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 Schneekristalle

©Himmelsdiamant
Do Dez 28, 2017 4:14 pm
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Schneekristalle

Der bleiche am Nachthimmel stehende Vollmond wirft sein spärliches Licht auf einen Wald, dessen dicht beieinanderstehende Bäume und Sträucher von frostigem Reif bedeckt sind und in der Dunkelheit wie Silhouetten von verschiedensten, erdachten Wesen wirken.
Kleine, wie Sterne oder Kristalle geformte Schneeflocken wirbeln wahllos durcheinander, nur um anschließend auf der schon bestehenden dicken, weißen Schicht, die allem Anschein nach bereits einige Tage und Nächte lang den Waldboden gänzlich bedeckt, zu landen.
Kalter, beißender Wind weht mit einem leisen Heulen, wodurch jegliche, zu dieser Zeit noch immer aktive, Tiere verscheucht werden, da sie sich in ihre Bauten, Höhlen und sonstigen Behausungen zurückziehen und sich dort beschützt wissen.
In der Ferne ist, durch eine kleine Lücke im Unterholz, ist ein nicht gerade großes, verschlafenes Dorf zu erkennen. Es brennen noch Lichter, wie etwa Straßenlaternen, weihnachtliche Dekoration und Scheinwerfer von Fahrzeugen. Trotz allem liegt auch diese Siedlung unter Schnee begraben. Die Straßen, Dächer, Gärten und Bäume sind in eine weiße Decke eingehüllt. Nur gedämpfte, kaum hörbare Geräusche dringen von dort in das Wäldchen, wo nur der raue, aber dennoch hohe Schrei eines Käuzchens erklingt, zusammen mit dem stetigen leisen Ächzen der Zweige unter ihrer momentanen Last, dem Schnee.
Fast wirkt dieser von Bäumen umgebene Ort komplett still, wie er so in den schwarzen Mantel der Nacht gehüllt ist. Doch dann ist ein kaum wahrnehmbares Knirschen zu hören, das von einem Tier, welches mit stolzen, fast schon erhabenen Schritten durch den Wald schreitet, verursacht wird. Es wäre nicht so, dass dieses Geräusch fehl am Platz klingt, sondern eher viel lauter als es in Wirklichkeit ist. Ein einzelner aufgeschreckter Rabe fliegt mit einem heiseren Krächzen auf, wodurch Schnee vom Ast, auf dem er gerade noch gesessen ist herunter rieselt, und verschwindet in der Dunkelheit, mit der er fast sofort zu verschmelzen scheint.
Das Fell des Tieres blitzt im schwachen Licht des Mondes weiß zwischen all den dunklen Baumstämmen auf, eine ähnliche Farbe, die auch der Schnee innehat, der sich im dichten Pelz verfängt. Mit seinen blassen, leicht gelblichen scharfen Augen mustert es die Umgebung, zuckt sachte mit den Schnurrhaaren, dann nach einem kurzen Verharren in vollkommener Ruhe, wobei die vielen, teilweise wie Blumen geformte Flecken und der lange, buschige Schweif des Tieres deutlich erkennbar sind, hebt es eine samtig wirkende Pfote und macht einen Schritt vorwärts. Die Brust, die wie der Rest des Körpers, von langem, weichem Fell bedeckt ist, ist hervorgestreckt und verleiht dem Schneeleoparden ein graziles Erscheinungsbild.
Einen Moment später spannt er seine kräftigen Muskeln an, duckt sich und springt leichtfüßig ab, was zur Folge hat, dass Schnee vom Boden aufwirbelt und einige Sekunden in der Luft aufstäubt.
Das Raubtier landet auf einem ungefähr drei Fuß aus der weißen Decke herausragenden Felsen, welcher sich nur wenige Meter abseits befindet und teilweise von Schnee bedeckt ist. Dort oben wirkt das Tier noch um einiges majestätischer als noch wenige Augenblicke  zuvor.
Die Sterne und der runde, volle Mond, denen der Schneeleopard den Kopf zuwendet, funkeln kalt und unerreichbar am Firmament, wie sie es immer tun. Die gen Himmel gehobenen Seelenspiegel des Tiers scheinen das Leuchten der leuchtenden Himmelskörper in sich aufzunehmen. Man könnte meinen in den beiden Iriden würden nun ganz eigene, winzige Sterne die Umgebung und die ewigen Jagdgründe beobachten, glitzern.
Und abermals ist der Wald in Stille und Finsternis gehüllt. Erneut nur der Wind zu hören, der Schneeflocken wirbeln lässt und anschließend, mit einem kräftigen Stoß, durch den Wald fegt. Schnee rieselt deswegen von Bäumen, Zweigen und Ästen und zerzaust das bisher glatte Fell des elegant wirkenden Leoparden, der wieder in einer Art Starre verbleibt und wartet so. Ein letztes Mal schließt er noch seine schönen Augen und richtet sich zu voller Größe auf.
Das ganze Tier zerspringt in diesem einen Moment in unzählige Fragmente, die in den darauffolgenden Sekunden zu verglühen, verglimmen scheinen. Statt seiner mischen sich nun weitere weiße Flocken unter die anderen und segeln mit ihnen zu Boden, ohne dass man sie überhaupt noch unterscheiden könnte.
Währenddessen beleuchtet der Vollmond den winterlichen, verschneiten Wald, der jetzt wieder ruhig daliegt. Nur noch Spuren von Tatzen im Schnee zeugen davon, dass das wundersame Tier wirklich einmal seine Füße auf den Boden dieser Welt gesetzt hat und nicht nur den kreativen Fantasien eines Unterbewusstseins in einem bezaubernden Traum entsprungen ist.
Die Spuren selbst tilgt der Schnee mit jedem verstreichenden Moment mehr, bis sie schließlich vollkommen bedeckt sind und die Existenz des Leoparden mit ihnen gänzlich verschwunden ist.

Ende



Die Geschichte habe ich letztes Jahr fürs Wichteln geschrieben und seitdem ziemlich oft überarbeitet.
Ich würde mich sehr über Lob und Kritik freuen :3

Liebe Grüße
~Himmel



©Twilightpaw
Do Dez 28, 2017 10:29 pm
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Hey Himmel,

ich dachte mal ich schreib was zu deiner Geschichte^^

Also ich mag die Art des Textes. Das, was passiert. Es ist ein bisschen verträumt und ein bisschen geheimnisvoll. Du hast den Fokus auf die Atmosphäre gesetzt, das macht den Text ruhig und erzeugt ein ziemlich klares Bild in der Vorstellung. Die Schneelandschaft, die kahlen Bäume, die Sterne am Nachthimmel... fand ich schön zu lesen und auch die Andeutung der Entstehung des Textes mag ich.

Achtung, jetzt kommt Kritik (die aber keinesfalls böse gemeint ist, noch dich persönlich angeht was ich gar nicht kann, da ich dich nicht persönlich kenne)

Viele Sätze sind sehr schachtelig mit vielen Kommas abgetrennt und wirken zu kompliziert. Das stört letztendlich den Lesefluss. Ich würde dir hier raten öfters mal einen Punkt zu setzen.
Zitat :
Mit seinen blassen, leicht gelblichen scharfen Augen mustert es die Umgebung, zuckt sachte mit den Schnurrhaaren, dann nach einem kurzen Verharren in vollkommener Ruhe, wobei die vielen, teilweise wie Blumen geformte Flecken und der lange, buschige Schweif des Tieres deutlich erkennbar sind, hebt es eine samtig wirkende Pfote und macht einen Schritt vorwärts.
zäh zu lesen, oder?
Zitat :
Kleine, wie Sterne oder Kristalle geformte Schneeflocken wirbeln wahllos durcheinander, nur um anschließend auf der schon bestehenden dicken, weißen Schicht, die allem Anschein nach bereits einige Tage und Nächte lang den Waldboden gänzlich bedeckt, zu landen.
Hier zum Beispiel. Ich würde die Beschreibung aufteilen. Erst die Schneeflocken, dann die Decke oder andersrum.
Hier mal in vereinfachter Form was ich meine:
Kleine Schneeflocken wirbeln durcheinander und landen auf der weißen Decke, die seit mehreren Tagen den Waldboden bedeckt.

Das andere sind ein paar Wörter, die an den Stellen eher unpassend sind. Ein Beispiel:
Zitat :
Und abermals ist der Wald in Stille und Finsternis gehüllt. Erneut nur der Wind zu hören, der Schneeflocken wirbeln lässt und anschließend, mit einem kräftigen Stoß, durch den Wald fegt. Schnee rieselt deswegen von Bäumen (...)
Das deswegen passt da nicht ganz rein. Das klingt als suchst du einen wissenschaftlichen Zusammenhang, warum der Schnee jetzt da runter rieselt^^ Ich würds einfach weglassen.

Nochmal klar gesagt: ich will dich nicht verurteilen oder so. Du schreibst wirklich nicht schlecht. Ich möchte nur konstruktive Kritik geben und nicht bloß ein: Jaaa, schreib weiter!!!!11 zumal das bei diesem Text wahrscheinlich weniger passiert. Ist doch ein One Shot, nicht? Übrigens fand ich es gut, dass du den Schneeleoparden erst mit kleinen Details beschrieben hast und dann erst gesagt hast welches Tier das ist.

Soouw, einen schönen Abend, Nacht, Morgen, Tag, wasauchimmer^^

~Twilight



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©Himmelsdiamant
Fr Dez 29, 2017 3:54 pm
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[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können], Danke für deine Rückmeldung, das freut mich schonmal sehr :D

Der Text an sich soll, wie du gesagt hast nur ein Oneshot sein, denn eine Idee für Fortsetzung hätte ich ohnehin nicht.
Das Problem mit den verschachtelten Sätzen ist mir bewusst und ich arbeite daran, das zu verbessern.
Wenn ich den Text das nächste Mal überarbeite nehme ich mir deine Kritik zu Herzen und versuche an den genannten Stellen zu arbeiten. Vorerst werde ich den Text aber so belassen, weil mir dann einfach zu einem späteren Zeitpunkt eher bewusst wird, was ich am besten verändere.

Nochmal Danke :3

Liebe Grüße
~Himmel



©Twilightpaw
Sa Dez 30, 2017 8:26 am
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Bitte, bitte :3 ich finde es schön, dass du auf die Punkte achten willst, kann aber auch verstehen, dass du es erst später tun wirst. Ich kenne das selber wenn man etwas gerade geschrieben hat erkennt man Fehler nicht so leicht und zweitens braucht man eine gewisse Zeit Abstand davon. Wann hast du denn den Oneshot ungefähr geschrieben? Bzw was gilt für dich als "länger her"?

LG Twilight



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©Himmelsdiamant
Sa Dez 30, 2017 8:52 am
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[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können],
Das letzte mal überarbeitet habe ich den Oneshot vor einigen Tagen, geschrieben habe ich ihn vor einen Jahr. Damals so das Ganze aber auch noch so aus:

Spoiler:
 

Liebe Grüße
~Himmel



©Twilightpaw
Sa Dez 30, 2017 10:21 am
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habe gerade die alte Version gelesen. Die gefällt mir auch irgendwie. Auf jeden Fall sind die Sätze da um einiges kürzer. Ich will nicht einen auf klugscheißer machen, was lange Sätze angeht bin ich oft selbst nicht besser, da muss ich mich immer ermahnen auch mal Punkte zu setzen.
Was mir noch aufgefallen ist, dass du bei der Überarbeitung noch mehr Beschreibungen eingefügt hast für Atmosphäre. Deswegen, wenn ich den Lesefluss mal außen vor lasse, ist die Überarbeitung gut geworden^^




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©Himmelsdiamant
So Dez 31, 2017 5:44 pm
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[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können], Ja, die Sätze sind in der alten Version deswegen kürzer, weil ich eben im Nachhinein Wörter und Nebensätze hinzugefügt habe und dann wohl dazu neige, die Sätze zu verschachteln.
Bei Sätzen, die dann auf dem Papier zehn Zeilen haben merke ich das auch ziemlich extrem und versuche sie dann auseinanderzunehmen xD
Wenigstens weiß ich jetzt, auf was ich in Zukunft besser aufpassen sollte ^^

Liebe Grüße
~Himmel



©Kristallpfote
So Jan 14, 2018 7:12 pm
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@Himmeldiamant

So ich werde dann wohl auch mal meinen Senf dazugeben^^

Viel werde ich nicht schreiben, also erwarte besser nichts xd
Also gut, ich habe beide Versionen gelesen und finde die erste besser, da ich lange, genaue Beschreibungen von einer Landschaft, Köpern etc. sehr gerne mag. Mich fasziniert vor allem, wie du dies so geheimnisvoll und magisch schreibst. In der zweiten, bzw. der vorigen Version gefallen mir zwar die kürzeren Sätze, aber es hat irgendetwas am Schreibstil, was ich nicht so mag.

Du schreibst unheimlich gut und bist vorallem kreativ. Ich hoffe du hast auch Motivation, weil bei mir scheitert es daran immer zu schreiben.
Dass wars erst Mal von mir^^
Ein weiterhin fröhliches Miauen xd

Lg Kristall



©Himmelsdiamant
Mo Jan 15, 2018 4:19 pm
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[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können], Dankeschön, dein Lob freut mich sehr :3
Naja, mit der Motivation ist es bei mir auch nicht ganz so toll ... xD Manchmal habe ich sie, dann ist sie über einen Monat hinweg nicht mehr da.

Liebe Grüße
~Himmel



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