie dem auch sei. Ich würde dir sehr empfehlen, meinen Worten Gehör zu schenken, wenn du nicht irgendwo in einem Käfig, ausgestellt landen wirst. Ich habe die Möglichkeit dir zu helfen. Finde den Weg aus der Stadt hinaus ins Grüne. Ein steinerner Pfad wird dich in die Lamoille Canyons führen. Dort folgst du dem Gesang bis zu der toten Fichte. Du könntest dort auf andere wie dich stossen und es wird sich zeigen, wie dein Charakter geformt ist. Wenn ihr eurer Moral entsprechend handelt werdet ihr dort Hilfe erwarten können.

Dr. Dr. Louise Marie Curtis

Kurze scharf geschliffene Zähne blitzen im fahlen Kerzenschein auf, als die Feder niedergelegt worden war und gelbe Augen auf das geschriebene starrten.
Es war der letzte von einigen abgeschriebenen Briefen und er wurde mit der selben fein säuberlichen Art gefaltet. Die dünnen, langen Finger griffen nach dem Stapel der Briefe und legte sie vor klauenbesetze, gräuliche Füsse. Plötzlich schlängelten sich grünliche Flammen an den Pergamentstücken empor und sie wurden in die Luft gehoben. Zufrieden blitzende Augen verfolgten, wie die Pergamente in der Luft verpufften. Sie alle hatten ein eigenes Ziel. Jeder der Übernatürlichen würde in kürze den Brief auf die ein oder andere Weise entdecken, denn sie waren schliesslich nur für diese Personen gedacht. Ein Grinsen zierte die schwarzen Lippen, als daran gedacht wurde, was wohl besagte Dr. Dr. Louise Marie Curtis selber selbst mit dem Papierstück anfangen würde. Das Schicksal der Übernatürlichen lag nun nicht mehr in seiner Hand. Diese last hatte er nun offiziell abgegeben.



©Bone
Fr Apr 09 2021, 15:14
Bone
Erfahrener Krieger
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Jacob / m / Werkstatt → auf dem Weg zur Kunstgalerie

Mit den Zeigefinger strich Jacob über die Skulptur vor sich. Er überprüfte, ob sie noch irgendwo so scharfkantig war, dass man sich verletzten könnte. Eigentlich konnte er sich nicht vorstellen, dass jemand seine Skulptur anfassen würde, schließlich würde er sie gleich in eine Kunstausstellung bringen und dort fasste man in der Regel nichts an. Dennoch wollte er auf Nummer sicher gehen, nichts lag ihm ferner, als aus versehen jemanden zu verletzten. Er schliff noch einige Stellen ab und legte dann zufrieden die Werkzeuge beiseite. Er tat einen Schritt zurück und betrachtete sein Werk. Vor ihm war eine metallenere Eule zu sehen, die er aus Resten, die in der Werkstatt angefallen waren, gebastelt hatte. „Industrie trifft Natur“.
Sein Handy vibrierte in seiner Hosentasche, schnell zog er es raus und warf einen Blick auf den Bildschirm. Es waren fünf Nachricht von einem befreundeten Kommilitonen. Und eine Pop-up Nachricht von einem Artikel aus der lokalen Zeitung „Erneute Aliensichtung“. Genervt schob er den Artikel beiseite und öffnete die Nachrichten.

Yo Jacob wo bleibst du?
Der Ausstellungskerl hat wohl noch einen Termin.
So ein unfreundlicher Kerl.
Unsere Sachen stehen doch eh draußen.
Als ob er uns beim Aufstellen zugucken müsste 🙄.

Jacob warf einen Blick auf die Uhr, tatsächlich war es schon später als gedacht. Jacob schrieb, dass er bereits auf dem Weg sei, schnappte sich seine Jacke und hob die Statue, die doch schwerer war als erwartet hoch. Da sein Chef gerade nicht in der Werkstatt war, schloss er mit der freien Hand recht umständlich das Tor ab und ließ dann den Schlüssel in seine Jackentasche plumpsen. Er runzelte verwirrt die Stirn, als seine Finger dabei etwas streiften. Ein Briefumschlag? Er konnte sich gar nicht erinnern, dass er diesen dorthin getan hatte. Aber er hatte jetzt keine Zeit sich darüber weitere Gedanken zu machen, schließlich hatte er einen Termin. Schnellen Schrittes machte er sich auf den Weg zur Ausstellung.



©Shahar
Fr Apr 09 2021, 17:24
Shahar
Erfahrener Krieger
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Ya'el
Ort: Holzbank; kleine, ruhige Straße am Rande Elkos
Angesprochen: /
Erwähnt: Jacob (@Bone)

Ya'el mochte die Hektik nicht, die sich so oft unter den Menschen breit machte. Es war ihm bisher nicht wirklich klar geworden, warum sie manchmal so sehr auf Termine und festgelegte Uhrzeiten zu beharren schienen. Dieses Konzept konnte er einfach noch nicht so recht verstehen. Dennoch faszinierte ihn das geschäftige Treiben, welches er normalerweise nur neugierig aus der Ferne unter die Lupe nahm.
Heute hatte er sich jedoch ein wenig näher gewagt und es sich auf einer Holzbank am Rande des Ortes gemütlich gemacht, wo er sich von der Sonne wärmen ließ.

Ohne die Möglichkeit, seine Schwingen vor den Augen anderer zu verbergen, wäre es ihm jedoch niemals möglich gewesen, sich den Menschen überhaupt zu nähern. Zu gut erinnerte er sich an die Blicke am Anfang, so voll von Unglaube, Verwirrung, Entsetzen. Ya'el hasste es, angestarrt zu werden. Deswegen war er mehr als nur froh, dass mit ein wenig Anstrengung und Konzentration die Schwingen auf seinem Rücken alleine für ihn selbst sichtbar waren. Dauerhaft aufrecht erhalten konnte er diesen Zustand nicht, aber es erlaubte es ihm, sich für wenige Stunden in der Nähe des Ortes aufzuhalten.
Er musste an sich halten, seine ganz und gar schwarzen Augen gesenkt zu halten und andere nicht zu auffällig zu beobachten. Seine Füße wippten auf und ab, während er sich kurz streckte und seine Hände dann in den Taschen seines dunklen Stoffmantels vergrub. Das Kleidungsstück hatte Ya'el einer mitfühlenden Passantin zu verdanken, welche - fälschlicherweise - angenommen hatte, dass er fror.

Doch damit, dass seine Fingerspitzen auf einen flachen Gegenstand stoßen würden, hatte er beim besten Willen nicht gerechnet. Vorsichtig zog er den Brief hervor und betrachtete ihn einen Wimpernschlag lang. Überdeutlich bemerkte er, wie Verwirrung und Skepsis in ihm aufstieg, denn er war sich sicher, dass der Brief zuvor noch nicht da gewesen war. Langsam öffnete er ihn und zog ein Stück Papier hervor. Ya'els Augen glitten über gleichförmige Symbole; Bögen, Ecken, Rundungen. Er fand durchaus, dass es hübsch aussah, aber mehr konnte er mit dem Papier auch wieder nicht anfangen - gelernt zu lesen hatte er nie.
Ob er jemanden fragen sollte?
So ganz sicher war er sich allerdings nicht, denn er scheute jegliche Konversation, blickte sich aber dennoch hilfesuchend um. Nur um dabei zu vergessen, dass er anderen nicht in die Augen blicken sollte. Warum genau war ihm nicht klar, aber es schien ihnen unangenehm zu sein, also vermied Ya'el es. Nun aber trafen seine schwarzen Seelenspiegel auf braune. Er hatte den Blick eines jungen, beschäftigt wirkenden Mannes aufgefangen.



©Bone
So Apr 11 2021, 12:04
Bone
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Jacob
Ort: ruhige Seitenstraße
Angesprochen: Ya'el (@Shahar)

Auf dem Weg zur Galerie nickte Jacob fröhlich den Nachbarn und einigen Bekannten zu. Er wohnte mittlerweile schon so lange über der Werkstatt, dass er fast jeden der Nachbarn beim Vornamen nennen durfte. Als er an dem nahegelegenen Kindergarten vorbei kam, fiel sein Blick auf die dort angebrachte Uhr. Er war wirklich spät dran. Jacob beschleunigte seine Schritte etwas und bog dann in eine eher ruhige Nebenstraße ab.
Während er in seinem Kopf bereits eine Entschuldigung für sein Zuspätkommen zurechtlegte, ließ er seinen Blick unbewusst durch die Straße schweifen. Bis sein Blick auf eines Anderen traf. Eine Woge der Unsicherheit überrollte ihn ohne Vorwarnung, überrascht von dieser Empfindung stockte er kurz. Die Eule in seinen Armen klapperte unwillig und mit einem schnellen Blick prüfte er, ob noch alles in Ordnung war. Zu seiner Erleichterung schon.
Er hob erneut den Blick und schaute zu dem jungen Mann herüber, dem die Augen gehörten, die ihn gerade so aus dem Konzept gebracht hatten. Jacob konnte nicht genau sagen, woran es lag, aber er hatte irgendwie das Gefühl, als würde er etwas suchen. Allerdings war er sich nicht sicher, ob der junge Mann etwas suchte oder ob er selbst etwas in dem blassen jungen Mann suchte. Es war, als wäre dieser Gedanke einfach aus dem nichts aufgetaucht. Jacob machte einen Schritt in seine Richtung.
„Entschuldigung, kann ich Ihnen behilflich sein?“, fragte er und setzte ein breites Lächeln auf. Er musterte ihn kurz, sein Blick glitt über die Leinenkleidung bis hin zu den schuhlosen Füßen. Er schmunzelte etwas und schaute dann wieder in das Gesicht des jungen Mannes. Als sein Blick erneut in die Augen des anderes wanderte merkte er erst, dass diese komplett schwarz waren. Eine weitere Empfindung machte sich in ihm breit.



©Ratze
So Apr 11 2021, 15:31
Ratze
Mentor
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Dr.Dr. Louise Marie Curtis
Ort: Labor -> Zuhause(Lamoille Canyon)
Angesprochen:
erwähnt:

Die Tür fiel ins Schloss. Der Wind wehte sanft und spielte durch die weißblonden Haare. Eine Haarsträhne fiel ihr ins Gesicht und Louise wischte sie sich hinter ihr elfenhaftes Ohr. Sie Streckte sich und betrachtete die Landschaft um ihr kleines Haus herum. Es gab durchaus andere Häuschen und gemeinsam bildeten diese eine kleine Siedlung. In dieser Siedlung lebte sie schon gut 4 Jahre, nachdem sie aus der Stadt raus wollte. Sie wollte sich mehr von der Natur inspirieren, nachdem sie ihre Jugend lieber in der Stadt verbringen wollte. Sowohl die Entscheidung in ihrer Jugend, als auch die Entscheidung auf das Land zu ziehen bereute sie bisher keinen einzigen Herzschlag, selbst nach ihrem Unfall im Labor.
Sie kniff ihre Augen zusammen und ärgerte sich wieder, über das was damals geschehen war und über das was sie bisher kaum jemanden erzählt hat. Selbst ihre Eltern sind bisher ahnungslos. Louise schob ihren Jackenärmel hoch und schaute auf die Uhr. Sie runzelte die Stirn, sie hatte zwar gerechnet, dass es spät war aber nicht so spät. Die Sonne kam den Hügeln und Bergen immer näher. Es wurde Zeit nach Hause zu gehen. Nach einem etwa 20-25minütigem Spaziergang erreichte sie ihr Haus. Wie sehr freute sich Louise schon auf ihr Sofa, um einfach die Füße hochzulegen.
Aus ihrem Briefkasten ragte ein kleiner Umschlag. Sie zog die Augenbraue hoch Post? Um diese Uhrzeit? Naja bestimmt habe ich wohl beim letzten Familienessen etwas bei Ma und Pa vergessen. dachte sie sich und griff nach dem Umschlag.



©Shahar
Mo Apr 12 2021, 18:02
Shahar
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Ya'el
Ort: ruhige Straße am Rande Elkos
Angesprochen: Jacob (@Bone)
Erwähnt: Jacob

Scheu wie der Blick eines Rehs huschten Ya’els Augen links und rechts am Gesicht des Anderen vorbei, ganz als würde er nach dem nächsten Fluchtweg suchen. Allerdings war ihm nur zu gut bewusst, dass er nicht einfach weglaufen konnte – und es auch nicht unbedingt wollte. Trotzdem blieb der kalte Griff der Unsicherheit bestehen. Unruhig begann sein linker Fuß stärker auf und ab zu wippen, während der Boden plötzlich unglaublich interessant zu werden schien – denn Ya’el betrachtete nun eingehend seine Zehenspitzen.
Er hatte Angst davor, sein Gegenüber zu verscheuchen, indem er aufs Neue denselben Fehler beging. Dass er anders war konnte er nicht abstreiten, aber beim Gedanken daran, wie wenig Akzeptanz er bislang erfahren hatte, schwappte Traurigkeit in ihm hoch. Es gelang ihm nicht nachzuvollziehen, warum das – offenbar – ein so großes Problem darstellte.
Gab es wirklich niemanden wie ihn hier? Hatte er all die anderen in der Dunkelheit verloren?

Nervös flatterte sein Blick erneut in Richtung des anderen Mannes, der ihm seine Hilfe anbot, nur um ihn dann einen Wimpernschlag später wieder zu senken. Obwohl jemand, der etwas mit dem Brief anfangen konnte, eigentlich genau das war, was Ya’el brauchte, zögerte er.
Es war schwierig für ihn, die Emotionen im Gesicht des anderen zu deuten – er kannte diese Art der Kommunikation noch nicht lange und sie war zu vielfältig, als dass er sie schon nachvollziehen könnte.
Doch was hatte er schon zu verlieren?
“Verstehst du das hier?“ Seine leise Stimme klang ein wenig rau, denn er nutzte sie nicht oft. Selbst in seinen Ohren klang sie immer wieder ungewohnt.
Mit ein wenig zu viel Schwung drückte er sich von der Bank hoch und korrigierte die Gewichtsverlagerung automatisch mit dem obersten Paar seiner weißen Schwingen.
Anschließend streckte er dem anderen das Stück Papier vorsichtig entgegen - Ya’el kam es gar nicht in den Sinn, dass die Botschaft nur für ihn bestimmt sein könnte und etwas Vertrauliches war.

Fasziniert betrachtete er währenddessen die seltsame Figur, die der Andere bei sich trug.
Ein versteinertes Tier? Nein, dafür glänzte es zu sehr …
Die Frage danach brannte ihm auf den Lippen, doch er hielt sich zurück. Ya’el ließ sich viel zu leicht ablenken. Und dabei wollte er doch genauso sehr wissen, was die geschwungenen Linien auf dem Papier bedeuteten.



©Pandora
Di Apr 13 2021, 17:12
Pandora
Schüler
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Pandora Greene | W | Elko (Supermarket)

Sie sog den süsslichen Geruch der gelben Melone in ihrer Hand ein. Vor ein paar Monaten noch, hätte sie sich nie so etwas köstliches leisten können. Doch ihre neuen Pflegeeltern gaben ihr jedes mal ein paar Dollar zu viel mit, wenn sie einkaufen gehen sollte, damit sie sich davon etwas aussuchen konnte. In der Regel ging das "Taschengeld" für etwas zu Essen drauf. Sie mochte essen, sie genoss es endlich alle Möglichen Geschmäcker auszuprobieren, die ihr bisher im Leben verwehrt geblieben waren. Gerade wollte sie die Melone in ihren schon halb gefüllten Einkaufswagen legen, als sie im nächsten Gang Frosties erspähte. Sie lieeeeebte Frosties! Sofort wanderte die Runde Frucht wieder zurück an ihren ursprünglichen Platz und wurde durch eine dunkelblaue Karton Schachtel ersetzet. Ob sie wohl schon ein Paar aus der Packung stibitzen konnte, wenn sie sie ja gleich bezahlen würde? Sie verwarf die Zweifel und riss die Schachtel vorsichtig auf. Doch sie stockte. bevor sie zu der Plastikverpackung vorgedrungen war, konnte sie einen Papier Umschlag ausmachen. Komisch so etwas hatte sie noch nie in ihren Frosties gefunden. Sie langte mit der schmalen Hand hinein und zog das Couvert heraus. Mit geschwungenen Linien stand ihr Name vorne drauf! Völlig entgeistert blickte sie auf die geschwungene Schrift. Wie konnte das denn sein? Sie starrte auf den Umschlag, während sie gedankenverloren ihren Einkaufswagen weiter durch den Gang schob. Alles Essen war vergessen.



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