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 Drei Mal. (Gruselige Geschichte)

©Tenley
Mi Okt 31, 2018 3:01 pm
Tenley
Priesternovize
Anzahl der Beiträge : 6868
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Huhu!
Mit dieser Geschichte habe ich im Forum Lost Dreams am Wettbewerb teilgenommen und gewonnen, also nicht wundern, falls sie euch eventuell bekannt vorkommt. xD
Viel Spaß beim lesen und ich freue mich auf Feedback!

Drei Mal
Tropf. Tropf. Tropf.
Immer wieder hallte das zähflüssige Geräusch von den Wänden wieder. Gefolgt von einem feuchten „Platsch!“, wenn der Tropfen in der Pfütze landete, die sich dort gebildet hatte. Der metallische Geruch von Blut hing so dicht in der Luft, dass es einen Würgereiz in ihr auslöste. Es roch einfach nur abstoßend und brannte förmlich in der Nase.
Auf dem weißen Bett, dass in der Dunkelheit des Zimmers fast leuchtete, saß ein zitterndes Mädchen. Ihre langen, dunklen Haare hingen ihr zerzaust in das blasse Gesicht. „Mach, dass es aufhört!“, schrie das Mädchen plötzlich schrill. Als hätte man einen Schalter in ihr umgelegt, begann sie außerdem weinend wirres Zeug vor sich hin flüsternd auf und ab zu wippen. Ein panischer Schimmer lag in ihren dunklen Augen, die durch den Vorhang aus Haaren wild im Zimmer umherblickten. Sie wollte nichts mehr, als dass es endlich vorbei war. Und dennoch wusste sie mit einer so starken Gewissheit, dass es nur der Anfang war, wie das sie nicht wusste, was es eigentlich war. Waren die Stimmen nur in ihrem Kopf? Waren sie wirklich da? Nein, eigentlich war das eine Lüge. Sie wusste ganz genau, woher es kam. Was es war. Wer es war. Und genauso wusste sie, dass sie selbst daran schuld war, sie sich diesen Horror selbst zuzuschreiben hatte. „Luuuucyyyy“, flüsterte eine bittende Stimme in einem wunderschönen Singsang. Sie war leicht wie der Wind und man musste genau zu hören, um zu verstehen, was sie eigentlich sagte. Aber Lucy wusste genau, dass es ihr Name war, der gewispert wurde. Warum hatte sie nur auf die Anderen gehört? Sie hatte es von Anfang an für eine dämliche Idee gehalten. Lucy war schon immer eine Realistin gewesen und hatte nicht daran geglaubt, dass wirklich etwas passieren würde. Dennoch hatte ihr Herz viel zu schnell geklopft, als in den Spiegel geblickt hatte und drei Mal ihren Namen gerufen hatte. Und als die Kerzen wie durch einen Windzug in dem kleinen Badezimmer ohne Fenster erloschen waren, war es vollends um ihre Selbstsicherheit geschehen. Es war verrückt, wenn sie daran dachte, wie harmlos und unbegründet die Angst dort noch gewesen war. Zu dem Zeitpunkt hätte man sich noch sämtliche Gründe der Logik und Vernunft entsprechend zurechtlegen können. Doch das hier, das hier konnte keiner auf irgendetwas nicht Übernatürliches schieben. Die Angst des Mädchens hatte sich von dem Moment im Badezimmer immer und immer tiefer in sie hineingefressen und brachte sie nun, drei Tage später, beinahe um ihren Verstand. Sie konnte sich bei dem Lärm, den das tropfen verursachte, kaum konzentrieren und das einzige, was sie nun noch mit Gewissheit sagen konnte, war, dass sie irgendwie lebend entkommen musste. Das Mädchen musste schnellstmöglich verschwinden, bevor es zu spät war. Zu spät für was?, raunte die Stimme der Vernunft tief in ihrem Inneren. Oder war es doch eher die Stimme einer Verrückten? Wer konnte das nun noch unterscheiden, wo sich Vernunft und Wahnsinn gleichermaßen um ihren Anteil in Lucys Gedanken stritten. Was war nur Vernunft? Zu akzeptieren, dass es Geister wirklich gab? Oder es weiter zu leugnen, wo es doch keinen anderen logischen Grund für die Geräusche gab? Doch ihre hilflosen Gedankengänge wurden jäh unterbrochen. „Luuuucyyyy“, wisperte die Stimme erneut, diesmal eindringlicher. Es klang nicht mehr wie eine Bitte, eher wie ein Befehl. Das Schlimmste an der Stimme war, dass sie das Mädchen beruhigte und ihr Herz langsamer schlagen ließ. Mit jedem Schritt, die sie sich der Stimme nähern würde, würde ihre Angst weiter verschwinden. Das wusste sie einfach. Diese Stimme zog sie so magisch an, sie würde sich am liebsten hingeben und von diesem zauberhaften Gesang einlullen lassen. Die Augen schießen, einschlafen und nicht mehr gegen die Panik ankämpfen… Aber irgendein Teil ihres Unterbewusstseins hielt sie davon ab genau das zu tun. Irgendetwas tief in ihr drin sagte Lucy, dass es das Ende bedeuten würde, wenn sie sich der Stimme hingab. „Luuuucyyyy!“, sagte die Stimme ein drittes Mal, diesmal klang es fast wie ein verzweifeltes Kreischen. Ein Geräusch, das Lucy in den Ohren brannte, eines, das so eindringlich war, dass es das Mädchen verrückt machte.
Drei Mal. Drei Mal sagte sie ihren Namen. Genauso oft, wie Lucy sie gerufen hatte an jenem Abend vor dem Spiegel. Ein furchterregendes Geräusch erklang in dem düsteren Raum. Es klang wie das Lachen einer Geisteskranken. Laut, rau und hysterisch. Bis Lucy klar wurde, dass dieses Geräusch aus ihrer eigenen Kehle kam – es war ihr eigenes Lachen. Nun war es nicht mehr die Tatsache, dass ein solches Monster so von Zahlen besessen seien konnte, sondern ihre Lache, die das Mädchen immer weiter zum Kichern brachte. Was war nur mit ihr geschehen? Nur durch unheimliche Geräusche, den widerlichen Geruch nach Blut und den Präsenz von Jemandem, der in den Schatten lauerte und auf ihren Tod wartete, brachte sie dazu. Nur auf ihren Tod lauerte. Wie normal diese Worte plötzlich in ihren Ohren klangen, egal wie absurd sie doch eigentlich waren. Denn diese Beschreibung gab dem Ganzen endlich eine reale Note. Denn alles, was sie nun noch brauchte, war ein klein wenig Sicherheit. Und die bot ihr die Logik. Die bot ihr die Tatsache, Dinge beim Namen zu nennen. Trotzdem konnte sie förmlich spüren, wie sich ihr Verstand immer weiter abbaute. Immer lauter, rauer und hysterischer drang der Laut aus ihrer Kehle, bis er schließlich in einem widerlichen Gurgeln erstickte. Zeigte es nicht, wie verrückt sie geworden war, dass sie wegen so etwas lachen musste? Wie verzweifelt sie Angst um ihr eigenes Leben hatte? Sie hatte einmal gelesen, dass Menschen bei Todesangst einen solchen Adrenalinkick bekamen, dass sie es schafften, sich aus den unmöglichsten Situationen zu befreien. Mit gebrochenen Beinen zu laufen. Mit einer schweren Gehirnerschütterung den Notruf zu wählen und ihn zu sich zu holen. Doch das einzige was Lucy schaffte, war sich nur weiter selbst zu zerstören. Aber was diese Menschen erleben, hat die Natur vorgesehen… aber das hier, das übersteigt die Fähigkeit eines jeden Menschen, machte sie sich die Situation erneut bewusst. Wie konnte es sie beruhigen und gleichzeitig zerstören, alles in Worte zu fassen und zu analysieren? „Weißt du, es ist faszinierend, was du machst. Wie du meinen Verstand zerstörst“, sagte sie gegen die Wände gerichtet, ihr Blick ging ins Leere der tiefen Schwärze, die sie umgab. Sie wusste nicht einmal, ob sie dieses Wesen meinte oder schlichtweg ihren eigenen Verstand. Schließlich war da niemand, den sie anschauen oder dem sie die Schuld zuschieben konnte. Für eine Sekunde hörte das Geräusch der Tropfen auf. Doch Lucy blieb nicht einmal genug Zeit, um zu hoffen, dass es vorbei war, da fing es wieder von vorne an. TROPF. TROPF. TROPF. Allerdings war es nun noch eindringlicher und das Mädchen hörte nichts anderes mehr, als den ständigen Hall des wiederholenden Geräusches. Fast bildlich konnte sie sich vorstellen, wie das rote Blut von der Decke auf den Boden tropfte. Wessen Blut?, formte sich eine Frage in ihrem Kopf und ihr Magen krampfte sich schmerzhaft zusammen. „Es soll aufhören“, wimmerte sie hilflos und presste die Hände mit aller Macht auf ihre Ohren und schloss dabei fest ihre Augen. Es brachte nichts. Denn es war kein wirklich existentes Geräusch. Keins, dass man aufhalten konnte, in dem man seine Ohren verschloss. Sie hörte es nur in ihrem Kopf. Und genau das machte die Situation noch aussichtsloser. Wenn es doch nicht wirklich da war, warum konnte es nicht aufhören, warum konnte sie es dann nicht sofort beenden? Eine eiskalte Hand strich ihr sanft über die Wange. „Gib auf“, wisperte die Stimme direkt in ihr Ohr hinein. Sie war mit einem Schlag so dicht und real, dass Lucy erschrocken zurücktaumelte und die Augen soweit aufriss, dass man das Weiße darin ganz sehen konnte. Aber da war niemand. Niemand, den sie in dieser Dunkelheit sehen konnte. Sie spürte nur die Anwesenheit einer weiteren Person im Raum. Eine Anwesenheit, die gleichermaßen real wie surreal war. Doch die übernatürliche Präsenz nahm von Sekunde zu Sekunde mehr Gestalt an, als würde sie sich von Lucys Angst ernähren. Das Furchtbare war, das sie genau wusste, dass sie auch niemanden sehen würde, wenn der Raum taghell wäre. Nur würde sie dann nicht zusätzlich ihre instinktive Angst vor Dunkelheit empfinden, die jedem Menschen innewohnte. Jedes kleine Geräusch könnte überall herkommen. Was war nur die Ursache von dem dauerhaften kratzen, das sie an der Wand hinter sich hörte? Es klang wie das Geräusch, dass Nägel auf einer Tafel verursachten, das Quietschen brannte zusammen mit dem tropfen in ihren Ohren. Ein kalter Schauer kroch ihr über den Rücken, wenn sie nur daran dachte, was dort in den Schatten um sie herum lauerte. Oder wer, ergänzte Lucy den Gedanken. Doch es blieb nur das dumpfe Gefühl, dass sie anwesend war. Denn sie war körperlos. Abwesend fasste sich das Mädchen an die Wange, an genau die Stelle, an der die eiskalte Hand sie zuvor berührt haben musste. Und sie konnte nicht anders – sie schrie laut auf. Selbst wenn sie es nicht an der zähflüssigen Konsistenz erkannt hätte, der stark metallische Geruch, der plötzlich von ihrer Hand und ihrer Wange ausging, war unverkennbar. „Atme ruhig durch, Lucy. Das ist alles nicht real. Du bildest dir das alles nur ein. Es ist nur ein sehr, sehr realistischer Traum“, versuchte sie schwach sich selbst zu beruhigen. Eine heiße Träne rollte ihr Gesicht herunter und hinterließ eine brennende Spur auf ihrer Wange.
Urplötzlich ertönte von irgendwo weiterweg das helle, schrille Geräusch einer Glasscheibe, die gewaltsam zerbarsten wurde. Lucy zuckte panisch zusammen, ihr Herz schlug so schnell, dass sie fast das Gefühl hatte, es würde ebenfalls zerbersten. „Nur ein realistischer Traum“, wiederholte sie den Satz immer wieder, wie ein beruhigendes Mantra. Dabei versuchte sie nur, die Wahrheit noch weiter zu verleugnen. Es war kein Traum. Es konnte kein Traum sein. (Das Mädchen atmete zischend ein, als abrupt ein höllischer Schmerz von ihrem linken Schienbein ausging. Mit zitternden Fingern tastete sie langsam ihr Bein ab. Langsam, aus Angst vor dem, was sie spüren würde. Sie biss sich auf die Zunge, um nicht zu schreien, als ihre vor Kälte tauben Finger einen spitzen Gegenstand erfassten, der fast komplett in ihrem Schienbein steckte. Heiße Tränen flossen ihre Wangen herunter, als sie verzweifelt versuchte leise zu bleiben und gleichzeitig die Glasscherbe millimeterweise aus ihrem Bein zu ziehen. Als sie die Scherbe ganz in der Hand hielt und merkte, wie groß sie war und zeitgleich spürte, wie warmes Blut aus ihrem Bein tropfte, konnte sie nicht anders. Sie schrie auf.) Und ruckartig fing es wieder an. Tropf. Tropf. Tropf. Sie hatte nicht einmal gemerkt, dass es aufgehört hatte. Aber jetzt, wo es wieder anfing, begann ihr Schädel zu brummen. Lucy war so sehr versucht, nicht auf das Geräusch zu achten, dass sie nicht merkte, wie sich jemand langsam von hinten näherte. Erst als eine bitterkalte Hand auf ihrer Schulter lag, drehte sie sich wimmernd um. Wieder explodierte ihr Herz fast, so schnell schlug es, aus Angst vor dem, was sie wohl erwartete. „Bist du es?“, krächzte sie nur, als sie die verschwommene, weiße Person vor sich stehen sah. Egal welchen Teil des Körpers Lucy ansah, sie konnte ihn einfach nicht richtig zu fassen kriegen. Aber etwas anderes erkannte Lucy ebenfalls. Sie war wunderschön. Das Mädchen wusste nicht genau, woher der Gedanke kam, aber jede Faser ihres Körpers schrie plötzlich danach, diese wunderschöne Frau zu umarmen und sich von ihr trösten zu lassen. Aber als Lucy nach oben blickte, riss sie ihren Mund zu einem stummen Schrei auf. Dort, wo sich bei jedem normalen Menschen Augen befinden würden, waren zwei tiefschwarze Löcher. Der Mund zu einer irren, animalischen Grimasse verzogen. Das Gefühl, sie umarmen zu wollen, verschwand urplötzlich und Lucy krabbelte panisch ans andere Ende ihres Bettes. Als ihr Kopf hart gegen ihre Wand knallte, genoss sie den Schmerz. Er lenkte sie ab. Er zeigte, dass sie noch am Leben war. Noch. „Lucy“, sagte die blasse Frau. Obwohl ihre Stimme nun fest und sogar menschlich war, erkannte das Mädchen sie. Und in dieser Sekunde wurde ihr es klar. Zu spät. „Da-das eben war nicht deine volle Form. Du mu-musst durch den Badezimmerspiegel gekommen sein“, stellte sie fest, mehr zu sich selbst, als zu dem Geist. „Dort wo alles begonnen hat“, setzte sie mit zittriger Stimme hinzu. Die dunkle Grimasse verzog sich zu einer Art bestätigendem Grinsen. Sie wusste, dass Lucy es wusste. Lucy schluckte. Sie wusste, dass das eben nichts gewesen war, gegen das, was nun kommen würde. Sie wusste, dass alles, was der Geist nun mit ihr tuen würde, schlimm werden würde, auch wenn er sich gerade nicht bewegte. Schlimmer, als alles je zu vor. Die Ruhe vor dem Sturm. Wie zur Demonstration ihrer Macht hob die Gestalt ihre Hand und gefolgt von einem lauten Knall schlug das Fenster auf, die Glasscheibe knallte gegen die Wand und brach in tausende Stücke. Ein heiserer Schrei entfloh Lucys Kehle, als plötzlich ein furchtbares Geräusch einsetze. Das Mädchen fasste an ihre Kehle und brauchte eine Weile, um zu verstehen, dass es diesmal nicht ihre eigene Lache war. Aber eigentlich hätte sie sich das denken können. Denn das, was sie jetzt hörte – es war grausamer, als jedes Geräusch, das sie je gehört hatte. Panisch presste sie wieder ihre Hände auf die Ohren, aber es hörte nicht auf, wurde noch lauter, noch irrer. Zitternd wie Espenlaub hob Lucy einer blitzartigen Intuition folgend den Kopf und sah direkt in ihr Gesicht. Da das Fenster noch offenstand und neben der kalten Nachtluft ebenfalls ein sehr schwacher Schein einer der Straßenlaternen vor ihrem Zimmer hereingetragen wurde, erkannte sie mehr als noch Minuten zuvor. Und was sie sah… Lucy konnte nicht anders, sie würgte und erbrach sich direkt neben ihr Bett. Aber zeitgleich kam ihr der rettende Gedanke. Das Fenster. Es war offen. Ihre Nachbarin könnte sie hören, sie musste nur laut genug schreien. Also atmete sie tief ein, bereit so laut um Hilfe zu schreien, wie sie nur konnte. Ihre letzte Chance, es musste funktionieren. Doch sie war nicht schnell genug. Das Monster am anderen Ende des Zimmers sah es. Und ehe nur ein einziger Ton ihrer Kehle entweichen konnte, war sie da. Ihre kalten Hände legten sich auf ihre Wangen und Lucy fühlte sich urplötzlich wie zu Hause. Sie war angekommen. Warum habe ich nicht früher nachgegeben?, war das Letzte, was sie dachte. Ein ekelhaftes Röcheln kam aus ihrer Kehle, dicht gefolgt von einem schrecklich lauten, splitternden Knacken. Das letzte was Lucy hörte, war das widerliche Lachen. Doch diesmal klang es anders. Es klang, als hätte die Person, der es gehörte, gewonnen.




1. November 2018
Totes Mädchen in Welskirchen gefunden

Gestern fand die Polizei von Welskirchen die 14-jährige Lucy Stone tot in ihrem Zimmer auf. Nachdem die Eltern des Mädchens für mehrere Tage verreist waren, sollte die 57-jährige Nachbarin jeden Tag nach dem Mädchen gucken. Diese verhielt sich bereits am ersten Tag, an dem ihre Eltern verreist waren seltsam, die Nachbarin dachte allerdings, es handele sich dabei um das Vermissen ihrer Eltern. Als aber Lucy drei Tage später die Tür gar nicht mehr öffnete, rief die besorgte Nachbarin sofort die Polizei. Diese fand das erschreckende Ergebnis: Lucy Stone lag tot, eingerollt mit einer Hand gen Fenster ausgestreckt, in ihrem Bett. Laut den beiden Polizisten, die die Leiche vorfanden, sei der Raum eiskalt gewesen und es habe widerlich stark nach Blut gerochen, obwohl keines im Haus vorgefunden werden konnte. Die Todesursache des Mädchens bleibt weiterhin unklar, es handele sich aber klar um Mord. Im Zimmer fand man nur ein altes Foto einer blassen Frau, deren Augen nicht zu sehen sind. Ansonsten konnten keinerlei Hinweise gefunden werden, deshalb ruft die Polizei auf: Wer irgendetwas verdächtiges um den Tatort herum beobachtet hat, soll sich sofort auf dem Polizeirevier melden.
Des Weiteren sei das Fenster des Kinderzimmers eingeschlagen worden, es seien aber keine Glasscherben vorzufinden seien. Zu der Frage, was dies zu bedeuten hat, äußerte sich die Polizeistation Welskirchen bislang nicht. Die Eltern von Lucy Stone haben sich bis jetzt noch nicht in der Öffentlichkeit zu dem Fall gemeldet. Den jetzigen Suchergebnissen nach, sei die letzte Person, die Lucy Stone anscheinend lebend gesehen hat, ihre beste Freundin Melanie Forster gewesen. Auf die Frage, ob sie wisse, ob jemand der 14-jährigen etwas Böses hätte tuen wollen, antwortete die verschreckte Freundin nur in Dauerschleife: „Wir haben sie gerufen. Wir haben sie aufgeweckt. Wir hätten es nicht tun sollen. Wir sind verloren.“ Bislang wurde noch nicht herausgefunden, was dies zu bedeuten habe. Auch nach unzähligen Versuchen, das Mädchen zu beruhigen, bekam die Polizei nichts weiter aus ihr heraus. Der Polizeipsychologe Doktor Phil Müller meint, es läge an einem einfachem Schockzustand und es sei ganz natürlich, dass nahe Bekannte eines Mordopfers oft wirres Zeug brabbelten, vor allem in dem jungen Alter der beiden Mädchen. Aber nachdem Melanie nach einem halben Tag etwas anderes sprach, waren alle nur noch verwirrter. Denn mit dieser Antwort hätte keiner gerechnet und was sie zu bedeuten hat, bleibt unklar. Auf die wiederholte Frage: „Wen habt ihr gerufen?“ antwortete das Mädchen letztendlich nur zwei Worte: „Bloody Mary.“



Alles Liebe,
Kürbismaske



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