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 Kürbistumor | Puppenleben

©Silbersee
Fr Jan 05, 2018 12:56 pm
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Krieger
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Alter : 14

Mit einem viel zu hohem „Heeeey“, löschte ich die Stille zwischen Patrick und mir aus.
Sichtlich verwirrt, aber auch belustigt sah Palle meine weiße Maske an.
Schon in der Fabrik wo ich hergestellt wurde, hatten sie mir die Maske aufgesetzt.
Mein Gesicht war misslungen, da der Maschine der Stoff ausgegangen war. Deshalb war ich die einzige der Arnold Puppen die eine Maske besaß. Der Frabrikbesitzer hatte mich, mit einem Zettel auf dem: „Das ist Manuel“ stand in das Zimmer seines Sohnes gelegt.
Zu sich selbst murmelte der Brünette: „Ist das bescheuert. Schon wieder so eine Puppe. Diesmal hat die sogar so ein dämliches Sprachteil.“
Er nahm mich hoch und öffnete das Fenster. Geschockt sah ich nach unten. Ich hatte doch Höhenangst. Wollte der mich etwa raus werfen? Ja, er streckte mich aus dem Fenster und wollte gerade loslassen, da schrie ich: „Nein! Tu das nicht!“
Ruckartig wurde ich reingezogen und in eine Ecke geworfen. Obwohl ich eine Puppe aus Stoff war, spürte ich Gefühle wie z.b. Angst oder Schmerz.
Gequält stöhnte ich, wegen dem harten Aufprall, auf. Erschrocken sah mich Patrick an. „Du… du hast gesprochen.“ Zu gern hätte ich mich bewegt, doch das ließen meine Stoffgelenke nicht zu.
Etwas ängstlich meinte ich nur: „Ja.“ Bloß nichts Falsches sagen, sonst schmeißt er mich wirklich noch aus dem Fenster.
Ungläubig sah mich Paluten an: „Ja, aber wieso kannst du sprechen? Ist das ein Scherz von meinem Vater? Aber der ist doch gar nicht da. Ich hab’s! Ich schneide dich einfach auf und schaue ob da ein Mikro oder so etwas ist.“ Er rannte, bevor ich noch etwas sagen konnte, aus dem Raum.
Wenig später kam er mit einer Schere wieder. Er wollte mich doch nicht wirklich aufschneiden, oder? Doch leider sah es genau danach aus.
Als er mich aufhob fing ich unwillkürlich an zu wimmern. Mit einem seltsamen Ausdruck in den Augen sah mich der Junge an.
Ich wimmerte: „Bitte tu mir nichts.“
Eine Sekunde lang zögerte er, doch dann setzte er das Werkzeug an meinem Bauch an. Während er das tat setzte er sich auf sein Bett und legte mich auf seinen Schoß.
Ich wusste nicht wieso aber plötzlich konnte ich meine dunkelgrünen Knopfaugen bewegen.
Ich wollte nicht sehen wie mein Körper aufgeschnitten wurde, weshalb ich meine Augen zukniff.
Der Druck von der Schere auf meinem Bauch verschwand ruckartig. Panisch wurde ich angeschrieen, weshalb ich meine Augen aufriss. „Was ist das? Deine Augen haben sich bewegt! Das geht nicht. Puppen können sich nicht bewegen!“
Eingeschüchtert von dem Geschrei wollte ich ein Stück wegkrabbeln, aber mein Körper ließ sich nicht bewegen. Scheinbar waren nur meine Augen beweglich.
„Sag schon! Was ist DAS?!“-„Ich… es… das war schon immer so. Außer das mit den Augen. Eigentlich kann ich mich nicht bewegen.“-„Also du kannst nur deine Augen bewegen?“ In seine Stimme hatte sich ein gefährlicher Unterton gelegt. Verängstigt hauchte ich ein leises: „Ja“
Niemals hätte ich mir erträumen lassen, dass ich mal zu so einem Menschen kommen würde.
Schon mein ganzes, wenn auch kurzes, Leben träumte ich davon, bei einem kleinen, niedlichem Mädchen zu leben. Ich würde so lange mit ihr spielen bis sie vor Lachen Bauchschmerzen hatte. Aber jetzt war ich bei so einem gruseligen Typen. Und das nur wegen meinem Gesicht!
Als ob es in Patrick *klick* gemacht hätte beruhigte er sich plötzlich wieder, und er sah mich entschuldigend an. „Ich mache die Angst, stimmt’s?“ Er hob seine Hand und aus Reflex wimmerte ich kurz auf.
Schnell zog er sie wieder weg. „Hey, sorry Manu. Ich tue dir nichts, oke?“ Manu? Hatte er mich gerade Manu genannt? Wenigstens wollte er mir nichts mehr tun. Ich wusste bloß nicht woher dieser Sinneswandel kam.
„Sag mal Manuel, du hast vorhin so gestöhnt als ich dich an die Wand geworfen hab’. Sorry übrigens, ich habe mich nur so erschrocken. Aber spürst du denn Schmerz? Du bist doch nur eine Puppe aus Stoff.“-„Ja, ich spüre Schmerzen. Ich weiß aber selber nicht warum.“-„Habe ich dir sehr weh getan?“-„Nein, alles in Ordnung.“ Das war gelogen, aber ich wollte mir nicht so eine Blöße, vor ihm geben. Er schaute Schuldbewusst zu Boden. „Das war gelogen, Stimmt’s?“ Ich war wohl kein besonders guter Lügner. „Irgendwie schon. Tschuldigung’“ Während ich das sagte verstellte ich meine Stimme so das sie sich total, naja Tumorig anhörte.
Ich musste über mich selbst lachen. Nun grinste auch der Sohn des Firmenleiters. Er hob wieder seine Hand und strich mir etwas unsicher über den Kopf. Mit viel Mühe hielt ich das Wimmern zurück.
Mit einem verspielten Blitzen in den Augen grinste mich Palle an. „Warte kurz Manu.“ Er legte mich vorsichtig zur Seite und ging aus dem Raum.
Ich hörte wie sich eine Tür öffnete.
Nach dem es ein paar mal gerumpelt hatte kam Patrick wieder rein. Eine Hand hatte er hinter dem Rücken versteckt. Als ich schauen wollte was er dort hatte, setzte er sich schnell so hin, dass ich nichts sehen konnte.
Plötzlich spürte ich, wie mir etwas über die Arme gestreift wurde. „Wie ich es mir dachte, steht dir super“ Ich verstand nicht was er meinte. In der Position in der ich gerade saß, konnte ich mich nicht selber sehen.
Scheinbar hatte der Junge hinter mir meine Verwirrung bemerkt.
Er stand auf und trug mich zum Spiegel wo ich meine neue schwarz-blau gestreifte Jacke bewunderte.
„Und gefällt sie dir? Die war von einer der Puppen die mein Vater mir immer gíbt.“-„Ja, die ist toll! Danke.“-„Als Entschuldigung das ich dir solche Angst gemacht, und dir so weh getan habe.“
Ich fand dass das nicht Nötig gewesen wäre, aber sie war besser als das schwarze Oberteil dass ich sonst trug.
„Sprechen eigentlich alle Puppen?“-„Nein, habe zumindest noch keine gesehen oder gehört.“-„Ich weiß ja das es nicht besonders nett ist so etwas zu sagen, aber… du bist gruselig!“
Irgendwie war das ja schon witzig. Wusste er überhaupt wie er war?
„ICH bin also gruselig?! Wer wollte den anderen denn aufschneiden?“
Direkt nachdem ich das gesagt hatte bereute ich es.
Was würde er jetzt machen? Einen Moment lang schaute er etwas verärgert, doch dann fing er an zu lachen.
Erleichterung machte sich in meinem Körper breit.
Man hörte wie unten eine Tür aufging und eine Männerstimme: „Ich bin wieder da!“ rief.
„Manu weiß mein Vater eigentlich dass du sprichst?“-„Nein.“-„Na, dann lassen wir es auch mal so.“
Patrick holte aus und warf mich aufs Bett. Dabei passte er besonders auf das ich, auf die Kissen fiel und somit keinen Schmerz spürte.
Nur wenige Sekunden später wurde auch schon die Tür geöffnet und der Firmenleiter, Herr Kürbis, am herein.
„Hallo Patrick. Wie war es im Kollege?“ er sah auf das Bett wo ich lag, „wie ich sehe hast du die Puppe schon gefunden. Er war eine Fehlproduktion und ich dachte bevor wir sie wegschmeißen gebe ich sie halt dir. Gefällt er dir?“-„Ja dad.“ Bei diesen Worten klang er etwas genervt.
Der Mann verließ wieder das Zimmer und Palle kümmerte sich noch um mich. Ich glaube wir können sehr gute Freunde werden.



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