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Liebe Krieger groß und klein, Regeln müssen immer sein. Drum bitten wir einen Besuch beim Schimmerfelsen zu begehn, um das Gesetz der Krieger zu lesen und zu verstehn. Haltet euch stets an das Gesetz und eure Pflichten, sonst wird der SternenClan über euch richten.
Diese liebenswerten User helfen dir bei jedem Problem was in ihrem Bereich der Möglichkeiten liegt.

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©Stormprancer
Mi Apr 07 2021, 10:02
Stormprancer
Krieger
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First Post

Spitze Nägel kratzen über das Pergament, während die dünne, knochige Hand die feinen, geschwungenen Linien zustande brachte, die sich über das Papier zogen.

Ich habe dich gefunden. und was denkst du wie lange es geht, bis auch andere dich entdecken werden? Willst du es wirklich riskieren? Bist du gewappnet dafür der Menschheit in die Augen zu blicken und ihnen zu erklären, dass du kein Monster bist? Oder bist du dir da selber noch nicht sicher? Wie dem auch sei. Ich würde dir sehr empfehlen, meinen Worten Gehör zu schenken, wenn du nicht irgendwo in einem Käfig, ausgestellt landen wirst. Ich habe die Möglichkeit dir zu helfen. Finde den Weg aus der Stadt hinaus ins Grüne. Ein steinerner Pfad wird dich in die Lamoille Canyons führen. Dort folgst du dem Gesang bis zu der toten Fichte. Du könntest dort auf andere wie dich stossen und es wird sich zeigen, wie dein Charakter geformt ist. Wenn ihr eurer Moral entsprechend handelt werdet ihr dort Hilfe erwarten können.

Dr. Dr. Louise Marie Curtis

Kurze scharf geschliffene Zähne blitzen im fahlen Kerzenschein auf, als die Feder niedergelegt worden war und gelbe Augen auf das geschriebene starrten.
Es war der letzte von einigen abgeschriebenen Briefen und er wurde mit der selben fein säuberlichen Art gefaltet. Die dünnen, langen Finger griffen nach dem Stapel der Briefe und legte sie vor klauenbesetze, gräuliche Füsse. Plötzlich schlängelten sich grünliche Flammen an den Pergamentstücken empor und sie wurden in die Luft gehoben. Zufrieden blitzende Augen verfolgten, wie die Pergamente in der Luft verpufften. Sie alle hatten ein eigenes Ziel. Jeder der Übernatürlichen würde in kürze den Brief auf die ein oder andere Weise entdecken, denn sie waren schliesslich nur für diese Personen gedacht. Ein Grinsen zierte die schwarzen Lippen, als daran gedacht wurde, was wohl besagte Dr. Dr. Louise Marie Curtis selber selbst mit dem Papierstück anfangen würde. Das Schicksal der Übernatürlichen lag nun nicht mehr in seiner Hand. Diese last hatte er nun offiziell abgegeben.



©Bone
Fr Apr 09 2021, 15:14
Bone
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Jacob / m / Werkstatt → auf dem Weg zur Kunstgalerie

Mit den Zeigefinger strich Jacob über die Skulptur vor sich. Er überprüfte, ob sie noch irgendwo so scharfkantig war, dass man sich verletzten könnte. Eigentlich konnte er sich nicht vorstellen, dass jemand seine Skulptur anfassen würde, schließlich würde er sie gleich in eine Kunstausstellung bringen und dort fasste man in der Regel nichts an. Dennoch wollte er auf Nummer sicher gehen, nichts lag ihm ferner, als aus versehen jemanden zu verletzten. Er schliff noch einige Stellen ab und legte dann zufrieden die Werkzeuge beiseite. Er tat einen Schritt zurück und betrachtete sein Werk. Vor ihm war eine metallenere Eule zu sehen, die er aus Resten, die in der Werkstatt angefallen waren, gebastelt hatte. „Industrie trifft Natur“.
Sein Handy vibrierte in seiner Hosentasche, schnell zog er es raus und warf einen Blick auf den Bildschirm. Es waren fünf Nachricht von einem befreundeten Kommilitonen. Und eine Pop-up Nachricht von einem Artikel aus der lokalen Zeitung „Erneute Aliensichtung“. Genervt schob er den Artikel beiseite und öffnete die Nachrichten.

Yo Jacob wo bleibst du?
Der Ausstellungskerl hat wohl noch einen Termin.
So ein unfreundlicher Kerl.
Unsere Sachen stehen doch eh draußen.
Als ob er uns beim Aufstellen zugucken müsste 🙄.

Jacob warf einen Blick auf die Uhr, tatsächlich war es schon später als gedacht. Jacob schrieb, dass er bereits auf dem Weg sei, schnappte sich seine Jacke und hob die Statue, die doch schwerer war als erwartet hoch. Da sein Chef gerade nicht in der Werkstatt war, schloss er mit der freien Hand recht umständlich das Tor ab und ließ dann den Schlüssel in seine Jackentasche plumpsen. Er runzelte verwirrt die Stirn, als seine Finger dabei etwas streiften. Ein Briefumschlag? Er konnte sich gar nicht erinnern, dass er diesen dorthin getan hatte. Aber er hatte jetzt keine Zeit sich darüber weitere Gedanken zu machen, schließlich hatte er einen Termin. Schnellen Schrittes machte er sich auf den Weg zur Ausstellung.



©Shahar
Fr Apr 09 2021, 17:24
Shahar
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Ya'el
Ort: Holzbank; kleine, ruhige Straße am Rande Elkos
Angesprochen: /
Erwähnt: Jacob (@Bone)

Ya'el mochte die Hektik nicht, die sich so oft unter den Menschen breit machte. Es war ihm bisher nicht wirklich klar geworden, warum sie manchmal so sehr auf Termine und festgelegte Uhrzeiten zu beharren schienen. Dieses Konzept konnte er einfach noch nicht so recht verstehen. Dennoch faszinierte ihn das geschäftige Treiben, welches er normalerweise nur neugierig aus der Ferne unter die Lupe nahm.
Heute hatte er sich jedoch ein wenig näher gewagt und es sich auf einer Holzbank am Rande des Ortes gemütlich gemacht, wo er sich von der Sonne wärmen ließ.

Ohne die Möglichkeit, seine Schwingen vor den Augen anderer zu verbergen, wäre es ihm jedoch niemals möglich gewesen, sich den Menschen überhaupt zu nähern. Zu gut erinnerte er sich an die Blicke am Anfang, so voll von Unglaube, Verwirrung, Entsetzen. Ya'el hasste es, angestarrt zu werden. Deswegen war er mehr als nur froh, dass mit ein wenig Anstrengung und Konzentration die Schwingen auf seinem Rücken alleine für ihn selbst sichtbar waren. Dauerhaft aufrecht erhalten konnte er diesen Zustand nicht, aber es erlaubte es ihm, sich für wenige Stunden in der Nähe des Ortes aufzuhalten.
Er musste an sich halten, seine ganz und gar schwarzen Augen gesenkt zu halten und andere nicht zu auffällig zu beobachten. Seine Füße wippten auf und ab, während er sich kurz streckte und seine Hände dann in den Taschen seines dunklen Stoffmantels vergrub. Das Kleidungsstück hatte Ya'el einer mitfühlenden Passantin zu verdanken, welche - fälschlicherweise - angenommen hatte, dass er fror.

Doch damit, dass seine Fingerspitzen auf einen flachen Gegenstand stoßen würden, hatte er beim besten Willen nicht gerechnet. Vorsichtig zog er den Brief hervor und betrachtete ihn einen Wimpernschlag lang. Überdeutlich bemerkte er, wie Verwirrung und Skepsis in ihm aufstieg, denn er war sich sicher, dass der Brief zuvor noch nicht da gewesen war. Langsam öffnete er ihn und zog ein Stück Papier hervor. Ya'els Augen glitten über gleichförmige Symbole; Bögen, Ecken, Rundungen. Er fand durchaus, dass es hübsch aussah, aber mehr konnte er mit dem Papier auch wieder nicht anfangen - gelernt zu lesen hatte er nie.
Ob er jemanden fragen sollte?
So ganz sicher war er sich allerdings nicht, denn er scheute jegliche Konversation, blickte sich aber dennoch hilfesuchend um. Nur um dabei zu vergessen, dass er anderen nicht in die Augen blicken sollte. Warum genau war ihm nicht klar, aber es schien ihnen unangenehm zu sein, also vermied Ya'el es. Nun aber trafen seine schwarzen Seelenspiegel auf braune. Er hatte den Blick eines jungen, beschäftigt wirkenden Mannes aufgefangen.



©Bone
So Apr 11 2021, 12:04
Bone
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Jacob
Ort: ruhige Seitenstraße
Angesprochen: Ya'el (@Shahar)

Auf dem Weg zur Galerie nickte Jacob fröhlich den Nachbarn und einigen Bekannten zu. Er wohnte mittlerweile schon so lange über der Werkstatt, dass er fast jeden der Nachbarn beim Vornamen nennen durfte. Als er an dem nahegelegenen Kindergarten vorbei kam, fiel sein Blick auf die dort angebrachte Uhr. Er war wirklich spät dran. Jacob beschleunigte seine Schritte etwas und bog dann in eine eher ruhige Nebenstraße ab.
Während er in seinem Kopf bereits eine Entschuldigung für sein Zuspätkommen zurechtlegte, ließ er seinen Blick unbewusst durch die Straße schweifen. Bis sein Blick auf eines Anderen traf. Eine Woge der Unsicherheit überrollte ihn ohne Vorwarnung, überrascht von dieser Empfindung stockte er kurz. Die Eule in seinen Armen klapperte unwillig und mit einem schnellen Blick prüfte er, ob noch alles in Ordnung war. Zu seiner Erleichterung schon.
Er hob erneut den Blick und schaute zu dem jungen Mann herüber, dem die Augen gehörten, die ihn gerade so aus dem Konzept gebracht hatten. Jacob konnte nicht genau sagen, woran es lag, aber er hatte irgendwie das Gefühl, als würde er etwas suchen. Allerdings war er sich nicht sicher, ob der junge Mann etwas suchte oder ob er selbst etwas in dem blassen jungen Mann suchte. Es war, als wäre dieser Gedanke einfach aus dem nichts aufgetaucht. Jacob machte einen Schritt in seine Richtung.
„Entschuldigung, kann ich Ihnen behilflich sein?“, fragte er und setzte ein breites Lächeln auf. Er musterte ihn kurz, sein Blick glitt über die Leinenkleidung bis hin zu den schuhlosen Füßen. Er schmunzelte etwas und schaute dann wieder in das Gesicht des jungen Mannes. Als sein Blick erneut in die Augen des anderes wanderte merkte er erst, dass diese komplett schwarz waren. Eine weitere Empfindung machte sich in ihm breit.



©Ratze
So Apr 11 2021, 15:31
Ratze
Heiler
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Dr.Dr. Louise Marie Curtis
Ort: Labor -> Zuhause(Lamoille Canyon)
Angesprochen:
erwähnt:

Die Tür fiel ins Schloss. Der Wind wehte sanft und spielte durch die weißblonden Haare. Eine Haarsträhne fiel ihr ins Gesicht und Louise wischte sie sich hinter ihr elfenhaftes Ohr. Sie Streckte sich und betrachtete die Landschaft um ihr kleines Haus herum. Es gab durchaus andere Häuschen und gemeinsam bildeten diese eine kleine Siedlung. In dieser Siedlung lebte sie schon gut 4 Jahre, nachdem sie aus der Stadt raus wollte. Sie wollte sich mehr von der Natur inspirieren, nachdem sie ihre Jugend lieber in der Stadt verbringen wollte. Sowohl die Entscheidung in ihrer Jugend, als auch die Entscheidung auf das Land zu ziehen bereute sie bisher keinen einzigen Herzschlag, selbst nach ihrem Unfall im Labor.
Sie kniff ihre Augen zusammen und ärgerte sich wieder, über das was damals geschehen war und über das was sie bisher kaum jemanden erzählt hat. Selbst ihre Eltern sind bisher ahnungslos. Louise schob ihren Jackenärmel hoch und schaute auf die Uhr. Sie runzelte die Stirn, sie hatte zwar gerechnet, dass es spät war aber nicht so spät. Die Sonne kam den Hügeln und Bergen immer näher. Es wurde Zeit nach Hause zu gehen. Nach einem etwa 20-25minütigem Spaziergang erreichte sie ihr Haus. Wie sehr freute sich Louise schon auf ihr Sofa, um einfach die Füße hochzulegen.
Aus ihrem Briefkasten ragte ein kleiner Umschlag. Sie zog die Augenbraue hoch Post? Um diese Uhrzeit? Naja bestimmt habe ich wohl beim letzten Familienessen etwas bei Ma und Pa vergessen. dachte sie sich und griff nach dem Umschlag.



©Shahar
Mo Apr 12 2021, 18:02
Shahar
Erfahrener Krieger
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Ya'el
Ort: ruhige Straße am Rande Elkos
Angesprochen: Jacob (@Bone)
Erwähnt: Jacob

Scheu wie der Blick eines Rehs huschten Ya’els Augen links und rechts am Gesicht des Anderen vorbei, ganz als würde er nach dem nächsten Fluchtweg suchen. Allerdings war ihm nur zu gut bewusst, dass er nicht einfach weglaufen konnte – und es auch nicht unbedingt wollte. Trotzdem blieb der kalte Griff der Unsicherheit bestehen. Unruhig begann sein linker Fuß stärker auf und ab zu wippen, während der Boden plötzlich unglaublich interessant zu werden schien – denn Ya’el betrachtete nun eingehend seine Zehenspitzen.
Er hatte Angst davor, sein Gegenüber zu verscheuchen, indem er aufs Neue denselben Fehler beging. Dass er anders war konnte er nicht abstreiten, aber beim Gedanken daran, wie wenig Akzeptanz er bislang erfahren hatte, schwappte Traurigkeit in ihm hoch. Es gelang ihm nicht nachzuvollziehen, warum das – offenbar – ein so großes Problem darstellte.
Gab es wirklich niemanden wie ihn hier? Hatte er all die anderen in der Dunkelheit verloren?

Nervös flatterte sein Blick erneut in Richtung des anderen Mannes, der ihm seine Hilfe anbot, nur um ihn dann einen Wimpernschlag später wieder zu senken. Obwohl jemand, der etwas mit dem Brief anfangen konnte, eigentlich genau das war, was Ya’el brauchte, zögerte er.
Es war schwierig für ihn, die Emotionen im Gesicht des anderen zu deuten – er kannte diese Art der Kommunikation noch nicht lange und sie war zu vielfältig, als dass er sie schon nachvollziehen könnte.
Doch was hatte er schon zu verlieren?
“Verstehst du das hier?“ Seine leise Stimme klang ein wenig rau, denn er nutzte sie nicht oft. Selbst in seinen Ohren klang sie immer wieder ungewohnt.
Mit ein wenig zu viel Schwung drückte er sich von der Bank hoch und korrigierte die Gewichtsverlagerung automatisch mit dem obersten Paar seiner weißen Schwingen.
Anschließend streckte er dem anderen das Stück Papier vorsichtig entgegen - Ya’el kam es gar nicht in den Sinn, dass die Botschaft nur für ihn bestimmt sein könnte und etwas Vertrauliches war.

Fasziniert betrachtete er währenddessen die seltsame Figur, die der Andere bei sich trug.
Ein versteinertes Tier? Nein, dafür glänzte es zu sehr …
Die Frage danach brannte ihm auf den Lippen, doch er hielt sich zurück. Ya’el ließ sich viel zu leicht ablenken. Und dabei wollte er doch genauso sehr wissen, was die geschwungenen Linien auf dem Papier bedeuteten.



©Pandora
Di Apr 13 2021, 17:12
Pandora
Schüler
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Pandora Greene | W | Elko (Supermarket)

Sie sog den süsslichen Geruch der gelben Melone in ihrer Hand ein. Vor ein paar Monaten noch, hätte sie sich nie so etwas köstliches leisten können. Doch ihre neuen Pflegeeltern gaben ihr jedes mal ein paar Dollar zu viel mit, wenn sie einkaufen gehen sollte, damit sie sich davon etwas aussuchen konnte. In der Regel ging das "Taschengeld" für etwas zu Essen drauf. Sie mochte essen, sie genoss es endlich alle Möglichen Geschmäcker auszuprobieren, die ihr bisher im Leben verwehrt geblieben waren. Gerade wollte sie die Melone in ihren schon halb gefüllten Einkaufswagen legen, als sie im nächsten Gang Frosties erspähte. Sie lieeeeebte Frosties! Sofort wanderte die Runde Frucht wieder zurück an ihren ursprünglichen Platz und wurde durch eine dunkelblaue Karton Schachtel ersetzet. Ob sie wohl schon ein Paar aus der Packung stibitzen konnte, wenn sie sie ja gleich bezahlen würde? Sie verwarf die Zweifel und riss die Schachtel vorsichtig auf. Doch sie stockte. bevor sie zu der Plastikverpackung vorgedrungen war, konnte sie einen Papier Umschlag ausmachen. Komisch so etwas hatte sie noch nie in ihren Frosties gefunden. Sie langte mit der schmalen Hand hinein und zog das Couvert heraus. Mit geschwungenen Linien stand ihr Name vorne drauf! Völlig entgeistert blickte sie auf die geschwungene Schrift. Wie konnte das denn sein? Sie starrte auf den Umschlag, während sie gedankenverloren ihren Einkaufswagen weiter durch den Gang schob. Alles Essen war vergessen.



©Shahar
Fr Apr 16 2021, 16:47
Shahar
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Adra
Ort: Supermarkt in Elko
Angesprochen: Pandora (@Pandora)
Erwähnt: Pandora; Dämon [’spricht‘]

Adra starrte eine Tafel Schokolade zu Tode. Oder war zumindest schien es ganz so, also würde sie es versuchen. Sie hasste diesen Süßkram und verdrehte beim Gedanken daran, dass ihre Mutter etwas davon wollte, ihre smaragdgrünen Augen. Ein leiser Seufzer wich ihr über die verächtlich verzogenen Lippen.
‘Lass sie einfach dort liegen, behalte das Geld für dich selbst…‘ Ein Stich rot fuhr durch ihre Augen, färbte sie für einen kurzen Wimpernschlag dunkel. Sie schüttelte ihren Kopf und einige olivbraune Strähnen fielen in Adras Gesicht.
Die leise, tiefe Stimme wusste, was sie wollte, was sie nur zu gerne tun würde. Aber der Trotz war größer. Adra würde nicht anfangen, diesem gehörnten Wesen in ihrem Kopf nachzugeben. Sich hob ihr Kinn leicht an und zuckte mit der linken Braue, als sie die Schokolade aus dem Regal nahm - nur um einen Augenblick später einen Brief zu Boden segeln zu sehen.

Verwirrt bückte sie sich und nahm den Papierumschlag an sich. Was hatte der hier zu suchen? Gedankenverloren strich sie mit einem Finger über den Gegenstand.
Ein schmeichelndes Zischen unterbrach Adra abrupt, ‘Wirf ihn weg … irgendjemand wird ihn dann sicherlich vermissen.‘  
Die junge Frau lief abgelenkt in Richtung Kasse und hielt dabei immer noch den Brief in ihren Händen. Noch war sie sich nicht sicher, was sie damit anfangen sollte. Als sie jedoch den Namen – ihren Namen - auf der Rückseite bemerkte, kroch die Verwirrung in ihr hoch. Und Wut.
Erlaubte sich jemand einen Spaß mit ihr?

Schon wirbelte Adra herum und wollte zurück zum Gang laufen, aus dem sie gekommen war, um dem Schuldigen den Hals umzudrehen – oder ihm zumindest verbal ins Jenseits zu befördern -, als sie mit voller Wucht gegen einen Einkaufswagen prallte. Der Brief flatterte dabei erneut aus ihrer Hand und landete vor den Füßen einer Schwarzhaarigen.
“Pass doch auf … du hast doch wohl Augen im Kopf“, giftete Adra, bevor sie weiter nachdachte.
Sie verschränkte die Arme vor der Brust und ließ ihren kalten Blick über die andere schweifen. Zugegebenermaßen, Adra mochte deren Look, auch wenn sie es niemals zugeben würde.
Wohnte sie nicht in ihrer Nachbarschaft? Wie hieß sie noch gleich? P… Penelope?



©Bone
Fr Apr 16 2021, 19:56
Bone
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Jacob
Ort: ruhige Straße am Rande Elkos
Angesprochen: Ya'el (@Shahar)
Erwähnt: Ya'el

Aufmerksam beobachtete Jacob den jungen Mann vor ihm. Dieser antwortet nicht direkt auf seine Frage, es schien, als würde er mit sich ringen. Geduldig wartete Jacob und als er sich gerade fragte, ob er das Verhalten des Anderen vielleicht falsch gedeutet hatte, begann dieser zu sprechen und erhob sich. Er hielt ihm einen Zettel entgehen und fragte ihn, ob er dessen Inhalt verstehen würde.

Jacob nahm den Zettel entgehen und faltete ihn dann, etwas ungelenk, mit nur einer Hand auseinander. Natürlich hätte er auch einfach die Statue abstellen können. Aber er war besorgt, dass sie irgendwie schaden nehmen könnte. Was ziemlich unwahrscheinlich war, schließlich war sie aus Metall und die Straße kaum belebt. Aber, was seine Kunst anging war er einfach übervorsichtig. Als er den Zettel schließlich auseinander gefaltete hatte, las er die ersten paar Zeilen und stockte dann unwillkürlich. Sein Blick huschte kurz zu zu dem jungen Mann. Ihn gefunden? Ein Monster? War er vielleicht ein Krimineller? Oder was könnte es für einen Grund geben, wieso man ihn Monster nennen sollte und er sich verstecken müsste? Das Wort Monster löste bei ihm ein beklemmendes Gefühl aus. Doch er schüttelte den Gedanken genau so schnell wie er gekommen war wieder beiseite. Der junge Mann vor ihm sah nicht aus wie ein Krimineller.
Sein Blick wanderte wieder zurück zu dem Brief ins einer Hand. Er las den Brief zu Ende und ließ dann die Hand sinken. Der Rest des Briefes war nicht war nicht minder verwirrend. In einem Käfig ausstellen? Dem Gesang innerhalb der Lamoille Canyons folgen? Und von der Doktorin hatte er auch noch nie gehört.
„Mmh...“, machte er und schaute zwischen Brief und seinem Gegenüber hin und her. „Besonders viel kann ich damit nicht anfangen.“
„Es klingt auf jeden Fall wie ein Drohbrief“, stellte er fest. „Was sie mit Monster meint verstehe ich nicht und die Kommentare zu den Lamoille Canyons sind auch wenig hilfreich. Der Brief ist von Dr. Dr. Louise Marie Curtis  unterzeichnet. Mir sagt der Name nichts, aber das ist vermutlich eine Bekannte von dir?“, sagte er, nicht wissend, dass der Gegenüber den Brief selbst nicht hatte lesen können. Nachdenklich musterte Jacob den verwirrenden Brief in seiner Hand. Um diesen wirklich zu verstehen müsste er mehr über den jungen Mann vor sich erfahren. Er spürte, wie sein Interesse immer weiter wuchs.



©Shahar
Di Apr 20 2021, 18:40
Shahar
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Ya'el
Ort: ruhige Straße am Rande Elkos
Angesprochen: Jacob (@Bone)
Erwähnt: Jacob, Dr. Dr. Louise Marie Curtis

Ya’el beobachtete, wie die Augen des anderen über die Zeilen des Briefes huschten, während er ein wenig verloren dastand. Es war für ihn faszinierend, an den Pupillen ablesen zu können, wohin der junge Mann blickte. Zu gerne würde er selbst auch diese fremde Sprache auf Papier verstehen, aber noch ergab nichts davon für ihn einen Sinn.
Als sein Gegenüber feststellte, dass er ebenfalls wenig mit dem Schriftstück anzufangen wusste, senkte Ya’el seinen Blick erneut. Ein schweres, erdrückendes Gefühl legte sich über ihn; eine Mischung aus Enttäuschung, Hilf- und Ratlosigkeit. Wie würde er jetzt an Antworten gelangen?
Nachdenklich knetete er seinen reckten Handrücken, während seine Gedanken schon weiterwanderten.

Dazu, sich etwas Neues zu überlegen, kam er gar nicht, denn sein Gegenüber sprach zu Ya’els Überraschung weiter.
Beim Zuhören zuckte er leicht zusammen. Drohbrief … Monster? Wollte ihm jemand etwas Böses? Ihm weh tun? Noch immer war er sich nicht einmal sicher, ob der Brief überhaupt an ihn selbst adressiert war. Trotzdem machte sich ein nervöses Kribbeln in seiner Magengegend breit und er fühlte sich merklich unwohl. Leicht zittrig strichen seine Schwingen durch die Luft, während er für einen Augenblick in die Leere starrte und einen Punkt am Horizont fixierte. Schnell fasste Ya’el sich allerdings wieder und versuchte den Rest der Worte zu entschlüsseln. Den Namen des Ortes hatte er irgendwo schon einmal aufgeschnappt, wohingegen die Bezeichnung der Person ihm überhaupt nichts sagte. Er wäre nicht einmal fähig, diese korrekt und vollständig zu wiederholen.
Wer war diese Frau, die ihn oder jemand anderen offenbar drohte?

Ob sie eine Bekannte war?
“Nein, nein“, Ya’el nickte leicht mit dem Kopf während er sprach – So machte man das doch, oder?
“Meine Bekannten ziehen es vor, niemanden etwas zu Leide zu tun … “, ein wenig Melancholie überkam ihn, aber er konnte dieses Gefühl nicht so recht zuordnen, “Das ist nicht besonders freundlich … einfach jemandem drohen, den man nicht kennt?“ In seinen Worten schwang Unsicherheit mit, denn eigentlich war Ya’el fest davon ausgegangen. Natürlich hatte er bereits mit anderen Exemplaren zu tun gehabt, die nicht viel Wert auf einen netten Umgang gelegt hatten, aber es war ihm neu eine solche Botschaft über ein Blatt Papier zu übermitteln.  
Er neigte leicht den Kopf nach rechts, denn erneut packte ihn ein Funke Neugier.
Neugier, die ihm so leicht zum Verhängnis werden könnte.
“Wie kann ich herausfinden, wo diese Frau lebt?“
Ob es eine gute Idee war, nach der Verfasserin des Briefes zu suchen? Vermutlich nicht, das war selbst Ya’el nur allzu bewusst. Trotzdem würde das Schriftstück ihn wohl nicht mehr loslassen, täte er es nicht. Also fasste er den Entschluss, diese Person zu finden.



©Flammensturm
Sa Apr 24 2021, 21:19
Flammensturm
weiser Mentor
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Anna/Lamollie Canyon/Weiblich
Sie befand sich in den Bergen und die Landschaft war sehr ruhig.Vor ein paar Tagen hat sie die neue Umgebung entdeckt.Jetzt habe ich die perfekte Heimat gefundenAls sie die neue Heimat erkundet hat sie einen geheimen Ort entdeckt.Dieser Ort erinnerte sie an ihre alte Einhornheimat und dort gibt es sehr viel Essen.Da sie jetzt hunger hat geht sie jetzt dahin.



©Bone
Do Jun 03 2021, 17:05
Bone
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Jacob
Ort: ruhige Straße am Rande Elkos
Angesprochen: Ya'el (@Shahar)
Erwähnt: Dr. Dr. Louise Marie Curtis

Jacob hob gerade den Kopf, als der junge Mann ihm gegenüber antwortete. Während er verneinte nickte er eifrig. Etwas irritiert runzelte Jacob die Stirn, kannte er diese Doktorin nun oder nicht? Als er allerdings weiter sprach wurde schnell klar, dass er sie scheinbar nicht kannte. Während der junge Mann weiter sprach, wanderte Jacobs Blick kurz wieder in dessen Gesicht. Ein beklemmendes Gefühl der Traurigkeit und Unsicherheit schlug ihm wie eine Wand entgegen, er blinzelte verwirrt und schüttelte den Kopf. Was war denn heute los mit ihm? Er hatte doch sonst nicht solche Stimmungsschwankungen. Er war so irritiert von diesem Gefühl, dass er die Frage, ob es unhöflich wäre jemanden zu bedrohen kaum registrierte. Erst, als der junge Mann den Kopf leicht neigte, kam Jacob mit seinen Gedanken zurück in die Gegenwart.

Wie er die Frau finden könnte? Jacob zog schnell sein Handy aus der Hosentasche, vielleicht könnte man herausfinden, wo sie arbeitete? Etwas schuldbewusst stellte er fast, dass er erneut mehrere Nachrichten von seinem Kommilitonen bekommen hatte. Scheinbar war der Zuständige für das Ausstellungsgebäude nun doch gegangen und er selbst hatte wohl auch noch einen Termin. Er schob die Nachricht beiseite und öffnete eine Suchmaschiene. Er gab den Namen der Doktorin ein, ließ seinen Blick über das Display wandern und stellte recht schnell fest, dass er nichts zu der Doktorin finde konnte.
„Hm... im Internet finde ich leider nichts zu ihr, also wohl niemand bekanntes“,  murmelt er vor sich hin. Er hob den Kopf und schaute den jungen Mann vor sich an. Sein Blick traf den vom Anderen und eine flatternde Neugierde erfasste ihn.
„Ich bin gerade auf dem Weg zu einer Ausstellung, um das hier abzugeben“, sagte Jacob und hob seine Skulptur kurz an, welche langsam etwas schwer in seiner Hand lag. „In der Nähe befindet sich eine Bibliothek und die Stadtverwaltung, eventuell findet man dort etwas.... Schließlich ist keine Briefmarke auf dem Umschlag, also ist davon auszugehen, dass sie in der Nähe lebt“, sagte er. Die unausgesprochene Frage, ob der Fremde ihn begleiten wollte, schwebte wie eine Wolke in der Luft.



©Shahar
Do Jun 17 2021, 18:57
Shahar
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Ya'el
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Was er wohl dachte?
Ya’el Augen fixierten den anderen ein wenig zu lange, bevor er betreten den Blick senkte.
Nein, er war immer noch nicht gut, in ihren Gesichtern zu lesen.
Diese fremde Sprache war so kompliziert. So unendlich kompliziert. Er vermisste die gewohnte – vertraute – Einfachheit, denn diese Art der Verständigung war nicht für ihn gemacht. Sie war komplexer und anstrengender, als alles, was er zuvor gekannt hatte. Es war schwierig genug, überhaupt zu begreifen, wie die Menschen es aushielten miteinander zu kommunizieren, obwohl ihnen doch offensichtlich viel zu viele Informationen über ihr Gegenüber fehlten.
Vielleicht waren sie aber auch einfach so begabt, dass sie Gefühle anderer ohne jegliche Hilfestellungen erkennen konnten? Sie durch bloße Veränderungen aus Mimik und Gestik, aus Worten und Tonfall herauslasen.
Bestand die Möglichkeit, dass er dies eines Tages auch lernte?
Es würde ihm jedenfalls sehr helfen, denn es fühlte sich an, als würde man ihm einen Großteil der Informationen vorenthalten, wenn er mit jemandem sprach. Zumindest er selbst gab diesen Teil von sich preis. Es war nicht so, dass er eine andere Wahl hatte, aber selbst wenn, würde er nicht von ihr Gebrauch machen. Und das, obwohl er eigentlich vieles verstecken sollte.
Ein leises Seufzen entwich seinen Lippen, als er die Gedanken beiseiteschob.  

Ya’el stellte sich leicht auf die Zehenspitzen und versuchte mehr oder weniger unauffällig einen Blick auf das kleine elektrische Gerät in den Händen des anderen zu erhaschen. Die Dinger faszinierten ihn, auch wenn er noch nie eines in die Finger bekommen hatte.
Als der junge Mann ihm das Ergebnis seiner Recherche mitteilte, nickte er leicht und gab den Versuch schlussendlich auf, etwas auf dem kleinen Bildschirm zu erkennen. Das Licht färbte ihn von seiner Position aus ohnehin nur schwarz ein.
Stattdessen überlegte er bereits fieberhaft, wie er nun an Informationen zu der gesuchten Person kommen sollte. Andere Personen anzusprechen wäre eine Option, wenn er sich nur den Namen der Frau hätte merken können. Warum auch diese langen, komplizierten Bezeichnungen? Er wippte mit dem Fuß auf und ab, Nein, in der ganzen Stadt herumzufragen würde ihn nicht ans Ziel bringen.

“Eine Ausstellung …“, wiederholte er schließlich nachdenklich. Das klang … interessant – besonders da es mit dem Objekt, das der andere in der Hand hielt, zu tun hatte.
“Was ist das?“, er zeigte mit einem Finger unbeholfen darauf. Gleichzeitig hoffte er aber nun endlich eine Antwort zu erhalten. Die Figur interessierte ihn schon die ganze Zeit. Vermutlich sollte er sich eigentlich über etwas ganz Anderes Gedanken machen.
Die restlichen Worte quittierte er nur kurz: “Das klingt gut. Kannst du mir zeigen wie ich dorthin komme?“



©Bone
Mo Jul 19 2021, 11:56
Bone
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Jacob
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Angesprochen: Ya'el (@Shahar)
Erwähnt:

Jacob konnte ein leichtes, aber herzliches Lachen nicht verhindern, als der junge Mann vor ihm fragte, was das in seiner Hand sei und auf seine metallene Eule deutete.
„Ouh man, kann man das etwa nicht erkennen?“ Jacob verzog das Gesicht ein wenig, nur um dann über sich selbst zu lachen „Na dann sollte ich wohl dringend an meinen Fähigkeiten arbeiten.“
Er veränderte seinen Griff um die Skulptur und drehte diese etwas umständlich, aber überaus vorsichtig, in seinen Armen herum, sodass der Kopf der Eule in die Richtung des Mannes blickte.  
„Das ist die Nachbildung einer Eule, genau genommen von einem Uhu. Ich denke, das ist eine der bekanntesten Eulenarten, deswegen habe ich mich dafür entschieden.  Und außerdem kann man ihn dank seiner markanten Federohren auch ziemlich gut erkennen. Jedenfalls war das der Gedanke dahinter. Schlussendlich haben sich aber auch die verwendeten Materialien sehr gut dafür angeboten“, erklärte er.
„Bei den Materialien handelt es sich um alte Metallreste, die in der Werkstatt so anfallen. Und ich meine, bevor sie weggeworfen werden, kann man ja auch was draus machen, nicht wahr? Hier haben wir zum Beispiel ein paar alte Zahnräder und hier …“, er brach ab und schaute den Anderen verlegen an.
„Oh entschuldige, wenn es um meine Skulpturen geht dann... dann geht es einfach durch mit mir“, lachte er und zuckte dann entschuldigend mit den Schulter.

Dann drehte er die Eule wieder leicht in seinen Armen, für den weiteren Transport wäre es besser sie anderes zu halten, da war das Risiko auf Schäden geringer. Wobei es sich generell natürlich um robuste Werkstoffe handelte und seine Schweißerarbeiten alles andere als amateurhaft waren, dennoch hatte er diese irrationale Sorge, dass etwas passieren könnte. Jacob drehte sich von dem nervös wirkenden Mann neben sich weg und Blickt ein Richtung  des Ausstellungsortes.
„Klar kann ich dir zeigen wo die Stadtverwaltung ist, ich muss ja sowieso in die Richtung“, sagte er und nickte dann nach vorne. „Wir müssen dort entlang.“
Kurz nachdem er zu Ende gesprochen hatte, setzte er sich bereits langsam in Bewegung. Als er bereits ein paar Schritte gegangen war, drehte er sich noch mal kurz nach dem Anderen um, um sicher zu gehen, dass dieser ihm auch folgte.
„Ach übrigens, mein Name ist Jacob“, sagte er und setzte dann seinen Weg in Richtung der Ausstellung fort. Es war nun dringend an der Zeit seine Werk abzuliefern.



©Ratze
Sa Jul 24 2021, 14:26
Ratze
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Dr.Dr. Louise Marie Curtis
Ort:  Zuhause(Lamoille Canyon) -> Wald
Angesprochen:
erwähnt: ihre Eltern

Die dünnen Finger öffneten den Brief, als sie sich auf ihren Stuhl in der Küche niederlies. Eine ihrer Haarsträhnen fiel ihr ins blasse Gesicht. Diese klemmte sie sich hinter ihre elfenartigen Ohren.  Louise fing an den Brief zu lesen.

Ich habe dich gefunden. und was denkst du wie lange es geht, bis auch andere dich entdecken werden? Willst du es wirklich riskieren? Bist du gewappnet dafür der Menschheit in die Augen zu blicken und ihnen zu erklären, dass du kein Monster bist? Oder bist du dir da selber noch nicht sicher? Wie dem auch sei. Ich würde dir sehr empfehlen, meinen Worten Gehör zu schenken, wenn du nicht irgendwo in einem Käfig, ausgestellt landen wirst. Ich habe die Möglichkeit dir zu helfen. Finde den Weg aus der Stadt hinaus ins Grüne. Ein steinerner Pfad wird dich in die Lamoille Canyons führen. Dort folgst du dem Gesang bis zu der toten Fichte. Du könntest dort auf andere wie dich stossen und es wird sich zeigen, wie dein Charakter geformt ist. Wenn ihr eurer Moral entsprechend handelt werdet ihr dort Hilfe erwarten können.

Sie runzelte die Stirn. Dieser Brief klang wie ein Rätsel. Hm ja Rätsel sind doch immer gut. dachte sie sich zunächst und fing an zu überlegen, was mit dieser Botschaft gemeint war. Ihre grünen Augen wanderten durch den Raum und sie überlegte. Dieser steinerde Pfad, von dem die Rede war, müsste nicht weit von ihrem Haus sein, da sie ebenfalls in den Lamoille Canyons wohnte und auch arbeite. "warte was!?" sie schrie auf, obwohl keiner in der Nähe war. Die grünen Augen schnellten wieder runter zu dem Brief. Er war mit ihrem Namen unterzeichnet. Dr. Dr. Lousise Marie Curtis. "Was zur?" fing sie an zu fluchen. Zwar besaß sie mit ihren 26 Jahren zwei Doktortitel, jedoch bestand sie nie darauf, dass man diese auch verwendete.
Ein schaudern lief ihr über den Rücken. Irgendjemand versuchte sich für sie auszugeben. Louise kniff ihre Augen zusammen und erhob sich. Die Müdigkeit in ihren Knochen machte sich bemerkbar, jedoch musste sie herausfinden, was es sich mit diesem Brief auf sich hat und vor allem, ob auch andere diesen Brief erhalten haben. Hoffentlich haben Ma und Pa den Brief nicht erhalten. Die finden es eh schon schlimm mit der Laborarbeit... breiteten sich die Sorgen aus. Sie zog ihren Laborkittel aus, legte ihn auf den Tisch und suchte sich ihre schwarze Jacke von der Garderobe raus, welche direkt neben ihrer Küche war. Neben der Jacke hing eine kleinere Tasche, die sie sich auch nahm. Mit schnellen Schritten ging sie nochmal an ihren Kühlschrank und öffnete in diesem noch ein gesondertes Fach. In diesem Fach lagen kleinere Blutkonserven drin, von denen sie sich schnell eine in die Tasche, zu dem Brief, packte. Wer weiß, vielleicht brauche ich sie noch.... Frust stieg in ihr auf. Seit sie einen Unfall in ihrem Labor hatte, hat sie sich mit dem Vampirvirus infiziert, so dass sie gelegentlich unter Anfällen des Blutdurstes leidet.
Sie schaltete das Licht in der Küche aus, ging durch ihre Haustür wieder ins Freie. Mit einem leichten Ruck fiel die Tür hinter ihr ins Schloss und sie schloss zusätzlich ab. Wer weiß, wer mich jetzt sucht.... Der Kopf wanderte von rechts nach links und wieder zurück. Es war niemand zu sehen und so ging sie los in die Richtung, von der im Brief die Rede war.



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