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 Feminismus

©Jaysong
So Okt 16, 2016 10:13 pm
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Scharfkralle
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Schönen guten Abend allerseits,

Tut mir leid falls es das Thema schon gibt, ich glaube nämlich ich sei dem irgendwo bereits begegnet, gefunden habe ich allerdings nichts.


Das Thema ist relativ simpel: Wie steht ihr zu Feminismus? Wie weit darf er eurer Meinung nach gehen?

Ich selbst bin der Meinung, dass wenn man sich als Frau nicht selbst als Feministin bezeichnen würde, etwas in der Denkweise des Betroffenen nicht stimmt.
Dies mag jetzt etwas harsch klingen, doch kann ich nicht verstehen wie sich jemand freiwillig als "niedere" Gattung einordnet und meint es sei angemessen.

Ich habe eine Zeitlang für als Dialogerin die Organisation "Terre des femmes" gearbeitet, welche sich für den Schutz von Frauen (Bezüglich Gewaltdelikten, Vergewaltigung, etc.) und deren Gleichstellung in der Gesellschaft einsetzt (z.B. Lohngleichheit).

Die Ansichten mancher Menschen fand ich regelrecht krass.
So sind mir Männer untergekommen, die der Ansicht waren es sei völlig legitim, alle Frauen leisten weniger und bekommen Kinder und deswegen müssen sie weniger verdienen (Rechtfertigt in meinen Augen jedoch keineswegs, dass Frauen im Schnitt etwa 18% weniger verdienen als ihre Männlichen Kollegen - Auf Kaderstufe ist die Kluft oft noch grösser).

Noch geschockter war ich von Frauen, welchen die Problematik bekannt war, aber die der Ansicht waren es sei ihnen egal.

Auf der anderen Seite gibt es natürlich auch hier wieder Menschen, die klar als "Extremisten" herausstechen.
In meinen Augen schade, denn diese ziehen den Begriff des Feminismus gewissermassen in den Dreck: Durch die Überspannung des Bogens und regelrechten Forderungen nach Bevorzugung der Frauen gegenüber Männern, werden bei vielen negative Gefühle geweckt, wenn ihnen dieser Begriff unterkommt.



©Gast
So Nov 06, 2016 2:05 pm
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Gast

Ich finde ja, dass Feminimismus genauso schlimm ist wie Rassismus.
Jeder sollte als Mensch angesehen werden und gleichermaßen für die Leistungen belohnt werden, wenn sie doch gut war.
Die Aussage dass es in Ordnung ist, dass Frauen weniger Lohn bekommen als Männer, weil Frauen Kinder bekommen etc ist vollkommen niederträchtig. Denn gerade WEIL die Frau Kinder bekommt sollte sie genauso viel Lohn bekommen wie der Mann.
Man stelle sich vor... Frau und Mann trennen sich und die Frau hat die Kinder.. Dann verdient sie gleich weniger und bleibt drauf sitzen. So könnte die Versorgung der Kids problematisch werden. (Auch wenn die Frau Unterhalt vom Mann bekommt. Manche bekommen das gar nicht.)
Und wo wir schon beim Thema Kinder in meinem Beitrag angelangt sind.. Ich finde es ebenso schlimm, wenn man sagt dass Frauen mehr Recht auf ihre Kinder haben als der Mann und bei ihm, wenn es um das Sorgerecht geht alles doppelt und dreifach geprüft werden muss. Er hat natürlich genau das gleiche Recht, da es auch seine Kinder sind. Man kann nur hoffen, dass sich die Kluft zwischen den Geschlechtern in Zukunft mehr mindert und jedes Geschlecht mit dem gleichen Respekt angesehen wird.

Mal schauen, wie sich das in der Zukunft so entwickelt.



©Gast
So Nov 06, 2016 2:30 pm
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Gast

@Sansa ich finde die Kinder sollten selbst entscheiden können bei welchem Elternteil sie leben möchten. Wenn Sie zu jung sind, ist es meist die Mutter, da die Mutter meist eine Ereignisse Bindung zu den Kindern hat, wenn dies nicht der Fall ist, können die Kinder zum Vater, das muss halt alles gut geprüfte werden was besser für die Kinder wäre.

Feminismus finde ich auch ganz schlimm und ich gebe Sansa in allem Recht und Stimme ihr da zu abgesehen von dem was ich oben erläutert habe.



©Jaysong
So Nov 06, 2016 5:53 pm
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Scharfkralle
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@Sansa @Monsunschrei: Ihr wisst schon, dass Feminismus der Einsatz für die Rechte und den Schutz der Frauen ist?



©Gast
So Nov 06, 2016 6:20 pm
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Gast

@Pumpkin:
Achso, dann hab ich den Begriff Feminismus mit Sexismus verwechselt. War mir nicht sicher, ob der Begriff "Feminismus" einen positiven oder negativen Inhalt hat, deswegen "Wie steht ihr zu Feminismus? Wie weit darf er eurer Meinung nach gehen?".  ^^
Also so gesehen darf Fenimismus sehr weit gehen, so weit dass das Gleichgewicht der Gleichberechtigung zwischen Frau und Mann nicht mehr schwankt, sondern einen festen, gesunden Stand hat. Man muss immer drauf achten, dass das Gleichgewicht in der Mitte bleibt. Zu viel hiervon und zu viel davon kann für alle schlecht sein.



©Jaysong
So Nov 06, 2016 6:33 pm
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Scharfkralle
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@Sansa: Nunja, ob es positiv oder negativ ist muss jeder für sich selber entscheiden. Alles kann zu weit gehen und dadurch ins Negative gezogen werden. Auch ich kenne Frauen, die es meiner Meinung nach übertreiben und alles als Angriff wahrnehmen, zu allem finden es sei sexistisch etc. Ich denke dies ist der Punkt, an dem man sagen kann es geht zu weit.



©Gast
So Nov 06, 2016 6:42 pm
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Gast

Deswegen hab ich geschrieben, dass das Gleichgewicht immer in der Mitte bleiben muss.
Diese These verfolge ich schon sehr lange und es stimmt einfach. Zu viel von jeder Seite ist einfach nicht gut.
Bestes Beispiel: Bei zu wenig Regen trocknet der Boden aus und die Pflanzen sterben. Zu viel Regen und der Boden wird überflutet und die Pflanzen ertrinken.



©Frettchenzahn
Mo Feb 13, 2017 6:36 pm
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Höhlenwächter
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Ich würde sagen ich bin kein Feminist. Einfach weil der Begriff durch gewisse Persönlichkeiten schon sehr negativ geprägt ist und ich mich nicht ständig erklären möchte. Ich folge einfach meinen ethnischen Grundsätzen.

Außerdem finde ich nicht dass Feminismus in Deutschland noch großartig nötig ist. Frauen verdienen bei gleicher Arbeit eben nicht weniger als Männer, ich weiß gar nicht wo ihr das her habt. ^^'
Es ist leider so dass viele Statistiken bloß aufzeigen dass Frauen öfter halbtags arbeiten und dadurch auch logischer Weise im Schnitt weniger verdienen.

Außerdem besetzen Frauen wenige Jobs in denen wirklich viel verdient wird, aber keiner Frau wird die Chance verwehrt sich reinzuhängen und sich eine gut bezahlte Arbeit zu suchen.
Was sollte man dagegen machen? Eine Frauenquote? Empfinde ich als Frau als eine Beleidigung.

Jetzt könnte man darauf spekulieren dass die Männer in höheren Positionen einfach keine Frauen einstellen, aber für diese Behauptung gibt es einfach keine Beweise.
Wer sagt denn dass es nicht einfach daran liegt dass sich wenig Frauen von vornherein einfach nicht bewerben oder sich nicht genug qualifizieren?

Feminismus würde ich allerdings in Ländern wie Indien oder China voll unterstützen, weil dort wird sowas eindeutig noch gebraucht.

Guckt euch doch mal solche Leute wie Suzie Grimes an, oder diese ganze eklige SJW-Kultur. Mit sowas will ich nicht in Verbindung gebracht werden.
Klar könnte man jetzt sagen dass das gar kein "richtiger" Feminismus ist und das solche Leute eigentlich mit ihrer Definition von Feminismus auf den wahren Feminusmus spucken und damit hätte man meiner Meinung nach sogar recht, aber es ist nicht mein "Kampf" das richtig zu stellen.

Ich nenne mich dann lieber einfach nicht Feminist.



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©Himbeerstern
Mi Feb 15, 2017 6:00 am
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Oberster Heiler
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Der eigentliche Feminismus ist muss ich sagen eine gute Sache. Und mit eigentlicher Feminismus meine ich die Art die sich einfach dafür einsetzt das Frauen und Männer gleichgestellt werden.

Das Frauen weniger verdienen kommt noch von früher. Da haben die Feministinnen dafür gekämpft das Frauen überhaupt arbeiten dürfen und sind mit den Obrigkeiten den Kompromiss eingegangen "Ja dann zahlt uns halt weniger. Aber lasst uns arbeiten." Und das hat sich halt gehalten. Ja zum Teil immer noch auch in Deutschland, kommt immer drauf an in welcher Region man wohnt, da gibt es z.b. grade zwischen Ost und West noch große Unterschiede (auch wenn die Mauer schon lange nicht mehr ist).
Und die Statistiken die das belegen sehen sich tatsächlich einen direkten Vergleich an. Zwischen Männern und Frauen die im gleichen Beruf gleich viel arbeiten. Und nicht den Allgemeinen Durchschnitt. Denn ja wenn eine Frau Teilzeit und ein Mann Vollzeit arbeitet ist der Unterschied klar und verständlich.

Ich selber würde mich allerdings auch nicht als Feminist bezeichnen, eben weil diesem Begriff schon so viel negatives anlastet. Hier muss ich @Kohlenwolf zustimmen diese ganze SJW-Kultur ist widerlich -.-
Da fühlt sich aufeinmal jeder von allem provoziert und getriggert.
Auch stoßen mir im Feminismus zwei weitere Grüppchen auf, die sich da gebildet haben.
Einmal natürlich die "normalen" Extremisten die es übertreiben. Da kommen dann zum Teil solche Meinungen zum tragen "Das man doch alle Männer töten solle." (ja sowas habe ich tatsächlich von einer selbst Proklamierten "Feministin" gelesen. Auch wenn ich finde sowas dürfte sich nicht als Feministin bezeichnen)
Und dann die sogenannten TERFs. Das steht für Trans Exclusionary Radical Feminists, das sind Feministinnen die Transsexuelle ausschließen. Wie an dem Radical zu erkennen ist sind sind auch sie Extremisten die übergänge zwischen TERFs und nicht TERF Extremisten ist da fließend.
TERFs sind ebenfalls sehr extrem und zeigen viel Hass gegen Männer. Bei ihnen kommt aber noch hinzu das trans Frauen für sie keine Frauen sind sondern nur Männer in Kleidern, welche sich in ihre "Sicheren Räume einschleichen wollen". Während sie trans Männer als Verräterinnen am eigenen Geschlecht sehen.
Beides finde ich gleichermaßen widerwärtig. Daher halte ich mich aus Feministischen Gruppierungen (z.b. Facebook Gruppen) lieber raus, da diese Extreme grade im Netz überhand zu nehmen scheinen.



©Jaysong
Mi Feb 15, 2017 9:49 am
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Scharfkralle
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@Himbeernase @Kohlenwolf: Ich muss euch in dem Punkt leider widersprechen. Frauen verdienen nach wie vor weniger als Männer. Dies ist bei "niederen" arbeiten weniger bis gar nicht ausgeprägt, auf Kaderstufe wird das ganze jedoch happig (bis 20%). Meine Informationen habe ich daher, weil ich für eine Organisation gearbeitet habe, welche sich für den Schutz von Frauen und deren Gleichstellung in der Gesellschaft einsetzt (in der Schweiz).

Hier noch einige Quellen:

https://www.nzz.ch/wirtschaft/weshalb-verdienen-frauen-weniger-als-maenner-schweizer-lohnluecke-mit-am-geringsten-ld.88695

http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Frauen-verdienen-236-Prozent-weniger-als-Maenner/story/10509789

http://www.srf.ch/news/schweiz/schweizer-frauen-arbeiten-viel-aber-verdienen-wenig



©Frettchenzahn
Mi Feb 15, 2017 12:48 pm
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Höhlenwächter
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@Bloodstream, ich zitiere einfach mal deine erste Quellenangabe:

"Berlin plant eine «Lohnpolizei»

Kann man die 2,9% für die Schweiz oder die 6,6% für Deutschland nun als Indiz für eine Diskriminierung der Frauen auffassen? Nicht wirklich, denn die verwendeten Daten haben Lücken. So macht es einen Unterschied, ob man in Teilzeit- oder Vollzeitstellen Erfahrung am Arbeitsmarkt gesammelt hat. Und nicht erfasst ist etwa auch das Verhalten in Lohnverhandlungen, wo Männer oft offensiver auftreten als Frauen.

Auch Angaben über Erwerbspausen für die Kindererziehung sind in diesem Datensatz nicht verfügbar. Gemäss einer früheren Studie des Instituts mit deutschen Daten verkleinert sich nämlich die Lohnlücke auf nur noch 2% für Mütter, die nach der Geburt eines Kindes weniger als anderthalb Jahre dem Erwerbsleben fernbleiben. Dies unterstreicht, wie wichtig es ist, die Unterbrechungen kurz zu halten.

Die Auswertungen legen jedenfalls nahe, dass eine Diskriminierung von Frauen durch die Arbeitgeber die Ausnahme ist – gerade auch in der Schweiz. Die Unterschiede lassen sich zum allergrössten Teil auf individuelle Entscheide oder Absprachen in der Partnerschaft zurückführen, in die sich der Staat nicht einmischen sollte."

Das fasst das Problem der Statistiken ganz gut zusammen und untermauert meine Vermutung.

@Himbeernase, klar war es früher so dass Frauen weniger verdient haben, aber heute ist das mit den Statistiken noch etwas komplizierter und es ist eben nicht eindeutig so, dass Frauen bei gleicher Arbeit weniger verdienen. Das wäre verfassungswidrig.



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©Himbeerstern
Do Feb 16, 2017 6:00 am
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Oberster Heiler
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@Bloodstream Ich hab gar nicht gesagt das Frauen und Männer gleich viel verdienen. XD

[...]"Ja dann zahlt uns halt weniger. Aber lasst uns arbeiten." Und das hat sich halt gehalten. Ja zum Teil immer noch auch in Deutschland[...]

Und ja ich sagte zum Teil, es ist halt leider nicht ganz so leicht. @Kohlenwolf das Problem an Statistiken dieser Art ist leider auch das ein Arbeitgeber nicht offen legen muss wer genau was verdient. Sprich da wo er eventuell Zahlen angeben muss (was weiß ich Steigererklärung usw.) muss er jedoch nicht schreiben ob Männer mehr verdienen oder nicht.
Und leider ist es nunmal so ob verfassungswidrig oder nicht solange es nicht rauskommt interessiert es manche Arbeitgeber nicht.



©Frettchenzahn
Do Feb 16, 2017 6:23 am
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Höhlenwächter
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Es stellt sich mir eine Frage: Wieso bist du oder seid ihr euch so sicher bei etwas, was man doch gar nicht eindeutig beweisen kann?

Und vor allem, gehen wir davon aus dass es stimmt das Frauen weniger verdienen, wie kann Feminismus dagegen helfen? Das läuft dann doch alles unter dem Radar. Man bräuchte einfach Beweise, dann würden sich die Verantwortlichen vor dem Gesetz verantworten müssen. Diese Beweise bringt aber auch kein Feminismus.





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©Himbeerstern
Fr Feb 17, 2017 6:09 am
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Oberster Heiler
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Ich kann natürlich nur für mich reden. Aber für meinen Teil habe ich halt zufällig letztens mal einen Beitrag im TV gesehen wo eine die sich mit eben diesem Thema intensiv auseinander setzt ein bisschen was berichtet hatte.

Feminismus kann da in soweit helfen das wirkliche Feministen sich eben genau dafür einsetzten dass es im Gesetzt verankert wird dass Arbeitgeber es offenlegen müssen, damit auch nachprüfbar ist ob sie sich wirklich an die Gleichberechtigung halten.
Feminismus ist ja nicht bloß eine Einstellung, (viele) Leute die sich als Feministen bezeichnen treten auch in aktiv dafür ein das sich etwas ändert.



©Frettchenzahn
Fr Feb 17, 2017 8:12 am
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Höhlenwächter
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Diesen einen Punkt erkenne ich an, auch wenn ich persönlich nicht glaube dass es da einen Unterschied gibt und mir die Begründung zu schwammig wäre, mehr Transparenz in diesem Punkt schadet sicher nicht und würde wirklich helfen sowas aufzudecken.

Mein Problem ist, dass sich die wenigsten Feministen nur für diesen Punkt einsetzen und dieser einzelne Punkt macht für mich auch nicht Feminismus nötig, sondern "mehr Transparenz bei den Gehältern".
Für einen einzelnen Punkt braucht man für mich keinen Begriff, der inzwischen für viele unnötige und undurchdachte Dinge steht.





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Sa Feb 18, 2017 10:20 pm
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Feminismus wird meiner Meinung nach einfach viel zu sehr hochgepusht.

Klar, auch ich bewundere Frauenrechtskämpferinnen, die sich in der Vergangenheit für Wahlrecht usw. eingesetzt haben, aber ist das wirklich noch zeitgemäß? Dudes, wir leben im 21. Jahrhundert. Männer und Frauen haben dieselben Recht, sind vor dem Gesetz gleich. Teilweise kommt es mir tatsächlich so vor, als ob diese ganzen Feministen - oh pardon, ich meinte natürlich Feministinnen und Feministen - denken, wir Weibchen würden unterdrückt oder diskriminiert werden. Das geht manchmal wirklich ins Lächerliche über.
Ach nein, wisst ihr: Ich fühle mich als Frau auch ziemlich unterdrückt in dieser Gesellschaft. #Demokratie.


~I'm Out.



©Jaysong
So Feb 19, 2017 9:29 am
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Scharfkralle
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@Kohlenwolf @Falterjunges: Ich denke das kommt stark darauf an, wie man den Begriff definiert. Natürlich gibt es auch hier wieder "Extremisten", welche dann ein schlechtes Licht auf den gesamten Begriff werfen und somit dann alle in eine Schublade gesteckt werden. Es ist dasselbe Prinzip wie bei den Veganern, wo man das Gefühl bekommt sie wollen einen alle bekehren, etc. nur, weil es da ein paar aggressive Ausnahmefälle gibt, wo man dann schnell das Gefühl bekommt das sei Teil des Begriffs.
Dies ist bei Feminismus genauso.
Feminismus bedeutet in meinen (und in vielen anderen) Augen nicht, dass Frauen plötzlich mehr Rechte haben sollen als Männer, sondern nur, dass sie eine Gleichstellung in der Gesellschaft haben sollen und die ist, bei allen Bemühungen, noch nicht erreicht. 
Ich will jetzt die Gehaltsfrage mal aussen vor lassen, da wir diese bereits zu genüge diskutiert haben, aber es gibt noch genügend andere Beispiele, die sowohl Frauen als auch Männer in eine Rolle zwängen, in der sie sich vielleicht nicht befinden wollen. 

- Werbungen: Werbungen für Waschmittel z.B. - Die Frau stellt die arme Hausfrau dar, welche verzweifelt versucht die Flecken aus den Kleidern ihrer Kinder zu bringen. Der Mann hat mit dem ultimativem Waschmittel dann die Lösung und ist der Retter des Tages. Auch ansonsten, sind es in 90% der Fälle Frauen, welche in Zusammenhang mit der Küche oder dem Haushalt stehen.
Männer sind diejenigen, die dann immer Sachen reparieren etc. Wo ist hier die Gleichstellung? Wo ist die Frau, die gerne Möbel baut oder der Mann, der mit Vergnügen den Haushalt schmeisst?

- "...wie ein Mädchen" / "sei ein Mann!" - Ich denke dazu muss ich nicht viel sagen. "Du...wie ein Mädchen" ist eine Beleidigung. Und Männer müssen nunmal Männer sein. Find ich auch nicht okay.

- Akzeptanz in Gewissen Bereichen: Es gibt nach wie vor "Männerhobbies" und "Frauenhobbies" und wenn man sich ausserhalb des dafür vorgesehenen geschlechtlichen Rahmens bewegt wird man krumm angeschaut oder gar belächelt, nicht ernst genommen oder in gewissen Situationen auch dafür gemobbt.

- viele Männer fühlen sich schwach und unterdrückt, wenn eine Frau eine höhere Stellung hat im Job, Ihnen übergeordnet ist, etc. Regen sich dann regelrecht darüber auf Ihren Anweisungen folgen zu müssen.

- Sexismus: Da muss ich glaub ich auch nicht viel dazu sagen. Besonders im Beruf, aber auch auf der Strasse etc. ist es offenbar "normal" Frauen gegenüber ein sexistisches Verhalten an den Tag zu legen. 


Das wären jetzt einige Beispiele, für mehr habe ich leider keine Zeit, weil ich gleich weg muss.



©Frettchenzahn
So Feb 19, 2017 9:57 am
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Höhlenwächter
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Also ich fühle mich weder von der Werbung noch von Sprüchen, die man ab und an von der älteren Generation zuhören bekommt unterdrückt.

Ich kann da drüber stehen und das konnte ich auch schon immer.

Bezüglich der Werbung, das Beispiel das du genannt hast gibt es wirklich, aber dagegen stehen eben noch viele andere Darstellungen, die es genau anders herum zeigen. Die Frau als fähige KFZ-Mechatronikerin zum Beispiel.

Viele Männer fühlen sich von einer Frau in einer höheren Position unterdrückt? Woher willst du das wissen? Die Männer in meinem Bekanntenkreis fühlen sich generell und geschlechtsunabhängig vom Chef unterdrückt, wenn dieser Chef nicht qualifiziert genug ist oder in ihren Augen doofe Entscheidungen über ihre Köpfe hinweg trifft.

Ein großteil der Männer ist eben viel weniger Macho als es das Geschlechterklischee vermuten lässt.

Was den Sexismus angeht, sowohl Männer als auch Frauen sexualisieren sich selbst, weil (Asexuelle mal ausgeschlossen) Menschen einfach evolutionsbedingt sexuelle Wesen sind.
Das rechtfertigt nicht alles, aber ich denke wenn man so sensibel ist, dass man so Kommentare nicht einfach überhören kann, dann sollte man an seinem Selbstwergefühl arbeiten.

Wenn mir sowas passiert kommt ein neckend bis bissiger Kommentar von meiner Seite und ich lache darüber. Die Leute die sowas ernst meinen, sind sowieso unverbesserlich. Was sollte Feminismus da bewirken?

Mal davon abgesehen dass Männer auch mit sowas zu kämpfen haben. Welcher Mann wird denn ernstgenommen wenn er von sexueller Belästigung am Arbeitsplatz spricht?

Das Feminismus für Gleichheit steht stimmt auch nicht, per Definition geht es nur um die Frau. Hört man aus dem Wort ja auch schon raus.
Das Problem an den von dir genannten Punkten ist, dass es sowohl unter Männern als auch Frauen immer Personen geben wird, die andere Versuchen in Rollenbilder zu stecken.
Diese Leute kann man durch Feminismus nicht ändern und Feminismus hilft auch nicht mit ihnen umzugehen.

Von was für Hobbys sprichst du eigentlich?



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©Himbeerstern
So Feb 19, 2017 10:57 am
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Oberster Heiler
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Nur wegen der Gehälte Gleichheit bräuchte man heutzutage wohl wirklich keinen Feminismus mehr sondern mehr Tranzparenz. Auch wenn es nicht schlecht ist das es Feminsten gibt die sich auch dafür einsetzten.
Und ich muss leider sagen Geschlechterklischees wird es immer geben. Feminismus hin oder her.

Ich muss sagen den größten Bedarf an Feminismus sehe ich in unserer heutigen Geschellschaft auch nicht mehr in unseren eigenen Reihen sondern in anderen Ländern. Halt dort wo Frauen noch wirklich unterdrückt werden.



©Jaysong
Do Feb 23, 2017 5:39 pm
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Scharfkralle
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Kohlenwolf schrieb:
aber ich denke wenn man so sensibel ist, dass man so Kommentare nicht einfach überhören kann, dann sollte man an seinem Selbstwergefühl arbeiten.

Es kann ja wohl nicht sein, dass man solche Kommentare einfach stumm zu akzeptieren und zu überhören hat und dies in Ordnung darstellt.

Es gibt nach wie vor viel zu viele Männer, die der Ansicht sind es sei Okay Frauen nachzupfeifen, ihnen nachzurufen, etc.
Wenn man sowas nicht akzeptiert, hat das noch lange nichts mit dem Selbstwertgefühl zu tun. 

Wenn man jmd. nur auf sein Aussehen reduziert, bzw. besonders im Falle der Frauen diese Sexualisiert dann macht mich persönlich sowas einfach nur sauer. Ich könnte noch so (verzeiht das Wort) nuttig durch die Gegend laufen und trotzdem, hat keiner das Recht mich dann zu belästigen. 
Sonst kann man ja an der Stelle auch gleich sagen "Alle die Miniröcke tragen sind selbst Schuld wenn sie vergewaltigt werden. Die schreien ja schon fast danach".
Gibt auch hier wieder wahrlich genügend Menschen.
Als ich (wie erwähnt) für Terre des femmes gearbeitet habe hatte ich jeden Tag (!) mehrere (!) Männer und sehr viele junge darunter, die behaupteten Frauen seien selbst Schuld wenn sie vergewaltigt werden.



©Frettchenzahn
Do Feb 23, 2017 6:33 pm
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Ehrlich gesagt: Ich finde es völlig okay wenn Männer Frauen nachpfeifen. Es gibt auch Frauen die das als Kompliment auffassen. Kein Gesetz der Welt kann Männern pfeifen verbieten und das ist gut so. :'D

Zwischen Nachpfeifen und Vergewaltigung liegen Welten.

Vergewaltigen ist nie, nie, nie in Ordnung!
Männer können aber der Meinung sein dass Frauen selbst schuld sind. Das läuft unter Meinungsfreiheit, das ist ihr Recht (auch wenn es nicht von viel Empathie zeugt). Sie dürfen deswegen nicht vergewaltigen, das ist klar, aber die Meinung dürfen sie vertreten.

Frauen und Männer sind vor dem Gesetz gleich.

In der Gesellschaft sind sie nicht gleich, das hat sowohl Vor- als auch Nachteile und ist unendlich vielschichtig.
Wie willst du die Gesellschaft verändern? Für welche Lösungsansätze stehst du ein?



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©Jaysong
Do Feb 23, 2017 7:25 pm
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Scharfkralle
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Kohlenwolf schrieb:


In der Gesellschaft sind sie nicht gleich, das hat sowohl Vor- als auch Nachteile und ist unendlich vielschichtig.
Wie willst du die Gesellschaft verändern? Für welche Lösungsansätze stehst du ein?

Die Gesetze passen sich der Gesellschaft an. 
Wenn man sich dafür einsetzt etwas zu verändern, langfristig, und dies in einer grösseren Bewegung verfolgt wird, dann lässt sich meist auch etwas ändern. Natürlich nicht sofort. Aber über Zeit.

Man bedenke, es gab eine Zeit wo homosexuelle verfolgt und getötet wurden. Natürlich sind diese auch heute noch nicht so in die Gesellschaft integriert wie sie sein sollten, doch wurden bereits massiv Fortschritte gemacht. 

Dies liegt nicht allein an den "Gesetzen", denn die Gesetze werden von der Gesellschaft gemacht. Nicht umgekehrt.



©Frettchenzahn
Do Feb 23, 2017 7:36 pm
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Höhlenwächter
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Du weichst meiner Frage aus. ^^'

Was wünschst du dir zum Beispiel für Gesetze?
Was tust du denn genau für den Feminismus?
Was habt ihr in dieser Organisation für den Feminismus getan?

Ich habe mir heute einen wirklich sehr interessanten Podcast angehört, der zum Thema passt. Vielleicht hast du interesse mal reinzuhören, auch wenn die Länge etwas abschrecken könnte:





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Do Feb 23, 2017 7:51 pm
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Scharfkralle
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@Kohlenwolf:

Was wünschst du dir zum Beispiel für Gesetze?
Zu allererst die erwähnte Lohngleichheit. Meinetwegen auch Wehrdienst für die Frauen, ist mir egal.

Was tust du denn genau für den Feminismus?
Was habt ihr in dieser Organisation für den Feminismus getan?
Ich nehm die beiden Mal zusammen. Ich Arbeite in meinen Ferien öfters für Terre des Femmes, als Dialogerin.
Die Organisation setzt sich vor allem für den Schutz von Frauen ein, sowie gegen den Sexismus in unserer Gesellschaft.
Schutz der Frauen:
 

Sexismus:
 



Was diese Organisation also im Grunde macht ist Aufklärung sowie Sensibilisierung in der Gesellschaft & Förderung des Schutzes gegen Gewalt an Frauen.



Und ich denke das ist genau das, was wir in der aktuellen Situation tun können:
Sensibilisieren und Aufklären.
Niemand erwartet, dass sich die Weltanschauung der Menschen plötzlich ändert, aber irgendwo muss man Anfangen.
Und zu behaupten "Das ist halt so" oder "Es bringt eh nichts" oder "Uns geht es ja auch mit Sexismus gut/besser als früher" ist in meinen Augen keine Lösung. 

Wir haben in unserer Gesellschaft nacht wie vor an oberster Stelle den weissen, heterosexuellen Mann - Frauen, andersfarbige & Minderheiten kommen erst danach.

Ich denke ein Ziel, welches es zu verfolgen gilt, ist, dass es eines Tages nicht mehr so ist.



©Frettchenzahn
Do Feb 23, 2017 7:59 pm
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Höhlenwächter
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Also den Teil mit der Hilfe für Asylsuchende Frauen finde ich super, das ist auch nötig, weil die Frauen aus einer Kultur kommen in der Frauen noch tatsächlich unterdrückt werden.

Ich habe aber etwas gegen diese elende Doppelmoral mit dem weißen, heterosexuellen Mann. Das ist rassistisch und sexistisch und nicht besser als das was du zu bekämpfen versuchst.



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