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 Goldenes Zeitalter der Piraterie ~ Play

©Gast
Di Feb 13, 2018 7:45 pm
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Da alle hohen Ränge nun besetzt sind, ist das Minimum zum Start des Plays erreicht und somit heiße ich euch im Play wilkommen! :D Damit Anfangs keine Komplikationen entsehen, hier nochmal die verschiedenen Schreibweisen und Markierungen die im Play zu beachten sind:

Dick: Gesprochenes wird dick geschrieben und optional mit "" bzw. „".
Kursiv: Gedachtes wird Kursiv geschrieben und optional mit ''.
Blau: Erwähnte oder angesprochene Charaktere werden blau markiert.
Pink: Das Wetter wird pink markiert. Das Wetter darf nur von den Leitern verändert werden!

Momentanes Westter:
Jahreszeit: Herbst
Wetter: Der Himmel ist von grauen Wolken bedeckt, zwar sieht es nicht nach Regen aus, jedoch verleiht der bedeckte Himmel eine düstere Stimmung. Zudem weht ein leichter, kühler Wind.



©Namida
Di Feb 13, 2018 8:28 pm
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Heiler
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William Windsor || Prinz || Hauptquartier  Straßen Englands || Startpost ||

“Sind sie sich sicher, dass die Piraten sich dort aufhalten?“, etwas zweifelnd schaute Will auf die Karte, die ihm einer der Offiziere auf den Tisch gelegt hatte. Mehrere Inseln waren auf dieser zu erkennen. Alle sahen sie gleich aus, bis auf eine Insel, bzw. eine Passage zwischen zwei Inseln, welche mit einem großen Kreuz gekennzeichnet worden war. Hätte er es nicht besser gewusst, hätte man die Karte als Schatzkarte bezeichnen können. Für einen Moment sah er zweifelnd auf die Karte, eher er seinen Blick abwendete. Seit Wochen suchten sie die verdammten Meere nach den Piraten ab, jedoch ohne Erfolg. Er hätte vor Wut die Karte vom Tisch fegen können. Er war her gekommen um die Truppen von hier aus Leiten zu können. Nur schienen die Soldaten hier noch dämlicher und unwissend zu sein, als die Soldaten die, die Meere absuchten. Er runzelte die Stirn als er seinen Blick erhob und den Offizier fragend ansah. “Von wem haben sie diese Informationen? Haben unsere Truppen sie selber gesichtet?“. Will konnte das Fragezeichen und die Nervosität förmlich im Gesicht des Mannes erkennen. Leich seufzend stand er auf, und schritt hinüber zu dem Oval förmigen Tisch, der mitten im Raum stand. Auf diesem Tisch war eine große detailgetreue Karte Englands und Umgebung zu erkennen. Mehrere Schiffe und Plastik Männchen waren auf dieser Karte verteilt, welche die Stellen markierten wo Will seine Truppen hingeschickt hatte. Schweigen studierte er die Karte, während er einige Änderungen vornahm. “Nun es ist eine Information die wir nicht einfach so auf die leichte Schulter nehmen können“, murmelte der blonde eher zu sich, als an den Offizier gewandt. Mit einer leichten Kopfbewegung, gab er dem Offizier zu verstehen, dass er näher herantreten sollte. Zögernd folgte dieser seiner Aufforderung und stand nun neben Will. “Wenn wir diese Flotte zu den Westlichen Inseln schicken und diese zu den östlichen, könnten wir diese Flotte zur besagten Stelle schicken, wo eure Informationsquelle die Piraten vermutet“, erklärte Will und sah zu seiner Erleichterung das der Offizier seine Anweisungen verstand. Es schien doch mehr in diesen Männern zu stecken, als er vermutet hätte. “Macht sofort alles bereit, so dass ihr heute noch in See stechen könnt. Ich habe noch was zu erledigen hier auf dem Festland“, der Offizier nickte und verabschiedetet sich laut Protokoll. Will nickte nur und sah erleichtert dem Offizier nach. Fast schon aus Gewohnheit, sackte er zusammen. Wenn keiner um ihn herumstand, musste er auch nicht förmlich herumlaufen. Er warf einen letzten Blick auf die Karte und hoffte das er die richtige Entscheidung getroffen hatte. Danach nahm er seinen Mantel und verließ das Quartier.

Als er sich wenige Minuten später auf der Straße wiederfand, atmete er tief durch. Ihm wurde schweren Herzens bewusst, dass dies der erste Moment an diesem Tag war, wo er alleine war. Adelig zu sein hatte eben nicht nur seine Vorteile wie viele vermuteten. Was würde Will dafür geben, einen einzigen Tag in Ruhe gelassen zu werden. Aber so einen Tag hatte er schon seit Jahren nicht mehr gehabt. Immer und immer wieder wurde er für Entscheidungen gebraucht oder sollte da oder da an die Front. Was hatte sein Vater sich eigentlich dabei gedacht, all dies auf die Schultern seines Sohnes zu packen? Wenn er stattdessen an seine Schwester dachte. Diese hatte es nie gelernt eine Anführerin zu sein, dass einzige was sie in all diesen Jahren gelernt hatte war, total verzogen zu sein. Dies würde er ihr aber nie so sagen, dass schickte sich nicht. Er schüttelte seinen Kopf ein wenig um die Gedanken zu vertreiben und sah sich um. Ihm war gar nicht bewusst gewesen wie weit er sich eigentlich schon vom Hauptquartier entfernt hatte. Wenn er zugeben musste hatte er gar keine Ahnung wo er eigentlich war. Als gerade jemand an ihm vorbeilief, hielt er ihn an um nach zu fragen. Als dieser ihm sagte das er sich an der East End befand, sah Will ihm dankbar an und steckte ihm eine Münze zu als Dank, ehe er weiterlief. Er folgte dem Straßenverlauf, wobei er immer wieder auf Bettler und Verletzte traf. Ihm zog sich das Herz zusammen als ihm klar wurde, dass er sich im Armen Viertel befand. Ihm tat es im Herzen weh sein Volk so leiden zu sehen. Ihm wurde ein weiteres Mal bewusst wie sehr er es hasste Adelig zu sein. Als er an einer Familie vorbei kam mit drei Kindern, hockte er sich vor dieser hin. “Hier nimmt das. Kauft euch davon Klamotten und etwas zu essen. Ich wünschte ich könnte mehr für euch tun“, erwiderte er und überreichte ihnen einen kleinen Beutel voller Münzen. Mit einem traurigen lächeln beobachtete er wie die Familie dankend das Geld annahm und ihn umarmten. Er wünschte sich das er so viel mehr tun könnte, doch dies war unmöglich so lange es die Piraten gab. Er ballte die die Hände zu Fäusten zusammen, als er an dieses schmierige Pack dachte und seine Miene verhärtete sich. Unbewusst verschnellerte er sein Tempo und befand sich schon bald in der reicheren Umgebung.

Als er sich gerade in einer Gosse befand, riskierte er einen Blick auf seine Taschenuhr. Sie bestand auf aus Silber und war mit feinen Verschnörkelungen versehen die zum Schluss in das Hauswappen seiner Familie endeten. Seine Mutter hatte ihm diese Uhr geschenkt, als er der Hauptmann der Garde wurde. Er konnte sich noch genau an ihren stolzen Blick erinnern als er die Brosche erhielt und vor allen Offizieren von seinem Vater zum Hauptmann ernannt wurde. Sie hatte ihn mit tränen umarmt und ihm zugeflüstert wie stolz sie doch auf ihn war. Das war einer der wenigen Momenten gewesen, die nur ihm gehört hatten. Normaler weise stand immer seine Schwester im Mittelpunkt. Entweder wollte sie da einen Ball haben, oder hier wieder ein neues Kleid oder ähnliches. Seine Schwester schaffte es immer sich in den Vordergrund zu zwängen. Er fragte sich manchmal echt ob sie dies mit voller Absicht tat. Doch als er Hauptmann wurde, war das sein Moment. Der erste und bisher letzte Moment wo so wohl sein Vater als auch seine Mutter stolz auf ihn gewesen waren. Etwas abwesend schaute er auf seine Taschenuhr und stelle mit entsetzten fest, dass er schon viel zu lange von der Hauptfront weg gewesen war. Sie brauchten ihn dort oben, denn wenn er nicht da war brach gerne einmal das Caos aus. Während er noch immer auf seine Taschenuhr schaute, überlegte er wie er am schnellsten zum Hauptquartier kam. Vielleicht wenn er durch die vielen verschiedenen Gossen gehen würde? Diese verbunden sich schließlich durch ganz London, und waren somit super Abkürzungen.



©Gast
Di Feb 13, 2018 9:20 pm
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Amy O'riel || Captain der Drowning Mermaid || Straßen || William (@Namida)

Das melodische Pfeifen, was über Amys Lippen glitt, schallte zwischen den Häusern der überraschend einsamen Straße wieder und ließ es wie ein leises Echo im Hintergrund erklingen. Ab und zu erklang auch ein dumpfer Aufschlag als die Braunhaarige einen kleinen Satz machte, als Höhepunkt ihres etwas sondersamen Ganges. Den so wie Amy durch die Straße lief, glich ihr Gang wohl eher einen leichten Tanz. Sie glitt von rechts nach lings, machte manchmal sogar eine kleine Drehung wo ihr langer, brauner Mantel ihr über die Beine drehte, wie es auch bei einem Kleid der Fall sein würde. An so einem Teil würde sie sich jedoch deffinitiv nicht ran machen, ein bisschen Verstand besaß sie schließlich! Diese Adeligen, die Damen, Ladys, wie man sie nannte. Schämtern die sich nicht selbst dafür, wie sie herum liefen und sprachen? Laut Amys Meinung war ein Kleid nun wirklich nichts Hübsches. Es sah aus, als hätte der Schneider keine Ahnung davon gehabt, wie man eine Hose schneiderte! Wer kam denn schon auf die Idee, einen gefüllten Sack an den Beinen zu tragen? Und ganz ehrlich, wie bescheuert es doch aussah, wenn die Damen auf Bällen gingen. Handschuhe bis zum Ellebogen und Kleider, die doppelt so breit waren wie ihr Körper lang! Also nein, da blieb Amy doch viel lieber bei dem klassischen Styl mit Hosen.

"What do you do with a drunken whaler?" sang Amy ein Lied, dass ihre Crew manchmal auf langen Reisen vor sich her sang. Ein Seemanslied könnte man sagen, nur, dass es wohl eher auf Piraten optimiert wurde. Den Engländern sind da doch zu fein und zu weich, um brutalere Worte in den Mund zu nehmen. Pf, wie konnten sie überhaupt so ein Leben führen? Immer Manieren behalten, gerade sitzen, hatten sich an Regeln zu halten... Welcher Mensch würde das denn freiwillig machen? Umso mehr verstand Amy nicht, warum man Piraten, ihre Art dann verachtete. Sie waren frei, brauchten keine Manieren, taten und nahmen sich das, was sie wollten. War das nicht ein Leben, wovon man träumte? Ein Leben wo man sich vor nichts zurück zu halten hatte, ein Leben in Freiheit und vollkommen selbstbestimmt? "Feed him to the hungry rats for dinner." summte die Kapitänin die nächste Strophe, als genau dieses Tier schrill quietschend über die Straße lief, direkt vor ihren Stiefeln. Amy verscheuchte es mit einem leichten Stoß in die Seite, wobei die fette Ratte mit dem schwarzen, dreckigen Fell beinahe schon empört zu der Piratin hinauf blickte und danach die Flucht ergriff. Diese Kanalratten waren doch perfekt zu vergleichen mit den Adeligen. Fraßen sich den ganzen Tag mit irgendeinen Müll voll, waren unfreundlich zu Fremden und nur darauf aus, ihr eigenes Wohlsein zu verbessern. Sie konnten nicht überall hingehen, da die Menschen sie verscheuchten. Und diese wären wohl die Piraten, wie Amy. Zumindest so, wie die Engländer das sahen! Also laut Amys Meinung waren sie es doch selber Schuld, dass sie von ihnen ausgeraubt, überfallen und angegriffen wurden. Würden sie mehr so sein wie Piraten, müsste das alles doch nicht sein. Sie wüssten sich zu verteidigen und wären klug genug es ihnen gleich zu tun: Nimm einfach das, was du brauchst. Dann würden sie auch nicht herum jammern, wenn man ihnen etwas nimmt!

"Shoot him through the heart with a loaded pistol." Amy formte ihre Hände zu zwei Pistolen, schloss ein Auge als würde sie zielen und tat, als würde sie in alle Richtungen schießen, während sie den tänzerischen Gang behielt. Naja, sie konnte sich froh schätzen, als Piratin geboren und aufgewachsen zu sein. Obwohl es natürlich auch bei ihr ein paar Komplikationen gab. Und diese schob sie alle ihren Vater, und auch ihrem Halbbruder Silver in die Schuhe. Hätte ihr Vater Abigail nicht betrogen, wäre alles einfach perfekt gewesen! Wer weiß vielleicht würden sie immer noch zusammen sein, die kleine Familie, würden die Meere gemeinsam unsicher machen und stehlen wie sie es bereits als Kleinkind getan hatte. Aber nein, ihr Vater musste sich ja diese Nutte zulegen! Und auch noch ein Kind mit ihr zeugen! Amy seufze leicht gereizt. Also ihr kleiner Halbbruder konnte sich echt nicht mehr blicken lassen, versöhnen würde sie sich nie mit ihm und sie hoffte doch mit ganzen Herzen, dass er das auch endlich mal verstehen würde. Warum konnte sie nicht einen echten Bruder haben, einer, der vielleicht so war wie Damian? Amys erster Matt glich ihr bereits wie ein Bruder, verwannt waren sie jedoch nicht, leider. Viel lieber würde sie den großen, jungen Mann als Bruder nennen dürfen als diesen Fehler ihres Vaters.

Amy hielt inne. Sie blieb stehen, hörte den kleinen Tanz aus und ließ ihre Hände wieder sinken. Ihre rechte Augenbraue erhob sich leicht überrascht, als sie nicht mehr alleine in der Straße war. Ihre Augen wurden etwas schmaler als sie versuchte die Gestalt zu erkennen, die einige Meter vor ihr ging. Oh, und was für ein jemand. Als sie ihn genauer erkennen konnte, wurde ihr verwunderter Blick interessierter. Ja, ihn, denn Amy identifizierte den Fremden als Mann. Sie musste zugeben schon neugierig zu werden, als sie den breiten Rücken und den Muskulösen Körperbau sah. Auch wenn der Jemand ihr den Rücken zugekehrt hatte, konnte Amy durchaus dessen kräftigen Körper erkennen. Die Aufmerksamkeit der Kapitänin war geweckt.

Nun wieder mit normalen Gang und langsamen, sowie überraschend stillen Schritten folgte sie dem Fremden, ohne den auffälligen, blauen Blick von ihn zu wenden. Er schien abgelenkt und somit unachtsam auf seine Umgebung zu sein. Es ist ja, als wollte er, dass jemand über ihn herfällt. An seinen Klamotten hatte Amy natürlich sofort erkannt, dass er ebenfalls zu den Adeligen gehörte. Und Adelig bedeutete Gold. Aber neben der interesse für Gold bei dem Mann mischte sich auch eine ganz andere Interesse dazu. Die meisten Reichen Englands waren fett und faul, wie bereits erwöhnt, sie fressen sich mit allem voll was ihnen über die Nase kamen. Aber dieser junge Mann besaß einen wirklich anziehnden Körperbau. Vielleicht würde hier ja noch mehr rausspringen als ein bisschen Taschengeld. Jedoch musste Amy sich nun erstmal darauf konzentrieren, still zu sein, anstatt sich Gedanken über die interessanten Möglichkeiten zu machen. Denn sie hatte ihre Schritte beschleunigt und war nun nicht mehr ganz so weit von dem Fremden entfernt. Sehr langsam holte sie ihr glänzendes Schwert hervor, dass unter ihren Mantel am Waffengürtel hin. Sie wusste noch nicht ganz, wie sie das anstellen sollte, aber ein Schwert war immer gut in der Hand zu haben. Als sie nur ein zwei Meter hinter ihn war, etwas geduckt und immer noch mit leisen Schritten, konnte Amy nun etwas glänzendes in der Hand des Fremden erkennen. Ihre Aufmerksamkeit richtete sich von den Mann auf das Objekt, welches er in der Hand trug. Jedoch schien das Licht zu auf das Objekt drauf, dass es sich sachte blendete und es nicht ermöglichte, zu erkennen, was es nun genau war. Aber warum sollte sie das schon wissen wollen? Adelig, glänzendes Objekt. Das konnte doch nur gutes bedeuten!

Deshalb war sie nicht mehr ganz so still, machte eine schnelle Bewegung nach vorne mit den Schwert ausgestreckt. Jedoch nicht, um den Fremden damit zu erwischen, nein, die Schwertspitze näherte sich seiner Hand. Geschickt schlug Amy dem Kerl das Ding aus der Hand und ergriff es, bevor es zu Boden fallen konnte. Mit einer kleinen Drehung entfernte sie sich wieder einen Meter von dem Kerl und richtete ihren Blick sofort auf den Gegenstand in ihrer Hand. "So so, Silber also?" stellte sie mit einem zufriedenen Lächeln fest und begutachtete die Taschenuhr. Die meisten Leute dachten Klischeehaft, dass Piraten nur an puren Gold interessiert waren. Natürlich war das immer das Beste, aber alles was Wertvoll ist, soll doch gerne in Amys Hände geraten! Auch die Verschörkelungen des Gegenstandes wurden von ihr gemustert, wobei sie den Fremden aber immer noch beachtete. Nur einen Moment war sie unachtsam, als sie den Wappen begutachtete, der sich ebenfalls auf der Uhr befand. Und ihre Augen weiteten sich erstaunt, als sie diesen erkannte. Ihr Blick glich zum Fremden. Oder nun wohl eher nicht mehr ganz so Unbekanntem.

"Oh, der Prinz!" stellte Amy fest und ihre Lippen formten sich zu einem breiten Grinsen. Der goldene Eckzahn schimmerte im schwachen Licht neben den anderen, geraden und überraschend hellen Zähnen. "Ich dachte, dass ihr euch ohne eure Leibwächter gar nicht aus dem Heim wagt!" fragte ich ihn, wobei meine Stimme deutlich provokant klang, als würde ich viel eher sagen, wie sie doch erwartet habe dass er ein haushoher Feigling war. Vielleicht war er das ja auch und schreckte vor Amy zurück, bat ihn nichts zu tun, wie es schon einige Engländer bei ihrem Anblick getan hatten. Blieb nur abzuwarten. Bis dahin musste sie aber zugeben, dass er ein wirklich attraktiver Mann war. Körper sowie Gesicht. "Was macht der Schönling denn so ganz allein auf den Straßen?" wollte ich ihn zu einem Gespräch auffordern, behielt die Taschenuhr jedoch in meiner Hand.



©Namida
Di Feb 13, 2018 10:23 pm
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William Windsor || Prinz || Straßen Englands || Bei Amy O´riel [[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können] ||

Während er auf die Uhr geschaut hatte, war er dem Weg gefolgt. Er lief nun langsam die Gosse hinunter, mit dem Blick suchend, in welche Straße er denn nun abbiegen könnte. Eine kleine Bewegung ließ ihn aufhorchen. Er konnte schritte hören, wenn auch nur sehr leise. Aus dem Augenwinkel erkannte er außerdem einen Schatten, der ihm zu Folgen schien. Er bog ab, während er immer darauf bedacht war die Person hinter ihm zu lokalisieren. Dazu blieb ihm jedoch keine Chance mehr. Mit einem Satz verschwand die Taschenuhr aus seiner Hand, was ihn empört umdrehen ließ. Ungefähr einen Meter von ihm entfernt stand eine hübsche junge Frau. Sein Blick wanderte über ihre Kleidung und blieben bei ihrem Gesicht stehen. Zu nächst bemerkte er ihr freches Grinsen und dann ihre wunderschönen Augen. Eisblau schimmerten diese, was durch die Dunkelheit der Gosse noch mehr zum Ausdruck kam. Diese Augen schienen ihn zu verspotten auch wenn ihm noch nicht ganz bewusst war wieso. Erst als sein Blick zu dem Hut wanderte, der auf dem Kopf der Frau thronte, verhärteten sich seine Gesichtszüge. Ihm hätte es schon bei der Kleidung klar sein müssen. Keine anständige Frau würde ihn Hosen herumlaufen, so etwas schickte sich nicht. Dieser Frau schien das jedoch ziemlich egal zu sein, aber was wollte man den auch von einer Piratin erwarten?

Als diese nun seine Taschenuhr etwas in Augenschein nahm, nutzte Will die Chance sich ihr etwas zu nähern. Dabei jedoch bedacht das die Frau das nicht bemerken würde. Denn ein falscher Schritt und er müsste ihr durch die halbe Stadt folgen. Die Miene der Frau veränderte sich und ihm wurde bewusst, dass sie ihn so eben erkannt hatte. Fast schön höhnisch machte sie darauf aufmerksam, dass sie ihn als Prinzen erkannt hatte. Unbeeindruckt sah er sie an und ließ nur ein knurrendes “Piratin“, vernehmen. Da suchte er die Piraten auf allen Meeren und nun stand eine Piratin genau von ihm, in den Straßen Londons. Er musste definitiv seine Truppen verschärfen, denn wenn sie es nun schon schafften unbemerkt die Straßen Londons zu passieren, lief eindeutig etwas schief. Innerlich setzte er dies auf seine Lister die er noch zu erledigen hatte. Verschärfe unbedingt deine Truppen. Sein Blick, der gerade eben noch ziemlich abwesend gewirkt hatte, verschärfte sie wieder. Er haftete all seine Aufmerksamkeit auf die Piratin die vor ihm stand. Hätte er nicht gewusst von welchem Abschaum sie abstand, hätte er sie sogar als Attraktiv bezeichnet. Denn das war sie. Die Frau redete weiter, doch schenkte er ihren Worten kaum beachten. Stattdessen visierte er seine Taschenuhr an. Die Blöße würde er sich ganz bestimm nicht geben, niemand bestahl ihn hier öffentlich auf der Straße. Wenn das herauskommen würde, wäre er die lach Nummer der Garde.

Während die Piratin versuchte ihn in ein Gespräch zu verwickeln, griff er langsam nach seinem Schwert, welches an seinem Gürtel steckte. Gerade als sie geendet hatte, machte er einen Satz nach vorne, packte sie an der Taille und warf sie auf den Boden. Er bedachte dabei sie jedoch sanfter auf den Boden zu werfen, denn eine arge Kopf Verletzung wollte er ihr dann doch nicht verpassen. Mit all seinem Gewicht setzte er sich auf sie, während er mit einer Hand ihre Schulter zu Boden drückte und mit der anderen ihr sein Schwert an die Kehle hielt. Ein grinsen konnte er sich dabei jedoch nicht ganz verkneifen als er ihr antwortete. “Ich glaube ich kann mich ziemlich gut selbst beschützen, oder was denkst du?“. Mit diesen Worten drückte er ihr das Schwert noch etwas fester an die Kehle, jedoch ohne sie zu verletzten. Sein Kopf war nun direkt über sie gebeugt, so dass sein Gesicht nur wenige Centimeter von ihrem entfernt war. Nach einigen Sekunden antwortete er auch auf ihre zweite Frage, während er ihr zaghaft die Taschenuhr aus der Hand nahm und sich diese wieder selbst einsteckte. “Das gleiche könnte ich dich auch Fragen Piratin. Solltest du nicht lieber bei deinem Schiff sein“. Ihm war klar, wenn ein Pirat sich hier aufhielt, dann mussten hier auch noch mehr sein. Sobald er am Hauptquartiert war, würde er seine Truppen hinausschicken um diese zu suchen. Jetzt gerade war die Gelegenheit günstig, diese durfte er nicht vergeuden.



©Gast
Di Feb 13, 2018 10:51 pm
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Amy O'riel || Captain der Drowning Mermaid || Straßen || William @Namida

Als der Prinz mir ein einzelnes, knurrendes Wort als antwort gab, wechselte ihr amüsierter und frecher Gesichtsausdruck beinahe sofort ins Beleidigte. Ihre Augen wurden etwas schmaler , als hätte er Amy soeben schwer beschimpft. "Captain, wenn ich bitten darf!" korrigierte die Braunhaarige seine Aussage mit empörter Tonlage. Also wenn sie bereits einen so hohen Rang besaß, den schwer erkänpften und sehr wohl verdienten Rang, da wollte sie auch so angesprochen werden! Oder war sie etwas noch so unbekannt unter den Engländern, dass noch nie jemand von den Namen Amy O'riel gehört hatte? Captain der Drowning Mermaid? Also wirklich! "Und ich dachte, ihr Engländer besäßt Manieren." fuhr Amy dann nicht mehr ganz so beleidigt sondern eher sakastisch fort, während sie eine abweisende Handbewegung in Richtung des Blonden machte. Was soll's, wenigstens war er ja schlau genug, sie überhaupt als Piratin angesehen zu haben. Wobei, musste Amy zugeben, es sie doch ziemlich belustigte, wie sie sofort Verabscheueung in seinen Augen sah. Vielleicht würde dass abschreckend und angesteinflößend auf manch anderen Piraten wirken, doch auf Amy hatte das eine ganz andere Wirkung: Für sie sah es einfach hochnäsig und schwach aus. Als wäre sie eine Ratte und der Prinz ein verängstigtes, kleines Mädchen, dass die Tiere zu sehr verabscheute um sich zu trauen sie anzufassen. Und da war Amy doch viel lieber die verdreckte Kanalratte als das verängstigte, schwache Mädchen, dessen Rolle der Prinz soeben in ihren Augen besaß. Ihr Grinsen wurde bei den Gedanken gar noch breiter und sie kicherte belustigt. "Oh, fürchtet ihr euch etwa vor mir? Rennt doch zu eurer Mutter, damit sie euch die beruhigende Milch geben kann!" spottete Amy ohne jedlichen Respekt und lachte leicht. Ihr war es doch egal, ob der Kerl vor ihr nun der Prinz war. Engländer waren Engländer. Und die waren alle zum bemitleiden und -ganz besonders- über sich lustig zu machen.

Jedoch schien ihr Spott und die Belustigung Amy zum Verhängniss zu werden. Zu sehr war sie damit beschäfftigt, den Blonden aufzuziehen und zu provozieren, dass sie seinen Griff zum Schwert nicht bemerkte und auch dadurch nicht dahinter kommen konnte, was der Prinz vorhatte. Umso mehr überraschte sie es dann, als der junge Mann, ungefähr in ihren Alter plötzlich nach vorne schnellte wie sie es wenige Minuten zuvor getan hatte. Ihr amüsierter Gesichtsausdruck verpufft und ihre Augen weiteten sich bei der überraschenden Handlung, besonders, als sie plötzlich am Boden lag. Ihr Gehirn schien kurz auszusetzen weil sie nicht recht verstand, was vor sich ging. Erst, als sie das kalte Metall der Klinge am Hals spürte und das Gewicht des Prinzen auf sich, schien Amy zu realisieren was vor sich gegangen ost. Eigentlich sollte man meinen, sie hätte Angst und würde gleich anfangen zu betteln, ihr nichts zu tun. Aber falsch gedacht. Denn genau das Gegenteil trat ein: Das Grinsen which wieder zurück auf ihre Lippen und sie hob interessiert eine Augenbraue. "Bravo, kleiner Prinz." auch ihre neckende Tonlage war nicht verschwunden, tronte immer noch laut und deutlich in ihrer Stimme.

Erneut fand ein apruptes Wechseln ihrer Gesichtszüge Stadt, als das Gesicht des Prinzen sich ihren nöherte. Denn das Grinsen wurde zu einem sachten Lächeln und ihre Augen funkelten nicht mehr Provokant und frech. Plötzlich wurde ihr Blick verführerischer und sie verschränkte die Arme unter den Kopf, machte keinerlei Anstallt sich zu wehren. Da ihr Kopf nun etwas erhobener lag kam sie den Prinzen ein Stück näher, verstärkte dabei aber auch den Druck des Messers auf ihrer Kehle. Das schien ihr aber nun wirklich nichts aus zu machen. "Eigentlich dachte ich mir, ein bisschen Verführen zu müssen, bis es so weit kommt, aber ihr mögt es anscheinend nicht zu warten, was, eure Majestät?" sprach sie nun mit einen sachten Grinsen und plötzlich sehr angenehmer, sanfter und zugleich attraktiver Stimme. Auf seine letute Frage folgte erstmal keine Antwort. Und dies sollte auch kein Schauspiel sein, um ihn zu hintergehen. Schließlich hatte Amy bereits erwähnt, dass er ihr gefiel. Gut aussehend, kräftiger Körper... Warum sollte sie solch einem Angebot entgehen?



©Namida
Mi Feb 14, 2018 4:17 pm
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William Windsor || Prinz || Straßen Englands || Bei Amy O´riel [[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können] ||

Seine Miene wechselte von Sicher zu unsicher, in dem Moment als sie anfing ihn verführen zu wollen. Was sollte das denn für eine art Trick sein? Dachte sie wirklich das sie somit einen Mann wie ihn rum kriegen würde? Dieser Trick funktionierte vielleicht bei einigen der Soldaten, aber doch bestimmt nicht bei ihm. Er war Hauptmann der Garde und das zu recht. Er hatte oft genug bewiesen das ihn nichts erschütterte, besonders nicht was die Piraten anging. Er fühlte sich schon leicht beleidigt, dass sie dachte das sie so mit ihm spielen konnte. Er war nicht ein einfacher dummer Mann der es so nötig hatte eine Frau ins Bett zubekommen. Will besaß anstand und würde, mehr als man von dieser Piratin behaupten konnte, die sich ihm so großzügig hingab. Er würde auf diesen Trick nicht herein fallen. Das bedeutete jedoch nicht, dass er nicht seinen Spaß mit ihr haben konnte. Er mochte vielleicht anständig sein, doch ab und zu war etwas Abwechslung auch von nöten.

Als sie ihren Kopf leicht erhob um sich ihm zunähern, verstärkte er den druck auf ihre Kehle. Es überraschte ihn das es sie nicht zu stören schien. Andere hätten schon längst gewimmert vor schmerzen und ihn angefleht das Schwert doch weg zustecken. Doch diese Piratin schien alles egal zu sein. Sie hatte gerade ihren Spaß, was sie ihn auch deutlich sehen ließ. Nun wenn sie es so haben wollte, dann würde er ihr den gefallen auch tun. Er würde mit spielen.

"Nun es ist selten, dass man so eine Schönheit auf den Straßen Londons antrifft. Da kann es einem ja nur schwer fallen sich zurück zuhalten", erwiderte er und stieg somit in ihr Spielchen ein. Er würde ihr schon noch zeigen wer er eigentlich war. Er würde ihr schon noch beweisen das nicht sie die Situation steuerte, sondern er. Schließlich war es immer noch sein Schwert was an ihre Kehle drückte und nicht umgekehrt. Es mochte eingebildet klingen, doch Will wusste das sie jetzt gerade keine Chance gegen ihn hatte. Er saß mit all seinem Gewicht auf ihr, was es ihr unmöglich machen würde, sich frei zukämpfen. Natürlich war ihm bewusst das die Piraten allerlei Tricks hatten, um sich aus schwierigen Situationen zu befreien. Deswegen beobachtete er auch genau ihre Bewegungen, als sie ihre Arme verschränkte. Er rechnete jeden Moment damit, dass sie einen Versuch starten würde zu fliehen. Umso mehr überraschte es ihn, dass sie einfach liegen blieb und ihn verführerisch ansah. Er musste zugeben, dass sie keines Wegs hässlich war. Eher das gegenteil. Sie war eine wahre Schönheit und das sah man nur selten unter den Piraten. Den meisten konnte man es ansehen, dass sie nicht gerade der Oberen schicht angehörten. Doch würde diese Frau nicht in Hosen herum laufen, hätte man sie fast als solche einstufen können. Es wunderte ihn echt, wie so eine Frau ausgerechnet bei den Piraten hatte landen können.

Er schob die Gedanken beiseite. Will musste sich auf die Piratin vor ihm konzentrieren. Denn einen Moment Unachtsamkeit und die Piratin würde ihn überrumpeln. Und das wollte er nun wirklich nicht. Während er sie so betrachtete, setzte er sein Charmantestes Lächeln auf, so das man deutlich seine Grübchen erkennen konnte. "Nun aber bevor ich so über euch herfalle, wie ihr es beschreibt, dürfte ich dann zuerst euren Namen erfahren? Es wäre doch ziemlich unhöfflich von mir, mich über eine Frau her zumachen ohne ihren Namen zu kennen?", sagte er mit sanftem Ton und sah sie schmunzelnd an. Was sie kann, kann ich schon lange, sagte er zu sich selbst, in der Hoffnung das er recht hatte.



©Gast
Mi Feb 14, 2018 4:54 pm
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Amy O'riel || Captain der Drowning Mermaid || Straßen || William @Namida

Oh, der Prinz war also doch nicht so unschuldig, wie er wirkte? Ein breites Grinsen bildete sich auf Amys Lippen als sie die Antwort des Blonden über ihr hörte, wobei sie doch erst erwartet hatte, er würde sie mit empörten Gesichtsausdruck ablehnen. Nicht, dass sie denken würde dass Engländer nicht auf sie stehen würden, schließlich hatte sie tatsächlich schonmal ein zwei Nächte mit welchen Verbracht, aber da war der Anteil an Piraten doch höher als die der Engländer. Das hatte aber auch einen Grund. Amy mochte es vielleicht zu verführen und mit den Gedanken anderer zu spielen, jedoch war sie noch längst keine Hure, die mit jedem schlafen würde und alles mit sich machen ließ, wenn man sie gut genug bezahlte. Nein, Amy war nur so drauf, wenn sie auch wirklich interesse in einem Mann zeigte. Zugegeben, zwar nur Interesse an dessen Körper, aber immerhin schmiss sie sich nicht jedem Kerl an den Hals. Außerdem war sie kein Schwächling, so oft ist ihr vorgekommen, dass man sie unterschätzt hatte. So oft hatte sie gehört wie man sich beschwerte und über sie lustig machte, weil sie eine Frau war, und diese konnten doch keine Kapitäne einer Piratencrew werden. Tja, man konnte sich denken, wo diese Personen sich jetzt befanden. Entweder vergraben von Amy persönlich unter der Erde, oder, wenn die Kapitänin sie ausnahmsweise mal nicht umgebracht hatten, im Bauch der Haie im Meer. Sie hatte oft genug bewiesen, dass sie kein Schwächling war und durchaus einen gefährlichen Gegner darstellte. Ob der Prinz das noch realisierte oder es bereits tat, war Amy noch unbekannt, doch würde sie hoffen, dass er es nicht tat. Es war immer sehr amüsant, die Überraschung oder Schock in den Augen des Anderen zu sehen, und diese Emotionen würde sie doch zu gerne in den Hellbraunen Augen des Blonden erkennen. Warum würde sie denn sonst so gelassen unter ihn liegen bleiben, die Klinge seines Messers an der Kehle? Amy war nicht dumm. Sie war hinterlistig.

Aber so wie es aussah, wären ihre kleinen Tricks vielleicht gar nicht nötig. Es war befriedigend, zu sehen, wie die plötzliche Unsicherheit in den Blick des Prinzen in ein genauso interessierten Ausdruck wechselte wie Amy ihn in ihren hübschen Gesicht trug. Er schien ihr wie eine Marionette zu gehorchen, als hätte Amy befohlen, auf ihre Spielchen einzugehen. Das gefiel ihr, Gehorsamkeit war doch immer gern gesehen. "Aye, kann man nicht." erwiderte Amy grinsend, als der Prinz erklärte, dass es einem doch schwer fallen würde sich zurück zu halten bei so einer Schönheit wie sie. Komplimente, schön schön. Ob Wahrheit in seinen Worten steckte? Das blieb abzuwarten. Sie war sich sehr der Sache bewusst, dass sie nicht die Einzige auf diesen Planeten war, die zu schauspielern wusste. Aber was, wenn er denn gar nicht lügte? Tatsächlich auf sie einging? Amy konnte es ja nur schwer hoffen, für sie selbst und für das Wohl des Prinzen, wobei letzteres ihr selbstverständlich komplett egal war. Sie hatte wohl eher einfach keine großartige Lust darauf, sich anzustrengen um den Blonden wieder los zu werden. Sie lagen doch gerade so gemütlich am Grunde, warum sowas zerstören?

Amy kicherte amüsiert als der Schönling sie auf charmanter und interessanter Weise fragte, wie denn ihr Namen lauten würde. Es wäre ja unhöflich über sie herzufallen, ohne ihren Namen zu kennen, erläuterte er seine Frage. Nun, das sah Amy zwar anders, aber wenn er darauf bestand. Nun weitaus mehr interessierter in ihn musterte die Piratin die Gestalt über ihr nochmal und biss sich danach kurz verführerisch auf die Unterlippe, das belustigte Lächeln nicht verlierend. "Also wirklich, ich dachte, mein Ruf wäre etwas verbreiteter!" fing die Braunhaarige an und setzte mit ihrer rechten Hand ihren dunklen Hut mit der langen Feder wieder richtig auf, da er vom liegen etwas runter rutschte. "Aber naja, daran lässt sich noch arbeiten, nicht?" sie grinste gar breiter. "Amy O'riel, Captain der Drowning Mermaid und Königin der Piraten." stellte Amy sich vor mit deutlich hörbaren Stolz in ihrer Stimme und gefolgten selbst erfundenen und verpassten Titel. Na, sie war ein Captain und zudem eine gefürchtete Piratin, in anderen Städten und Ländern hat man bereits von ihr gehört und sie gefürchtet, da war es doch berechtigt wenn sie sich so betitelte! Auch wenn es etwas zu engländisch klang, so würde der Prinz doch sicherlich verstehen, was sie mit diesen Rang aussagen wollte und wie mächtig sie in der Piratenwelt war! Warum sollte sie mit dem Selbstlob aufhören, wenn es doch so sehr der köstlichen Wahrheit entsprach?

"Und dürfte ich dem Prinzesschen dasselbe fragen?" endete Amy dann. Es war ja wohl das mindeste, was er ihr erzählen könnte, wenn sie gerade eben doch auch ihren Namen genannt hatte. "Es wäre doch ziemlich unhöflich von mir, einen Mann über mich herfallen zu lassen ohne seinen Namen zu kennen?" kopierte Amy seine Worte mit deutlich neckender Tonlage und übertrieben, dunklerer Stimme, als würde sie ihn nachahmen und ihn gleichzeitig albern darstellen.



©Saphirstern
Mi Feb 14, 2018 7:41 pm
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Septys || Mitglied der Drowning Mermaid || Hafen

Eine kühle wind Briese wehte Septys durchs Haar als diese sich mit den Ellbogen  an der Railling des Schiffes abstütze und mit dem Hacken ihrer linken Hand die kleinen Einkerbungen im Holz nachfuhr. Ein Blick in den Himmel verriet ihr eine düstere Stimmung des Wetters. Sie seufzte aus und überlegte eine Weile lang ob es zu einem Regen kommen würde oder nicht. Der Wind war kühl und das Wetter trübe also konnte dies schon vorkommen. Sie knirschte leicht mit den Zähnen. Auf See bei Regen und Unwetter gab es immer besonders viel Arbeit. Sie seufzte und stütze sich vom Rand des Schiffes weg.  Ihr Captain Amy O´riel war bereits von Bord gegangen um vermutlich die Stadt ein wenig zu erkunden. Es würde sicher noch eine Weile dauern bis diese zurück kehrte daher beschloss Septys ebenso von Bord zu gehen und sich umzusehen. Vielleicht fand sie auch ein paar neue Werkgegenstände. Einem Piraten würde man hier eventuell nicht so einfach etwas verkaufen. Zudem hatte die weißhaarige auch gerade kein Gold dabei. Es war schon eine Zeit lang her seit sie ihren letzten Schatz für diese Schusswaffe ausgegeben  hatte. Ihr Blick glitt kurz zu dieser besagten Waffe welche kleine goldene als auch silberne Verzierungen aufwies. Es war ein schönes Stück und noch dazu eine gute und Treue Waffe.
Während sie sich auf den weg zu der Rampe machte um den Hafen zu betreten hörte sie ein fast schon hektisches flatterndes Geräusch. Ein dunkler kleiner Schatten huschte an ihrem Augenwinkel vorbei. Wenige Sekunden später als Septys ihren arm leicht anhob landete eine schwarzer Rabe auf ihrem linken Oberarm und kletterte hinauf zu ihrer Schulter. „Na du? Kommst du mit?“ fragte sie den Raben und zog aus einem kleinen Beutel an ihrem Gürtel ein paar Nüsse heraus um sie dem Vogel zu geben. Dieser pickte sie gierig aber auch irgendwie vorsichtig aus ihren Fingern und hielt sie fast wie einer der Papageien mit seinen klauen fest um daran rum zu knabbern. Dumm waren diese Vögel ja gewiss nicht soviel Septys wusste. Sie hatte ihn sogar auch mal ein paar Wörter sagen hören. Er kam beinahe wie ein schwarzer Papagei rüber dennoch redete er lang nicht so viel oder verständnisvoll wie seine Gefiederten Gefährten.  Leicht lächelte das weißhaarige Mädchen als der schwarze Vogel seinen eigenen Namen zu sagen schien aber auch nicht viel mehr.

Zusammen mit ihm stieg sie die hölzerne Rampe hinab und landete dann mit einem leisen knarz Geräusch auf der Hafenbrücke welche in Stegen zu anderen Schiffen oder kleinen Fischerboten führten. Sie folgte dem längsten Steg der bis zum sicheren Festland führte und von dort ging es dann zu den ganzen Verkaufsständen und Wirtshäusern. Während sie sich so auf dem weg machte bemerkte die Piratin wie einige Männer die ihre Fischernetzte aufbereiteten kurz in ihrer Arbeit inne hielten und sie mit einem verachtetem Blick ansahen ehe sie zögernd weiter machte. Septys lies sich davon nicht sonderliche aus der Ruhe bringen sondern stolzierte über den knarzenden Holzsteg bis sie Stein unter ihren Füßen hatte und ihren Blick von Links nach rechts schweifen lies. Zu allererst würde sie sich erst einmal ein paar münzen zukommen lassen und da sie eine geübte Diebin war hatte sie schon nach zwei drei vorbei marschierenden Personen deren Taschen geleert. Es war vielleicht eine Handvoll aus silbernen Münzen mit ein bis zwei Goldmünzen. Viel war es nicht aber es würde erstmals ausreichen um sich eine Mahlzeit zu besorgen bevor sie sich um weiteres kümmerte.  

Während sie so die Straße entlang ging hielt sie nach einem Wirtshaus Ausschau in welchem sie sich etwas zur Stärkung holen konnte und eventuelle Proviant mitnehmen konnte. Es dauerte nicht lange da tauchte das erste Wirtshaus schon um die Ecke auf. Über der Eingangstür war ein Bild abgezeichnete mit einem goldenen Bullen. Es Schien aber schon alt und recht modrig zu sein. Die goldenen Farbe war an einigen Stellen schon kahl und sah ein herunter gekratzt aus. Zudem wirkte das Holz darunter Morsch als könne das gesamte Abbild des Bullen in wenigen Minuten herunter fallen. Die 17-jährige seufzte leise aus und drückte dann die Tür auf um einzutreten. Dank ihrer Größe und ihres äußerlichen Erscheinens wirkte sie kaum wie eine typische 17-jährige die sich in ein Wirtshaus verirrt hatte. Kurz nachdem sie in die warme Stube eingetreten war warfen ihr Männer als auch Mägde einen kurzen Blick zu und tuschelten daraufhin kurz miteinander bevor sie sich wieder von ihr abwandten und sich mit Essen, Trinken und Musik das Leben schön machte.
Man erkannte sofort das sie kein normales Mädchen war, den welches Mädchen trug schon Hosen? Es war recht untypisch und die meisten Männer fanden das sich dies nicht schickte für Mädchen als auch Frauen. Wieder stieß Septys die Luft aus und beachtete die blicke der Fremden nicht. Sie ging  geradewegs auf den Tresen zu um sich dort etwas zum trinken geben zu lassen und eine Gemüsebrühe. Der Wirt betrachtete erst sie skeptisch und dann den dunkel gefiederten Vogel auf Septys Schulter. „und ein Glas Wasser dazu“ fügte sie noch an bevor sie dem Wirt kurz das Geld abzählte es ihm auf den hölzernen Tresen legte und dann mit dein kleinen Glas Wasser und dem Glas Rum aufstand um sich dann auf einem kleinen runden Tisch niederzulassen. Alkohol war nicht wirklich ihr Liebstes Getränk doch hin und wieder nach einer langen Seefahrt gab es  Zeiten an denen es kleines Glas Rum half. Sie nahm das Glas Wasser und verdünnte damit den Rum bevor sie einen kleinen Schluck davon nahm. Ihre Füße hatte sie auf einen weiterem Hocker abgelegt um den Moment an Ruhe ein wenig zu genießen. Das Wasserglas hatte sie zur Seite geschoben sodass der Rabe dran kommen konnte und ebenso etwas zu trinken hatte. Dann wartete das Mädchen nur noch darauf bis ihr das essen gebracht wurde



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Mi Feb 14, 2018 7:57 pm
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Cecilia Windsor || Prinzessin || Straßen Englands -> Hafen - Bei Adra [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können]

Cecilia lief langsam durch die Straßen Englands. Sie hatte absichtlich eins ihrer billigeren Kleider und Schuhe angezogen, dennoch sah sie trübselig auf das weiße Schuhpaar hinunter. Die zartrosa Schleifenenden zogen sich durch den Dreck der englischen Straßen. Sie liebte dieses Land, aber diese Armut. Angewidert zog sie die Nase hoch, als ihr erneut ein Geruch nach Urin in die feine Nase stieg. Am Rande des Pflastersteins, angelehnt an die kaputten Häuserwände saß die arme Bevölkerung. Junge Frauen in Lumpen, zitternde, viel zu dünne Kinder neben ihnen. Sie streckten bettelnd ihre Hände aus, in ihren Augen stand die Angst, nicht für ihre Kinder sorgen zu können. Kurz stach Mitleid in Cecilias Herz und sie war in Versuchung, ihnen allen Geld zu überlassen. Aber dann viel ihr wieder ein, was ihr Vater so oft gesagt hatte. "All diese armen Menschen haben sich ihr Schicksal selbst zu zuschreiben. Sie sind faul, wollen nicht arbeiten, sind sich zu gut dafür. Dann bekommen sie Kinder von verschiedenen Vätern und erklären ihnen, wie sie ebenfalls überleben können, ohne auch nur einen Finger zu rühren." Zu Anfang hatte Cecilia ihrem Vater jedes Wort geglaubt, welches über seine Lippen kam. Es schien ihr einleuchtend: Immerhin arbeitete ihr Vater Tag ein, Tag aus von morgens bis abends und schien es damit verdient zu haben, ein Leben im Luxus zu führen. Aber mittlerweile war sie erwachsen. Ihr war klar, wie viele Lügen ihr Vater herum erzählte und dass diese armen Menschen nichts für ihr Schicksal konnten. Aber es war einfacher, ein Leben im Luxus zu führen und nicht daran zu denken, wie viele Menschen dafür draußen erfroren und verhungerten - während sie ihren Teller nicht leer aß und sich beschwerte, wenn ihr weiches Bett nicht frisch bezogen war.
Aber dann gab es die bösen Menschen. Die Räuber, Ausbeuter und die schlimmsten unter ihnen - Piraten.
Cecilia wusste, das einzig wirklich wahre das ihr Vater redete war, dass die Piraten an Englands Armut Schuld waren. Die Piraten hatten komplett London auf den Kopf gestellt und verwüsten, die Menschen fürchteten sich vor den scharfen Dolchen der Seeräuber. Auch wenn Cecilia den armen Menschen schon kein Gold brachte - so tat sie ihnen wenigstens den gefallen, die Piraten fern zu halten.
Müde lief sie weiter, spürte die neidischen und hasserfüllten Blicke der Bevölkerung auf sich. Beschämt lief Cecilia weiter und ließ den Blick umherschweifen - sie näherte sich dem Hafen. Sie mochte die Schiffe und das Meer, also wäre es bestimmt schön die unbändige See zu sehen, während die grauen Wolken über den Himmel wogen.
Erschrocken hielt Cecilia inne und rümpfte die Nase. Genauso würden die Seeräuber reden, dachte sie angeekelt und beschloss sich auf andere Dinge zu konzentrieren. Immer wieder glitt ihr Blick zu den armen Menschen. Das Viertel am Hafen wirkte noch ärmer und verbitterter. Traurig schüttelte sie den Kopf und ignorierte die bettelnden Menschen. Bis dort dieses junge Mädchen saß, ungefähr in Cecilias Alter. Ein kränklich aussehendes Mädchen saß an sie gekuschelt da und wurde von einem Hustenanfall nach dem anderen erschüttert. Die dunklen Augen des Mädchens sahen Cecilia flehend an. Diese Frau - sie wollte nichts anderes, als dass ihr Kind überlebte. Sie selbst saß Barfuß da und fror vermutlich sehr, aber ihre einzige Sorge galt ihrer kranken Tochter. Mitleid, diesmal unaufhaltsam, strömte durch ihr Herz und blieb stecken wie ein scharfer Dorn. Mit zusammen gepressten Lippen sah sie sich um. Dann hob sie ihr Kleid und lief eilig auf die Frau zu. Die dunklen Augen wuchsen ungläubig, Dankbarkeit und Furcht stritten darum, wer der Sieger war. Zwar presste die junge Frau ihre hustende Tochter näher an sich heran, aber sie hatte keine andere Wahl, als Cecilia zu vertrauen.
Wie traurig. Diese armen Menschen haben nicht mal mehr den Willen, mich fortzuschicken..
Cecilia hatte kein Geld dabei - sie hatte viel zu viel Angst, dass man sie ausraubte. Allgemein war die Gefahr entführt zu werden sehr hoch, weshalb sie ohne ihre Wache nur kurz das Haus verließ. Ihre Augen strichen umher, bis sie fand, was sie suchte - ein rostiges Messer direkt neben der Frau. Jeder hier hatte ein solches, um sich selbst vor Räubern und bösen Männern zu schützen.
Cecilias grüne Augen suchten den Blick der Frau, während ihre Hand langsam dem rostigem Messer näher kam. Als sie es in der Hand hielt, rückte die Mutter kraftlos ab. Ihre Augen waren so stumpf und schwach, aber Cecilia sah, dass sie alles tuen würde, um ihre Tochter zu beschützen. Und dieser unbändige Wille beeindruckte die Prinzessin.
Also seufzte sie auf und sah trübselig ihr hübsches, braunes Kleid an - in der Öffentlichkeit trug sie nicht gerne bunte Farben. Dann hob sie das Messer und schnitt ein Teil des warmen Unterrockes ab. Der weiße Stoff fiel zu Boden, aber die Prinzessin fing ihn auf und legte ihn dem kleinen Mädchen um die Schultern. Dieses war vor Erschöpfung schließlich eingeschlafen und röchelte schwer im Schlaf. Der kleine, unschuldige Kopf hing schlaff an der Brust ihrer Mutter. Sie war vielleicht 7 oder 8 Jahre alt - ein Alter in dem Cecilia in Hülle und Fülle gelebt hatte, verwöhnt von ihren Eltern. Sie führte so ein komplett anderes Leben als ihr Bruder, William schien die Leute zu lieben und war einfach ein vorzeige Prinz.
Zufällig sah Cecilia auf ihre weißen Handschuhe hinab - sie waren total dreckig vom Rost. Ihr Vater würde sich vermutlich fragen, was sie getrieben hatte, wenn ihr sie sah.. Also zog sie die Handschuhe aus und gab sie ebenfalls der jungen Frau. Dankbar lächelte die Frau sie an und Cecilia lächelte zurück. "Danke", krächzte die Frau und blickte liebevoll auf ihre kleine Tochter. Sie wird vermutlich den Winter nicht überleben..
"Ich hatte leider kein Gold dabei, aber ich wünsche dir, dass Gott dich und deine kleine Tochter begleiten wird und eure Wege gesegnet seien" Mit diesen Worten drehte sie sich um.
Ein warmes Gefühl stieg in ihr auf und verdrängte den Dorn aus Mitleid. Es tat irgendwie gut, anderen Menschen zu helfen.. In Gedanken versunken lief sie weiter und achtete kaum auf die Umgebung. Ihre Gedanken blieben bei der Mutter und ihrer Tochter. Vielleicht konnte sie mit Gold wiederkommen...
Ein harter Aufprall. "Au!", rief Cecilia aus und rieb sich den Kopf. Wütend blickte sie die Person an, gegen die sie gelaufen war. Ein Mädchen, ungefähr in ihrer Größe blickte ihr entgegen. Sie war eine sehr auffällige und einzigartige Persönlichkeit. Dicke rote Haare verdeckten ihr halbes Gesicht und dennoch konnte die Prinzessin die Narben darunter erkennen. Die zerlumpte Kleidung ließ ebenfalls auf eine Bettlerin hin schließen. Cecilia wusste nicht wieso, vermutlich weil dieses Mädchen sie erwischt hatte, während sie so verletzlich war, aber Wut stieg in ihr auf. Auch wenn sie genau wusste, dass sie an dem Zusammenstoß Schuld war, fuhr sie das Mädchen an. "Was fällt dir ein, so gegen mich zu rempeln, du Bettlergöre? Weißt du überhaupt, mit wem du es hier zu tuen hast?!" Herausfordernd sah sie das Mädchen an. Es schien ein ganz anderes Kaliber zu sein, als der armen Frau von vorhin. Cecilia mustere das Mädchen von oben bis unten. Sie wirkte fast wie ein ganz normales, gepflegtes Mädchen, mal abgesehen von den hässlichen Fetzen, die sie als Kleidung trug. Eine Frau muss ein Kleid tragen und nicht sowas.



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Mi Feb 14, 2018 10:09 pm
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Evelyn O`Ceallaigh || 1. Matt der Black Wave || Hafen || Startpost ||

Tropf, Tropf, Tropf. Genervt öffnete Evelyn die Augen. Natürlich hatte sie nicht geschlafen, dafür war es schon viel zu spät. Nein sie hatte vor sich hingedöst und dabei ein wenig die Augen geschlossen. Doch war diese himmlische Ruhe soeben gestört worden, durch das nervige tropfen der Wassertropfen, die sich durch die Nischen der Decke geschlichen hatten. Langsam folgte sie den Wassertropfen, welche sich an der Decke bildeten, bis sie langsam zu groß wurden, und dann langsam zu Boden vielen. Dies wiederholte sie einige Male, ehe sie die Nase voll hatte. Sie mussten dringend etwas dagegen tun. Sie würde dem Schiffsjungen nachher einfach berichten, dass er sich verdammt noch mal um die Löcher in der Decke zu kümmern hatte, denn noch eine Nacht mit dem nervigen getropfe, würde sie nicht aushalten. Sie wartete noch einen Moment, ehe sie sich schwungvoll aus ihrer Hängematte befreite. Mit einem kleinen krach, landete sie auf den Boden und streckte sich. Sie sammelte ihre Waffen ein und machte sich auf, um das Deck zu betreten.

Als sie die Treppe hinaufkletterte, musste sie sich die Hand vor die Augen halten um besser sehen zu können. Es war doch schon ein markanter Unterschied, was die Lichtverhältnisse unter dem Deck und auf dem Deck betraf. Langsam sah sie sich um und stellte fest, dass nicht viel auf dem Schiff los war. Mürrisch kniff sie die Augen zusammen, so dass sie nun komplett die einer Katzer ähnelten. “Wie kann das sein, dass wenn ich nur einen Moment die Augen zumache, gleich alle denken das sie nichts mehr zu tun haben“, fauchte sie die Männer die an, die bis gerade eben nur dumm in die Luft gesehen hatten. Evelyn war bewusst das sie nicht der Kapitän des Schiffes war, aber sie war der erste Matt, und dass hatte auch schon viel zu heißen. Böse funkelte sie einen Mann an, der ungefähr in ihrem Alter zu sein schien. “Du!“, sie machte eine kleine Pause. “Es befinden sich undichte Stellen, direkt über meiner Koje im Bauche des Schiffes. Sie zu das diese verschwunden sind, bis ich wiederkomme“, drohte sie und stelle zu friedend fest, dass der Mann schnell nickte und dann verschwand. Ein selbst gefälliges Lächeln schlich sich auf ihr Gesicht. Es freute sie immer wieder, wenn sie andere herumkommandieren konnte und die anderen sich auch wirklich herumkommandieren ließen. Bei diesem Gedanken erhob sie leicht den Kopf um den Himmel besser sehen zu können. Er war grau und kalt und es schien als würde heute noch ein Unwetter kommen, welches sie nur so herbeisehnte.
Während sie so an der Reling lehnte, beobachtete sie die Menschen die am Hafen vorbeizogen. Natürlich stand die Black Wave nicht im Hafen, aber nah genug dran, dass Evelyn den Hafen sehen konnte und somit auch die Menschen die dort langliefen. Es belustigte sie die fetten und faulen Engländer zu beobachten welche nur angewidert am Hafen entlangliefen. Dies war nicht unbedingt der Ort wo sie sich gerne aufhielten und das konnte man deutlich an ihren Gesichtern erkennen. Mit Schwung stieß sie sich von der Reling ab und stolzierte auf eines der Ruderboote zu. Sie ließ es ins Wasser und stieg ein. Es war Zeit das Land zu erforschen.

Einige Minuten später befand sie sich am Ufer und zog das Boot an den Strand. Sie verankerte es an einem der Holzpfahle und schlich sich dann auf den Hafen zu. Fast schon mit übertriebenen Stolz lief sie denn Hafen entlang, keine Scheu ihr Piraten da sein zu verstecken. Nein es würde ihr gerade jetzt sogar gefallen erwischt zu werden. Sie folgte dem Hafenverlauf noch eine Weile, bis sie auf ein Wirtshaus stieß. Mit voller Elan trat sie die Tür auf, so dass alle Blicke auf ihr ruhten. Zufrieden stellend bemerkte sie wie sie angestarrt und bewundert wurde. Ein charmantes Lächeln schlich sich auf ihr Gesicht während sie selbstsicher auf die Bar zu steuerte. Sie erhob nur einen Finger und der Wirt verstand. Er hatte sie schon öfters hier gesehen und stellte ihr sofort einen Krug hin. Lächelnd setzte sie sich und begann zu trinken, während sich immer mehr Männer um sie scharten.

Es dauerte nicht lange und schon saß sie umringt von Männern, anderen Piraten die sie anfeuerten während sie von ihren Geschichten erzählte. “Noch eine Runde“, schrie einer ihrer Verehrer und füllte somit Evelyns Krug auf. Die Rothaarige wusste was die Männer vorhatten, doch ließ sie sich davon nicht beeindrucken. Erneut stieß sie jemand an und bat sie darum über ihren letzten Raubzug zu berichten, also fing sie an. “Ich nahm mein Schwert und durchbohrte ihn genau hier“, schrie sie stolz und zog ihr Schwert und deutete auf die Brust des Mannes der ihr gegenüberstand. “Leider, leider konnte er mir nicht mehr auf meine Frage antworten, doch gehörte der Schatz nun uns“, fügte sie noch hinzu und ließ sich selbstgefällig nieder. Sie war stolz auf sich und ihre Taten. Auch wenn sie prahlte und angab, so log sie dennoch nie. Alles was sie erzählte war zu hundert Prozent wahr, und deswegen war sie auch so stolz.



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Mi Feb 14, 2018 11:28 pm
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Septys || Mitglied der Drowning Mermaid || Hafen

Gerade nahm die junge Piratin den letzten Schluck ihres Glas Ruhmes da wurde ihr schon die Schale mit der Gemüsebrühe serviert. Es war eine leicht rundliche Frau mit einem etwas mürrischem aber auch verängstigtem Gesichtsausdruck als sie Septys das Gericht brachte und sich dann eilig wieder davon machte. Die Weißhaarige schob ihren Dreispitz etwas zurecht sodass sie flaumige Feder nicht in ihr essen hängen würde, danach nahm sie ihre Beine vom zweiten Stuhl und beugte sich über ihre Suppe um sie Löffelweise zu essen. Sie schmeckte salzig vielleicht etwas zu salzig weswegen sie dem Raben das Wasser glas entriss und damit ihren Durst zu stillen. Ihr gefiederte Freund protestierte mit einem krächzen aber sie ignorierte es und aß die Brühe in schnellen Happen auf um nicht allzu viel Wasser trinken zu müssen sodass ihr Rabe auch noch was davon hatte. Das dieser zuvor seinen Schnabel im Glas hatte war das mindeste Problem das es geben konnte immerhin hatte Septys schon verrückteres Wasser getrunken und dieses hier war eindeutig sauberer als das andere.

Gerade hatte sie ihre Suppe zu ende gegessen, da schwang plötzlich die Tür des Wirtshauses auf und knallte auf einen Holzrahmen dahinter. Septys legte den Löffel zurück in die nun leere Schüssel und hob den Blick als eine Gestalt herein trat. Sie hatte die Figur einer Frau, doch trug diese genau wie sie keine anständigen Kleider sondern ebenso eine Hose mit einer Bluse und einem dunklen Korsett darüber.  Dadurch das Die Tür im Schwung soweit aufgeflogen war konnte Septys erst nur die groben umrisse der Neuankömmling ausmachen die nun alle Aufmerksamkeit an sich heran zog, Erst als diese sich nun zum Wirt vor bewegte und die Tür hinter ihr ins Schloss zurück fiel konnte man schon mehr erkennen. Die soeben eingetretene Frau war ohne zu zweifeln eine der Piraten. Sie hatte dichtes leicht welliges rötliches Haar welches ihr bis zur Hüfte reichte und bei jedem ihrer Schritte leicht mitschwang bis sie vorne am Tresen angekommen war wo ihr der Wirt bereits ein Glas einschenkte. Offenbar war diese Piratin hier schon bekannt denn es dauerte nicht lange bis sich eine Gruppe aus anderen Piraten um sie scharten und scheinbar aufgeregt wie kleine Kinder warteten, dass man ihnen eine Geschichte erzählte.
Septys konnte darüber nur leicht den Kopf schütteln und hob etwas das Kinn an um die Frau doch noch besser erkennen zu können. Sie hatte etwas vertrautes und es dauerte einige Minuten bis Septys klar wurde was so vertraut an dieser Person war. Ja! Dieses Gesicht, diese Augen und diese Erscheinung welche sich immer wieder für einen kurzen Moment zwischen den Köpfen der grölenden Piraten zeigt, weisten deutlich darauf hin wer sich dort vorne am Tresen befand. Nie im leben hatte die hellhaarige Piratin geglaubt diese Frau je wieder zu Gesicht zu bekommen. Seit sie sich getrennt hatten waren sie noch so klein gewesen und doch hatte sich Evelyn kaum verändert.
Ein hauch eines Lächelns zeigte sich kurz auf dem Gesicht des 17- jährigen Mädchens. Es war schon recht amüsant mit anzusehen wie sehr sich Evelyn verändert hatte doch nicht Äußerlich sondern diese neue Art wie sie mit den Menschen umgegangen war. Sie wusste von früher das ihre ältere Schwester immer eine der mutigeren war. Sie war immer die stärkere von ihnen beiden gewesen, was Septys dann auch zu viel geworden war, doch irgendwie war sie froh zu sehen das es ihrer Schwester  doch gut ging.

Sie konnte sich ein weiteres lächeln nicht unterdrücken als ihre Schwester mit Geschichten prahlte und die Männer um sich herum beeindruckte – ich hätte nie gedacht das sie sich einmal so Männer aufreizt- innerlich kicherte sie eher sie sich ein wenig zurecht setzte auf ihrem Platz und einen unverwandten Blick aufsetzte. „Natürlich habt Ihr das“ rief sie dann laut genug durch die Menge wobei einen Moment stille herrschte und sich einige Gesichter zu ihr umwandten. „Es ist so einfach einem dummen Volk aus Hirnlosen Männer etwas vorzumachen nur das sie sich vor einem nieder knien und nach mehr betteln. Es ist so einfach zu lügen und Heldentaten zu verbreiten die noch nie vollbracht wurden!“ stachelte sie weiter im Wissen das die Männer um ihre Schwester herum ihr nun böse blicke zu warfen. Offenbar gefiel es ihnen ganz und gar nicht was sich eine einfache Piratin traute von sich zu geben.  Daher stand sie nun auf und kam auf die Gruppe vorne beim Wirt zu. Ein zwei der Männer die ihr im weg standen wichen etwas zurück aber sonst rührte sich keiner. „Habt Ihr denn irgendwelche beweise das all eure Geschichten und Heldentaten dem wahren entsprechen?“ fragte sie und verschränkte die Arme vor ihrer Brust. ein kleines grinsen auf den Lippen konnte sie sich dennoch nicht ganz verkneifen. Ob Evelyn sie wieder erkennen würde? immerhin waren sie erst 10 und 13 Jahre seit ihrer Trennung gewesen



©Namida
Do Feb 15, 2018 12:49 am
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Evelyn O`Ceallaigh || 1. Matt der Black Wave || Hafen || Septys [[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können]]||

Überrascht erhob sich ihr Blick, als sie eine weibliche Stimme vernahm. Die Männer um sie herum waren verstummt und ihre Köpfe richteten sich alle in die Richtung, von der der Vorwurf gekommen war. Ihre Augen verrenkten sich als sie sich selber erhob um den Störenfried besser betrachten zu können. Ihr Blick schweifte jedoch zuerst zu ihren Verehrern die genauso genervt waren wie Evelyn selbst. Wer wagte es eigentlich einen Piraten der von seinen Heldentaten berichtete als Lügner zu bezichtigen? Sie Evelyn? Evelyn tat ja vieles. Sie war hinterlistig und betrog wo sie nur konnte. Sie klaute wie ein Rabe, besonders die reichen Engländer wenn sie die Chance hatte. Ja sie Log auch, aber nur um sich Vorteile zu verschaffen, was das plündern betrag. Doch eines tat Evelyn niemals, falsche Heldentaten erzählen. Dafür war sie dann doch zu stolz und zu ehrenhaft, denn nichts empfand Evelyn schlimmer als das. Piraten die nur falschen Heldentaten erzählten, waren für sie keinen stück wert. Sie bewunderte nur die Piraten deren Geschichten auch wahr waren, denn diese hatten es sich verdient Pirat genannt zu werden. Und an diese Piraten orientierte Evelyn sich auch. Evelyn hatte sich einen eigenen Codex geschaffen, an welchen sie sich auch stets hielt. Und einer der Punkte war niemals falsche Heldentaten zu übermitteln.

Die rothaarige hatte eine Weile geschwiegen, während sie den Männern zu verstehen gab, dass sie aus dem Weg gehen sollten. Dafür reichte eine Handbewegung und eine Schleuse machte sich vor ihr auf. Es amüsierte sie, dass sie diese Trottel so in der Hand hatte. In einem hatte die Piratin vor ihr recht. Es war leicht diesen Trotteln etwas vor zu gaukeln, das hieß jedoch nicht das Evelyn sie für alles ausnutzen würde. Naja gut fast nicht ausnutzen würde. Während sie langsam nach vorne schritt, steckte die rothaarige ihr Schwert zurück in ihren Gürtel und richtete danach ihren Hut, der ihr beim Erzählen nach vorne gerutscht war. Es war ein prächtiger Hut dem sie einen anderen Piraten abgenommen hatte, als dieser bei einem zwei Kampf verlor. Evelyn fand so wieso das er ihr viel besser stand, als diesem armseligen Mann. Es war ein schöner Hut der mit drei Rabenschwarzen Federn versehen war. Er war generell ziemlich dunkel so das er sehr im Kontrast zu ihren Roten Haaren und ihren Grünen Augen stand.

Selbstsicher schritt sie auf das Mädchen zu. Sie war jünger als sie selbst, wenn auch nicht viel. Das auffällige an ihr, waren die langen weißen Haare. So etwas sah man nicht oft, bisher hatte Evelyn diesen Zustand genau ein einziges Mal gesehen. Und das lag lange zurück. Sie legte den Kopf ein wenig schräg um das Mädchen besser betrachten zu können, schüttelte eine Sekunden später jedoch denn Kopf. Das konnte unmöglich ihre Schwester sein, unmöglich. Diese hätte es nie geschafft sich den Piraten anzuschließen, dafür war sie viel zu schwach gewesen. Mit hoch erhobenen Haupt, blieb Evelyn vor dem Mädchen stehen. Auch wenn diese größer war als sie, würde die rothaarige sich bestimmt nicht einschüchtern lassen. Sie musterte sie von oben bis unten, ehe sie die Stimme erhob. “Die O´Ceallaigh würden sich nie mit falschem Ruhm bekleckern“. Sie lief einen stück nach recht ehe sie stehen blieb. “Ich bin Evelyn O´Ceallaigh, ich brauche keine Beweise. Man kennt mich gut genug von den Meeren und welche Taten ich bereits vollbracht habe. Mein Name eilt mir meist voraus“. Sie lief zurück und ging nun direkt auf das Mädchen zu und blieb direkt vor ihr stehen. Ihr Gesicht war nun wenige Zentimeter von dem des Mädchens entfernt. “Aber wie es scheint nicht zu dir. Aber was soll ich auch von einem Anfänger erwarten?“, erwiderte sie ruhig, jedoch keines falls spottend. Es war nicht so das Evelyn keine scharfe Zunge besaß, jedoch würde sie nie eine jüngere Piratin beleidigen. Nein viel mehr war der letzte Satz eine Feststellung als eine Verspottung. “Wer bist du das du dich traust mich als Lügnerin darzustellen? Da muss schon ziemlich viel mum hinter stecken“, fügte sie noch grinsend hinzu und sah das Mädchen fast schon freundlich an. Jedoch nur fast, denn sie war noch immer beleidigt darüber, dass man sie des Lügens bezichtigt hatte.




William Windsor || Prinz || Straßen || Amy O´riel [[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können]] ||

Er verlagerte sein Gewicht ein wenig jedoch so, dass er noch immer auf ihr saß. Er würde sie bestimmt nicht entwischen lassen, die Blöße würde er sich nicht geben. Doch durfte er ihr noch nicht zu verstehen geben, dass er bestimmt nicht auf ein Stelldichein aus war. Sein Ziel war es, diese Frau heute noch zu überführen, egal was kommen würde. Doch genau jetzt musste er sie zunächst im Glauben lassen, dass genau dies nicht der Fall war. Aber die Piratin schien diese Situation so oder so in vollen Zügen zu genießen. Sie kicherte und versuchte so charmant wie nur möglich auszusehen, jedoch nicht auf die abfällige weise. Andere Frauen schmissen sich ihm gerne zu Füßen, gierig von ihm gewollt zu werden. Doch hatte er für diese Art Frauen nichts übrig. Nichts widerte ihn mehr an, als Frauen die sich nicht einmal selbst respektierten. Was würde es ihnen denn helfen, wenn er ihre Bitten erhören würde? Das einzige was passieren würde wäre, dass sie sich danach nicht besser fühlen würden und noch dazu, es würde seinen Ruf schaden. Doch diese Piratin gab sich nicht einfach so hin. Sie wollte begehrt und gewollt werden, doch auch nicht von jedem. Sie war eine Frau die sortierte und er schien einer von denen zu sein, die wohl zu den guten sortiert worden war. Ungewollt schüttelte er leicht den Kopf. Er würde wirklich gerne wissen, was in dem Kopf der Piratin vor sich ging das sie wirklich dachte, dass ein Engländer noch besser gesagt der Prinz sich mit einer Piratin ein lassen würde. Er hatte besseres zu tun als sie mit so einem Abschaum abzugeben.

Noch immer auf ihre Antwort wartend sah er sie an, wobei er sein charmantes Lächeln nicht verlor. Als sie dann jedoch Antwortete, war die Wut deutlich in seinen Augen zu erkennen, jedoch verzog er keine Miene. Amy O´riel, Captain der Drowning Mermaid. Er konnte es nicht fassen, hier vor ihm auf den Boden lag die berüchtigte Amy O´riel. Nach dieser Frau suchte er schon ewig. Immer wieder hatte sie seine Flotten versenkt und beraubt ohne dabei je erwischt worden zu sein. Das war also Captain O´riel? Er musste ehrlich zugeben, dass er sie sich komplett anders vorgestellt hatte. Irgendwie kräftiger und weniger attraktiv und älter. Es verstörte ihn ein wenig, dass die Kapitänen ungefähr in seinem Alter zu sein schien, denn das zerstörte gerade sein komplettes Bild von ihr. Gleichzeitig musste er sich jedoch auch zusammen reißen nicht direkt aus zu flippen.

Nur wage bekam er ihre Frage mit und musste den Kopf leicht schütteln um wieder klar sehen zu können. Als er das Wort Prinzesschen hörte verzog er leicht gespielt verärgert das Gesicht. “Und ich dachte mein Ruf eilt mir voraus“, erwiderte er und grinste sie dabei frech an. Während er weiter mitspielte, arbeitete sein Gehirn auf Hochtouren, wie er diese Frau verhaften konnte. Er war nur 2 Häuserblock weg von seinem Quartier. Falls er es nur schaffen würde sie bis dahin zu bringen ohne das sie sich befreite, könnte die Garde dort übernehmen. Er beugte sich weite zu ihr herunter so das er ihr etwas ins Ohr flüstern konnte. “William ist mein Name. Ich glaube mehr brauchst du nicht zu wissen“, erwiderte er und sah sie lange an. Er hielt inne und tat als würde er weiter mit ihr spielen, doch dann fügt er noch etwas hinzu wobei er nun noch mehr druck ausübte und einige Rote tropfen an ihrem Hals zu erkennen waren. “Nenne mir einen guten Grund warum ich dich nicht direkt der Garde ausliefern sollte? Du hast uns schon lange genug Probleme bereitet. Ich glaube viele würden sich freuen wenn dein Kopf nicht mehr auf deinen Schultern sitzen würde“.



©Himmelsdiamant
Do Feb 15, 2018 12:49 pm
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Adra. || Engländerin. || Hafen. || Bei Cecilia. [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können]

Adra blickte schon lange hinaus auf die Themse, musterte die ankommenden Schiffe, wie es andere mit den vorbeiziehenden Wolken an einem Sommertag taten. Leichte Wellenbewegungen zeichneten sich im trüben Wasser des Flusses ab, welches an der steinernen Kante des Hafens ein wenig hochschwappte, nur um dann wieder Platz für dasselbe Spiel des Wassers zu machen. Mit jedem weiteren Male veränderte es sich, nie war es das gleiche. Manchmal verlor die junge Frau sich in diesem Anblick, verwandelte gedanklich die Themse in die stürmische See. Dann würden diese langsamen Bewegungen des Wassers zu Wellen mit weißen Schaumkronen emporwachsen, und auf den Strand statt dem Stein zurollen und sich dort brechen.
Ihr unruhiger Blick glitt vom Fluss hin zu einem der Schiffe, die im Hafen vor Anker lagen. Ehrfurchtsvoll, beeindruckt und gleichermaßen interessiert, wie es viele wohl eher bei einer der öffentlichen Hinrichtungen wären, reckte die junge Frau ihren Kopf etwas nach vorne, um eine bessere Sicht zu haben. Ihre grauen Augen waren ganz auf die anmutige Galionsfigur des Schiffs in Form einer Nixe fixiert. Jemand musste wirklich meisterhafte Arbeit mit diesem Stück geleistet haben, das erkannte Adra auch aus dieser Entfernung, denn selten bekam sie eine derart schöne Figur zu Gesicht. Sie wirkte auf eine besondere Art und Weise erstaunlich lebendig, als würden die hölzernen Haare der Seejungfrau schon im nächsten Moment vom Wind zerzaust und aufgebauscht werden. Der nackte, weibliche Körper lief in eine Fischflosse zu, die sich perfekt an das hölzerne Bug des Schiffs schmiegte.
Schweren Herzens riss sie sich wieder los, da sich Kummer in ihr ausbreitete. Das Gefühl könnte genauso gut von Gift stammen, das sich heiß und bemerkbar im Körper ausbreitete und sich jede Faser nach und nach einverleibte. Ein imaginärer, klaffender Abgrund, der sich vor Adra auftat und nur darauf wartete, sie zu verzehren. Vielleicht ein tobender Sturm auf hoher See, der Schiffe mit sich in die Abgründe des Meeres zog, oder eisige, langgliedrige Hände, die wie grausige Spinne aus der Dunkelheit nach ihr Griffen, um ihr Herz und ihr Denken vollständig einzunehmen. Auch damit könnte sie diese Empfindung beschreiben. So oft hatte sie schon in Worte zu fassende Vergleiche dafür gesucht, um es irgendwann aussprechen zu könne, aber nie hatte sie das Gefühl, es wirklich und ganz genau erfasst zu haben.

Stattdessen begann sie sich auf die Gespräche im Hintergrund zu konzentrieren. Durch ihr fehlendes linkes Augenlicht hatte sie es geschafft, ihr Gehör zu verbessern und sich so mehr auf diesen Sinn verlassen zu können. Oft war dies viel praktischer als das Auge, denn Adra hatte gelernt, dass man beim Belauschen von fremden Gesprächen manchmal viel mehr herausfand, als wenn man sich selbst aktiv an einem beteiligte. So wusste die junge Frau etliches über London, etwa, wo man für wenige Münzen sicher einkehren und übernachten konnte oder wo man schnell Arbeit fand. Für Adra stellte das reine Beobachten eine interessante Beschäftigung dar, vielleicht auch irgendwie eine Art Zeitvertreib an sich endlos ziehenden Tagen. Der damalige war allerdings keiner von dieser unerträglichen Sorte, sondern eigentlich ganz angenehm. Über ein heiseres Krächzen einer Möwe hinweg, die sich am wolkenverhangenen Himmel frei bewegen konnte, vernahm die junge Frau Gesprächsfetzten. Teils waren es vollständige Sätze, teils ganze Wörter, teils unzusammenhängende Silben. Ab und an wurde auch in einer für Adra fremden Sprache gesprochen, die einen melodiösen Klang innehatte. Die Engländerin schnappte aus dem Gesprochenem unter anderem auf, dass sich zwei Händler uneinig über einen Preis für irgendein Produkt seien und dass eine Ernte an einem unbekannten Ort schlecht ausgefallen wäre. Außerdem, was wohl auch ihr persönliches Interesse am meisten weckte, hörte sie das Wort Piraten einige Male heraus. Mit gemischten Gefühlen begann sie über die Freibeuter nachzudenken. Sie konnte nicht behaupten, dass sie ihnen wirklich zugetan wäre, aber verabscheuen tat die junge Frau die Seeräuber auch nicht. Für deren Freiheit beneidete Adra die Piraten, aber ob ein solches Leben etwas für sie war, konnte sie nicht beantworten.

Um auf andere Gedanken zu kommen, wandte Adra nun den Blick von der Themse und den Schiffen ab. Stattdessen festigte sich ihr Beschluss, sich die hübsche Galionsfigur einmal näher anzusehen, weshalb sie ganz in Gedanken losging. Der leichte Wind fuhr ihr durch das Haar, spielte mit ihm, bis sie eine ihrer roten Strähnen an der Nase kitzelte. Ohne die Bewegung wirklich wahrzunehmen, strich sie das Haarbüschel wieder zur Seite. Nicht nur ein Frösteln bescherte Adra die Briese, sondern auch den salzigen Geruch des Meeres, der nun wie ein Hauch in der Luft hing. Jedem, der nicht besonders darauf geachtet hätte, wäre er wohl entgangen.
Adras Gedanken waren ganz auf ihr Ziel gerichtet, einen Steg, der ein wenig weiter in den Fluss hinausführt und ihr dementsprechend eine bessere Sicht gewähren würde, als sie ganz plötzlich durch einen Zusammenstoß aus ihren Träumereien und zurück in die Wirklichkeit gerissen werde. Bevor sie zu mehr zustande war, schnappte sie kurz überrascht nach Luft und trat einen Schritt zurück um sich eilig zu entschuldigen, damit sie schnell weiterhuschen könnte.

Ihr Vorhaben wurde jedoch im Keim erstickt, denn ihr Blick schweifte einen Moment lang über die andere Frau. Sie war vielleicht nicht unbedingt größer als Adra selbst, wirkte aber durch einen Ausdruck in ihren Augen älter, vielleicht auch erfahrener. Letzteres konnte Adra allerdings nicht mit Bestimmtheit sagen, denn ihre Menschenkenntnisse waren wohl nicht die besten oder zumindest würde sie nicht mit ihnen prahlen. Auch nicht die kunstvoll frisierten blonden Haare, der edle Kleidungsstil oder die grünen Augen zeigten ihr schließlich, wen sie da vor sich hatte. Ganz im Gegenteil, es war die gesamte Ausstrahlung der anderen, die etwas Hoheitliches an sich hatte, als wäre sie nur für ihr Amt geboren. Wenn Adra das nicht so erkannt hätte, dann doch zumindest durch das hinter vorgehaltenen Händen geflüsterte Wort ’Prinzessin‘. Niemand blieb lange stehen, aber dennoch nahm Adra dieses Wort in den Unterhaltungen der umliegenden Personen wahr.
Fast schon wäre sie auch jetzt einfach schnell davongehuscht, aber die wütenden, an sie gerichteten Worte der Prinzessin ließen die junge Engländerin aufhorchen. Als hätte man ein fast verglühtes Feuer geschürt, so fühlte es sich nun an,  die andere hatte Adras wiederaufflammenden Kampfgeist tief in ihr geweckt. Ein wenig überrascht über sich selbst, stellte die junge Frau fest, dass sie sich gerade nicht herumschubsen lassen wollte. An anderen Tagen ließ sie es über sich ergehen, aber heute schien das irgendwie anders zu sein. Eine Erklärung dafür hatte sie aber nicht.
Neben dieser Person fühlte sich Adra noch kleiner, denn nur ein Blick auf die hübschen Kleidungsstücke brachte auch den Neid zum Vorschein. Sie sah dort eine Frau, die fast alles besaß, das Adra nie haben konnte. Alleine das Kleid der anderen wirkte wunderschön, wenn auch im Vergleich zu anderen schlicht und dezent. Jedoch stand es der Prinzessin hervorragend. Scham breitete sich in Adra aus, denn sie trug Hose und Hemd. Beides nichts, was einer Frau geziemte, aber so viel mehr Bewegungsfreiheit mit sich brachte. Kurz blickte sie an sich herab, nur für den Bruchteil einer Sekunde, und fühlte sich erneut schmutzig, wertlos. Ein kleiner Stein im Angesicht eines Diamanten. Eilig schüttelte sie diese Gedanken wieder ab, denn sonst würde sie noch vergessen zu antworten. Ein Leben als Prinzessin konnte Adra sich jedenfalls nicht ernsthaft vorstellen, denn sie hätte das Gefühl, wie ein schöner Vogel in einem Käfig zu leben.
Angst schnürte ihr für einen weiteren endlosen Wimpernschlag die Kehle zu. ‘Was soll ich erwidern?‘, stellte sie sich gedanklich die Frage. Eigentlich wollte sie nicht wie die wirken, die sie war -eine Bettlerin, von Armut heimgesucht. Nicht gegenüber der Prinzessin, weswegen sie improvisierte. Geschichten aus dem Steigreif zu erfinden lag ihr, sie immer weiter zu spinnen gefiel ihr, aber sie glaubhaft erscheinen zu lassen konnte schwierig werden. Trotz allem konzentrierte sie sich nun zuerst einmal darauf, dass überhaupt ein Wort über ihre Lippen kam.

Erstaunlich ruhig klang ihre Stimme, der Gesichtsausdruck gleichgültig, als Adra schließlich sprach: “Entschuldigt mich für meine Unachtsamkeit, Eure Hoheit, Prinzessin Cecilia.“ Eine kurze Pause folgte und Adra überlegte fieberhaft, ob sie die Prinzessin richtig angeredet hatte und einigermaßen passable Worte fand. Auch ertrug sie es nicht länger, in die grünen Augen der anderen zu sehen, weshalb ihr Blick einige Augenblicke lang abschweifte, zum Himmel hin, und erst dann wieder das Gesicht der Prinzessin fixierte. “Ich mag auf Euch wohl durchaus wie eine Bettlerin wirken. Das kann ich Euch nicht verübeln, denn durch mein Aussehen würde man darauf schließen. Aber, Ihr erlaubt es mir hoffentlich den Fehler zu korrigieren, ich stamme aus einer wohlhabenden Familie. Nur meine Umstände machen es mir unmöglich, das auch zu zeigen.“
Man konnte von außen gar nicht erahnen, wie schnell ihr Herz schlug, während sie diese Sätze aussprach. Mehr schlecht als recht versuchte sie auch ihren Kopf ein wenig zu senken, um ihrer Ehrerbietung Ausdruck zu verleihen. Sollte die Prinzessin nun nachfragen, so hatte sich in Adras Kopf auch schon eine Geschichte zusammengesponnen.



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Do Feb 15, 2018 5:06 pm
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Silver Ghost || Captain der Black Wave || am Deck der Black Wave

Leise trat der junge Mann hinter dem Mast hervor und verfolgte lautlos seinen ersten Matt. Oder eher seine erste Matt. Evelyn O'Ceallaigh. Neugierig verfolgte er, wie sie sich in einem der kleinen Beiboote nieder ließ und dann Richtung Festland ruderte. Vermutlich will sie wieder saufen gehen... Und da frägt sie mich nicht einmal, ich mitkomme... Verschmitzt grinsend wand er sich um und ließ Evelyn Evelyn sein.

Sie würde wieder kommen. Das tat sie immer - und das war vermutlich auch der Grund weshalb er der Frau vertraute, oder zumindest so viel Vertrauen schenkte wie er konnte. Sanft begann er zu summen, trat aus dem Schatten der Reglin heraus und erschreckte einen seiner Schiffsjungen zu tiefst. Spöttelnd nickte er diesem zu und glitt weiter auf dem Deck entlang.

Was ist denn hier los? Amüsiert betrachtete er, wie die meisten seiner Männer (und Frauen) aufschreckten und ihn überrascht ansahen. Tote Hose oder was? Macht irgendwas, steht nicht nur so rum! Ich glaube mich zu erinnern das euer erster Matt gerade so etwas ähnliches zu euch gesagt hat... Wölfisch grinsend drehte er sich einmal im Kreis und lachte.



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Do Feb 15, 2018 5:38 pm
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Amy O'riel || Captain der Drowning Mermaid || Straßen || William @Namida

Amy hob eine Augenbraue fragend an und ihr Kopf legte sich etwas schief, als sie den Prinzen kopschütteln sah. Hatte sie da etwas falsches gesagt oder ihn einfach nur zu Gedanken getrieben, die ihn momentan wohl eher auf den Nerv ging? Vermutlich das zweitere, denn der Kapitänin entging es selbstverständlich nicht, dass er kurz in Gedanken versank. Ihre Neugeride machte sich dabei in ihr breit. Ob er sie nun doch erkannt hatte? Oder fragte er sich, warum sie plötzlich so verführerisch drauf war, obwohl er sie zuvor noch zu Boden geschmissen und sein Schwert an ihren Hals gedrückt hatte und es immer noch tat? Ach ja, das Metall hatte Amy ja glatt vergessen. Vielmehr interessierte die Piratin sich doch dafür, die Gesichtszüge ihres Gegenübers zu begutachten und zu erforschen. Natürlich würde sie es bevorzugen, wenn der Prinz nun tatsächlich auf sie ein ging, wie konnte sie das schon nicht behaupten bei einem so attraktiven und starken Mann? Jedoch war ihr die Situation immer noch nicht ganz geuer. Und obwohl sie da so gelassen lag während das Schwert gefährlich auf ihrer Kehle drückte, so behielt sie trotzdem Vorsicht. Warum sollte der Prinz sie immer noch mit seiner Klinge bedrohen, obwohl er doch nun auch ein charmantes Lächeln aufgesetzt hatte und seine Worte so verlockend klangen? Amy war nicht dumm, obwohl der Blonde es vielleicht von ihr Denken möge. Auch wenn es momentan zu wirkte, als hätte der Schönling die Kontrolle über die Situation, sollte er Amy nicht unterschätzen. Er sollte lieber nicht denken, dass er sie sowieso ergriffen hatte und sie unter keinen Umständen fliehen oder sich Bewegen könnte. 'Das wäre doch süß.' dachte sie belustigt und ihr Grinsen wandelte sich in ein amüsiertes Lächeln, während sie den Prinzen immer noch mit erhobener Augenbraue anblickte, als erwartete Amy eine Antwort auf das unerwartete Kopfschüttelnd. Eine Antwort, die nicht kam.

Stattdessen wechselte der Blick in seinen Augen von der einen auf die nächste Sekunde, als Amy ihren Namen und Rang verkündete. Sie konnte pure Wut erkennen, obwohl seine Gesichtszüge das Gegenteil offenbarten und immer noch das Lächeln auf den Lippen trug. Erwartete er jetzt, dass sie das nicht bemerkt hatte? "Ihr erkennt mich also doch?" fragte Amy nach und grinste erneut breit, ein freches Grinsen. Anscheinend hatte er nur schlechtes über sie gehört, so, wie zornig seine hellbraunen Augen sie anschauten. Aber okay, was erwartete sie auch schon? In der Piratenwelt wurde sie vielleicht von Manchen bewundert aufgrund ihrer Erfolge, doch genau diese Erfolge hatten nicht selten Nachteile für die Engländer mit sich gezogen. Da sollte es sie nicht wundern, dass man sie wohl eher hasste anstatt sie als Vorbild zu sehen. Als der vorherige Ausdruck aber wieder auf das Gesicht des Blonden eintrat, schob auch Amy den Gedanken beiseite. Erneut musste sie amüsiert kichern, als er ebenfalls behauptete, gedacht zu haben dass sein Ruf ihn voraus eilte.

Besonders vergaß sie ihre Zweifel über diese Situation, als der junge Mann sich weiter zu ihr hinunter beugte und sie seine Stimme nun an ihren Ohr flüstern hörte. Sie lächelte, und es schien ihr nun wirklich zu gefallen. "Freut mich dich kennenzulernen, William." wisperte sie genauso leise neben sein eigenes Ohr und legte wieder dieselbe verführerische Tonlage in ihre Stimme. Mit diesen Satz wechselte sie nun vom 'Sie' zu 'Du', ersterns, da es doch wirklich ungewohnt war jemand so höflich anzusprechen und zweitens, fand Amy, dass die zweitere Variante doch viel passender war für das was kommen würde. Oder eher gesagt das, was die Piratin erwartete was kommen würde. Denn als sie plötzlich den Druck des Schwertes diesmal sehr unangenehm an ihrer Kehle verspürte verpuffte ihr verführerisches Schauspiel sofort, als wäre es nie da gewesen. Stattdessen legte sich ausnahmsweise ein erschrockener Ausdruck in ihre Augen und auch ihr Grinsen war vernichtet worden. Ihre Arme, die gerade eben noch gemütlich unter ihren Kopf gelegen hatten, ließen sich wieder blicken und Amy ergriff mit der einen Hand Williams Handgelenk und mit der anderen die Klinge, wobei sie selbstverständlich vorsichtig war. Sie drückte nun doch etwas gegen das Schwert an. 'Das war's mit dem Spaß.' stellte Amy fest und war nicht mehr so gelassen wie zuvor. Eher war sie Unruhig, was man auch an ihren angespannten Muskeln erkennen konnte.

Als die Braunhaarige dann aber wieder in Williams Augen blickte, so stahl sich tatsächlich nochmal ein Grinsen auf ihr Gesicht. Diesmal war es aber keineswegs eines, dass verführerisch wirkte, nein, wohl eher spottend und frech. Das Grinsen eines Piratens eben, was besonders der schimmernde Goldzahn unterstrich. Schade, es wäre doch wirklich zu schön gewesen, wenn er auf sie eingegangen wäre. Aber wenn er keine Interesse hatte, so hatte sie selbst auch nichts mehr hier zu suchen. "Oh, der Grund trägt den Namen Ocean." sprach sie, und daraufhin folgte ein schrilles Pfeifen dass ihren Lippen entsprang. Beinahe sofort danach hörte sie wildes Schlagen von Flügel und ehe sie sich versah raste ein Blau-Gelber und überraschend großer Papagei auf Williams Gesicht zu, die Beine mit den spitzen Krallen nach vorne ausgerichtet. Der Vogel ließ einen kämpferischen Schrei von sich. Zwar wusste Amy, dass er William nicht ernsthaft verletzten konnte, aber es genügte nur ein kurzer Moment der Unachtsamkeit oder des Schocks vom Prinzen, und Amy war weg.

Glücklicherweise, als Ocean sich Williams Gesicht näherte, konnte Amy erhaschen wie seine Aufmerksamkeit von ihr which. Das war ja auch verständlich bei einem blauen Blitz, der auf einem zu gerast kam! Die Piratin nutzte den Moment sofort aus, schlug zuerst seine Hand und somit das Schwert weg, ehe sie überraschend schnell von ihm weichen konnte und nach hinten rutschte. Ocean krächzte immer noch und flatterte wie ein Geier um William herum, griff ihn aber nicht wirklich an. Als ich mit aufstellte, pfiff ich erneut. Der Blaue Papagei mit dem gelben Gefieder an Brust und Bauch blickte mich zuerst mit den kleinen Pupillen an, ehe er verstand und auf mich zu kam. Ich einen Arm aus, sodass er auf meinen Unterarm landete. "Idiot." krächzte der Papagei schrill in Richtung William. Amy kicherte und hielt ihn mit der anderen Hand den Schnabel zu. "Halt den Schnabel, Süßer." meinte sie amüsiert, realisierte dann aber wieder was eigentlich gerade geschah. Ihre Belustigung which der Erkenntniss und sie warf den Prinzen noch kurz einen Blick zu, ehe sie auch schon die Beine in die Hand nahm. Ocean flog von ihren Arm und folgte ihr irgendwo in den Lüften, wie er es normalerweise immer tat, während die Kapitänin selbst gezwungen war durch die Straßen zu rennen, durch die Menschen hindurch. Sie stieß die meisten einfach bei Seite. "'Tschuldigung, Darf ich mal, Sehr freundlich..." Warf sie dabei eilig in die Runde, war aber merklich unruhiger. Schließlich blutete sie am Hals und es wäre doch sehr verwunderlich, wenn der Prinz einfach von ihr ab ließ. Und auch wenn er dies getan hatte, man konnte ja auf Nummer Sicher gehen!

Als die gerade einen alten Mann umwarf, der sich gleich bei ihr beschwerte, hielt sie kurz inne. "Ähm... Schiff, wo... Hafen...?" Murmelte sie zu sich selbst und blickte einmal im Kreis, war zwei mal kurz davor wieder los zu rennen, lehnte dann aber kopfschüttelnd ab. Wo hatte sie nochmal das verdammte Schiff geankert? Verdammt, blieb nur zu hoffen. Amy seufzte und rannte in die nächste Straße rechts von ihr.


Zuletzt von Strahlenlicht am Do Feb 15, 2018 10:17 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet



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Do Feb 15, 2018 6:17 pm
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Septys || Mitglied der Drowning Mermaid || Wirtshaus bei Evelyn [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können]

Ja! Definitiv war das ihre Schwester. Das hatte Septys zwar schon auf dem ersten Moment gewusst wo sie Evelyn erkannt hatte doch das sie ihren Familiennamen aussprach machte die ganze Sache noch ein kleines bissen sicherer, dennoch schien ihre Schwester immer noch nicht ganz zu wissen wen sie da vor sich hatte, was die 17 jährige ein wenig amüsiert grinsen lies. Sollte sie ihr auf die Sprünge helfen oder sie noch ein wenig mit ihren Geschichten necken.
Sie seufzte leise und lies ihre Schwester sich vorstellen auch wenn sie schon genau wusste wer sie war. Allerdings fiel ihr auf das sie nie etwas von ihr gehört hatte seit ihrer Trennung. Natürlich hatte sie oft Geschichten von Piraten andere Schiffe auf See gehört aber nie war darunter der Name ihrer Schwester oder ihr gemeinsamer Familienname aufgekommen, daher war es dann schon recht wunderlich wie sie so berühmt hätte werden können ohne das Septys je was davon mitbekommen hätte. Immerhin waren sie doch beide Piraten und soweit sie wusste hörte man viel mehr an Geschichten als Engländer die nie herum kamen und immer nur von einer Straßenseite zur anderen gebracht wurden. Ob die Engländer jemals ihre Städte verließen?

In Gedanken versunken hatte sie eine weile ins nichts gestarrt. 10 Jahre lang hatte sie nichts von ihr gehört. Wenn man so darüber nachdachte war das schon eine recht lange Zeit in der vieles Geschehen konnte und man viel zu hören bekam aber hier war einfach nichts vorhanden. Es war das erste mal  seit Jahren, dass sie Evelyn wieder zu Gesicht bekam, ihre Stimme hörte und sie auch wirklich lebhaft vor sich sah! Abgelenkt von den Gedanken musste sie nochmal ein wenig lächeln. Viel verändert hatte sie sich ja nicht außer das sie nun kleiner war als Septys selbst was sie ebenso recht amüsant fand.  Vermutlich einer der Gründe warum ihre Schwester sie nicht mehr erkannt hatte. Immerhin war Septys im alter von 10 Jahren noch viel kleiner gewesen als ihre ältere  Schwester.
Kurz kniff sie die Augen zusammen und als sie diese wieder öffnete bemerkte sie wie  nah ihr ihre Schwester nun gekommen war. So nah das sie sich fast mit den Nasenspitzen berühren konnten, doch wich Septys nicht zurück sondern sah ihrer Schwester tief in die grünen Augen. Es konnte doch nicht ihr ernst sein das Evelyn ihre kleine Schwester nicht mehr erkannte. Leicht schüttelte sie den Kopf und hielt der Beleidigung mit den Worten eines Anfängers stand. Von solchen Kleinigkeiten lies sie sich nicht mehr runter machen oder verletzten, viel mehr lächelte sie darüber auch wenn sie bemerkte das die rothaarige Piratin es gar nicht mal so böse meinte.

Auf ihre darauffolgende Frage konnte Septys sich es kaum wieder verkneifen  zu grinsen weswegen sie einen Schritt vortrat und ihre Schwester einen Schritt zurück trieb. „Es braucht keinen Namen um eine Person als Lügner darzustellen“ sagte sie mit einer leicht säuselnden Stimme die sich mehr in ein flüstern zu ziehen schien. „und Mutm? Wofür? Um seine eigene Schwester herauszufordern? Dafür ist nicht einmal mehr das Wort Mum notwendig“ bei ihren letzten Worten musste sie wiederrum lächeln und trat dann von Evelyn zurück um auf ihre Reaktion abzuwarten. Ihre arme hatte sie noch immer verschränkt vor ihrer Brust während sie ihren Kopf abwartend etwas zur Seite legte. Der Rabe auf ihrer Schulter flatterte kurz aufgeregt mit den Flügeln und krähte ein paar Worte bis auch er schließlich still wie das gesamte Wirtshaus wurde welches sie beide nun mit ihren Blicken gefangen hatten.



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Do Feb 15, 2018 6:52 pm
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Cecilia Windsor || Prinzessin || Straßen Englands -> Hafen - Bei Adra [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können]

Eigentlich hatte Cecilia eine andere Reaktion erwartet. Ein ängstliches Ducken, eine gemurmelte Entschuldigung. Oder dass sie ohne Entschuldigung einfach an der Prinzessin vorbeihuschen würde.
Aber dieses Mädchen schien nicht wie die anderen zu sein. Die sturmgrauen Augen der Rothaarigen begutachteten Cecilia, ihr braunes Kleid mit den weißen Schnüren an der Brust schien sie besonders zu beeindrucken. Die undurchdringliche Miene schien für einen kurzen Augenblick so etwas wie Neid auszudrücken. Es war aber ein Sekundenbruchteil, in der es in ihren Augen funkelte, weshalb Cecilia sich nicht sicher war, ob es doch nur Einbildung gewesen war. Andererseits schien sie sich selbst keine Kleider leisten zu können, weshalb Eifersucht naheliegend war. Erneut warf die Prinzessin einen kurzen Blick auf das Lumpenhemd, dass ihr Gegenüber trug.

Verschiedene Gefühle stiegen in ihr auf, Gefühle die sie so bisher immer verdrängt hatte. Einerseits sah Cecilia gerne schön aus und liebte die wundervollen Kleider, die zauberhaften Frisuren die ausgelassenen Bälle und das gute Essen, dass es immer gab. Aber andererseits wäre es doch einmal schön ein Leben in Freiheit zu führen. Hinzugehen wo immer es einen rief, dem Verlauf der verdreckten Themse folgen, bis sie einem klaren Gewässer weichen würde, immer weiter fort und fort. Keine Sorgen die einen festhielten. Die alltägliche Angst, die einen davon abhielt, ein gesundes Leben zu führen. Nein, sie war eine Prinzessin. Sie musste Tag für Tag schön aussehen. Und eigentlich.. Die wundervollen Kleider - waren sie wirklich so wunderbar? Natürlich gab es keine schöneren Gewänder, feinste Seide die so herrlich herum wehte, wenn man sich drehte. Aber es war viel Arbeit, man durfte weder Essen noch sich zu viel bewegen und es drückte und ziepte nach langem tragen. Die Frisuren waren oftmals mit viel Schmerz verbunden, das hochstecken und kämmen war nicht gerade angenehm für Cecilia. Konnte sie nicht einmal das Haus verlassen, ohne auf ihr Äußeres achten zu müssen? Aber dann stieg malte sich ein Bild in ihr Kopf - wie sie auf der Straße saß, zitternd und kränklich, ein zum sterben verurteiltes Kind in den Armen. Und schon schluckte die Prinzessin das ganze hinunter. Was ist schon ein wenig Schmerz gegen Gesundheit und Essen, seufzte sie innerlich. Dennoch wünschte sie sich irgendwie, dass dieses Mädchen mit ein paar Abenteuern auf sie wartete. Irgendwie wirkte sie besonders. Sie war jünger als Cecilia, das sah man ihr an, aber dennoch wirkte sie, als hätte sie so viel mehr erlebt, so viel mehr gelebt. So standen die beiden da und musterten sich einfach nur.

In der vorübergehenden Stille nahm Cecilia ein paar entsetzte Rufe war, einige Menschen flüsterten ihren Namen oder einfach nur "Prinzessin", bevor sie davon huschten. Nur dieses rothaarige Mädchen blieb stehen. Die grünen Augen der Prinzessin ertrugen es nicht länger, in die stummen, ruhigen Augen ihres Gegenübers zu starren. Aber sie durfte nicht aufgeben, sie durfte einfach nicht Schwäche zeigen. Immerhin war sie Nachfolgerin einer langen Blutsreihe von Englands Herrschern. Hätten diese eine wertlose Bettlerin so behandelt? Vermutlich wäre sie schon so gut wie tot, wenn es ein anderer gewesen wäre. Nachdenklich biss sie sich auf ihre Unterlippe. Irgendwie wirkte die Jüngere nicht wie eine wertlose Bettlerin. Ihre Ausstrahlung war so ruhig und nicht so unterwürfig und verletzlich, wie arme Menschen es zeigten. Langsam wurde Cecilia unruhig und durch die Pause zwischen den Beiden - es fühlte sich an wie eine Ewigkeit -, stiegen immer mehr Gedanken in ihren Kopf. Was denkt sie eigentlich? Sie rempelt gegen eine der mächtigsten Frauen Englands und meint einfach davon zu kommen. Gerade als die Prinzessin kurz davor war, das Mädchen wieder anzufahren, begann es endlich zu sprechen. "Cecilia Elizabeth Katharina Windsor", verbesserte sie. Aber nicht böse gemeint, im Gegenteil, sie schmunzelte dabei. Irgendwas an der Art die das Mädchen, welches sie doch noch gar nicht kannte, zeigte, schien auf sie abzufärben. Diese seltsame Ruhe in den Augen, selbst wenn sie mit der Prinzessin sprach. Langsam begann Cecilia auf ihrer Unterlippe herum zu kauen. Endlich hob die Fremde ihren Blick gen Himmel. Erleichtert atmete die Prinzessin aus und sie begann sich allmählich mehr zu konzentrieren. Der durchdringende graue Blick hatte sie beunruhigt, aber als Prinzessin durfte sie sich weder das anmerken lassen, noch ein solches Blickduell verlieren.

Die nächsten Worte der Fremden kamen unerwartet. Ob es an der Tatsache lag, dass Cecilia nicht darauf vorbereitet gewesen war, dass sie nicht erwartet hatte, dass das Mädchen weiter sprach oder wirklich an dem, was es sagte, konnte sie nicht sagen. Wohlhabend? Skeptisch ließ sie ihren Blick von oben nach unten wandern. Sie machte auch keinen Hehl daraus, dass sie die Worte des Mädchens anzweifelte und ließ sich viel Zeit dabei, sie zu begutachten. Aber als ihre Augen wieder das Gesicht betrachteten, dachte sie nach. Natürlich trug sie Lumpen, dazu auch noch Klamotten eines Mannes, aber ihr Gesicht, es wirkte einfach nicht wie eine Bettlerin. Es war zwar zur Hälfte entstellt, aber selbst das könnte gute Gründe haben. Ein Brand als sie noch klein gewesen war oder der Angriff eines wilden Tieres waren durchaus Dinge, die man in Betracht ziehen konnte. Insgeheim hoffte Cecilia, wirklich ein reiche Dame vor sich zu haben - vielleicht gab es ja einen Trick wie man trotz seines Ansehens in der Gesellschaft unentdeckt als Bettlerin die Welt betrachten. Zu gerne würde sie auch nur für einen Tag das Leben in Freiheit ausprobieren. "Aus welcher Familie stammst du denn? Dein Name?", fragte sie deshalb. Aber eigentlich interessierte sie das kaum. Es gab viele rothaarige, reiche Familien mit Wurzeln in Schottland. Es war nicht ungewöhnlich das manche von ihnen nach England kamen um dort ein Leben in der berühmten Stadt London zu führen. Trotz der vielen Angriffe und Räuber hatte es seine schönen Aspekte. Es gab da eine Frage, die Cecilia viel eher in den Fingern juckte, deren Antwort sie wirklich interessierte. Sie beugte sich ein wenig näher an die vermutliche Schottin heran. "Und wie schaffst du es, so" - sie deutete mit dem Finger kurz in Richtung der männlichen Klamotten - "Herum zu laufen?" Mit großen Augen sah sie die mögliche Antwort auf ihre Frage nach kurzer Freiheit an. Vor Aufregung schienen die braunen Splitter in den Augen der Prinzessin zu leuchten.



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Do Feb 15, 2018 8:54 pm
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Damian Satchmore | Erster Matt der Drowning Mermaid | An Bord der Drowning Mermaid

Ein leichter Stoß zerrte den jungen Mann aus seinem tiefen und schönen Schlaf. Er öffnete seine goldgrünen Augen und sah sich mit leicht zusammengekniffenen Augen um, wer ihn so ruppig aus dem Schlaf gezerrt hatte. Ein junger Mann, ein paar Jahre älter als er, geschätzt Mitte dreißig, eilte gerade an ihm vorbei. Er setzte sich auf und räusperte sich laut, sodass der Mann es hörte. Abrupt blieb dieser stehen wo er war. Ein leichtes Schmunzeln legte sich auf seine Lippen. Jedoch verweilte dies nur kurz und seine alltägliche eher emotionslose Miene tat sich auf. Er erhob sich und musterte den Mann. „ Was erblicken meine müden Augen denn da?” Sagte er mit einem Hauch von Spott im Unterton. Er ging zu dem Mann, der natürlich der Crew angehörte und blieb vor ihm stehen. Seine Augen waren immer noch leicht zusammengekniffen und mit einer Mischung aus Finsternis und Emotionslosigkeit blickte er auf den Mann vor sich hinab. „ Da lag ich gerade noch so friedlich in meinem Bett, als ich plötzlich einen Stoß vernahm…“ Seine Pupillen schienen sich etwas zu verengen, als er eine kurze Pause machte. Er genoss es ein wenig zu sehen, wie der Mann vor ihm immer nervöser zu werden schien, was man an einem leichten zittern seiner dreckigen Hände erkennen konnte, die schlaff neben seinem Körper baumelten. Ob Absicht oder nicht, er gab sich nicht wirklich selbstbewusst. Und sowas nannte sich einen Piraten?

Doch eines musste er dem Mann vor sich lassen. Er besaß nicht unbedingt viel in der Birne, doch eines konnte er wirklich gut. Kochen. Kein Wunder, dass er einer der Souschefs des Kochs war. Taktik und Gefecht, eher zurückhaltend, aber er war jedes Mal wieder überrascht, wenn dieser ihm das Essen vorsetzte. Seine Augen musterten ihn erneut. „Stell dich nicht so an!!“ Kam es mit einem Hauch von Spott und Höhn aus ihm hervor. Der Mann vor ihm schien noch ein wenig mehr in sich zusammenzusacken und hatte den Blick gesenkt. Amüsant, kam ihm der Gedanke und er trat einen Schritt vor, sodass er fast direkt vor dem Mann stand und beäugte ihn mit eisernen Blick. Seine Hände waren natürlich immer noch dreckig, wer wusste welches Gemüse oder in welchen Dreck, er schon wieder gegriffen hatte? Sein weißes Hemd klebte an manchen Stellen an seinen Körper, mehrerer Schweißperlen lagen auf seinem Gesicht und ließen seinen Haaransatz und seinen Vollbart nässlich aussehen, der Rest sah auch nicht viel besser aus. Eben doch in einer Sicht ein Pirat. Dieser Gedanke ließ den jungen Mann innerlich schmunzeln, jedoch ließ er sich äußerlich nichts anmerken. Damian hob eine seiner Augenbrauen, als er ihn sich nochmal angesehen hatte. „ Was machst du hier eigentlich noch? Los, geh irgendwas sinnvolles machen, lausige Seeratte!“ knurrte er leicht und seine Pupillen schienen sich etwas zu verengen. Lausige Seeratte, lahmer Hund, verwöhnter Köter, wie sie die Adligen zum Beispiel gerne betitelten, waren nur wenige Beispiele für Äußerungen der Piraten. Piratenhumor bzw. der Sprachgebrauch der Piraten war einfach locker, sie nahmen kein Blatt vor den Mund und ließen sich nichts sagen. Freiheit in der Sprache, würden manche sagen. Vielleicht war es auch so. Als der Matrose eilig nickte zuckten seine Mundwinkel leicht und seine Augen funkelten leicht. Er konnte nicht leugnen, dass es ihm nicht gefiel die Crew zwischendurch ein wenig einzuschüchtern, herum zuschubsen und ihnen zu sagen was sie zu tun hatten. Manchmal konnte es aber auch sehr nervig sein, wenn sie Angst vor ihm bekamen oder nervös wurden, wenn er ihnen gar nichts wollte. Trotzdem liebte er seine Stellung als erster Matt. Mit seinen Händen machte er eine Bewegung, welche dem Matrosen deutete das er gehen konnte bzw. durfte. Dieser verharrte noch einen kurzen Augenblick, aber eilte dann über alle Berge. Dieses Mal legte sich ein breites Grinsen auf seine Lippen, als er diesem hinterher sah.
Seine blonden Haare fielen ihm wie immer auf die Stirn, jedoch in diesem Moment auch leicht in die Augen, weshalb er diesen mit einer geschmeidigen und eleganten Bewegung entgegen wirkte. Anschließend wurde sein Blick wieder ein wenig ernster, als er sich umsah und merkte, dass die Augenpaare von einigen anderen Crewmitgliedern auf ihm lagen. Kurz musterte er diese, ehe er in die Hand klatschte, wodurch diese eilig durcheinander liefen und sich irgendwas zu arbeiten suchten.  Zufrieden sah er diesen nach, ehe er die Kojen ein letztes Mal beäugte und anschließend die hölzerne Treppe zum Deck emporstieg. Das grelle, weiße Licht blendete ihn kurz und ließ ihn kurz die Augen zusammenkneifen. Jedoch gewöhnten sich diese schnell an das Licht, welches durch die dichte Wolkendecke hinabfiel. Er ging zur Reling, wo sich der Übergang zum Steg in den Hafen war. Kurz schweifte sein Blick über diese hinüber zum Hafen. Frauen, Männer und Kinder in edlen Kleidern, edlen Anzügen und Lumpen setzten einen Fuß vor den anderen und überquerten damit den Steg des englischen Hafens. Es prallten an diesem Ort wortwörtlich Welten aufeinander. Der hohe Adel traf auf das armselige Bauernvolk bzw. Bürger, sowie auf die Piraten, welche meist verachtende oder ängstliche Blicke empfingen. Piraterie war schon eine Sache für sich.
Wie diese Engländer nun mal waren, gaben sie ihnen, den Piraten, die Schuld an der Armut ihres Volkes. Was konnten sie denn schon bitte dafür, dass der Adel es nicht schaffte sich selbst darum zu kümmern? Sie teilten nicht, behielten alles für sich, gaben es für reinen Luxus aus… Die Piraten verdienten es sich wenigstens. Während sein Blick nochmal über den Hafen und das Schiff glitt viel ihm auf, dass Amy, seine Kapitänin, engste Vertraute und beste Freundin, bereits das Schiff verlassen hatte. Typisch, dachte er sich. Dann drehte er sich vom Hafen weg und ging über das Deck, gen Treppe zur kleinen “Empore“ wo sich auch das Steuerrad befand. Ruhig und gelassen stieg er auch diese Treppen empor und sah vom Heck aus kurz über das blaue Meer, welches er sein Zuhause unter anderem nennen konnte. Zudem hatte man auch von dort einen guten Überblick über das gesamte Schiff. Über das Deck, das Heck und das Bug.

Es war wirklich amüsant für den Blonden zuzusehen wie die Crew arbeitete. Man konnte es mit Ameisen oder auch einem Bienenstock vergleichen. Beinahe. Erst in dem Moment fiel ihm ebenfalls auf, dass er gar nicht das ihm allzu bekannte strahlend weiße Haar von Septys unter den Köpfen erkennen konnte. Hatte sie sich ihren Raben geschnappt und war auch über Bord gegangen? Er hatte ja noch nie eine große oder enge Beziehung zu Vögeln schließen können. Das obwohl seine Mutter auch einen Raben besaß und dafür sogar ein wenig bekannt war. Doch niemand würde denken, dass er, Damian Satchmore, erster Matt der Drowning Mermaid, der Sohn der Lady Valyth Satchmore war.
Er sah ihr weder optisch ähnlich, noch innerlich. Lag wahrscheinlich an seiner Kindheit. Warte, von welcher Kindheit konnte man dort überhaupt sprechen? Seine Mutter war doch immer beschäftigt gewesen und hatte für ihn kaum Zeit. Was diese Jahre so alles anrichten konnte… Ein Mann aus den Reihen des Adels bekehrt sich der Piraterie um wirklich frei zu sein. Bestrebt nach Gold… Nach Reichtum… Nach Macht und einer Menge Spaß.  Er lehnte bzw. hockte sich leicht auf die Reling des Hecks, hob ein Bein hoch, stützte es auf der Reling ab, legte den Arm auf dem Knie ab, ließ das andere Bein auf der Seite des Schiffes herunterhängen und richtete seinen Blick übers Meer. Ab und zu glitt er wieder zum Schiff zurück um die Crew im Auge zu behalten. Schließlich hatte er das sagen, wenn Amy weg war und auch hatte er in ihrer Anwesenheit etwas zu sagen. Erster Matt blieb erster Matt. Den attraktiven, hübschen jungen Mann störte die leichte Brise nichts, obwohl er nur seine Stiefel, seine Hosen und sein weißes Hemd, welches sonst unterm Mantel nur wenig zu sehen war, trug. Das Hemd betonte seine Muskeln passend, was ihn sogar nur in halber Garderobe extrem attraktiv machte und war nicht ganz bis zum Kragen zugeknüpft. Also konnte man seinen Hals und den mittleren Teil des Brustkorbes sehen, wo es von Hals über die Mitte zwischen den Schlüsselbeinen weiter nach unten in die Richtung der Rippen und des Bauches führte. Rippen und Bauch jedoch waren nicht zu sehen. Sein Blick war ruhig und eigentlich relativ entspannt, was ihm wie so oft einen charmanten Hauch verlieh. Während er dort so hockte waren ihm wieder ein paar seiner blonden Haarsträhnen ins Gesicht gefallen und verliehen dem ganzen Ensemble noch einmal mehr einen charmanten, eleganten, ruhigen und sogar ein wenig verspielten Eindruck. Während sein goldgrüner Blick über das, beinahe endlose, Meer schweifte dachte er ein wenig nach. Über was genau er nachdachte, keine Ahnung. Es waren jedenfalls keine negativen Gedanken, denn sonst würde er nicht die Ruhe in Person wiederspiegeln können. Oder konnte er es vielleicht auch in jeder Situation? Dies würde sich wohl mit der Zeit zeigen…. Zeit, die man verspielen konnte… Zeit, die man für seine Zwecke nutzen konnte… Zeit, die man manipulieren konnte, wenn man denn wusste wie. Die einen hatten mehr Zeit, die anderen weniger… Zeit… Die Chance des Lebens… Piraterie, der Schlüssel zum Erfolg...



©Gast
Do Feb 15, 2018 9:33 pm
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Jack McGonagell // Schiffsjunge der Drowning Mermaid // An Bord der Drowning Mermaid// bei Damien (@Dahlienblüte )

Trotz des Wolkigen Wetters und der Kühlen Herbstluft war es ein Ruhiger Morgen für Jack. Da sie im Hafen Ankerten und Käpten Amy einen Landgang machte konnte er in ruhe seinen Pflichten nachgehen und der restlichen Crew helfen.
Den Anfang machte er in der Kombüse und half dort dem beim der Vorbereitung der Vorräte und der Zubereitung des heutigen Essens. Als dann einer der Souschefs herein kam, um ihn abzulösen, ging er um das Deck zu Schrubbern und den Hafen zu beobachten. Er wollte schließlich wissen, sollte der Käpten einen Landgang gestatten wo er am ehesten hin muss um etwas.. Ablenkung zu bekommen.

Jack holte sich also Eimer und Bürste und ging dann an Deck. Dort war es im Gegensatz zur Kombüse recht kühl, doch er genoss die Abkühlung und verzichtete darauf seinen Oberkörper zu bedecken. Die restliche Crew sollte ja wissen was er anzubieten hatte.
Er lies also den Eimer an einem Seil hinab und Füllte diesen mit Wasser. Beim heraufholen sah er den Ersten Matt Damian in der Nähe des Steuerrades an der Reling sitzen und die Crew überwachen. Mit einem Lächeln auf den Lippen warf er ein Stück seife in den Eimer und ging dann ebenfalls auf das Steuerdeck.
Mal sehen wie weit ich diesmal komme dachte Jack sich und begann ganz in der nähe von Damian das deck zu Schrubben. Stets darauf bedacht in seinem Augenwinkel zu sein.
Langsam seine Arbeit machen näherte er sich im und stellte sich als er nah genug war sich neben in.
"Eine Frische Brise nicht war?" versuchte er ein Gespräch zu eröffnen und ließ Hand dabei wie zufällig seine Hand Damians Oberschenkel Streifen. Seinen Blick richtete er aber aufs Festland um zu sehen was dort so für begehrenswerte Männer herumliefen. Auch wenn er aus dem Augenwinkel die Reaktion des ersten Matts beobachtete. Man wusste zwar nie wie er reagieren würde aber das hinderte Jack nicht daran es weiter zu versuchen. Wenn schon ein so ansehnlicher und gut gebauter Mann auf dem selben Schiff war musste man es einfach immer wieder versuchen. Und vollkommen abgeneigt schien er bisher nicht. Eine Seefahrt kann lang und einsam sein



©Namida
Fr Feb 16, 2018 2:20 am
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Evelyn O`Ceallaigh || 1. Matt der Black Wave || Hafen || Septys [[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können]]||

Immer noch misstrauisch und leicht verärgert musterte sie das Mädchen. Sie konnte einfach nicht das Gefühl abschütteln, dass sie dieses Mädchen schon einmal gesehen hatte. Vielleicht schon mal auf See? Oder doch gar bei einem ihrer Raubzüge? Evelyns Blick wurde nachdenklich, während sie den Blick über die Piratin schweifen ließ. Es ärgerte die Piratin das sie das Mädchen nicht erkannte oder sogar zu ordnen konnte. Jedoch war das auch kein Wunder. Evelyn hatte sich schon vor langem angewöhnt solche Menschen zu vergessen. Viele mochten es Egoistisch nennen, doch für Evelyn war es einfacher, wenn sie keine emotionale Bindung aufbaute, zu den Menschen die sie kennen lernte. Dadurch passierte es auch schnell, dass sie Menschen vergas. Zu oft wurde sie enttäuscht und fallen gelassen und das würde sich die Frau bestimmt nicht mehr geben. Evelyn war nicht mehr das kleine Kind von damals, dass war sie schon lange nicht mehr. Sie hatte schon früh gelernt das man nur sich selbst vertrauen konnte und niemand anderen. Das hatte auch dazu geführt, dass die anderen Menschen ihr egal geworden waren. Es drehte sich nur noch darum ob es Evelyn damit gut ging oder nicht. Nur der Captain ihres Schiffs hatte es sich mit der Zeit geschafft, ihr vertrauen zu erringen. Es hatte lange gedauert und Evelyn sträubte sich noch immer. Doch hatte sie Respekt vor Silver und würde seine Anweisungen nie in Frage stellen. Nun gut fast nie, denn irgendwie musste sie den Captain ja ärgern.

Als das Mädchen erneut die Stimme erhob und auf ihre Fragen antwortet, richtete sie all ihre Aufmerksamkeit auf das weißhaarige Mädchen. Wovon sprach sie da eigentlich? Natürlich sagte ihr Name alles. Jeder der Evelyn kannte wusste, dass sie niemals falsche Geschichten erzählen würde. Sie war eine Berühmtheit. Nicht ganz so berühmt wie sie zu geben mochte, aber sie war definitiv eine der besten Piratinnen auf den sieben Weltmeeren. Sie hatte vieles mit der Zeit gelernt und sich zu eigen gemacht. So hatte sie eigenen Angriffsmanöver gelernt und sich selbst beigebracht wie man am besten ein Schiff kenterte. Denn Rest hatte sie mit den Jahren auf der Black Wave gelernt. Und da hatte es vieles zu lernen gegeben. Sie konnte sich noch an das erste Jahr auf dem Schiff erinnern. Evelyn konnte nur darüber lachen, wenn sie darüber nach dachte die dumm sie sich angestellt hatte. Aber was sollte man von einer 13-jährigen auch anderes erwarten. Ihr erster Raubüberfall wäre fast in die Hose gegangen, hätte der damalige Captain sie nicht gerettet. Sie war schon sehr dumm un einfältig gewesen. Aber wie sagte man so schön? Lernt man nicht aus seinen Fehlern? Für Evelyn stimmte dies zum Teil, denn sie hatte aus ihren Fehlern gelernt. Dennoch war sie immer sehr leichtsinnig und riskierte ihr Leben nur all zu gerne.

Der Letzte Satz des Mädchens riss Evelyn aus ihren Gedanken. Zunächst verstand die rothaarige kein stück was ihr das Mädchen da gerade mittgeteilt hatte. Wer wollte denn hier irgendeine Schwester herausfordern? Von welcher Schwester war den hier überhaupt die Rede? Die Verwirrung stand der Piratin deutlich ins Gesicht geschrieben, denn es dauerte eine Weile bis sie denn Zusammenhang verstand. Als bei ihr jedoch der Groschen viel, weiteten sich ihre Augen vor Überraschung. Mit Schwester hatte sie Evelyn und sich selber gemeint und das bedeutete. Septys!, rief sie überrascht. Das war etwas womit die rothaarige nun am wenigsten gerechnet hatte. Sie hatte ihre Schwester seit Jahren nicht mehr gesehen und hatte auch nicht damit gerechnet das dies sich hätte ändern sollen.

Evelyn war sprachlos, mehr als sprachlos. Sieben Jahre waren vergangen, sieben Jahre. Und nun stand sie vor ihr, deutlich darüber belustigt das Evelyn sie nicht erkannt hatte. Ein breites Grinsen schlich sich ihr ins Gesicht als sie mit drei großen Schritten auf die Piratin zu ging und sie in den Arm nahm. Ihr war bewusst das dies merkwürdig aussehen könnte, aber ihr war das egal. Das war ihre Schwester, ihr ein und alles, der letzte verbliebene Teil ihrer Familie. Nun gut die Crew am Deck der Black Wave war auch ihre Familie, aber halt nicht diese Art von Familie. Mit ihnen verband sie keine Blutsbande wie mit ihrer Schwester. Sie gab dem Wirt ein Zeichen das er noch eine Runde ausschenken sollte, dieses Ereignis musste gefeiert werden.

Als der Wirt mit neuen Krügen kam, lehnte Evelyn sich an die Bar während ihr Blick weiterhin auf ihrer Schwester ruhte. “Erzähl, wie ist es dir ergangen“, ihr blick wanderte auf ihre nicht vorhandenen Hand. “Ich schätze mal du hast auch ziemlich viel durch hm?“. Ihre Stimme blieb dabei ruhig, während ihr Blick interessiert wirkte. Sie wollte alles erfahren, schließlich hatte sie sich sieben Jahre lang nicht gesehen.





William Windsor || Prinz || Straßen || Amy O´riel [[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können]] ||

Ocean? Will wusste zunächst nicht was er mit dem Wort oder Namen, oder was auch immer das sein sollte, anfangen sollte. Doch schon kurz darauf wurde ihm klar, dass es sich bei Ocean um etwas Lebendiges handelte. Es war mehr als nur lebendig. Es war ein Blau-Gelber Papagei der direkt auf ihn Zu flog und ihn anfing zu attackieren. Nun, er griff ihn nicht wirklich an, sondern lenkte ihn nur ab. Denn diese Attacke führte dazu, dass William seinen Griff lockerte und somit die Piratin auch nicht mehr ganz so doll festhielt. Seine Aufmerksamkeit lag nun komplett auf dem Papageien der immer wieder um ihn herum schwirrte. Erst als er einen kräftigen schlag an seiner Hand spürte und weggestoßen wurde, realisierte der blonde was gerade vor sich ging. Die Piratin wollte fliehen. Besser gesagt sie wollte es nicht nur, sie tat es bereits. Er brauchte einen Moment um sich zu sammeln, denn er hatte soeben Bekanntschaft mit dem Boden gemacht, nachdem er von ihr gestoßen wurde. Schnell sprang er jedoch wieder auf, während er mit seinem Blick den Boden nach seinem Schwert absuchte. Gerade hatte er es gefunden und aufgesammelt, da sah er schon die Haarspitzen der Piratin um die Ecke abbiegen. Mit schnellen schritten rannte er ihr hinterher.

Er bemerkte schnell das sie Verfolgung gar nicht so einfach war. Der große Vogel, der glücklicherweise nicht zu übersehen war, half ihm jedoch die Piratin nicht zu verlieren. Es gab hier nämlich nicht besonders viele Papageien, die dazu auch noch diese Größe besaßen. Immer wieder vernahm er ein krächzendes Geräusch das immer wieder das Wort Idiot wiederholte. Natürlich war ihm sofort bewusst, dass der Vogel sich über ihn lustig machte. Er konnte darüber nur genervt die Augen verdrehen. Was hätte er denn auch anderes erwarten sollen. Natürlich war sogar der Vogel verzogen worden, ganz nach der Art der Piraten. Er bog erneut ab, wobei er darauf achtete nicht die Geschwindigkeit zu verlieren. Dies erwies sich jedoch sehr schwierig, da heute Markttag war. Überall waren Stände aufgebaut worden, an denen die Piratin sich geschickt vorbeischlängelte. Er hingegen lief in fast jeden hinein, weil immer wieder Menschen sich ihn in den Weg stellen. Mehrmals konnte man ein “Entschuldigung“ oder ein “Verzeiht“ vernehmen. Doch verlor er sie nicht aus den Augen.

Diesmal bog er nach links ab, wobei er zu seiner Erleichterung feststellte, dass hier Soldaten platziert worden waren. Diese schienen jedoch noch nichts vom Spektakel bemerkt zu haben. Während er an ihnen vorbei rannte rief er ihnen nur ein “Nun steht nicht so blöd rum, sondern verhaftet die Piratin vor euch“, zu und stellte erleichtert fest, dass diese seinen Befehlen auch folgten. Nun lief er also nicht mehr alleine wie ein Depp die Straßen entlang, nein sie waren nun zu fünft.

Nach einigen Abzweigungen bemerkte er, dass sie sich nun am Hafen befanden. Er blieb für einen Moment stehen, während er die Umgebung nach dem großen Vogel absuchte. Doch hier am Hafen gestaltete die Sache sich ein wenig schwieriger. Denn hier befanden sich viele Händler, die exotische Vögel aus ungeahnten Ländern verkauften. So war es nicht selten einen großen Majestätischen Papageien anzutreffen, und umso schwieriger den Papageien der Piratin zu finden. Doch plötzlich erkannte er die zierliche jedoch gleichzeitig kräftige Statur der Piratin, die sich hektisch am Hafen umsah. Sie schien nach ihrem Schiff zu suchen, was nicht hier im Hafen zu sein schien. Er ging zielstrebig auf sie zu, doch bog sie direkt nach rechts ab. Schnell gab er seinen Soldaten ein Zeichen und nahm die Verfolgung auf.

Er folgte der Straße die immer weiter zum Hafen führte. William wurde schnell klar, dass sie versuchte zum Meer zukommen. Er nahm alle seine Kraft zusammen und rannte ihr nach. Schon bald war er auf ihrer Höhe und versuchte sie zu packen, doch geschickt wich sie aus und sprang stattdessen auf die Mauer, die sich vor ihm auftat. Schnell zog er sich hinauf, konnte jedoch nur noch sehen wie sie sich elegant ins Meer vielen ließ, während sie ihm grinsend zu verstehen gab, dass sie diese Runde gewonnen hatte. Will konnte nicht anders als ihr kopfschüttelnd, jedoch grinsend nach zu sehen. Diese Frau war schon etwas sehr Besonderes, dass konnte er fühlen. “Eure Majestät was sollen wir nun tun?“, fragte jemand und zerbrach somit die stille. Will schwieg für einen Moment, wendete seinen Blick jedoch nicht vom Meer ab. “Macht die Flotte bereit, wir werden noch heute in See stehen“, er setzte eine kurze Pause ein. “Wir haben eine ganze Horde Piraten vor uns, die nur darauf warten von uns provoziert zu werden“.

|| Ich habe deinen Chara jetzt so leicht mit gezerrt und gaaaaanz leicht geplayet. Ich hoffe es is so ok xD @Strahle




©Gast
Fr Feb 16, 2018 5:56 am
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(Out: @Namida Ist oke so :3)

Amy O'riel || Captain der Drownng Mermaid || Straßen --> Schiff || William @Namda Damian @Dahlienblüte Jack @Winterprinz

Amy ergrff ihren Hut und behielt die Hand auf ihn, da er drohte, beim Rennen von ihren Kopf zu fliegen. Und da sie sehr an diesem Hut hing, so wollte sie nicht zurück rennen müssen, um ihn zu holen, da sie den Prinzen vermutlich in de Arme laufen würde. Aropopos Prinz! Amys blauer Blick fiel über ihre Schulter, während sie ihre Schritte jedoch keineswegs verlangsamte. Zuerst musste sie belustigt grinsend, als sie sah, wie tollpatschig der Prinz ihr hinterher rannte. Er war da anscheinend doch zu fein, um sich seinen eigenen Weg zu machen, und rempelte deshalb so einige Bewohner an. Doch als sie nicht mehr einen Engländer sehen konnte, der durch die Menge in ihre Richtung lief, sondern plötzlich fünf, so verpuffte dieses Grinsen auch wieder. Ihr Blick which wieder nach vorne und ihre Schritte wurden sogar noch schneller. Natürlich standen dort Soldaten! Warum sollten sie auch nicht dort sein?

Die Kapitänin hatte den Blick nun stur nach vorne gerichtet und versuchte einen Blick über die Menschenmenge zu erhaschen. Ob sie wirklich in die richtige Richtung lief? Sie wusste nicht, ob es die Aufregung war, aber sie hatte glatt vergessen, wo zur Hölle ihr Schiff angelegt war! Spontan fiel ihr dazu der Hafen an. Und dieser sollte sich doch in der Richtung befinden, die Amy ansteuerte, nicht wahr? Hoffentlich, denn zum zurück Rennen hätte sie fünf Freunde, die sie ganz bestimmt herzlichst begrüßen werden. Doch als Amy dann die Mäste mancher Schiffe sah, war sie tatsächlich erleichtert. Zugegeben, sie hätte nicht erwartet dass William und seine kleinen Soldaten sie erwischen würde, sie war Amy O'riel, sie wurde noch nie verhaftet! Jedoch war es dann schon erleichternd, zu wissen, dass sie nicht mehr um ihr Leben rennen musste. Amy glaubte jedenfalls, dass das Rennen nun ein Ende hatte. Die Soldaten würden die Kapitänin doch bestimmt nicht auf ein Schiff voller Piraten folgen, richtig? Aber da war ein solches Schiff erst gar nicht! Als Amy beim Haden ankam und gezwungenermaßen inne hielt, schaute sie sich etwas unruhig um. Segelschiffe und kleinere Boote umfingen sie, aber nirgends ein Piratenschiff! "Ach verdammt nochmal!" fluchte sie nun doch. Es machte mittlerweile echt keinen Spaß mehr.

Sie wollte sich gerade umdrehen, als sie plötzlich sah wie der Prinz vor ihr stand. Sie schnappte überrascht nach Luft und konnte im letzten Moment zur Seite ausweichen, als William versuchte sie zu ergreifen. "Süßer Versuch." lachte Amy ihn aus, rannte aber schon wieder weiter, rechts den Hafen entlang. Okay, überleg.... Wo hatte sie ihr Schiff nochmal gelassen? Am Hafen war es nicht, wo sollte sie es sonst geankert haben? Sie wurde abgelenkt, als sie neben sich schnelles Flügelschlagen hörte. Ihr Blick which zur Seite und sie erkannte ihren Ocean, der schnell neben ihr her flog. Er blickte Amy kurz an und flog dann im erstaunlichen Tempo ein paar Meter vor ihr her. Amy verstand sofort, was gemeint war, und so folgte sie dem blauen Papageien im blinden vertrauen. Also der hatte sich aber was Gutes verdient, wenn sie zurück auf dem Schiff waren!

Als Ocean dann über eine relativ hohe Mauer flog, dachte Amy erst gar nicht darüber nach sondern machte einen großen Satz, streckte die Arme nach oben und ergriff gerade noch so das Ende. Sie spürte ihren Herzschlag steigen als sie sich etwas mühselig hinauf zog. Jedoch, als sie auf ihr stand, blickte sie nicht mehr zurück sondern stürzte sich selbst in das recht ruhige aber dunkle Wasser unter ihr. Erneut musste sie zum Hut greifen, da dieser vom Wind sowie vom Wasser erneut drohte weg gefegt zu werden. Als das kalte Gewässer ihre Klamotten durchdrängte und ihre Knochen erkältete spannte Amy unangenehm die Muskeln an, konnte sich aber ein triumphierendes Grinsen nicht verkneifen, als sie zurück schaute und den Prinzen auf der Mauer erkannte. Überraschenderweise grinste auch er. Zugegeben, der Kleine konnte was! Wäre Ocean nicht da gewesen, hätte es wahrscheinlich übel für Amy geendet. Oder es lag nun an ihre Unachtsamkeit, aber wie konnte sie wissen, dass er sich einfach auf sie stürzten würde? Mutig, so könnte sie William beschreiben.

Sie drehte sich von der Mauer weg und schwamm einem felsigen Ufer entlang. Ocean hatte es sich gemütlich auf den Rand ihres Hutes nieder gelassen und putzte sein Gefieder, während Amy schwer atmend durch das Wasser kraulte. Aber eine Ruhepause hatte der Papagei auch verdient, nachdem er einen solchen Flug hingelegt hatte, um sie zu ihren Schiff zu führen. "Hast du gut gemacht, Süßer." lobte sie Ocean lächelnd, der ein krächzendes "Aye" von sich gab als Antwort. Und als Amy noch ein bisschen weiter schwamm, konnte sie tatsächlich ihr Schiff erkennen! Das dunkle, schwarz-bläuliche Schiff mit der Meerjungfrauenstatue ganz vorne blickte ihr direkt entgegen. Amy legte einen Zahn zu, ehe sie zum Rand des Schiffen kam. Sie blickte hinauf, und erkannte doch tatsächlich ihren ersten Matt Damian, in Gesellschaft vom Schiffsjungen Jack. Sie konnte bereits vermuten was der Junge da trieb und schüttelte leicht den Kopf, woraufhin sich Ocean mit einem leisen Krächzen beschwerte. Sie ignorierte den Papagei und ergriff ein Netz an der einen Seite des Schiffes, dass sie herunter geworden hatten, da die Piraten ja sonst nicht gehen oder kommen konnten. Sie hatten mitten im Nirgendwo geankert, was ja keine Schlechte Sache war.

Als sie auf das Schiff geklettert war und wieder an Deck stand blickte sie auf sich herab und verzog das Gesicht, als sie ihre triefnassen Sachen sah und das Wasser was von ihnen auf den Boden tropfte. Sie schüttelte leicht den Kopf. So ein Szenario hatte sie nicht erwartet als sie zur Stadt gegangen war. Sie griff sich kurz zum Hals, zischte dann aber als die Wunde anfing zu brennen sobald sie sie anfasste. Das Blut wurde bereits vom Wasser weg gespült, jedoch war die Wunde immer noch sehr frisch. Amy zog ihren geliebten Mantel aus und ging ohne ein Worte zu Damian und Jack. Sie warf den Schiffsjungen einfach den klitschnassen Mantel in die Arme. "Geh den trocknen." befahl sie ihn nebensächlich und machte eine scheuchende Handbewegung, um ihn in Gang zu bringen. Danach griff sie einfach in die Jackentasche ihres ersten Matts und zog ein Tuch aus Stoff hervor, dass sie sich an die Kehle drückte. "Hab den liebenswerten Prinzen kennengelernt." sprach sie zu Damian und grinste wieder, obwohl ihr verdammt kalt war und ihre Kehle brannte. Es war kein tiefer Schnitt aber blutete dennoch.

(Out: Ich hoffe es ist okay wenn Amy so dazwischen platzt @Winterpinz @Dahlienblüte owo)[/color][/color]



©Saphirstern
Fr Feb 16, 2018 6:40 pm
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Septys || Mitglied der Drowning Mermaid || Wirtshaus bei Evelyn [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können]

Es dauerte eine Weile, sogar ein wenig länger als Septys angenommen hatte. Ihre Worte hätten doch schon deutlich klarmachen sollen wer sie war? Oder hatte sie sich etwa unverständlich ausgedrückt. Ihre abwartende Mine verschwand mit jeder Sekunde die verstrich und wurde durch einen nachdenklichen Blick ersetzt, doch gerade als sich ihre Mimik wandelte leuchtete etwas in Evelyns Augen auf und sie rief mit Überraschung in der Stimme den Namen ihrer kleinen Schwester auf. Septys´s Augen begannen zu strahlen als ihre große Schwester sie wieder erkannte und konnte ein freudiges Lachen nicht mehr zurück halten.  
Als Evelyn dann auf sie zu kam und in den arm nahm erwiderte sie die Umarmung und drückte sich fest an ihre Schwester, dabei bedachte sie den Hacken an ihrer linken Hand und zog diese wieder zurück sodass sie ihre Schwester nun mit einem arm in eine feste Umarmung schloss. Das sie dabei von den anderen angestarrt wurden blendete sie in dem Moment aus. Viel mehr überkam sie diese ausgelassener Freude, dass sich sogar die ein oder andere Träne über ihre Wangen zu rollen trauten. Sie hatten sich wieder gefunden. Nach 7 Jahren. Nach so langer Zeit hatten sie sich wieder gefunden. Sie konnte dieses Glück kaum fassen und hätte sie Evelyn nicht in eine Umarmung geschlossen hätte sie auch gut glauben können das dies nur eine Einbildung war. Vielleicht war der Schluck Rum doch zu viel gewesen, aber nein, dem war nicht so. Ihre Schwester war hier. Sie war wirklich hier!

Als sich die rothaarige wieder von ihr löste hob Setptys ihre Hand und wischte sich mit dem Daumen noch die letzten paar Freudens tränen weg. „Das war zu viel auf einmal“ brachte sie als erstes raus und lächelte ehe auch sie vor zur Bar ging und sich auf einem modrigen Hocker niederlies, ihre Schwester ebenfalls nicht aus den Augen lassend, als könne sie sich jeden Moment plötzlich in Luft auflösen.
Sie stieß sie Luft noch einmal in Ruhe aus und nahm sich einen der Krüge die der Wirt ihnen gebracht hatte um einen Schluck davon zu nehmen, um erstmals die ganze Aufregung runter zu schlucken. Dann stellte sie das Gefäß wieder ab und wischte sich mit dem Handrücken den Mund sauber. Manieren hatte sie nie gelernt immerhin war sie ja keine Dame.  
Mit dem  Ellbogen stütze sie sich auf dem glatten Holz ab und legte den Kopf etwas schief bevor sie wieder zu wort ansetzte. „Nachdem wir uns mit unser kleinen Auseinandersetzung getrennt haben wollte ich unbedingt zeigen das ich es auch alleine drauf hab“ begann sie ehrlich und erzählte ihrer Schwester was sie alles erlebt hatte und was in dieser Zeit geschehen war. „Irgendwann haben sie mich mal bei einem Raubzug erwischt“ sie hob die Schultern als wäre es nichts besonderes gewesen. „Dafür haben sie mir die Hand abgehackt.“ Fügte sie noch hinzu. An den Schmerz konnte sie sich kaum noch erinnern. Vermutlich war ihr Schock viel zu groß gewesen um sich überhaupt über die  Lage ihrer Hand richtig klar zu werden.  Mit dem Finger tippte sie kurz gegen den Hacken und drehte diesen auch ein wenig als würde er noch nicht perfekt sitzen. „Zugegeben es ist seltsam manchmal etwas tun zu wollen und dann zu merken das einem die Hand dazu fehlt“ sie kicherte darüber etwas und erzählte ihr dann noch wie sie sich vor zwei Jahren den Piraten der Drowning Mermaid angeschlossen hatte.  „Ja das war so ziemlich alles würde ich mal sagen“ endete sie. „Oh und ich hab Noctus getroffen“ sie zeigte mit dem Hacken auf den schwarzen Raben der von ihrer Schulter gesprungen war und nun auf dem Tresen hin und her spazierte und hier und da ein Krümelchen aufpickte. "Das Federvieh ist sogar richtig intelligent, man will es kaum glauben und einem Papagei kommt er manchmal auch nahe. Seinen eigenen Namen kann er immerhin schon sagen"

Sich wieder von ihrem Flug Partner abwendend sah sie wieder zu Evelyn. „und wie ist es dir ergangen? Was hast du so gemacht? Ich mein du bist hier total die Berühmtheit?!“ sie hob kurz ihre Hand an um durch das Wirtshaus zu zeigen. „Sie alle sind verrückt nach deinen Geschichten!“ ihre Stimme klang voller Begeisterung und dennoch hielt sie sich mit der Lautstärke zurück. Immerhin wollte sie ja doch das Gespräch mit ihrer Schwester unten halten und nicht gleich das ganze Wirtshaus niederbrüllen.



©Dahlienblüte
So Feb 18, 2018 8:08 pm
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Damian Satchmore | Erster Matt der Drowning Mermaid | An Bord der Drowning Mermaid | Jack McGonalgell([Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können]); Amy O'riel([Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können])
Ruhig glitt der Blick des ersten Matts über das Meer, die Crew und das Schiff. Während er sich um das Schiff kümmern musste, glitt Amy wahrscheinlich durch die einzelnen Gassen Londons, klaute hier und da eine Kleinigkeit. Wäre zumindestens etwas, was er sich gut vorstellen konnte. Als sein Blick wieder über das Deck glitt bemerkte er wie nun manche anfingen mithilfe einer Bürste, einem Eimer Wasser und Seife, dieses zu putzen. “War auch Mal Zeit", dachte er sich. Jedoch blieb sein Blick kurz an einer einzelnen Person hängen. Jack.

Der 16 jährige Schiffsjunge schrubbte über das dunkle Holz, darauf bedacht seinen nackten Oberkörper natürlich in Szene zu setzen. Es könnte auch sein, dass es ihm nur so vorkam. Jedoch ließen sich an dem Jungen schon einige Muskeln, von der Arbeit auf dem Schiff, erkennen. Die leicht gebräunte Haut ließ den Jungen eher weniger wie ein Engländer aussehen, weshalb er in London doch relativ auffiel. Die meisten würden ihn wahrscheinlich für einen Touristen, einen Händler oder vielleicht doch als Pirat wahrnehmen. Bei diesen verrückten Engländern konnte man nie wissen.

Ein letztes Mal glitt sein Blick über den Jungen, dann über die restliche Crew Ehe sein Blick sich wieder gen Meer richtete. Dabei fiel ihm erneut die dunkle Wolkendecke auf. Würden sie heute noch einen Regenschauer oder Sturm erwarten können? Natürlich, gab es bei stürmischen oder auch regnerischen Wetter immer mehr Arbeit auf Bord und es war schwieriger, aber dafür bereitete es ihm ein wenig Spaß.

Zwar hatte er nicht vor gehabt, seine Konzentration allzu stark auf den Schiffsjungen zu legen, von dem er wusste das er eher Interesse an Männern aufwies als an Frauen, aber dieser ließ ihm keine Wahl, als er zu ihm die Treppen hoch auf Heck des Schiffes kam. Jedoch ließ sich der junge Mann dadurch nicht beunruhigen. Wortwörtlich betrachtete er diesen ausschließlich aus seinem Augenwinkel. Zuerst schien er ganz normal seiner Arbeit nachzugehen, aber Damian ahnte bzw. wusste worauf das hinauslaufen würde.

Seine Vermutung bestätigte sich, als der Schiffsjunge beim Schrubben immer Näher an ihn heran rückte und schließlich auch vom Boden kroch, sich erhob und neben den ersten Matt gesellte. „ Eine frische Brise, nicht wahr?“ hörte er es aus dem Mund des Jungen kommen, welcher einen kläglichen Versuch darstellte ihn zu einem Gespräch zu motivieren. Natürlich entging ihm nicht, wie Jacks Hand seinen Oberschenkel streifte. Wahrscheinlich sollte es zufällig wirken, aber Damian kannte Jack. Er wusste, dass er ihn attraktiv fand. Dagegen konnte Damian aber auch nichts einwenden. Es war keine Arroganz, keineswegs. Denn diese missfiel dem Mann deutlich, aber es kam rein aus Erfahrung. Nicht gerade selten wurde ihm bewusst gemacht, dass er auf viele Menschen, attraktiv und anziehend wirkte.

Einen Augenblick später, nach Jacks Worten und ‘zufälliger‘ Berührung, legte sich ein schmunzeln auf seine Lippen. Sein Kopf, welcher zuvor eher gerade auf seinen breiten Schultern thronte, beugte sich leicht nach vorne während er weiterhin seine Position auf der schwarz-blauen Reling des Hecks behielt. Seine blonden Haare fielen ihm nun noch ein wenig mehr ins Gesicht, er biss sich leicht auf die Unterlippe und seine goldgrünen Augen funkelten leicht. ‚Er versucht es schon wieder‘ war sein erster Gedanke.

Tatsächlich versuchte der Schiffsjunge öfters die Gunst des ersten Matts auf sich zu ziehen. In allen Sinnen. Jedoch hatte dieser, trotz seines zweigeteilten Interesse an Frauen UND Männern, kein allzu großes Interesse an ihm. Vielleicht lag es auch daran, dass Jack 12 Jahre jünger war, als Damian. Er wusste nicht genau was es war, ob dieser Altersunterschied, dass er schon eine gewisse Ehre hatte, die er nicht beschädigen wollte…  Vielleicht lag es auch daran, dass es ihm ein wenig Spaß machte, den Jungen damit aufzuziehen, dass Damian ihn nie so an sich heranlassen würde, wie Jack beabsichtigte. Wie er es versuchte, war trotz alledem amüsant für den Piraten.

Er lockerte seinen Biss auf seine Unterlippe, da er dem Schiffsjungen keine falschen Hoffnungen oder Gefühle unterjubeln wollte. Wer wusste denn schon wie er drauf reagieren würde, wenn der Mann, dem er so oft versuchte näher zu kommen, teilweise unbewusst, ein wenig mit seiner Ausstrahlung spielte?
Mit einer eleganten Handbewegung strich er sich seine blonden Haare aus dem Gesicht, sodass diese zunächst nicht mehr störten und sein Blick richtete sich auf den Schiffsjungen. Gerade wollte er etwas auf seine Frage erwidern, hatte auch bereits den Mund zum sprechen geöffnet, als ihm eine andere Person auffiel, welche aufs Schiff kletterte. Amy. Anscheinend war sie von ihrem Ausflug zurück. Er schloss seinen Mund wieder und ein leichtes Grinsen schmückte nun seine Lippen, während er beobachtete wie Amy direkt auf ihn und Jack zuging. Sein Blick musterte ihre nasse Kleidung, als sie die Treppen zum Heck empor schritt. Es wunderte ihn doch ein wenig, dass ihr Papagei, Ocean, auf ihrem Hut saß. Sonst war Amy so freundlich, den Vogel, der seine Vorliebe für Beleidigungen allzu gerne zeigte, an Bord zu lassen. Was hieß, dass Damian sich um diesen kümmern musste.

Er nahm sein Bein von der Reling und blieb mit dem Rücken weiterhin an diese gelehnt, während er Amy ein wenig beobachtete. Als er sah wie Jack einfach ihren klitschnassen Mantel in die Arme geschmissen bekam, schmunzelte er erneut. Er malte sich in Gedanken schon Jacks Reaktion darauf aus. Er war jetzt jedenfalls schon mal nass. Zumindestens wäre es logisch, da der Mantel ja förmlich getrieft hatte.

Jedoch wandte er seinen Blick, der kurz an Jack geheftet hatte, ab. Seine goldgrünen Augen musterten seine Kapitänin nochmal näher. Sie war wirklich pitschnass. Wie sich das wohl anfühlen musste, bei dem kalten Wasser und der frischen Brise?

Kurz verfolgte er ihre Bewegung, in der sie ihm ein Stofftuch aus seiner Hosentasche hervorzog und es sich an die Kehle presste. Dann widmete er sich ihrem Gesicht und er verstand, als er hörte was sie sagte. Amy hatte also den Prinzen getroffen? Der schien wohl die liebe Amy ein wenig erwischt zu haben. Er konnte sich schon ungefähr vorstellen, wie der Schnitt an ihrem Hals zustande gekommen war. „ Ach, der liebenswerte Prinz? Wusste gar nicht das der sich alleine raustraut…“ Er grinste und während er sprach funkelten seine Augen neckend. Jedoch nicht bezogen auf Amy selber, sondern darauf bezogen, dass sie beide glaubten, dass der Prinz ein Feigling sei, der sich hinter dem Stuhl seines Vaters versteckte und nichts ohne seine Mutter auf die Reihe bekam, die ihn immer ans Händchen nehmen musste. Natürlich war es möglich, dass er ihren Erwartungen keineswegs entsprach, aber was sprach denn schon gegen Hohn und Spott, gegenüber ihren Spielkameraden?

Er hob während er immer noch grinste leicht die Augenbraue, was Amy sicherlich zeigte, wie neugierig er auf ihre Geschichte war. Dies war er wirklich. Er wollte wissen, wie sie auf einander getroffen waren, was Amy angestellt hatte und so weiter. Man sollte doch wissen, gegen wen man spielte. Oder nicht? Davon Mal abgesehen wusste er eigentlich schon, dass Amy ihm erzählen würde, was passiert war. Sowas konnte sie noch nie für sich behalten.

Wie der Prinz wohl so vom Charakter war? War er so wie sie ihn sich vorstellte, das Gegenteil oder einfach anders? Wie sah er aus? War er genauso fettleibig wie die meisten Adligen? Er empfand es schon als interessant, den Prinzen einmal kennenzulernen. Aus reinem Interesse um zu einfach zu wissen ob sich seine Vermutungen bestätigten oder nicht. Außerdem wusste er dann natürlich genau mit wem er es zutun hatte.

Jedenfalls riss er sich aus seiner Gedankenwelt und konzentrierte sich auf Amy, welche weiterhin vor dem jungen Mann stand, mit dem Stofftuch an der Kehle und den nassen Klamotten. Geduldig sahen seine goldgrünen Augen in ihre eisblauen, während immer noch das gleiche Grinsen wie kurze Zeit davor auch, seine Lippen schmückte. Damian lehnte mit der Rückenseite immer noch an der Reling, hatte seine Hände rechts und links neben seinem Körper an dieser abgestützt.



©Gast
So Feb 18, 2018 8:58 pm
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Gast

Jack McGonagell // Schiffsjunge der Drowning Mermaid // An Bord der Drowning Mermaid//  Damien Satchmore (@Dahlienblüte ) Amy O'riel(@Strahlenlicht)


Während Jack auf eine Antwort von Damien wartete konnte er als dieser seine Hand bewegte nicht widerstehen uns schaute möglichst unauffällig in sein Gesicht. Diese Grün-Goldenen Augen erinnerten in immer wieder an Goldmünzen. `Welche genau so begehrlich sind wie Damians Körper`

Seine Gedanken wanderten weiter zu dem was er mit diesem Körper gerne anstellen würde als in gänzlich unerwartet ein Nasses Etwas ins Gesicht Klatschte.
Völlig erschrocken zuckte er Zusammen und musste an der Reling halt finden sonst wäre er noch gestürzt. Wenigstens hatte er keine peinlichen Geräusche von sich gegeben.

Als er das Nasse etwas von sich ziehen wollte um zu sehen wer in damit beworfen hat hörte er die Stimme des Käptens "Geh den trocknen." sagen hörte. Erschrocken das Käpten O`riel schon zurück war zuckte er nochmal zusammen aber brachte ein Krächzendes "Aye, Käpten!" noch zu standen.
Leicht Rot werdend da er sich durchaus schämte das der Stimmbruch noch immer hin und wieder durchkam stolperte er Halb blind vor Lauter Mantel, den das musste es wohl sein, Richtung Treppe.
Vor lauter Aufregung stolperte er aber über seine Bürste die dort noch lag und wäre zum dritten mal fast gestürzt.
Durch diese Verzögerung hörte er den Käpten noch etwas vom Prinzen sagen. Neugierig behalte er sich den Mantel schnell in die Kombüse in die Wärme zu hängen. Auf dem weg dorthin rief er jedem zu das der Käpten zurück sein. es reichte ja das sie im einen großen Schrecken eingejagt hat. Mal wieder.

Auf dem Rückweg zog er sich noch schnell ein Hemd über. Vor  dem Käpten halb nackt zu Arbeiten war doch nicht so prickelnd. Und Nass war es doch was Kalt. `Sie wird bestimmt auch frieren` dachte Jack sich noch und schnappte sich eine Decke für sie. `Hoffentlich reicht das damit sie nicht Böse auf mich ist weil ich nur neben Damian stand anstatt zu Arbeiten`

Schnellen Schrittes ging er wieder auf das Heck und reichte Käpten O´riel die Decke. "Für sie Ma`am." sagte er zu ihr in der Hoffnung sie nicht zu unterbrechen.
Als sie die Decke nahm Atmete er etwas erleichtert aus und widmetet sich wieder dem Planken schrubben. Da er dadurch immer noch in der nähe war hoffte er etwas mitzubekommen von dem was es zu erzählen gab. Und Hoffte der Spannende Teil war nicht schon erzählt worden als er unter deck war.



©Wintercrown
So Feb 18, 2018 9:08 pm
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Krieger
Anzahl der Beiträge : 183
Anmeldedatum : 26.06.16

Dorian / Engländer / Soldat (Piratenjäger) / Taverne in London

Laut war es in dr Taverne und es stank nach Fisch und schmutzigen Menschen und nach Dingen die ebendiesen Menschen nicht bekommen waren. Hätte er eine Wahl dann wäre der schwarzhaarige wohl niemals hergekommen doch das hier war ein bekannter Treffpunkt von sogenannten Freibeutern, Ratten der Meere die brandschatzten was ihnen unter die ungepflegten Hände kam. Noch war es vergleichsweise ruhig, die Männer sangen ihre Shantys während vollbusige Damen ihnen ohne unterlass Rum nachschenkten und den einen oder anderen betrunkenen Stockfisch bestahlen. Doch damit wäre jetzt Schluss, er leerte noch seinen Kafeebecher und stand dann auf, mit einem kurzen Blick hatte er die Situation eingefasst, etwa 6 Mann die noch kämpfen konnten der Rest kroch am Boden herum. Fast schon zu einfach.

Ey, Stockfische und Dirnen passt auf, im Namen seiner Majestät verurteile ich Dorian Gallow, Piratenjäger der Krone zum Tode durch...nunja mich! Plötzlich war es still, alle Blicke waren auf ihn gerichtet, die Ruhe vor dem Sturm. Dann stürzten sich die verbliebenen Kämpfer auf ihn.

Achtung Blutig:
 


Die Taverne war ein einziges Durcheinander, die die noch laufen konnten waren geflohen den Rest erledigte er mit seiner blutigen Klinge, selbst den Wirt lies er nicht verschont. Anschließend heftete er eine kurze Nachricht an die Leiche des ehemaligen Besitzers dieser Spelunke.

Im Namen der Krone gesäubert, kein Dank nötg

D.G


Zufrieden mit seiner Arbeit verließ Dorian das Lokal und begab sich auf die Straßen Londons. Das war ein gelungener Fischzug.

--> Straßen von London Ansprechbar



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