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 Vergissmeinnicht

©Welle
Fr Mai 27, 2016 10:59 pm
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Vergissmeinnicht

   
Vergiss mein nicht, hörst du? Dann wird alles gut, Süße.


That's me.

 Mein Name ist Evelyn Joahans und ehrlich gesagt war nie ein normales Mädchen, aber wenigstens haben andere gedacht, ich wäre es, bzw. ich habe normal gewirkt. - Abgesehen von meinen langen, roten Haaren und der riesigen Brille (die ich verfluchte!), war ich wie jeder andere Amerikaner, wenn vielleicht auch nicht ganz so dick, sondern eher sehr schmal. Aber ich, ein kleines, 18-Jährige Mädchen, sehe Dinge - Krähen die mich verfolgten und Jungen die neu in die Klasse kommen und sich dann vor meinen eigenen Augen in eine solche Krähe verwandelten! Zugegeben, meine Augen sind schlecht, aber ich bildete mir nichts ein. Aber das Tüpfelchen auf dem i; dann hieß es auch noch, ich wäre auch ein Gestaltenwandlerin und zugegeben, ich verzweifelte immer mehr und habe mir nicht nur einmal meinen verstorbenen Freund Rayn zurück gewünscht, mit dem ich dennoch nach seinem Tod häufiger Kontakt habe. Ich habe in Colin Hathaway - dem mysteriösem Typen der sich in eine Krähe verwandeln kann - zwar einen neuen Freund, aber wirklich glücklich bin ich ja nicht von dem, was er mir so alles erzählt...

.Kapitel 1

Erschöpft ließ ich meine Tasche auf den Boden sinken und schmiss mich in mein Bett, das meinen Fall sanft abfederte. Ich kniff die Augen zusammen und betrachtete die Decke über mir. Der Schultag war anstrengend gewesen, und hatte mich total eingenommen. Nicht nur, dass ich mal wieder alleine herum gegeistert bin, nein, da war auch diese dumme Krähe, die mich die ganze Zeit beobachtet hatte. Und morgen, so meinte unsere Klassenlehrerin Mrs Singer, da kam ein neuer Schüler. Er hieß Colin Hathaway und kam aus England. Ich kicherte, als ich mir einen vornehmen Engländer mit Tee in der Hand und in der Anderen Gebäck vorstellte. Das passte so gar nicht zu uns Amerikanern, die doch als so „Fastfoodverrückt“ anerkannt wurden. Ich entsprach nicht wirklich der Norm, das einzig normale an mir, war wohl meine Größe. Sonst war ich ziemlich dünn, hatte rote Haare die bis zu meiner Brust reichten, Sommersprossen, eine große Brille mit der ich sehr unbeholfen aussah und grüne Augen. Ich fand mich nicht besonders hübsch, aber auch nicht wirklich hässlich, aber ich war extrem tollpatschig und unbeliebt. Dazu sah ich Dinge - Dinge die andere nicht sahen. Dazu zählte auch diese Krähe, die mich beobachtete, wo jeder andere gesagt hätte, es wäre ein normaler Vogel. Aber nein, ich bin nicht jeder andere, das hatte mein bester Freund gesagt. Ich seufzte und eine Träne kullerte unwillkürlich meine Wange hinunter als ich daran dachte, dass mein bester Freund an Krebs gestorben war. Die Decke verschwamm vor meinen Augen und ich sah plötzlich wieder den Tag seines Todes vor mir. Sein Lächeln hatte auch im Krankenhaus auf seinem Gesicht geklebt - es gehörte einfach zu ihm, auch wenn es an diesem Tag sehr gequält aussah. Auch er, Rayn, hatte Dinge gesehen, aber anders als ich. Nicht ganz so extrem, eher noch normaler. Aber er wusste, dass er sterben würde, an diesem schicksalhaften Tag. Ich saß mit verweintem Gesicht an seinem Bett, doch er nahm meine Hand und flüsterte beruhigend auf mich ein. Seine Worte hingen immer noch tief in mir drin. "Süße", hatte er geflüstert, "mache dir keine Gedanken um mich. Wir werden uns wieder sehen. Vergiss mein nicht, hörst du? Dann wird alles gut, Süße.." Dann hatte er gelächelt, und.. Tränen brannten heiß auf meinen Wangen und mein Herz pochte schmerzhaft gegen meine Rippen. Einsamkeit schwappte über mich wie eine Welle und erkältete alles an mir. Ich spürte einen warmen Hauch um mich und wusste, dass er da war. Rayn. Meine Tränen trockneten, aber brannten noch wie Feuer auf meinen Wangen. Trost und Geborgenheit. Er war da, es würde alles gut werden. Es war nicht das erste Mal das er mir erschien, aber danach wurde immer alles gut, das wusste ich einfach. Der Raum kühlte sich ab und dennoch pochte mein Herz weiterhin ruhig, obwohl ich gerade meinen verstorbenen Freund bei mir gewusst hatte. Müde und verwirrt führte ich meinen Alltag fort und ging ziemlich schnell ins Bett, ich freute mich schon auf den Neuen, vielleicht fand ich in ihm ja sogar einen Freund, auch wenn ich sagen musste, dass ich das arg bezweifelte. Aber Neugierde übermannte ich und ich träumte wirres Zeugs von Krähen und Engländern und ganz viel Tee..

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Ich öffnete mühsam meine Augen und streckte mich. Von dem ganzem Zeug das ich geträumt hatte, war ich weiterhin verwirrt. Also ging ich erst einmal in die Küche um mir einen Kaffee zu machen, aber dort, auf dem Schreibtisch lag ein Zettel. "Bin auf Arbeit. Essen im Kühlschrank. Bis nachher!" Genervt rollte ich die Augen - wann war mein Vater denn schon da? Seit meine Mutter ihn verlassen hatte, was mir aber nicht viel ausgemacht hatte, da sie mich eh nie leiden konnte, und nur schikaniert hatte, war er völlig neben der Spur. Ein Blick auf die Uhr lies mich spurten und meinen Kaffee zu schnell trinken, so dass ich mir meine Zunge verbrannte und der Schmerz mir ganz kurz Tränen in die Augen trieb. Ich setzte kurz meine Brille ab, trocknete meine Augen und setzte sie wieder auf. Schnell genug, meine Brille war Gott sei Dank nicht beschlagen, sonst wäre ich viel zu spät gekommen. Dann nahm ich meinen Rucksack auf die Schulter und schloss die Tür hinter mir, nachdem ich hinaus getreten war. Immer noch höchst neugierig rannte ich fast in die Schule und kam trotzdem noch eine ganze Minute zu spät. Leise versuchte ich mich herein zu schleichen, aber noch bevor ich den Klassenraum betreten konnte, kam von hinten Mrs Singer mit dem Neuling. "Ah, Mrs Joahans, mal wieder pünktlich, was?", rief mir die Lehrerin zu. Ich zuckte zusammen, auch wenn ich wusste, dass es ihre Art von Humor war. Schnell senkte ich den Blick. Peinliche Begegnungen vermeidend wollte ich den Neuen erstmal im Klassenraum sehen. Falls er potthässlich war, konnte ich wenigstens mit den anderen gemeinsam darüber lachen! Ein Kichern stieg in mir auf als ich mich hinsetzte und meinen Rucksack neben mich warf. "Was kicherst du so blöd, Evelyn?", kam es von vorne und die Klassenschönheit, die wohl jede Klasse kannte, sah mich schnippisch an. "Ach", erwiderte ich mit großen Augen, "nur darüber das dein Lippenstift sich bis zum Ohr vorkriecht und total verschmiert ist." Ich wusste das ich damit nicht gut pointen konnte - ich hatte noch nie eine besonders scharfe Zunge gehabt und hielt mich lieber zurück. Wenigstens lästerte sie, Taylor, jetzt mit ihren Freundinnen über mich und ließ mich so allein und gebannt auf die Tür starren. Die Klinke betätigte sich diesmal nicht durch meine Hand nach unten, da ich am Platz saß und ich bemerkte kaum, wie das geschah, denn mir viel auf, das ich die Krähe heute noch nicht gesehen hatte. Ich kam wieder zu mir als alles um mich herum still wurde. Hatte ich in meiner Trance mal wieder totalen Quatsch verzapft? Aber nein, die Blicke waren auf die Tür gerichtet. Gleich schlug ich mir vor die Stirn. Natürlich, der Neue! Auch mir stockte der Atem, als ich sah, mit wem meine Klassenlehrerin den Raum betrat. Colin Hathaway war um die 1, 80 m groß, schlank und hatte schwarze Haare. Die Haare trug er verwuschelt und ein wenig lockig. Seine Augen waren ebenfalls schwarz und nicht von den Pupillen zu unterscheiden. Ich versuchte angestrengt den Mund geschlossen zu halten um nicht selten dämlich zu wirken, aber Colin war vermutlich zu sehr mit allen Blicken der schönen Mädchen beschäftigt, denn er war wahrlich nicht hässlich. Ich presste die Zähne zusammen und versuchte an alles, nur nicht an Rayn zu denken. Verdammt, das hatte ich ja schon! Aber seltsamerweise fühlte ich mich nicht einsam und ich schüttelte verwirrt meine rote Mähne. Dann sah ich auf und sah, dass alle mich anstarrten, inklusive dem Neuem. "Ms Joahans, Mr Hathaway darf sich doch neben Sie setzen?" Die dickliche Verkörperung einer Amerikanerin sah mich fragend an und verblüfft nickte ich. So kam dieser mysteriöse Colin auf mich zu und setzte sich neben mich, ohne vorher meine Tasche, die sonst dort lag, beiseite zu räumen. Ehe ich etwas sagen konnte, fiel mir auf, dass mein Rucksack auf dem Boden lag. Aber er hatte sie doch nicht weg geräumt..? Ich sah auf und der große Mann sah mich an und zwinkerte. Immer noch verblüfft sah ich ihn an und er flüsterte nur in einer angenehmen Stimme: "Betriebsgeheimnis." Unwillkürlich hoffte ich, er hatte eine verdammt gute Menschenkenntnis und konnte nicht etwa so etwas wie Gedankenlesen. Doch ich verwarf den Gedanken - lächerlich. Colin grinste mich an, einem Lächeln bei dem sogar Dora vermutlich hingeschmolzen wäre. Aber mich erinnerte das Lächeln an Rayn. Sehr doll sogar. Colin hob fragend seine Augenbraue. Entweder fragte er sich, wer Rayn war, oder er fragte sich, was ich dachte. Wieder dieses Grinsen. "Jetzt bin ich an der Reihe zu denken, wer hier wohl Gedankenlesen kann." Der Typ war mir verdammt sympathisch, auch wenn ich mir ernsthafte Gedanken machte. Wenn der meine Gedanken tatsächlich lesen konnte, machte er sich keine sonderliche Mühe das vor mir zu verbergen. "Wieso sollte ich?", meinte er, während er locker mit einer Hand in schönster Sonntagsschrift alles von der Tafel abschrieb. Mrs Singer hatte extra für ihn den Stundenplan - sogar in ordentlicher Schrift! - angeschrieben. Er notierte sich alles wissend. Ich betrachtete meine Sauklaue auf meinen Unterlagen und schämte mich augenblicklich. Aber dann schüttelte ich den Gedanken ab - wenigstens war ich sonst gut in der Schule. Die leise Ahnung beschlich mich, das Colin überirdisch gut war...

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Der restliche Schultag verlief normal. Naja, nicht wirklich, denn Colin verbrachte jede Pause mit mir und hatte ständig ein Lächeln auf seinem Gesicht, das mich immer an Rayn erinnerte. Jedes Mal wenn ich an Rayn dachte, wurde ich nicht traurig, was mich immer wieder stutzig machte. Aber ich hatte mich an Colin gewöhnt, es war, als würde ich ihn schon ewig kennen. Tatsächlich hatte ich das Gefühl. Denn seit er da war, hatte ich die Krähe nicht mehr gesehen. Den Tag über wurde mir immer unwohler und mein mulmiges Gefühl wuchs immer mehr zu Panik an - was verbarg dieser Junge vor uns? Irgendwas stimmte nicht mit ihm. So wie er neben mir stand und mich anlächelte.. Nein, das war es nicht. Schlagartig wusste ich, was mit ihm nicht stimmte. Schockiert starrte ich auf den Boden hinter ihm, dann wieder auf den hinter mir. Ein paar Mal ging dieses Spielchen hin und her, dann schrie ich auf, ich konnte nicht anders. Ich stolperte nach hinten, geradewegs über den Ranzen eines kleinen Mädchens den es dort abgestellt hatte. Mit zusammengebissenen Zähnen wartete ich auf den Aufprall, aber er kam nicht. Colin war vorgesprungen und hatte mich auf gefangen. Doch ich schlug ihn weg und ging Schritt für Schritt rückwärts, mich ab und zu vergewissernd was hinter mir lag. Der Neue folgte mir in langsamen Abständen und sah mich traurig und verwirrt an. Als ich schließlich an einer Mauer ankam, stand er vor mir, fuhr sich immer wieder durch seine Haare und folgte meinem Blick. Mein Blick suchte währenddessen einen Ausweg, einen Fluchtgang. Doch ich musste mich ihm jetzt stellen. Ich schob meine Brille zurück auf meinen Nasenrücken, schob meine rote Mähne zurück und sah in von oben bis unten an. Auf den Boden hinter ihm achtete ich nicht. Verzweifelt sah Colin mich an und krächzte dann nervös: "Was hast du denn?" Verblüfft sah ich in an. Wenn er doch Gedankenlesen konnte..? Fragend hob ich eine Augenbraue, ich wollte meine Angst überbrücken. Mit seinen schwarzen Augen sah er zurück. "Nun?" Da war wieder sein Grinsen, das mir so seltsam vertraut vorkam. Da war wieder meine Angst, langsam schlich sie durch mich hindurch und verteilte ihre Keime. Ich fing an zu zittern und biss die Zähne zusammen. Meine Stimme war kaum mehr als ein Flüstern. "Du hast keinen Schatten", flüsterte ich voller Furcht. Colin Hathaway war keinen Falls normal. Nun ja, das war ich auch nicht wirklich, also konnte ich ihm das kaum übel nehmen. Aber außer Rayn war mir noch nie jemand ungewöhnliches begegnet.. Bis jetzt. Da kam Colin. Ich sah ihn an und er lächelte nur spöttisch. "Komm schon, Blindfisch", meinte er, setzte sich elegant und mit fließender Bewegung auf die Mauer hinter mir und klopfte aufmunternd neben sich. Vollkommen verwirrt sah ich, wie sein Schatten ihm bei diesen Bewegungen folgte. Aber da war vorhin kein Schatten gewesen! Ich blinzelte ein paar Mal, dann hievte ich mich neben ihn. Leider rutschte ich ab, aber Colin hob mich sofort galant neben sich und sah mir tief in die Augen. Augenblicklich versank ich in diesen dunklen Augen. Alles um mich herum verstummte und in seinen Augen spiegelte sich eine Wiese, auf diese hüpfte ein Rabe. Nein, eine Krähe! Die Krähe, die mich immer verfolgte, beziehungsweise verfolgt hatte, bevor er kam. Auf einmal wütete ein Feuer auf der Wiese und die Krähe wurde eingeschlossen. Doch sie floh nicht, sondern blieb ruhig sitzen. In ihren Augen spiegelte sich das Feuer. Dann sah die Krähe urplötzlich mich an und in meinem Kopf hallten ihre Worte wie ein Echo. "Bist du es, Evelyn?" Das Feuer zerriss die Version wie eine abgebrannte Filmrolle und ich sah wieder in Colins Augen. Erschrocken fiel ich nach hinten um und kippte auf den Boden. Schmerz fuhr durch meinen Arm als ich hart aufprallte, aber Colin half mir nicht. Nein, er saß nur stumm da, den Mund entsetzt aufgerissen. Gott sei Dank fasste er sich endlich und half mir hoch. Noch etwas fiel mir auf. Er fasste mich nie an, auch jetzt nicht. Ich war Neugierig, warum und was geschah wenn ich ihn anfassen würde, aber ich zitterte immer noch vor Schock und der Schmerz pochte zu heftig in meinem Arm, als das ich ihn bewegen konnte. Als ich es doch tat, schoss die Schmerzenswelle über mich und ich unterdrückte ein Schreien. Ich schloss die Augen und als ich sie wieder öffnete, stand Colin sehr dicht vor mir. Er schob sanft den Ärmel meiner Jacke hoch, bedacht darauf, mich nicht zu verletzen - vielleicht wollte er mich aber auch einfach nicht anfassen. Falsch gedacht, denn jetzt legte er seine Hand auf meinen Arm und murmelte etwas durch geschlossene Augen. Seine Hand wurde immer kälter, aber auf angenehme Weise. Als er seine Hand weg nahm und die Augen öffnete, war der Schmerz wie weg geblasen. Er sah mir fest in die Augen und ich machte Anstalten den Ärmel wieder hinunter zu ziehen, aber ich war wie gebannt. "Du siehst auch Dinge, nicht wahr?", flüsterte ich mit großen Augen. Er nickte nur mit düsterem Blick und führte mich zurück zu unserer Klasse, den die Stunde hatte sich mit einem Klingeln angekündigt. Doch diesmal war gar nicht an Konzentration zu denken...

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Die Wochen vergingen ohne besondere Vorfälle. Wobei, seit Rayns Tod war ich nicht mehr so glücklich gewesen, was aber auch daran lag, das ich genug Ablenkung hatte. Schließlich war Colin nach wie vor an meiner Seite und ich war endlich nicht mehr allein. Aber das war nicht wirklich ein Grund zur Freude, denn dieser Typ war wirklich seltsam und machte mir ein wenig Angst. Aber ich mochte ihn auch, es war ein tolles Gefühl endlich einmal nicht mehr allein zu sein. Aber jedes einzelne mal wenn ich ihm etwas länger in die Augen sah, sah ich daran wieder eine graue, nebelumhüllte Krähe. Und der Vogel spiegelte jedes Mal meine tiefsten Gefühle, die ich zu verstecken versuchte, wieder. Ich schüttelte mich und schmiss mich wieder auf mein Bett, wie an dem Tag, bevor Colin kam. Zwiespalt trat in meinen Körper und spaltete mein Herz in zwei. Es war vielleicht mein Schicksal gewesen das Colin kam, aber eventuell wollte ich doch wieder allein sein. Wie damals, sah ich die Decke über mir an und seufzte tief. Nichts hatte sich verändert. Genau in diesem Augenblick fegte ein heftiger Windstoß herbei, wirbelte um mich herum, fegte alles davon. Erschrocken fuhr ich auf und riss meine Augen ängstlich auf, starrte das Fenster an. Doch dieses war geschlossen. Der Windstoß war in meinem Zimmer gewesen, aber ich sah kein Chaos. Stattdessen flog langsam eine Feder von der Decke hinunter. Sie war wunderschön, braun mit schwarzen Sprenkeln. Sie landete auf meinen Beinen und blieb ruhig liegen. Blieb ruhig liegen, selbst als ich zitterte. Mein Herz pochte ebenfalls heftig von dem Schrecken und ich sah mich immer wieder im Raum um. Nichts. Stille. Furchterregende Stille die sich Sekunden lang hinzog. Sie erfüllte mich komplett, bis sie mich ausfüllte wie das Blut das in meinen Adern floss. In dieser Zeit wuchs meine Angst immer mehr zu Panik und ich drückte mich wie ein gehetztes Tier an die Wand. Mein Herz schlug mir bis zum Hals und ich schluckte hörbar. Die große und bunte Feder lag immer noch auf meinen Beinen und strahlte etwas aus. Mein ganzer Körper zitterte und immer wieder lief es mir heiß und kalt den Rücken hinunter als ich so da saß und die Feder ansah. Sie tröstete mich, aber mein Herz verkrampfte sich bei ihrem Anblick. Plötzlich schossen mir kalte Tränen die Wangen hinunter und brachten das altvertraute brennen zurück. Immer mehr und mehr Tränen liefen an mir hinunter und meine Sicht war sehr schnell wie verschleiert. Ich schluchzte und nahm meine beschlagene Brille ab. Doch ich kam nicht dazu sie zu putzen. Denn plötzlich sah ich gar nichts mehr, nicht einmal meine eigenen Hände. Schlagartig war es still und selbst mein Schluchzen war nicht mehr zu hören. Tiefe Dunkelheit umgab mich und legte sich über mich, wie eine Decke. Ich blieb seltsam ruhig und konnte den Schrei der in mir ruhte nicht ans Tageslicht bringen. Wie durch einen unsichtbaren Lichtschalter sah ich wieder glasklar, keine Träne trübte meinen Blick. Verwundert spürte ich auch kein Brennen auf meinen Wangen und keine Träne bannte sich ihren Weg. Ich schüttelte meinen Kopf und musste feststellen, dass ich ihn seltsam gelenkig drehen konnte. Meine Schultern zuckten und wieder einmal war es irgendwie anders. Sichtlich verwundert ging ich zum Spiegel. Warum lief ich so komisch? Verwirrt, wie so oft in den letzten Tagen, hob ich den Kopf und sah in den Spiegel. Mein Herz blieb stehen. Meine Augen weiteten sich angstvoll. Ich schrie, ich konnte nicht anders. Doch es kam nur ein heiseres Krächzen heraus. Und dennoch schrie ich weiter.
Ich war gefangen im Körper eines Adlers.

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Panisch sah ich mich um. Wieso passierte so etwas ausgerechnet mir? Aber ich hatte keine Zeit darüber nachzudenken. Nein, ich musste handeln. Und es gab nur eine Person die mir helfen konnte: Colin. Ich wusste, dass er allein mir helfen konnte. Also sah ich mich hektisch um, was gar nicht so einfach war, denn meine Federn fegten immer wieder mit lautem Scheppern alle meine Sachen um. Ich hoffe instinktiv meine Nachbarn würden mich nicht hören. Vorsichtiger als zu vor lief ich zu meiner Zimmertür und überlegte. Dann sprang ich dagegen und harkte meinen Schnabel ein, zog und mit einem klack sprang die alte Holztür auf. Mein Herz pochte und ich sah mich vorsichtig um. Es war ein seltsam vertrautes Gefühl einfach so als Adler durch die Gegend zu laufen - als wäre es nicht das erste Mal, als wäre ich schon seit Jahren in diesem Körper. Der schnellere Herzschlag, die schönen Federn fein aufgereiht - all das war unwirklich vertraut als ich durch unseren Flur lief, hilflos gegen die Haustür sprang. Als sie nach einigen Versuchen aufsprang, stoben ein paar meiner Federn auf den Boden und verteilten sich im Flur. Doch ich hatte keinen Blick dafür und lief einfach weiter. Irgendwann fiel mir auf das ich so nur bedingt weiter kam und ziemlich auffiel - viele Passanten warfen mir Blicke zu und ich beschloss weiter zu fliegen, also eigentlich eher es zu versuchen. Ich ging hinter das nächstbeste Haus, kletterte umständlich hoch und sah mich mit Adleraugen um. Es war wieder so ein vertrautes Gefühl auf die Bäume unter mir zu schauen und alles genauestens zu erkennen, sogar genauer als mit meiner riesigen Hornbrille. Colin war nirgends zu sehen. Natürlich nicht. Also breitete ich meine großen Flügel aus und lief ganz langsam auf den Rand zu. Ein wenig Panik stieg in mir auf als ich die Menschen unter mir betrachte, die zwar größer als ich waren, aber von oben ziemlich klein aussahen. Also betrachtete ich links und rechts meine Federn und.. ließ mich fallen. Ich ließ mich einfach fallen, kam dem Erdboden näher. Erst wenige Meter vor der dem Boden erfasste ein Luftzug meine Schwingen und trug mich hoch hinaus und mir fiel ein Stein vom Herzen. Fliegen war schön, auch wenn es verdammt anstrengend war und mir ging schon nach ein paar Flügelschlägen die Puste aus. Ich lächelte ein wenig und glitt wieder weiter hinunter, denn ich sah schon Colins Haus in der Ferne. Ich war neugierig, denn ich war noch nie bei ihm zu Hause gewesen. Allerdings hatte ich mir andere Umstände gewünscht. Denn als ich seine Tür sah, wurden mir alle Umstände wieder bewusst. Ich schluckte und hätte weinen können, jedoch war ich ein Adler. Ich war ein Adler. Diese Worte hallten in meinem Kopf wieder und ich schluchzte leise.

Nachdem ich endgültig angekommen war, trat ich vor die Tür. Wie hatte ich mir das eigentlich vorgestellt? Das Colin mich erkennt? Was, wenn seine Eltern öffnen? Panisch dachte ich nach, kam aber zu dem Entschluss, dass ich keine andere Wahl hatte. Also sprang ich mit voller Kraft auf die Klingel und krächzte mit heiserer Stimme immer wieder Colin. Nach einer Weile warten, die mir wie Stunden vorkam, in denen mal wieder meinen Panik auskeimte, kam ein verschlafener Colin heraus. Er sah mich erst einmal nicht an und rieb sich die Augen, schob die Haare aus seinem Gesicht. "Evelyn, was willst du so spä..." Erschrocken rissen sich seine Augen auf als er mich ansah. Damit hatte sich mein Verdacht bestätigt - auch jetzt verstand er mich. Hoffnung stieg in mir auf als ich meinen Freund sah. Freund, ein komisches Wort für Colin. "Komm rein." Zwei Worte die mich sofort ein wenig verwirrten. Dann fasste ich mich wieder und legte meinen Kopf ungeduldig schief. "Vorher würde ich gerne wieder in meinen normalen Körper!", meinte ich schnippisch. Nicht einfach mit einem Schnabel. Wenigstens grinste er wieder und lächelte schief. Genauso schief wie meine Stimme, fuhr es durch meinen Kopf und sorgte für weiteres Lachen seinerseits. "Nicht hier", erklärte er aber schließlich und wollte mich an der Hand hereinziehen. Dann fiel es ihm anscheinend wieder ein, denn er änderte seine Pose und schob mich vorsichtig vor, ich war sogar kurz in Versuchung nach ihm zu schnappen. Ich schmunzelte innerlich als er nach meinem Gedanken die Hand wieder wegzog und stattdessen die Tür hinter mir wieder schloss. Ein anerkennenden Pfeifen konnte ich mir nicht verkneifen als ich in das neumodisch eingerichtete und riesige Haus von innen betrachtete. Colin führte mich in sein Wohnzimmer im Erdgeschoss und schmiss sich auf sein Sofa und klopfte auffordernd neben sich. Ich sah ihn skeptisch an, flog aber dennoch mit knappen Flügelschlägen neben ihn. Aus dem Augenwinkel sah ich, wie er sich am Nacken kratzte und besorgt auf seine Füße starrte. Ängstlich sah ich ihn aus Adleraugen an und wimmerte ein wenig. "Du kannst mir doch helfen?" Doch er überging meine Fragen, schloss seine Augen und lächelte dennoch aufmunternd. Das erleichterte mich nicht sehr wenig und ich schloss ebenfalls meine Augen. Als ich sie öffnete - ich konnte nicht sagen nach wie langer Zeit - saß ich neben ihm, auf gleicher Höhe. Erleichtert fiel ich ihm um die Armen und er sah mich ernst an.
"Jetzt musst du mir etwas erklären."

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Ich seufzte laut und sah ihm tief in seine schwarzen Augen. Diesmal blieb die Vision der Krähe aus. Stattdessen sah ich das ständige Lächeln auch in seinen Augen, sah sein Gesicht vor mir. Die Lachfältchen vertieften sich als ich ihn ebenfalls anlächelte. Seine schwarzen Haare hingen ihm über die Ohren und sahen wie immer verwuschelt aus. Meine Haare hingen dagegen schlaff und lang meine Schultern hinunter. Peinlich berührt drehte ich meinen Kopf weg. Ich fühlte mich wie eine hässliche Hexe neben ihm. Doch Colin hob nur vorsichtig seine Hand und schob meinen Kopf wieder auf die Position, in der ich ihn gut betrachten konnte. Ich merkte wie seine zarten Finger mich an meinen Haaren berührten und Körperkontakt vermieden. Schluckend fasste ich den Mut und umgriff sein Handgelenk mit bloßer Hand. Ich erwartete irgendetwas Besonderes, irgendwas sich in seinem Blick verändernd, jedoch wurde sein Grinsen nur noch breiter. Nur noch.. verliebter. Mir stockte der Atem als ich ihn ansah, ihn den ich erst seit wenigen Wochen kannte. Oder waren es Monate? Total verwirrt merkte ich, dass sein Kopf meinem näher gekommen war. Ich roch seinen Geruch, sanft zimtig, jedoch auch wie Blumen auf einer Sommerwiese. Mir kam es nicht auf die Zunge, welche Blume, doch es roch angenehm. Colins Augen blickten tief in meine grünen und sein Blick war ebenso sanft und betörend wie sein Duft der mich umschwebte. Auch das Lächeln auf seinem Gesicht hatte einen anderen Ausdruck. Generell, seine Lippen sahen anders aus. Schockiert riss ich meine Augen auf. Ängstlich hob ich schlagartig meinen Kopf hoch und prallte prompt gegen seine schöne Stirn. Scharf zog ich unter Schmerzen die Luft durch meine Zähne ein und brachte Abstand zwischen uns. Mit geschlossenen Augen rieb ich mir die brennende Stelle. Als ich meine Augen wieder öffnete, sah ich, dass es ihm nicht anders ging. Doch, es ging ihm anders. Ich sah einen schmerzlichen und traurigen Ausdruck in seinen Augen, der bestimmt nicht an demselben Schmerz den ich spürte, lag. Hatte er mich etwa..? Nein, nicht er. Nicht mein Freund Colin. Er sah vielleicht aus wie ein Aufreißer, aber das war er nicht. Einfach nur einfühlsam. Ich wollte den Vorfall einfach vergessen und verdrängen. "Warum.. warum eigentlich ich?" Sein Gesichtsausdruck wurde ernst. Verdammt, hatte ich das laut gesagt? Na ja, jetzt war es zu spät für Reue, Zeit für Erklärungen. "Evelyn...", fing Colin zögernd an, doch ich schnitt ihm hart das Wort ab. "Die Wahrheit, Colin. Die Wahrheit!", fauchte ich sichtlich wütend. Hoffte ich. Doch er grinste natürlich nur wieder sein dämlich süßes Grinsen, das bei meinen Gedanken noch breiter wurde. Aber urplötzlich wurde es wieder hart wie Stein und er fuhr fort. "Du.. Du bist eine Gestaltenwandlerin, Evelyn. Und ich wurde darauf ausgeschickt, dich zu trainieren." Mir wurde bitterkalt. Wie ein harter Schlag auf das Gesicht. Dann wurde es schwarz um mich herum und ich kippte nach hinten um.

"Endlich bist du wach! Ich habe mir solche Sorgen gemacht!" Unter Qualen öffnete ich meine Augenlieder, was sich nicht als einfach gestaltete. Mein Kopf dröhnte und ich brauchte einen Moment bis ich die Stimme einordnen konnte. "Colin", krächzte ich heiser, "was machst du hier?" Doch er legte seinen warmen Finger auf meine Lippen und ich schloss meine Augen. Komisch, sein Finger war gar nicht warm. Er wurde ja immer kälter! War Kohlin krank? Kohlin klang ja seltsam, wie eine Pflanze. Moment, der Typ hieß doch Colin. Mein Verstand wurde schärfer und mein Kopf dröhnte immer weniger, während Kohlins, ich meinte Colins, Finger immer kälter wurde. Als ich wieder scharf sah und ihn anstarrte. Dann nahm er ihn blitzschnell weg. Langsam schlichen sich wieder alle Erinnerungen in mich und ich rutschte panisch von ihm Weg - und landete prompt auf dem Boden. Verdammt! Ich war so ein Tollpatsch. Mit schmerzendem Hinterteil stand ich auf und bemerkte, dass ich mich immer noch in seiner Wohnung befand. Dann beruhigte ich mich seufzend. Es war nur Colin. Der gute, alte Colin. Wobei, lange kannte ich ihn nicht... Evelyn Joahans!, rief ich mich wieder zur Konzentration und setzte mich neben ihn - wohl auf Abstand bedacht. Dann fing ich an. "Nun denn, Hathaway. Beeindruck mich." Mist. Warum musste meine Stimme so quietschig und heiser klingen? Ich wollte doch hart bleiben! Wütend auf mich selbst sah ich ihn wenigstens herausfordernd an. Falsch gedacht, denn er grinste nur breit. Doppelmist. Reiß. Dich. Zusammen! Warum musste ich mein doch sonst so schlaues Gehirn immer an solche Kleinigkeiten erinnern? Und schon wieder. "Womit, Joahans? Mit dem neustem Lippenstift?" Ich rollte mit den Augen doch konnte mir kein Grinsen verkneifen. Dann hob ich halbwegs recht, mehr schlecht, meine eine Augenbrauen und sah ihn an. Mein Blick verfehlte seine Wirkung nicht und sein Grinsen erlosch wie eine Kerze im Wind. "Lass es mich dir genauer erklären.."

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Die Frau lief mit großen Schritten hoheitsvoll durch die dunklen Gassen New Yorks. Sie mochte die dreckigen Städte von Amerika nicht und bevorzugte es auf dem Land in England zu wohnen, am besten im 17. Jahrhundert. Seufzend sah sie in eine der vielen grauen Pfützen. Sobald sie einige Sekunden das schmutzige Wasser betrachtet hatte, kräuselte sich die Oberfläche und eine wunderschöne Lichtung erschien, auf der viele Menschen in langen Roben tanzten. "Skyn." Die Frau in dem schwarzen Umhang erschrak und stolperte mitten in die Pfütze, in der die Vision sofort verblasste. Die Tropfen spritzen hoch, doch die Frau blieb trocken. Wütend und mit blitzenden Augen drehte sie sich um und fauchte, als sie die Person erkannte, die sie angesprochen hatte. "Violett", höhnte die angesprochene Skyn zu der zierlichen und kleinen Frau in violetten Roben. Diese senkte nur kurz den Blick und verfiel in eine kleine Reverenz. "Skyn, ich bin nicht hier um mich mit dir zu streiten", sagte Violett, deren Stimme heiser vor Erschöpfung klang. Skyns Blick entging nicht, dass die andere auf einmal sehr alt aussah und Falten das einst so beneidenswert schöne Gesicht durchzogen. Wie hatte ihre alte Feindin so schnell altern können? Nun senkte Skyn den Blick, aber ihre Stimme blieb weiterhin von einem forschen Unterton begleitet. "Ja?", fing sie an, "was ist Ihr Anliegen?" Skyns Augen leuchteten voller Erwartung und vor Freude. Sie liebte ihre Aufträge - und noch mehr mochte sie es, junge Männer um den Finger zu wickeln. Leider wurde sie nur noch selten gebeten, ihre Schönheit auszunutzen, seit ihre Mutter verstorben war und eine neue Königin angetreten war. Aber nun, wo Violett hier war, musste es ein neues anliegen geben. Sie faltete ihre Hände und legte ihren Kopf weiter nach vorne, so dass ihr Gesicht halb durch ihre schwarze Kapuze bedeckt war. Aus schwarzen Augen sah sie die andere voller Erwartung an.
"Wir.. Die Königin hat lange nachgedacht, Skyn, aber wir haben keine andere Entscheidung gefunden. Wir brauchen deine Gabe." Violett strahlte Angst aus, was Skyn nur noch mehr ermutigte und sie brachte ein hämisches lächeln zu Stande. Dann hob sie ihr Kinn und wartete auf das weiter sprechen, der älteren Frau. Violett bemerkte dies und hob ihre Roben leicht an. Dann fuhr sie fort "Du weißt doch, dass wir einem Jungen mitgeteilt haben, er solle sich um das Training einer Gestaltenwandlerin kümmern." Lächelnd nickte Skyn und behielt eine finstere Grimasse in ihrem Gesicht. Gebannt wartete sie auf die nächsten Worte, auch wenn sie deren Inhalt bereits wusste. "Er steht in Gefahr, sich in seine Schülerin zu verlieben. So schicke ich dich aus.. Deine Aufgabe zu erfüllen."

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Müde öffnete ich meine schweren Augenlieder und mein Kopf dröhnte weiterhin. Ich brauchte einige Sekunden - es fühlte sich wie Minuten an - bis ich klar sah. Naja, so klar wie ich ohne meine Brille eben sah. In meinem Kopf wirbelten lauter Gedanken und auch so fühlte ich mich nicht sonderlich fit. Und, momentmal... Über mir war kein Balken. Nur eine Hohe, weiße Wand, die leicht schräg stand. Da befand sich auch ein Fenster.. Ich wohnte zwar mit meinem Dad in einer Wohnung unter einem Dach, aber, nein, eine Dachschräge hatten wir nicht... Naja, nicht so richtig. Also, nur damit meine Gedanken nochmal klar sind: Wo zur Hölle bin ich?! Auch ein zweiter Gedanke wirbelte deutlich in meinem Gedankenkarussell. Vielleicht sogar zwei, aber das eine löste vermutlich das andere aus; 1.) ich hatte verdammt starke Kopfschmerzen! 2.) hatte ich einen unsäglichen Durst. Ein zartes Klopfen weckte mich aus meinem leichten Selbstmitleid. Und plötzlich schlug alles wieder mit der Wucht eines Fausthiebes auf mich ein. Mir lief es kalt am ganzen Körper hinunter, als hätte jemand einen Eimer voller Eiswasser über mir ausgeschüttet. Ich seufzte abgrundtief. Aber ich hatte auch allen Grund dazu! Vermutlich würde ich sogar das Einverständnis von einer ganzen Nation bekommen, mich im Selbstmitleid zu baden. Oder wenigstens Mitleid von anderen zu bekommen. Leider hatte ich keine anderen Freunde als Colin. Außerdem hätte ich es sowieso niemandem sagen dürfen - wenn ich denn irgendein kleines Mädchen gefunden hatte, dass mir das abkaufen würde, weil es sowieso an Magie glaubte. Vielleicht reichte ja auch irgendeine verrückte Dame aus der Klapse Wieder das zarte Klopfen, wieder stoppte es meine düsteren Gedanken. "Komm rein", murmelte ich halblaut, aber Colin hörte es und öffnete die hölzerne Tür (Aha. Irgendein teures Holz, ich denke mal wegen der weißen Rillen, Akazie.). Erst traten lange, schlanke Beine ein, gefolgt von einem Oberkörper, Armen, einem Kopf und.. Essen! Er hielt ein Tablett mit frischem Obst und Toast in der Hand. Es war noch mehr darauf, ich konnte das aber von so weit unten schlecht erkennen. Aber egal. Hauptsache essen, ich hatte einen Bärenhunger! Was für ein treffender Vergleich - just in diesem Augenblick knurrte mein Magen laut wie ein Bär. Eher nicht ganz so laut, aber laut genug dafür, dass meine Wangen zu glühen begannen und ich mich peinlich berührt aufsetzte.
Colin grinste nur und stellte das Tablett neben mir ab. Er sah frisch gewaschen aus. Wieder wehte sein Duft zu mir rüber.. Plötzlich wurde ich mir meines ungeduschten Aussehens bewusst und mir wurde prompt noch heißer, Röte schoss in mein Gesicht. Vorsichtig griff ich in meine Haare und strich sie unauffällig glatt.. Und verfing mich sofort in einen Knoten, was meine Lage noch peinlicher machte. Blöde rote Mähne. Frustriert gab ich es auf. Was hatte es schon für einen Sinn? Ich kannte ihn so kurz und doch war ich schon bei ihm Bett, in einem lockeren Pyjama... Ich muss zugeben, im Moment wohl die dämlichsten Gedanken die mir hätten, durch den Kopf gehen können.
Anscheinend sah unser Gedankenleser Hathaway genauso, denn ein breites Grinsen lag auf seinem Gesicht. Blödmann.
Doch ich vergaß ganz schnell wieder, dass er so ein Blödmann war, denn ich besah mich dem Essen. Prompt knurrte mein Magen wieder, bei dem Anblick des Toasts und der ganzen Marmelade.. Gerade als ich zugreifen wollte, sprach Colin mich an und ich hielt mitten in der Bewegung inne. "Evelyn.. Hast du über mein Angebot nachgedacht?" Natürlich. Colins Angebot! Als hätte ich das vergessen können (Jaja, hatte ich streng genommen vorhin, als ich aufgewacht war.). Sein Angebot war folgendes: Da ich eine Gestaltenwandlerin war und es noch nicht kontrollieren konnte, sollte ich mein Training woanders fortsetzen. Da er niemals gedacht hätte, dass ich schon so stark wäre, aber anscheinend war ich damit irgendwie besonders. Aber besonders war ich sowieso - daran hatte niemand, der mich näher kannte, also Colin und Rayn, je seinen Zweifel gehabt. Sofort seufzte ich wieder abgrundtief und Colin verzog angespannt sein Gesicht. Gerade wollte ich "Was ist los, Hathaway?" sagen. Aber dann wurde es mir wieder bewusst - die Entscheidung. Evelyn, kondensier dich! Kondensieren? Was für ein seltsames Wort. Ach, es hieß ja auch konzentrieren.. Naja egal, einfach ein weiterer Beweis, dass ich am Morgen unbrauchbar war! Kommen wir wieder zu seinem völlig behämmerten Angebot: Ich sollte an einen Ort Namens Surian Island gehen. Auf eine fremde Insel, weg von zu Hause, weg von meinem Dad, weg von allem - nur wegen dieser dämlichen Gestaltenwandlersache. Das würde mein Leben völlig auf den Kopf stellen! "Evelyn, bedenke, wir alle wollen nur das Beste für dich..", unterbrach Colin mich und sah mich mit großen, sorgenvollen Augen an. "Willst du denn, dass ich gehe? Würdest du dein Leben einfach so ändern?", schnappte ich genervt zurück. Mein Gegenüber zuckte nicht mit der kleinsten Wimper, seine Augen blieben weiterhin sorgenvoll, änderte sich aber nicht. Ohne den Sichtkontakt abzubrechen, griff er nach meiner Hand. Unwillkürlich hielt ich den Atem an - normalerweise berührte er mich nicht. Das letzte mal, dass er das getan hatte, war letzte Woche gewesen - aber da wäre ich auch fast bei einem Schulausflug in einen Tümpel gefallen. Aber nicht so hier, bei ihm zu Hause.. Mir wurde schwindelig von dem Geruch, der mich empfing, doch ich hielt tapfer dagegen an. Colin öffnete seinen Mund und antwortete auf meine Frage: "Ich möchte dich nicht verlieren, aber es ist besser für dich.. Und es ist ja nicht für immer! Bitte, Eve, ich will nur, dass es dir gut geht. Ich kann das nicht - auf dich aufpassen und gleichzeitig auch auf mich" - ein Lächeln huschte über sein Gesicht, verflog aber gleich darauf wieder - "und so tollpatschig wie du bist, ist das sowieso eine Aufgabe für zwanzig Mann!" Ich bemerkte sehr wohl, dass er meiner anderen Frage auswich. Und ich las auch in seinem Gesicht, dass er wieder meine Gedanken las - er ließ auch augenblicklich meine Hand fallen und wendete den Blick ab. Er hatte mir mal erklärt, dass er meine Gedanken nur lesen konnte, wenn er mir in die Augen sah. Und das auch nicht immer. Doch diesmal brauchte er meine Gedanken nicht zu lesen oder zu erraten, denn sie standen schwer und bedrückend in der Luft. Mit einem letzten heiseren Seufzer drehte ich ebenfalls den Kopf weg. Dann presste ich meine Lippen aufeinander. Alles drehte sich, mein Herz pochte wie wild und Übelkeit stieg in mir auf. "Ja", flüsterte ich heiser. Mit sicherer Stimme fuhr ich fort. "Ja, ich werde gehen."

.Kapitel 9


Schweigend sah ich aus dem Fenster und beobachtete die Landschaft, wie sie an mir vorbeiflog. Durch das Glas sah ich verschwommen die Bäume war, an denen wir vorbeifuhren. Meine Kopfhörer spielten mir Lieder vor, doch das nahm ich gar nicht wahr. Ich fuhr sozusagen in eine ungewisse Zukunft - weg von zu Hause, weg von allem was ich kannte. Mit einem theatralischem Seufzer sah ich zu Colin rüber. Er besah mich mit einem besorgten Blick, doch als er bemerkte, dass ich ihn ansah und rang sich ein Lächeln an. Weg, von allem, was ich liebe.. Ich seufzte nochmal, doch diesmal glücklicher. Alles würde gut werden - noch war Colin bei mir. Entspannt lehnte ich mich in den Sitz zurück und schloss die Augen. Das leise tuckern des Zuges rüttelte mich schließlich in einen erholsamen Schlaf.

Mit quietschenden Reifen hielt der Zug an und weckte mich aus meinem Schlaf. Unnötigerweise stupste auch Colin mich an. Mit rauer Stimme sagte er, was mir sowieso schon klar war. Und doch schmerzte es umso mehr, machte es realistischer, es von ihm zu hören. "Wir sind da." Wie viel Trauer drei Wörter nur in einem auslösen konnten, faszinierte mich doch schon ein wenig. Aber es waren nicht nur diese Worte - sondern die Gewissheit, dass jetzt die Zeit für Abschied war. Eigentlich war ich froh, dass ich keine Freunde außer Colin hatte. Es war schon schwer genug gewesen, Dad zu erzählen, dass ich auf eine besondere Schule eingeladen worden war. Und natürlich auch die Sache mit Abschied. Da ich meinen Vater kaum sah, war das nicht so schwer gewesen. Selbst zu Colin hatte ich innerhalb dieser kurzen Zeit eine stärkere Bindung bekommen. Sofort musste ich daran denken, wie es nun wäre, wenn Rayn nun hier wäre. Eine Träne bildete sich in meinem Auge. Sofort wischte ich sie mit meinem Ärmel weg, bevor irgendjemand das glitzern wahr nahm. Aber das wäre sowieso egal - mit dem Abschied würde ich ohnehin anfangen, zu weinen. Und schon spürte ich wieder kalte Tränen in meinen Augen. Heulsuse!, schimpfte ich mich, aber es hatte keinen Sinn. Schon brannten meine Wangen und die Tränen flossen. Colin sah mich an und auch in seinem Gesicht stand Trauer, auch wenn man durch seine fast schwarzen Augen kaum ein Gefühl sah. Ein qualvolles Lächeln umspielte seine Lippen. Er war in so vieler Hinsicht wie Rayn.. Und doch bedeutete er mir irgendwie mehr. Ich lächelte nun auch, als ich ihn umarmte. "Hey", raunte er leise ins Ohr. "Ich komm dich doch besuchen!" Mein Herz pochte bei dem Gedanken und ich löste mich aus der Umarmung (was mich sehr viel Überwindung kostete, am liebsten wäre ich ewig so stehen geblieben). Wir waren noch damit beschäftigt, uns anzulächeln, dass wir gar nicht mitbekamen, dass eine Frau auf uns zutrat. Colin spannte sich an und fuhr sich mit der Hand durch die schwarzen Haare, unwillkürlich tat ich es ihm nach und spannte mich ebenfalls an. Die Aura der fremden Frau war beeindruckend. Aber auch ihr Äußeres faszinierte mich - sie wirkte noch nicht sehr alt, vielleicht Anfang vierzig, und dennoch standen Falten in ihrem Gesicht. Was aber vielleicht auch daran lag, dass sie das Gesicht angewiedert verzog - einer dieser Menschen, die sofort unsympathisch aber machtvoll wirkten, weil sie einfach so aussahen. Sie hatte kastanienbraune Haare und eisblaue Augen, die genauso lieblos und unfreundlich wirkten, wie der Rest an ihr. Sie trug einen enganliegenden, schwarzen Anzug und sah mich prüfend an. Colin widmete sie nicht einen Blick. Dann zuckten ihre Mundwinkel und deuteten vermutlich ein kaltes Lächeln an. Ein Schauer lief mir über den Rücken und ich bohrte mir meine Fingernägel in die Handfläche. "So", sprach die Frau dann nach einer Weile und ihre Stimme war genauso kühl, wie ich es mir vorgestellt hatte, "du musst Evelyn sein."

.Kapitel 10


Das dunkle, gewaltige Gebäude ragte schemenhaft vor ihr auf und verschwamm mit den schwarzen Schatten der nebeligen, kalten Herbstnacht. Kein einziger Stern funkelte am Himmel und eine unnatürliche Kälte kroch über die Wiese und doch war die Luft ruhig und windstillen. In weiter Ferne krächzte heiser und mit rauen Lauten eine Krähe. Ansonsten lag eine kalte, herzlose und lauernde Stille über dem finsteren Schloss und die darum stehenden Bäume. Es waren hässliche Bäume, ohne auch nur ein einziges Blatt und die Äste alt und knorrig. In der tiefschwarzen Dunkelheit wirkten, sie wie grausige Schatten, die nach denjenigen greifen würden, die an ihnen vorbeistolzierten. Doch beinah war die Wiese leer. Nur eine einzige Gestalt lief zielstrebig und ohne Pause auf das unheimliche Schloss zu. In ihre langen, schwarzen Roben gewandt, die sich genauso schemenhaft mit der undurchdringlichen Dunkelheit vermischten, eilte Skyn mit großen Schritten darauf zu, immer weiter und immer näher. Ein wissendes Lächeln lag auf ihren gefühlskalten Lippen. Kein einziger Ton war zu hören, als sie über das nasse Gras lief. Nicht einmal die Krähe wagte es mehr, ihr grausiges Lied durch die Welt zu tönen. Als Skyn jedoch an das große Tor des dunklen Schlosses ankam, das selbst von der Nähe schemenhaft wirkte, hob sie ihren Arm an, die Robe rutschte an diesem hinunter und gab eine schneeweiße, kalte Hand frei, mit der sie anklopfte. Ein großer Drachenkopf, der Feuer seinen Mund aufriss, als würde er Feuer speien, war auf die Tür gemalt. Der Anklopfer hingegen, war ein einfacher Ring, der dem Drachen als Nasenring diente. Dieses Geräusch, das Geräusch von Metall, dass kurz in einem knarzenden Ton auf das alte Holz schlug, hallte unwirklich laut über die feuchte Wiese. Nun meldete sich auch wieder die Krähe zu Wort und stieß einen heiseren Ruf aus, lauter und näher als zuvor. Plötzlich und mit einem lauten Knarzen und rumpeln, schwang das Tor auf und enthüllte einen dunklen Gang. Der weiße Marmorboden leuchtete hell wie die Sonne selbst, die Wende blieben aber weiterhin in den Schatten der Nacht verborgen. Ein lautes Krachen verkündete, dass sich die Tür wieder schloss. Nun verdunkelte sich auch der Rest und selbst der Marmoroden wurde dunkler. Nur ein dämmriges Licht ging von ein paar brennenden Fackeln aus, die durch den Weg führten. Laut hallten Skyns Schritte wieder, wie von einem Echo, als sie begann zielstrebig die Eingangshalle zu durchqueren. Sie ignorierte die vielen, dunklen Schwarzeichenholztüren, die wieder und wieder rechts und links von ihr auftauchten. Allerdings flüsterte sie immer wieder einen Namen, die Stimme rau. "Freya.. Freya.. ich komme", flüsterte sie langgezogen und wissend. Immer lauter und lauter wurde ihre Stimme, ihr Lächeln wurde noch größer, noch bösartiger und wieder lag eine Gewissheit in ihrem Blick. Zufrieden mit sich selbst legte sie ihre Hände aneinander und zum zweiten Mal wurde ihre Haut, fast so weiß, wie der Boden über den sie Schritt, sichtbar. Nach bangen Minuten kam die Frau am Ende der Halle an und klopfte aufgeregt an die letzte Tür. Ein Totenkopf prangte weiß schimmernd darauf und eine besonders schöne Fackel verteilte rötliches Licht, prasselte und sprühte Funken auf die Tür hinab. Das Klopfen war zwar ein sehr leises Geräusch, durchbrach aber wie zuvor die Schritte die Stille und hallte durch die Eingangshalle. "Freya", flüsterte Skyn wieder rau. "Ich komme!" Die letzten beiden Worte schrie sie förmlich und es war, als würden tausende Geister ihre Worte wiederholen und das Echo hallte lange nach. Die Tür mit dem Totenkopf schwang urplötzlich krachend auf und ein stockfinsterer Raum erschien dahinter. Nur Schatten waren zu erkennen und nicht einmal klare Umrisse. Skyns helle, spinnenartige Finger glitten wieder hervor und sie hob ihre Hände, um die schwarze Kapuze zu ergreifen, die sie auf ihrem Kopf trug. Mit einem schnellen Ruck fiel sie hinunter und dunkle Haare vielen lang und seidig auf die Schultern der Frau. Dunkelgrüne und diebische Augen stachen aus ihrem hübschen Gesicht und ihre roten Lippen lächelten verschmitzt. Schließlich setzte sie sich erneut in Bewegung Mit großen, hallenden Schritten und ohne zu Zögern betrat sie den unheimlichen Raum und verschmolz mit der Dunkelheit, die sie nun gefangen hielt.

.Kapitel 11


Ich versuchte den Kloß, der tief in meiner Kehle saß, hinunterzuschlucken und sah gequält aus dem Fenster. Wieder einmal huschten grüne und braune Schatten an mir vorbei und verschmolzen zu einer einzigen Farbe. Entsetzliche Trauer packte mein Herz wie eine eisige Klaue mit scharfen, widerspenstigen Krallen und hielt es in einer schmerzhaften Position fest. Heiße Tränen brannten in meinen Augen und es fühlte sich an, als würde das Blut meines Herzens dort sein. Verzweifelt blinzelte ich dagegen an, ich wollte nicht weinen. Nicht jetzt und nicht hier. Ich würde stark bleiben oder beim dem Versuch scheitern. Bald darauf waren meine Wimpern verklebt tränennass und ich sah die Schatten der Außenwelt noch verschwommener wahr. Ich spürte nur noch die schwarzen Ledersitze des genauso dunklen SUVs in meinem Rücken und hörte das Rauschen und quietschen der Reifen, die nun schon seit langen Stunden über den rauen Asphalt fuhren. Und selbst diese Geräusche verblassten nach einer Weile und ich hörte fast nur noch Stille. Bis auf das Pochen meines Herzens, dem es anscheinend egal war, dass sie Klauen es so grausam umklammerten und mir so viele Schmerzen bereiteten. Nein, mein Herz pochte im selben Takt wie immer und würde sich von nichts aufhalten lassen. Ich seufzte tief und hatte das Gefühl, dabei alle meine Schmerzen auspusten zu wollen. Es klappte auch. Okay, vielleicht verschwand nicht der ganze Kummer, aber der Gedanke, dass die Welt sich weiter drehte und mein Herz weiter seinen Rhythmus schlug, beruhigte mich ein wenig. Ein tiefes Gefühl von Entschlossenheit packte mich und riss mich von meinen tiefsitzenden Trauer hinfort. Mit genau dieser wilden Entschlossenheit wischte ich mir mein Gesicht mit meinem Ärmel ab, der sofort nass wurde. Meine Augen brannten ein wenig von dem grauen Stoff meiner Jacke, der über sie fuhr und meine Wimpern verknickten ein wenig. Dennoch war es ein befreiendes Gefühl und ich schniefte kurz. Dann sah wieder aus dem Fenster. Überrascht stellte ich fest, dass sich der Wald durch den wir gefahren waren, sich nicht mehr bewegte. Das große, dunkle Auto war also zum Stillstand gekommen. Und nicht nur das, da war gar kein richtiger Wald mehr auf der Seite meiner Tür. Ich sah nur eine große Wiese, mit saftigen, grünen Grashalmen die sich nach den Sonnenstrahlen reckten und sich von ihrer wohligen Wärme gießen ließen. Und dort, in dem dichten Gras, stand ein riesiger, alter Apfelbaum. Seine Blätter schillerten in den verschiedensten, satten Grüntönen und waren groß und alle wohlgeformt. Tiefrote, saftige Äpfel hingen groß wie Tennisbälle an den kräftigen, dunklen Ästen. Unwillkürlich strömte ein beruhigendes, sanftes Gefühl durch meine Adern, als wäre ich nie traurig gewesen. Als hätte ich nicht gerade mein Leben hinter mir gelassen, alles völlig neu begonnen, weil eine blöde, alte, steife Frau das von mir wollte. Okay, vielleicht war das ein bisschen zu respektlos, schließlich hatte Colin mir erklärt, was für ein hohes Tier Madame Quint war. Colin. Die Kralle zog sich kurz fester und hinterließ weitere Narben, um dann wieder von diesem sanften Gefühl von Ruhe gestört und schließlich komplett verscheucht zu werden. Doch dieses mal war mir klar, dass auch ich diesen Schmerzen standhielt und ein Teil von diesem unwirklichen Gefühl auch meinem Herzen entsprang. Denn eines war mir inzwischen ziemlich klar geworden. Es war nicht das Loslassen, das wirklich schmerzte. Sondern der Gedanke, dass die Person nicht mehr für dich da war. Das nicht mehr. Das nie wieder. Ein trauriges, aber wissendes Lächeln umspielte meine kalten Lippen und ich seufzte noch ein weiteres mal tief um die restlichen Narben einfach hinfort zu wünschen. Ich sollte mich eigentlich sogar relativ glücklich schätzen. Rayn hatte mich für immer verlassen, war nicht mehr für mich da, nie wieder, aber Colin würde wieder kommen. Colin würde bei mir bleiben, mich unterstützen und besuchen kommen. Bei dem Gedanken wurde mir plötzlich sehr warm ums Herz und ein Gefühl von Glück stieg in mir auf. Eine Weile versank ich in einer anderen Welt, einer wunderbaren, in der ich bei Colin war, bis eine kalte Stimme mich aus meinen Gedanken riss und blaue Augen mich frostig anstarrten. "Zum dritten Mal, kommen Sie endlich, Miss Evelyn?", blaffte Madame Quint mich an. "Verzeihung, Ma'am, ich komme ja schon", murmelte ich sarkastisch und erntete dafür weitere böse Blicke. Kein Humor, würde ich mir merken müssen. Wobei… Ich drehte meinen Kopf weg und beschäftigte mich damit, meinen Gurt zu lesen, aber nur damit sie das Grinsen nicht da, das deutlich in meinem Gesicht stand. Es würde gut tun, meinen Schmerz abzulassen, in dem ich einfach ein bisschen, nun ja, respektlos war. Oder sagen wir einfach, in dem ich meinen Humor und mich von meiner besten Seite zeigte. Und wieder grinste ich schelmisch, doch diesmal versuchte ich erst gar nicht meinen Kopf weg zu drehen. Vielleicht würde ja doch alles nicht so schlimm werden.

"Sind.. wir.. endlich.. daa..?", keuchte ich zwei Stunden später nach einem langen Fußmarsch durch Wald, Flur und Wiesen, hauptsächlich aber ersteres. Kalter Schweiß rann mir über die Stirn und ich hatte mir, trotz der herbstlich kalten Temperaturen, meine graue Jacke um die Hüfte gebunden. Mit meinem linken Handrücken wischte ich mir gerade den Schweiß von der Stirn und bekam dabei weiterhin nur bedingt Luft, durch heftiges Keuchen. "Nur Geduld, Miss Evelyn. Geduld und Ausdauer sind die beiden Wichtigkeiten des Lebens", ertönte eine höhnische Stimme und ich sah wütend auf das große, weiße Pferd, auf dessen Rücken Madame seit diesen qualvollen Stunden in aller Ruhe und Bequemlichkeit ritt. Sie starrte einfach mit ihrem durchdringenden, eisblauen Augen zurück. Kurz - das musste ich sogar zugeben - dachte ich bewundert daran, dass ihr strenger Dutt nach wie vor, trotz der vielen Äste, perfekt saß und nicht eine kastanienbraune Strähne verrutscht war, während meine rote Mähne wieder eine einzige Katastrophe war. Wie immer. Dann wurde ich allerdings wieder sauer. Sie lief ja nicht die ganze Zeit und bekam Äste ins Gesicht, weil ihr ach so toller Gaul stetig trabte und sich nicht darum kümmerte, dass die Äste, die er nach hinten trat, mir ins Gesicht peitschten. Ich öffnete gerade meinen Mund, um etwas Bissiges zu erwidern wie, dass sie ihren ach so feinen Hintern vielleicht mal von ihrem Gaul bewegen solle und selbst laufen solle, als sich eine warme Hand vorsichtig auf meine Schulter legte. Sehr sanfte, rehbraune Augen zwinkerten mir beruhigend zu und augenblicklich verpuffte meine Wut ein wenig. "Wir sind bald da", meinte Professor Carlson Brown mit seiner tiefen, beschwichtigenden Stimme. Hach, ich mochte ihn schon jetzt total. Er hatte unseren schwarzen SUV gefahren und begleitete nun unsere, meine, kleine Eskorte zur Schule oder wie auch immer meine zukünftige Heimat genannt wurde. Außerdem war er mein künftiger Professor für allgemeine Zauberkunst, auch wenn ich allerdings schon seit Stunden rätselte, was das nun war. Schlauer bin ich noch nicht geworden. Aber eins wusste ich, und zwar, dass der etwas rundlichere, ältere Mann sehr freundlich und umsichtig war. Seine Haare waren genauso braun wie seine Augen, auch wenn sie schon graue Strähnen hatten und ein paar Stellen ganz kahl waren. Aber das machte seine sanftmütige Erscheinung noch perfekter. Aus meinem Augenwinkel sah ich einen hübschen Jungen in meinem Alter die Augen verdrehen. Noah Brown. Der Sohn des Professors. Eigentlich war er ganz süß - okay, zugegebenermaßen, total süß - mit seinen rehbraunen Augen und dem dunkelbraunen Haar, dass verwegen zerzaust war, wie das von Colin. Außerdem hatte er einen trainierten Oberkörper, so weit ich das erkennen konnte. Schließlich schwitzte er nicht halb so viel wie ich. Nicht mal Brown schwitzte. Und das wichtigste an Noah war, er hatte Humor, auch wenn er so ziemlich alles, was sein Vater sagte, dachte oder tat, stumm oder eben auch laut kritisierte. Wenn ich so einen Vater gehabt hätte, hätte ich ihn definitiv mehr gewürdigt. Hätte, hätte, Fahrradkette. Kurz grinste ich, weil ich ziemlich stolz auf meine plötzlich erworbene Menschenkenntnis war, die ich vor Colin nicht ansatzweise gehabt hatte. Dann nickte ich so freundlich wie möglich zu Noah und seinem Vater, als Zeichen, dass wir weiter gehen konnten. Auch wenn ich immer noch schwitzte wie sonst was. Allerdings stellte es sich als schwieriger heraus, den beiden zuzunicken, als ich gedachte hätte, da beide hinter mir standen. Nach diesem kurzen, peinlichen Moment sah ich wieder zur edlen Dame auf dem schimmerndem Ross. Ich deutete eine sarkastische Verbeugung an. "Ich wäre dann bereit, weiter zugehen, wenn es Ihnen beliebt", meinte ich so würdevoll wie möglich, konnte mir ein spitzbübisches Grinsen aber nicht verkneifen. Okay, okay, das hier würde definitiv mehr Spaß machen, als ich je erwartet hätte.






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Zuletzt von Flinke Feder am Sa Jan 28, 2017 5:43 pm bearbeitet; insgesamt 39-mal bearbeitet



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Do Jun 02, 2016 8:06 pm
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Uiuiui, das klingt mega nice *_____*
Ich will mehr lesen :DD

ABER: (ja das gibt es xD)
Du hast in Zeile 4 "das" falsch geschrieben, an der Stelle "Nicht nur, DASS" muss es nämlich mit Doppel S geschrieben werden ;D

Ansonsten supeer *-* Schreib weiter!

LG Icelolli



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Do Jun 02, 2016 8:59 pm
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Uuh, danke, ich freue mich über jedes Kommi, das motiviert mich zum weiterschreiben <3 xD
Und ja, bei so 'nem Titel muss man halt was vergessen 8D

-Hab jz Kapitel 2 reingestellt^^ Weiß nicht ob's schon ready ist, aber lesen kann man's schon mal xD



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Fr Jun 03, 2016 11:46 am
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Echt coole Story!!!
Bitte schreib weiter, sind echt coole Ideen! Du hast einen interessanten und fesselnden Schreibstil ^^
Bist voll kreativ ;)

~Schlange



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Fr Jun 03, 2016 9:28 pm
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Uiuiuiuiui *-*
Schreib weiter :D
Abaaa du hast in Kapitel 3 "schockiert" ohne C geschribeen :o Tztztz xDD
Sorry, du weißt, ich mag es andere zu korrigieren ;P

LG Icelollii



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Sa Jun 04, 2016 10:32 am
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Alles klar: ich habe mich nun auch dazu durchgedrungen die Story so weit zu lesen :) ich finde es echt der Hammer! Mega gut geschrieben ^_^ Freue mich, wemn es weiter geht.

2 Dinge jedoch, da du die Geschichte ja auch gepostet hast, um Kritik zu erhalten :P

- An sich hast du einen echt guten Schreibstil. Sätze sind super geschrieben und Kommafehler sind fast keine vorhanden ^^ Jedoch im 2. Kapitel sind mir ein paar Schreibfehlerchen mehr aufgefallen als in den anderen beiden ;) warste ev. Müde? :P Aber wie gesagt; super geschrieben und alles, das is nur meckern auf hohem Niveau!

- In Kapitel 3 stolpert sie ja und ist fast umgefallen, wurde jedoch von Collin aufgefangen. Etwas später schreibst du aber, dass Collin sie nicht berühren wollte ^^ 'Zitat: Er fasste mich nie an'
Kleiner Logikfehler in meinen Augen :)

Hoffentlich schreibelst du fleissig weiter :3



©Welle
Sa Jun 04, 2016 10:54 am
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[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können]: Danke! :D
[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können]: Jaa.. xDD Aber danke :3 Ich schreibe gleich mehr cx
[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können]: Hmm, ja, im 3. waren sogar noch mehr Rechtschreibfehler (Ich hab's mit Aufen statt Augen xD), aber die hab ich schon korregiert, hab ich im zweiten aber nicht gemacht x3
Hmm, stimmt, ich könnte schreiben das er sie am Pulli auffängt oder so, hab nicht so drüber nachgedacht, danke x3



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Mo Jun 06, 2016 8:46 pm
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Tolles 4. Kapital :D
Aaaaaaber da sind ziemlcih viele Grammatikgehler drin emien Liebe ;D
Les mal nochmal drüber, manchmal doppeln sich Wörter oder du hast es grammatikalisch falsch geschrieben
(Sag lieber "spiegelte…wieder" anstatt "wiederspiegelte…")

ANsonsten klasse :DD



©Welle
Di Jun 07, 2016 12:34 pm
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Ich hab Kapitel 4 jetzt noch mal komplett überarbeitet, weil's mir nicht so gefallen hat cx Aber danke, Icelolli! :3
Ich setze mich nachher auch an Kapitel 5 ;D



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Fr Jun 10, 2016 4:31 pm
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Uiii schreib weiter, schrieb weiter, schreib weiter! XD

Das 4. Kapitel ist jetzt auf jeden Fall besser, nachdem du es überarbeitet hast. Das 5. ist so kurz .o. WIll mehr lesen! :o



©Welle
Fr Jun 10, 2016 4:50 pm
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Jah, danke für das Feedback, dachte isch mir auch :D
Joa, 5 ist noch nicht ganz ready.. xDD Ich schreib jz auf jeden Fall mal schnell mehr! :D



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©Welle
Mo Jun 20, 2016 5:48 pm
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Waveh hat Kapitel 6 rausgebracht und freut sich über neue Kommis. :3 Dazu brauch ich Ideen und wäre für jede dankbar. D: Ich hoffe es gefällt euch! :D Ich habe auch bald vor die Story noch einmal komplett mit schöneren Worten etc auszubessern, damit sie einfach ein wenig überarbeitet ist. c:
Ich hoffe es ist eurem Geschmack genehm! :D

~Fay



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Mo Jun 20, 2016 7:18 pm
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Kohlin? Dafuq xDD

Also ich finde es extrem gut *-* Schreib weiter, ich will wissen wie es weiter geht xD
Diesmal sind mir beim ersten mal lesen sogar mal keine Fehler aufgefallen ;D :*

LG Ice



©Gast
Sa Jun 25, 2016 9:40 pm
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Gast

Feder,
Ich finde das ist irre gut geschrieben :) Bitte mach weiter . Vielleicht hast du ja dann ein Buch voll. Ich würde das auf jeden Fall kaufen ! ;)
Mir gefällt einfach an deinen Geschichten besonders der Schreibstil aber auch das du neue Wörter mit reinbringst und nicht immer dasselbe.
Bitte schreib weiter :)))))

Lg. Gewitter



©Bran
Do Sep 22, 2016 7:14 pm
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Welle, ich muss sagen, dass mir die Geschichte bis jetzt sehr gut gefallen hat:)
Es gefällt mir, dass du kleine Rückblicke einbaust, die aber nicht vom eigentlichen Geschehen ablenken, ist noch alles sehr nebelig, aber ich bin sicher, dass das gewollt und der Nebels sich nach und nach lichten wird ;)
Ein kleiner Fehler, den ich im 2. Chapter gefunden habe: "dieser misteröse Colin" > mysteriös
ist zwar nur was kleines, das nicht so stört, dass man den Text nicht versteht, aber mir als Rechtschreibpolizist ist es halt aufgefallen^^
Lg Red^^



©Glitzerregen
Do Sep 22, 2016 8:07 pm
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General der Jäger
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Hey hey hey,
finde deine Geschichte echt interessant.
Finde die Atmosphäre insgesamt sehr schön. Würde mich freuen wenn du weiterschreibst :3
Einige Stellen hören sich für mich recht "unlogisch" an, aber da es deine Story ist, hat das mit Sicherheit alles seine Richtigkeit.
Ich bin gespannt wie es weitergeht.
LG Ginstah



©Gast
Mi Okt 26, 2016 11:45 pm
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Gast

Mann Butter, ich hab zwar schon im Chat mitbekommen das die Geschichte gut ist aber das sie SO gut ist habe ich nicht erwartet *-*
Die Atmosphäre ist gut und die Geschichte ist interessant. Jetzt musst du für mich bitte weiterschreiben ok?. Hoffe es geht weiter^^
~Einhorn



©Welle
Do Okt 27, 2016 12:52 pm
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[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können]: Jaa, Kohlin. xD Aber danke diir! :D Und yeai, mein Ziel ist erreicht! :P
[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können]: Danke dir. c: Ich versuche auch sehr Sätze immer anders anfangen zu lassen, etc. x3 Ich danke dir! :D
[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können]: Danke auch an dich. cx Jaw, der Rückblick sollte einfach so ein bisschen für's weitere geschehen helfen. xD Und danke auch für den Fehler, wie kam der denn darein? :'D Werde ich gleich ausbessern <3
[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können]: Das freut mich & dankeh. :3 Was meinst du denn genau an manchen stellen mit unlogisch? cx Vielleicht habe ich mich im Eifer des schreibens auch einfach vertan. xD
[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können]: Ach, danke dir Lehrer, du bist so lieeeb. <3 Natürlich schreibe ich für dich weiter! x3

@All: Ich schreibe gerade (wie vielleicht manche bemerkt haben xD) am 8. Kapitel und hoffe, der erste Teil gefällt euch schonmal! ^-^ Freue mich weiterhin über Kritik & Lob und natürlich auch über ein paar Fleißige, denen beim Lesen was auffällt. c:

Alles Liebe,
Welle



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©Mercyheart
Do Okt 27, 2016 8:13 pm
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Klingt gut, klingt gut, auch wenn es seltsam ist, dass das Kapitel mitten im Satz endet xD

Achja:
"sowieso niemandeM sagen dürfen"
es heißt niemandem, nicht niemanden xD

und es heißt Pyjama, du hast das j vergessen ^-^




©Welle
Sa Okt 29, 2016 9:19 am
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Danke dir :D Ja, werde ich gleich verbessern xD
Steigert doch die Spannung? 8D Nee, musste da schnell off xD
__
So, ich habe das achte Kapitel nun reingestellt und die verbesserte Version (Rechtschreibfehler) von Glitzerregen reingestellt (danke dir nochmal!). Dazu habe ich versucht oben dieses Beitragspringen anzumachen, was allerdings nicht ganz geklappt hat, weshalb ich mal im SfKB nachgefragt habe. ^-^
Dann könnt ihr auch ganz einfach von Kapitel zu Kapitel springen. c:

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©Welle
Fr Jan 13, 2017 7:07 pm
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Ich habe ein kleines Kapitel reingestellt, das ich vielleicht noch länger schreiben werde. ^-^
Dennoch freue ich mich mal wieder auf Kommentare und auf jeden Fall auch auf Ideen. c:
Das springen klappt leider nicht mit den HTML-Dingensda. D:

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©Mercyheart
Mo Okt 02, 2017 10:17 pm
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"Ich wäre dann bereit, weiter zugehen, wenn es Ihnen beliebt"
Haha genial ;D
Ich hab so lange nicht mehr gelesen, dass mir voll der Zusammenhang fehlt, aber es is schon nice das neue Kapitel xD



©Welle
Do Okt 05, 2017 3:55 pm
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Ui, du liest das mal wieder? xD Dankee :D Ich weiß nicht.. ist das mit der Schule okay oder zu klischeehaft ist? Wenn würde ich das halt vielleicht wieder löschen, dunno. ovo
Gut, ich wollte mich sowieso ans nächste Kapitel machen, das erstmal nix damit zu tun hat. xD



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