Mitglieder FAQ Suche Regelwerk Registrierung
Liebe Katzen groß und klein, Regeln müssen immer sein. Deshalb kommt ihr als Neuling an, endet euer Name stets mit "junges" hinten dran. Keine Angst, ihr werdet seh'n, mit etwas Fleiß, werdet auch ihr bald als Krieger vor uns steh'n.
Diese liebenswerten User helfen dir bei jedem Problem was in ihrem Bereich der Möglichkeiten liegt.

Klick auf den Button um sie näher kennen zu lernen!

 Das hellste Licht wirft die tiefsten Schatten || Playstart

©Knochensplitter
Do Feb 01, 2018 12:59 am
avatar
Heiler
Anzahl der Beiträge : 3192
Anmeldedatum : 28.03.16

Lennox | Vampir | Straßen Londons mit Astara @Flockentanz und Araziel @Habichtstern

Lennox betrachtete weiter die Szene, die sich ihm bot, etwas andres war ihm dank der Schatten auch gar nicht möglich gewesen. Während Araziel mit Astara redete ließ er den Blick schweifen, allerdings ohne die anderen aus den Augen zu lassen. Es gab allerdings nichts zu sehen, es war nichts und niemand in der Nähe, nur die frustrierende, graue Stadt London. Ohne die Menschen noch grauer als sonst.
Der spöttische Blick, den ihn die Engelin ihm zu warf entging ihm nicht. Aber er sagte nichts, er wollte eigentlich gar nichts mehr sagen. Denn er war sich durchaus bewusst, dass nichts, was er sagen könnte die Situation retten würde. Andererseits war er sich auch nicht sicher, ob schweigen einen nutzen haben würde. Allerdings ging der Plan nichts zu sagen ziemlich schnell schief, als er sich zu Araziels Frage an die Engelin äußerte. Er konnte einfach nicht anders.
Astara bedachte Lennox mit einem genervten Blick. „Also erstmal, Kleiner“, sagte sie. Als Lennox die Bezeichnung Kleiner hörte hätte er am liebsten ausgespuckt, er war nicht klein oder jung. Er war schließlich schon 400 Jahre alt. Obwohl... Im Vergleich zu den beiden Engeln vor sich, war er vermutlich noch ein Baby. Oder die Anderen waren einfach Uralt, wie Großeltern. Ja, der Gedanke gefiel ihm – alte und senile Menschen, die sich verbissen an alte Werte klammerten und keinen Fortschritt wollten. Er grinste in sich hinein.
Allerdings verflog dieses schnell, als er Astara weiter zuhörte. Sie beschwerte sich über seine fehlenden Manieren und seine Unhöflichkeit. Auch wenn Lennox es ungern eingestand, sogar nur vor sich selbst, so musste er doch zugeben, dass sie recht hatte. Das war unhöflich gewesen und er könnte sich selbst dafür ohrfeigen. Ein schuldbewusster Ausdruck huschte über sein Gesicht, doch er wischte diesen schnell wieder weg, er wollte nicht, dass die anderen beiden etwas bemerkten. Denn er wollte ihnen nicht die Genugtuung geben. Trotzdem war er sich sicher, dass Astara etwas bemerkt hatte, schließlich schaute sie in seine Richtung und sie war aufmerksamer, als es ihm lieb war. Araziel hatte vermutlich nichts bemerkt, er stand von Lennox abgeneigt.
"Im Moment hat weder sein Tod noch sein Leben einen Sinn für mich“, Lennox verzog das Gesicht und schnaufte vor sich hin: „Wie großzügig von dir“ Er versuchte so leise zu reden wie möglich und hörte ihrem Gerede weiter zu. Sie sagte, dass er mit seinem Verhalten in seinen eigenen Tod laufen würde. Er war sich dem nicht so sicher wie sie, aber das würde die Zeit ja zeigen und wenn Araziel sich nicht bemühen würde die Menschen wieder zurück zu holen – was nicht so schien, da er ja scheinbar die Zeit hatte sich mit jemandem so unwichtiges wie Lennox zu beschäftigen – dann würde er ohnehin sterben. Natürlich er hatte seine Blutreserven, aber die würden wohl auch nicht ewig halten. Und wie jeder wusste, Tierblut reichte auf Dauer auch nicht aus.
„Wenn in diesem „neuen“ London nicht bald wieder Menschen auftauchen, dann wird der vampirische Anteil der Bevölkerung eh bald verschwunden sein. Was habe ich schon zu befürchten? Es wirkt so als würde sich niemand – auch nicht der neue Herrscher“ Lennox warf Araziel einen kurzen Blick zu „noch seine Gefolgsleute“ sein Blick strich zu Astara „um das Zurückkehren der Menschen kümmern. Das würde bedeuten, dass es eh nur eine Frage der Zeit ist, bis ich sterbe“ Lennox dachte kurz nach und fügte dann noch hinzu. „Obwohl es eine größere zu beherrschende Gruppe gäbe, wenn die Menschen zurück gäbe und nicht nur uns wenigen Wesen, die auf Dauer nicht überleben können“
Lennox bemerkte Astaras Blick erst spät. Sie schaute ihn an, als wäre er ihr nächster Snack und nicht auf die gute Art und Weise. Nicht desto trotz war sich Lennox nicht sicher, ob er nun eine Feindin in ihr hatte oder nicht. Besonders das Lächeln auf ihrem Gesicht allerdings ließ ihn misstrauisch werden.

(Sorry, dass ich so spät erst zum antworten komme owo)



©Namida
So Feb 04, 2018 1:02 am
avatar
Heiler
Anzahl der Beiträge : 2216
Anmeldedatum : 27.07.15
Alter : 18

Dawn || Erzengelin || Hyde Park || Bei; Flynn [@Strahlenlicht]

Die Engelin wusste nicht wie sie darauf reagieren sollte. Sie hatte keine Ahnung wie sie diesen plötzlichen Gefühlsausbruch Händeln sollte. Er sah nicht so aus, als wäre er der größte Redner weswegen sie diese Rede doch sehr überraschte. Für eine ganze Weile schwieg die schwarzhaarige, während sie überlegte was sie sagen sollte. Der Dämon schien viel durchgemacht zu haben, besonders seitdem er sein Mal erhalten hatte. Es schien so als würde er seine Gabe hassen. Sie war sich sicher das es daran lag, dass man ihn nicht richtig geführt hatte. Jeder Dämon hatte die Möglichkeit seine Gaben auch für gutes ein zusetzten, doch es schien so als hätte Flynn so einen niemals gefunden. Er war einfach abgerutscht wie man es bei einem Drogenabhängigen nun sagen würde.

Sie überlegte noch immer was sie sagen sollte, doch wusste sie nicht was. Wie konnte ein Mensch innerhalb weniger Minuten so oft seine Gefühle wechseln? Zwischen durch schien er sogar verzweifelt zu sein. Hatte er den nie Chance gehabt seine Gefühle zu äußern? Hatte ihm den nie jemand zugehört? Seine Freundin schien eine schlimme Person zu sein, den ihr schienen die Gefühle ihres Partners ja komplett egal zu sein. Solchen Menschen musste man doch zeigen das man für sie da war.

Zögernd legte sie eine Hand auf seine Schulter und sah ihn an. “Ok nun ich kenne dich nicht wirklich, aber es scheint so als hätte man dich ziemlich vernachlässigt“, erwiderte sie und sah ihn von der Seite her an. “Jedes Wesen ist es wert gerettet zu werden auch du. Nur weil du ein Dämon bist und nichts von deiner Vergangenheit weißt, heißt das nicht das du ein niemand bist. Du solltest diese Chance nutzen und dein Leben neugestalten. Nicht jeder hat diese Chance“. Sie hielt inne und sah ihn nun direkt an. “Auch jetzt bist du immer noch ein sehr liebenswertes Wesen. Etwas gefühlskalt aber liebenswert“, sie schmunzelte während dessen ein breites Lächeln sich auf ihrem Gesicht breit machte.



Amaris || Anführerin der Dämonen || Tower Bridge -> Flynns Apartment || Bei; Lathiva [@Saphirstern]

Sie verdrehte die Augen wobei sie ein Lächeln nicht unterdrücken konnte. Irgendwie mochte sie die Gestaltwandlerin. Sie war nicht so unterwürfig wie andere und wagte es auch einmal zurück zu feuern. Amarais war es nicht gewohnt das man ihr wiedersprach, bzw. wagte es kaum einer. Und wenn doch dann überlebte er nicht lange. Doch Amaris hatte gefallen an der Gestaltwandlerin. Während sie schmunzelnd den Kopf schüttelte, fing sie an der Straße zu folgen.

Sie folgte dem Straßenverlauf, wo bei sie immer wieder den Kopf erhob um sich zu orientieren. Irgendwie hatte sich alles hier verändert seit ihrer Abwesenheit. Alles war so leer und kahl, was zum Teil daran lag, dass die Menschen fehlten. Irgendwie machte sie das traurig aber nicht, weil sie die Menschen bedauerte oder vermisste. Nein im Gegenteil. Sie war traurig, weil sie nun niemanden mehr hatte, denn sie quälen konnte. Menschen waren so einfach zu beeinflussen und zu manipulieren. Ihre Schattenspiele hatten immer bei ihnen funktionier, da der Menschliche Geist schwach war.

Sie schüttelte den Gedanken ab und folgte weiterhin der Straße. Schweigend nahm sie war, dass das Mädel ihr immer noch folgte, weswegen sie leicht den Kopf drehte. “Nun du scheinst ja bestens über die Lage hier informiert zu sein. Magst du mich auf den neustens stand bringen? Was ist passiert seitdem die Menschen verschwunden sind und die Krankheit die viele in einen tiefen Schlaf versetzt hat aus gebrochen ist?“, fragte sie ruhig während sie weiter lief.



Lysander || Vertreter der Göttersprösslinge || Zuhause -> Regent´s Park || Bei; Penthesilea [@Nymeria] || Startpost

Langsam sah er auf die Uhr. Nach einem kurzen Augenblick stellte er fest, dass es bereits sehr spät war. Viel zu spät, wenn man bedachte das der junge Mann eigentlich ein Frühaufsteher war. Er gähnte leicht, während er seinen Körper streckte um wach zu werden. Was um Himmels willen hatte er gestern nur gemacht, dass er noch immer so müde war? Sein Blick schweifte über seine Umgebung und er stellte fest, dass er nicht einmal in seinem Bett lag. Nun ja liegen konnte man das Ganze auch nicht wirklich nennen. Er saß eigentlich auf seinen Sessel, auf dem er gestern Abend noch gelesen hatte. Als sein Blick nach unten wanderte, fand er auch das Buch was er gelesen hatte. Es war ihm im Schlaf heruntergefallen und lag nun auf geschlagen auf dem Boden. Langsam beugte er sich nach unten und nahm es vorsichtig nach oben. Er klappt es zu und legte es auf den Tisch der neben ihm stand. Erst jetzt bemerkte er, dass er auch noch seine Brille trug. Er musste wirklich beim Lesen eingeschlafen sein. Lysander nahm seine Brille und legte diese neben das Buch, ehe er aufstand um ins Bad zu gehen. Eine Dusche würde ihm gut tun, dachte er und stellte sich unter das heiße Wasser.

Nach einer gewissen Zeit trat er aus der Dusche. Nur mit einem Handtuch bekleidet, schritt er hinüber in sein Schlafzimmer und fing an sich anzuziehen. Wie immer griff er zu einer schwarzen Jeans, welche er mit einem grauen Pullover kombinierte. Seine Haare ließ er diesmal offen, auch wenn diese noch immer nass waren. Irgendwann würden sie schon trocknen. Er betrachtete sich leicht im Spiegel. Manche würden dies eventuell als eitel andeuten, doch für Lysander war es eine Routine geworden. Nicht um zusehen wie gut er aussah, nein ganz im Gegenteil. Er wollte sehen ob er sich der Umgebung auch genug anpasste. Schon seitdem er klein gewesen war, hatte er Probleme gehabt sich dem Umfeld anzupassen. Nun ja es lag wohl zum Teil auch an seinen Gaben. Denn wer wollte schon mit jemand befreundet sein, der dein Totes Haustier wiederbeleben konnte? Nun die Antwort war einfach, nicht besonders viele. Dies hatte Narben hinterlassen und diese nicht nur Seelisch. Langsam schob er sein Oberteil nach oben, um die Narbe zu betrachten die sich quer über seinen Oberkörper zog. Erinnerungen wurden wach und sein Gesichtsausdruck verhärtete sich. Schnell schob er sein Oberteil wieder nach unten und wandte sich vom Spiegel ab. Seine Atmung hatte sich verschnellert und er versuchte ruhig zu bleiben, während die alten Bilder und Erinnerungen durch seinen Kopf schossen. Er durfte nicht daran denken, nicht jetzt.

Sein Blick wanderte zum Fenster, hinaus zum Park der direkt vor seiner Wohnung lag. Er betrachtete die Natur und er bemerkte wie er sich langsam beruhigte. Die Natur und ihr Leben, hatte ihm schon immer geholfen die Ruhe zu bewahren. Ohne darüber wirklich nach zudenken hatte er bereits seinen Mantel in der Hand. Es war Zeit für einen Spaziergang, dieser würde ihn schnell die Vergangenheit vergessen lassen. Schon kurz danach stand er am Fuße der Straße. Langsam überquerte er diese und betrat den Regents Park. Sein Blick wanderte über die Blumen welche sich vor ihm erstreckten, bis hin zu den großen prachtvollen Bäumen. Eigentlich sah man den weißhaarigen nie lächeln, doch gerade jetzt erstreckte sich das charmanteste lächeln über das Gesicht des jungen Mannes. Er vergaß für diesen Augenblick seine Vergangenheit, was ihn aufatmen ließ. Er folgte dem Pfad und schlenderte für eine Weile geradeaus weiter. Er vergaß komplett seine Umgebung, er vergaß komplett was er hier eigentlich machte. Erst als er in ein Hindernis lief, wurde er aus seiner Träumerei gerissen. Es dauerte einen Moment ehe er realisierte wo er eigentlich war und was ihn aufgehalten hatte. Ein hübsches Mädchen, oder wie er sagen würde, hübsche junge Frau stand vor ihm. Bzw. lag vor ihm, denn er hatte sie umgestoßen. Für einen Moment, total fasziniert von ihren schönen blauen Augen welche im Kontrast zu ihren rabenschwarzen Haaren standen, starrte er sie an. Doch dann wurde ihm klar wie unhöflich er doch gewesen war, weswegen er ihr sofort hoch half. “Es tut mir leid meine teuerste. Ich war mit meinen Gedanken wo anders und habe sie deswegen nicht gesehen. Ich hoffe sie können mir verzeihen“, sagte er ruhig während er sie freundlich ansah.



©Drachenstern
Fr Feb 09, 2018 3:39 pm
avatar
Co- Anführer
Anzahl der Beiträge : 2358
Anmeldedatum : 12.02.14
Alter : 22

Lathiva/Gestaltenwandlerin/Tower Bridge -> Flynns Apartment/ Bei Amaris @Namida

Sie gingen Schweigend den Straßenverlauf entlang. Seid sie die Tower Bridge verlassen hatten, hatte Lathiva nicht mehr die Stimme erhoben um sie weiterhin zu beleidigen oder zu ärgern, viel mehr betrachtete sie den Weg welchen sie entlang gingen. Sie war hier schon öfters gewesen, allerdings sahen Straßen und Häuser viel kleiner und schmaler aus wenn man sie von oben sah, schließlich war Lathiva die meiste Zeit in ihrer Drachengestalt durch London geflogen. Die Häuser zogen in Schleier an ihr davon sodass man keine Details erkennen konnte, jetzt wo sie so hinter der Anführerin der Dämonen nachlief sah sie sich die Häuser ein wenig genauer an. Seit die Menschen verschwunden waren sahen die Häuser auch nicht mehr so aus wie sie einmal gewesen waren. Die Farben waren ausgeblichen und zum Teil bildeten sich Risse in den Mauern der Häuser.
Die Wandlerin seufzte und blickte von der einen Straßenseite zur anderen. Es war richtig leer hier aber sie war es schon gewohnt auch wenn sie die Menschen irgendwie vermissten. Sie wusste das es viele gab die an Drachen und deren Glück glaubten. Sie hatte die Menschen gerne auch wenn es kaum den Anschein machte.

Wieder stieß sie die Luft aus und ging dann etwas zügiger voran da sie bemerkt hatte wie sie zurück gefallen war. Als sie Amaris wieder eingeholt hatte brach diese das Schweigen zwischen ihnen welches für einen kleinen Zeitraum geherrscht hatte. Amaris wollte nun also genauer wissen was während ihrer Zeit der Abwesenheit passiert war.
Sie kratze sich kurz am Hinterkopf um nochmal nachzudenken was alles geschehen war. "Wie du eh schon sagtest kam diese Krankheit auf..die viele in einen Schlaf versetzt hatte" bestätigte und wiederholte damit unbeabsichtigt das was die Dämonin gerade eben gesagt hatte. "Zu dieser Zeit sind dann auch die Anführer der anderen Rassen zusammen auf eine Reise losgezogen um den Grund zu finden warum die Menschen verschwunden sind" erklärte sie der anderen während sie nun mit ihr Schritt zu halten versuchte um nicht wieder Gedanken verloren zurückzufallen. "vermutlich war es wichtig das sie sobald wie möglich losziehen mussten und hatten dich dann wohl zurück gelassen" ein wenig unwissend hob sie die Schultern und versuchte sich noch an andere Dinge zu erinnern die sie Amaris kurz schilderte und Schulterzuckend dann endete. 
"Ich denke das war es soweit, ansonsten hab ich auch nicht viel mehr mitbekommen" meinte sie nachdenklich und lies ihre Hände dann in den Taschen ihrer Jacke verschwinden. "Wohin gehen wir eigentlich?" fragte sie die Dämonin und sah diese kurz von der Seite an.



©Wächterstern
So Feb 25, 2018 12:21 am
avatar
Co- Anführer
Anzahl der Beiträge : 4225
Anmeldedatum : 16.12.13
Alter : 21

Achtung!
Zeitsprung
Eine Woche vor.
Mittwoch – Uhrzeit: Vormittag (ca. 10 Uhr)
Ereignis: Araziel ruft eine Versammlug für seine Verbündeten ein.

Araziel saß tief versunken auf dem Königsthron. Die Krone hielt er dabei in seiner Hand und schwenkte sie hin und her. Die Kristalle glänzten dabei im Licht der Fackeln. Aber in Araziels Augen lag keine Begeisterung darüber, dass er endlich das hatte was er wollte. Denn auch wenn er hier saß, war nichts so gelaufen, wie er es sich wollte. Zwar genoss er das Chaos, aber es war weniger amüsant, als er es sich zuerst erhofft hatte. Der Kreis um ihn herum war kleiner, als er gedacht hatte. Und die Krankheit nahm ihn immer mehr verbündete. Der gefallene Engel schnalzte leicht mit der Zunge und Feder raschelten, während er seine Flügel etwas einzog und hinter Rücken faltete. Ein Bein hatte er über die Lehne des Stuhls geschlagen. Er war sich den Blicken bewusst, die auf ihn lagen. Sie warteten wohl, dass er das Wort ergriff. Araziel hatte keine andere Wahl besessen, als eine Versammlung einzuberufen. Aus einem Grund, da er sehen wollte, wer sich nun tatsächlich auf seine Seite geschlagen hatte und zum anderen, da er wohl oder übel weiter nach den Menschen suchen musste. Er hatte ungewollt einsehen müssen, dass er so bald keine Welt mehr haben würde, über die er herrschen konnte. Und das war es doch was er wollte – die Macht über alle Wesen. Die Macht, die ihm im Himmel verwehrt worden war. Araziel reckte sein Kinn und seine grünen Augen wanderten über die Wesen, die sich bereits im Raum befanden. “Kommen noch mehr, oder sind das alle?“ In einer beiläufigen Bewegen setzte er sich die Krone wieder auf das Haupt. Sie hing schief, aber das Gold hob sich deutlich von seinem schwarzen Haar ab.
Ungeduld zeichnete sich bald schon in seinen Zügen ab und er begann mit den Fingern gegen das Holz zu trommeln. Er hatte zwar erst vor wenigen Stunden seine Schatten ausgeschickt, so hatte er doch auf weitaus mehr Beteiligung erhofft. Wenn er den Thron halten wollte, brauchte er mehr verbündete.
Araziels Lippen verzogen sich zu einer dünnen Linie und er seufzte dann aus. “Nun denn…“ Der Engel richtete sich noch etwas auf. “Ich denke die Schatten haben Euch bereits berichtet, warum wir alle hier sind. Wir brauchen wohl oder übel die Menschen.“ Leichte Verachtung schwang in seinen Worten mit. “Unsere bisherigen Untersuchungen haben nichts ergeben. Wir drehen uns im Kreis und ein paar dieser Schönlinge dort oben, sind wohl nicht zufrieden, mich hier sitzen zu sehen.“ Seine Hand wischte leicht durch die Luft, als versuche er dadurch eine lästige Fliege zu vertreiben. Diese störrischen Wesen, mussten noch belehrt werden. Sie würden schon sehen, dass die Welt doch viel schöner war, wenn sie in Dunkelheit versank.



©Strahlenlicht
So Feb 25, 2018 4:47 pm
avatar
Erfahrener Krieger
Anzahl der Beiträge : 677
Anmeldedatum : 05.11.16
Alter : 15

Helen Ahring || Vampir || Anführerin || Krankenhaus -> Nox' Wohnung || Nox @Bran

Sie musste zugeben, dass es doch etwas beängstigend war, so alleine im dunklen Krankenhaus herum zu laufen. Es war still und wenige Glühbirnen flackerten über ihren Kopf im schmutzigen Gelb, andere waren entweder verbraucht oder zerbrochen. Irgendwie wunderte sie dieses Krankenhaus. Es war nicht gepflegt und ordentlich wie man es von einem erwartete. Okay, die Menschen waren nun seit einiger Zeit verschwunden, da sollte man nicht glauben dass das Krankenhaus frisch geputzt und glänzend war, aber das, was Helen so beunruhigte, war, dass das Krankenhaus aussah als hätte ein Sturm hier drin gestürmt. Die Vampirin wusste nicht, ob es nun die Schuld anderer Wesen gewesen war oder die Schuld der Menschen, aber sie musste aufpassen wo sie hin trat. Glasscherben schimmerten verteilt im matten Licht der schwachen Glühbürnen am Grunde, doch kaum sehbar durch die weißen Fliesen des Bodens. Sie stammten von den Lichtern oder mancher zerschmetterten Fenstern, oder sogar von kleinen Spritzen dessen Anblick Helen das Gesicht verziehen ließ. Merkwürdig, wie lange Nadeln sie unwohl fühlen ließ, obwohl sie doch selbst lange, spitze Zähne im Mund hatte. Vermutlich, weil sie diese nicht selbst unter das Fleisch bekam. Helen schüttelte den Kopf. Auch das war merkwürdig, dass sie sich von ihrer eigenen Art ekelte. Vermutlich, weil sie selbst einmal ein Mensch gewesen war, unwissend von den Kreaturen die unter ihnen lebten und schon immer spitze Gegenstände nicht gemocht hatte. Besonders Spritzen waren scheußlich, diese irre langen Nadeln die sich unter deine Haut gruben.

Als die Anführerin der Vampire durch die Flure des Krankenhauses ging war sie tief in Gedanken versunken. Wie so oft grübelte sie über viele Dinge nach. Es war wirklich verwunderlich. Wie wäre ihr Leben verlaufen, wenn sie niemals Vampirin geworden wäre? Natürlich, sie wäre schon lange tot gewesen, aber wäre ihr Leben besser gewesen? Sie hätte niemals erfahren, dass es solche Fabelwesen wie Vampire, Werwölfe und Engel gab. Ein leichtes Lächeln schlich sich auf ihre Lippen. Sie fand das ganze wirklich merkwürdig. Sie hätte ja noch nicht mals gewusst, dass Nox exestierte. Hätte man sie von ihm erzählt als Helen noch eine einfache Frau ohne diese Reißzähne und den roten Augen war, hätte sie diese Person für verrückt erklärt. Helen hätte sich nicht im Kopf ausmahlen können, dass es einen jungen Mann gab, der schwarz-grüne Flügel besaß und Augen, die schwarz-weiß waren. Sie fände es zu verrückt, um es sich vorstellen zu können, obwohl sie nun ein ganz klares Bild von ihm vorstellen könnte, wenn sie es wollte.

Sie blickte ihr Spiegelbild kurz an, als sie durch ein Fenster blickte in einen Behandlungsraaum, der zu ordentlich wirkte im Gegensatz zum restlichen Krankenhaus. Sie musterte ihre roten, leuchtenden Augen und öffnete ein wenig den Mund, bis die spitzen Zähne deutlich zu sehen waren. Sie kann sich nicht mehr daran erinnern, wie sie vorher ausgesehen hatte. Hatte sie wirklich einmal gleichlange, normale Zähne gehabt? Waren ihre Augen wirklich einmal so matt gewesen wie die der Menschen? Sie konnte sich noch nicht mals daran erinnern, welche Farbe sie gehabt haben. Vielleicht ein klares Blau? Oder doch ein dunkles Braun, vielleicht aber auch ein frisches Grün? Es war für sie ein Rätsel, ihr Gehirn hatte diese Informationen nicht mehr gespeichert, sie waren einfach verschwunden. Wenn sie an sich selbst dachte, war es selbstverständlich dass sie rote Augen und die Reißzähne hatte. Das war sie nunmal, damit hatte sie sich abgefunden, obwohl es Anfangs doch so verschreckend und bängstigend gewesen war. Erneut schüttelte Helen den Kopf und diesmal entdrang ein leichtes Seufzen ihre Lippen. Nein, sie war froh Vampir geworden zu sein. Das alles hätte sie nicht verpassen sollen, obwohl Unwissenheit manchmal ein Segen sein konnte.

Sie richtete ihren Blick, den gewohnten roten Blick von dem Fenster ab und richtete ihn geradeaus. Sie irrte schon zu lange in diesem Horrorhaus herum, sie sollte nach dem suchen was sie Brauchte und nicht länger hier bleiben. Sie beschleunigte ihre Schritte etwas, behielt die Hände aber gelassen in den Taschen ihrer schwarzen Lederjacke. Ein roter, karierter Schal umschlang ihren Hals und kieß sie was wohler fühlen, als die Vampirin durch die kühlen und schaurig dunklen Gänge des Gebäudes ging. Sie hob jedoch ihren Kopf nach kurzer Zeit etwas an, um den Schal aus dem Weg zu gehen. Sie nahm einmal tief Luft und konzentrierte sich auf die Gerüche um ihr herum. "Noch nichts." seufzte sie innerlich enttäuscht, ging aber zielstrebig weiter. Dieser Gang zog sich wirklich lang, mit Behändlungsräumen links und rechts von ihr. Alle wirkten unordentlich und chaotisch, als hätte man es eilig gehabt hinaus zu kommen. Dieser Gedanke trug nicht wirklich dazu bei, Helen zu beruhigen.

Endlich erreichte sie dann jedoch das Ende zum Gang, an dem sich unglücklicherweise eine Treppe weiter nach unten befand. Erneut, ein Seufzen entdrang der blonden Vampirin. Da unten war es wirklich stockdunkel. Musste sie wirklich da runter? Erneut nahm Helen tief Luft, und es war vermutlich das erste Mal in ihrem sehr langen Leben, dass sie sich wirklich nicht darüber freute, den vertrauten und lockenden Geruch zu riechen. Es war nur ein kleiner Hauch, aber deutlich vorhanden. Helens Augen machten ihre Unsicherheit deutlich, als sie diese wieder öffnete. Da konnte sie sich glücklich schätzen, eine bessere Nachtsicht zu haben, was? Helen ließ ihre langen, blonden Haare mehr ins Gesicht fallen, als würden sie eine schützende Wand an den Seiten ihres hübschen Gesichts bilden. Ihre Schritte schallten leise wieder, als sie die dunkle Treppe hinab ging und die Schatten der Finsterniss sie langsam umfingen. Zuerst etwas verloren waren ihre Schritte langsam und klein, ehe sie ein paar mal blinzelte und ihre Sicht langsam schärfer wurde. Einzelne Gegenstände und Möbel zeichneten sich vor ihrem Blickfeld ab, sodass sie sich nicht mehr ganz zu verlassen und klein fühlte. Sie atmete einmal tief durch, wobei der Geruch ihr unabsichtlich wieder in der Nase stach. Diesmal war er stärker und deutlicher. Er ließ Helens Magen flehend knurren.

Wie ein Hund folgte Helen dem Geruch und schnappte ihr und da wieder nach Luft, um den Weg nicht zu verlieren. Sie hatte wirklich Hunger mittlerweile, und den Duft die ganze Zeit, mit jedem Atemzug in der Nase zu haben und den Geschmack beinahe auf der Zunge spüren zu können glich einer Folter. Einer ganz persönlichen Folter für Vampire, hungrige Vampire noch dazu. Die vorher beängstigende Dunkelheit schien Helen verfallen zu sein, alles was zählte war an das Ziel anzukommen. Und dieses schien hinter einer metallischen Tür zu verbergen, an der Helen beinahe drohte vorbei zu gehen. Erst, als sie ein zwei Schritte danaben lief, bemerkte sie, dass der Geruch nicht weiter geradeaus sondern seitlich verlief. Sie schritte zurück, bis sie an der Tür ankam. Ihre blassen Hände legten sich auf das Metall der Tür, die Kälte erfriff sofort ihre Haut und fraß sich durch das Fleisch bis zu ihren Knochen, aber Helen ließ nicht von der Tür ab. Die Kälte war sie gewohnt, ihr Herz hatte schon lange aufgehört zu schlagen und Blut durch ihren Körper zu pumpen, Wärme somit zu erzeugen. Nicht umsonst fühlte sie sich so wohl in der Nähe von Nox zu sein, endlich wieder so eine angenehme Wärme zu spüren und gleichzeitig auch das Gefühl der Sicherheit. Oft genug hatte sie sich gefühlt wie eine Leiche, was sie ja auch eigentlich war. Der Biss des Vampires der sie umgebracht hatte hatte ihr Leben genommen und sie als wandelnde Leiche zurück gelassen, durstend nach menschlichen Blut. Oft hatte sie sich deshalb selbst gehasst. Eine Person wie den gefallenen Engel zu haben war wertvoll und Helen glaubte, dass Nox selber noch nicht ganz verstanden hatte, wie viel er eigentlich Helen bedeutete.

Sie driftete in ihre Gedanken ab, erneut. Sie konzentrierte sich wieder auf die Metalltür und drückte dagegen an. Sie öffnete sich schwer und mit einem schrillen quietschen, aber für die Kräfte eines Vampires kein Problem. Allerdings war der verbesserte Hörsinn hier ein Nachteil, sodass Helen das Gesicht verzog, als der schrille Ton in ihren Kopf wiederzuschallen schien. Sie versuchte das Piepen im Ohr zu ignorieren und blickte sich im Raum um. Genau das, wonach sie Gesucht hatte. Die Blutkonserven. Die Anführerin fing an, durch die Beutel und Schränke zu suchen. Viele waren leer und manche am Boden ausgelaufen, hinterliesen eine feste und müffelnde Kruste. Helen wollte nicht wissen, wie lang diese da schon lagen. Sowas würde sie nun wirklich nicht mit nehmen. Glücklicherweise fand sie aber tatsächlich ein paar Konserven, die noch voll waren. Ein breites Lächeln bildete sich auf Helens Lippen als sie sie in die Hand nahm. Durch die kühle Temperatur hier untern waren auch die Blutkonserven leider sehr kalt, aber hauptsache sie fand überhaupt Blut. Sie wusste nicht, ob Nox so begeistert hier von sein würde, musste sie allerdings zugeben. Sie hatte sich langevon Tierblut ernährt und sie konnte sich daran zurück erinnern, dass ihr Freund Helen ebenfalls Tierblut gegeben hatte als sie ihn zuerst besucht hatte. Aber sie konnte einfach nicht anders. Sie würde das Menschenblut garantiert nicht einfach so hier lassen, bei den Glück, es gefunden zu haben! Und selbst durch die Packung hindurch konnte sie riechen, dass es noch gut erhalten war. Da musste sie einfach die Daumen drücken, dass der gefallene Engel es okay finden würde, dass sie mit Menschenblut zurück kam anstatt des Tierblutes. Aber hey, hatte sie gesagt, dass sie Tierblut hohlen würde? Sie hatte nicht erwähnt, welches Blut, also war das hier doch okay, oder?

Helen ergriff die drei letzten Blutkonserven und ging in sehr schnellem Tempo wieder aus dem Krankenhaus heraus. War sie froh, da nicht mehr drin sein zu müssen! Mit einem breiten Lächeln auf den Lippen begab sie sich zurück zu Nox' Wohnung, die Blutkonserven in den Händen und einen unter den Arm geklemmt, darauf bedacht, nicht zu viel Druck auszuüben sodass sie vielleicht sogar platzte. Als sie bei dem Hochaus ankam, lief sie die knarzende Treppe hinauf. Sie wusste gar nicht, ob Nox bereits da war. Sonst musste sie einfach warten. Sie stellte sich vor seiner Tür und musste kurz kichern, als sie den Decknamen an seiner Tür erkannte. Auch als sie ihn zum ersten Mal gesehen hatte hatte sie lachen müssen, aber naja. "Nox? Bist du da?" rief Helen und klopfte an die Tür, nachdem sie eine Hand freigelegt hatte.

@Lilienbär:
 



©Rotflamme
So Feb 25, 2018 8:12 pm
avatar
Heiler
Anzahl der Beiträge : 780
Anmeldedatum : 08.07.15
Alter : 15

Nox | gefallener Engel | seine Wohnung; Helen (@Strahlenlicht)

Es waren nun schon ein paar Stunden vergangen, seit sie sich aufgemacht hatten, um getrennt nach Nahrung zu suchen. Alles in Nox hatte sich dagegen gesträubt, Helen allein loszuschicken, aber einzeln waren die Chancen, dass sie beide etwas fanden höher. Außerdem hatten sie nicht unbedingt den selben Speiseplan und er wäre Helen auf der Suche nach Blut sicher keine große Hilfe gewesen. Nox zog die Bomberjacke aus, nahm seinen Rucksack von den Schultern und trug ihn bis zur Küche, wo er seine  Ausbeute auf dem schon etwas wackeligen Küchentisch ausbreitete. Viel war es ja nicht, denn erstens hatte noch ein paar Lebensmittel zurückgelassen, da noch ein paar Vorräte, vor allem an Fleisch hatte, und zweitens hatte er es in dem kleinen Laden nicht wirklich ausgehalten, der Gestank war einfach unerträglich gewesen. Ein großer Tiegel Honig lag neben zwei Packungen Reis und drei Mühlen Salz, auch ein paar Nudelpackungen hatte er mitgehen lassen. Was jetzt noch nicht schimmelte, würde mit Sicherheit auch in zwei Wochen noch nicht verdorben sein. Zwei Konservenbüchsen von je Mais und Bohnen hatte er nach gründlicher Prüfung auf Dellen eingesteckt. Damit ließ sich doch etwas anfangen! Den Rucksack hängte er über die Lehne eines Stuhles und räumte alles sorgfältig in die nicht wirklich gefüllten Vorratsschränke.

Danach setzte er sich in dem geräumigen Wohnzimmer auf die Couch und starrte auf den schwarzen Fernseherbildschirm auf der gegenüberliegenden Wand. Wo es wohl Helen hinverschlagen hatte, auf ihrer Suche nach Blut? Nein, nein, nein. Du wirst nicht darüber nachdenken und dir Sorgen machen! Sie kommt bald wieder, dann kannst du sie selbst fragen. Er atmete einmal tief durch und fuhr sich durch die Haare, dann stand er auf und ging in seine wohnungseigene Kühlkammer. Mit den Bohnen und dem Mais, den er gerade gekauft hatte, konnte er sich selbst ja auch eine Mahlzeit zubereiten, die im besten Fall für zwei Tage reichte, dann müsste er erst eine Woche später wieder neue Nahrungsmittel beschaffen. Dreißig Minuten später köchelte das Gericht schon einer großen Pfanne vor sich hin, während Nox  verschiedene Gewürze aus dem Schrank holte und manche, nach einem Blick auf den schwindenden Inhalt, wieder zurück an ihren Platz stellte. Kochen hatte ihn schon immer beruhigt und zur Ruhe kommen lassen und verschaffte ihm jetzt genau das, was er dringend brauchte: Ablenkung von der Sorge um Helen. Nachdem er noch einmal nachgesalzen, die leeren Dosen in den Mistkübel befördert und den Herd um eine Stufe heruntergedreht hatte, damit ihm auch ja nichts anbrannte, verließ er die Küche und begab sich in sein Zeichenzimmer. Dort suchte er sich ein Blatt weißes Papier und setzte sich an seinen Zeichentisch, einen großen Tisch in der Mitte des Raumes mit einer kleinen, aber leuchtstarken Lampe, für den schon oft eingetretenen Fall, dass Nox bis spät in die Nacht an einer seiner 'Kreationen' sitzen würde.
Das Essen konnte warten, es war erst Vormittag und Helen würde hoffentlich bald zurückkommen. Nur was sollte er zeichnen? Nachdenklich kaute er auf den Bleistiftsende herum. Ohne eine wirkliche Idee setzte er den Stift aufs Papier und fing an zu zeichnen.

Erst die Schritte vor der Tür, das Klopfen und Helens Stimme rissen ihn aus seiner Trance. Er sah auf und blickte dann zurück auf das Papier. Erschrocken riss er die Augen auf. Er hatte das gezeichnet, das ihn in all seinen Albträumen verfolgte. Ein Gesicht - nein, sein Gesicht. Ein Gesicht wie Wachs, von einem wahnsinnigen Lächeln verzerrt, die weißen Pupillen kaum zu erkennen, die Haare zerzaust, wirr und Schwarz. Ein Schauer lief ihm über den Rücken und mit zitternden Händen zerknüllte er das Blatt und stand ruckartig auf, wobei er den Stuhl umwarf. Doch das kümmerte ihn nicht, er wollte nur raus aus diesem Raum. Er hastete durch die Tür und schloss sie mit einem lauten Knall. Das zusammengeknüllte Papier ließ er auf dem Zeichentisch liegen.
Im Flur blieb er einen Augenblick stehen um sich zu sammeln, dann öffnete er Helen die Tür und lächelte sie an. "Ich hab dich schon vermisst. Hast ganz schön lang gebraucht, warst du wenigstens erfolgreich?"



©Strahlenlicht
So Feb 25, 2018 9:05 pm
avatar
Erfahrener Krieger
Anzahl der Beiträge : 677
Anmeldedatum : 05.11.16
Alter : 15

Helen Ahring || Vampir || Anführerin || Nox' Wohnung || Nox @Bran

Helens rechte Augenbraue hob sich und ihre Lächeln verschwand, als sie zuerst einen leisen Aufprall, und danach einen lauteren Knall auf der anderen Seite der Türe vernahm. Hatte Nox sich erschrocken, ihr plötzliches Klopfen und seinen Namen rufen zu hören, und hatte einfach etwas fallen lassen, oder woher kamen die plötzlichen, unerwarteten Geräusche? Helen konzentrierte sich auf ihr Gehörsinn und vernahm deutlich hörbare Schritte, die sich ihr näherten, jedoch kurz vor der Tür stoppten. Ihr roter Blick, der kurz aufgrund ihrer Konzentration auf die Geräusche etwas nach unten gesenkt war, erhob sich wieder und schaute gegen die Tür. Verwundert wollte sie bereits erneut klopfen, aber da schwand der Anblick des alten Holzes und tauschte mit der Gestalt Nox'. Er lächelte Helen an und erklärte ihr, dass er sie vermisst habe und fragte danach, ob sie denn erfolgreich gewesen war. Der vorher verwirrte Gesichtausdruck der Vampirin verschwand wieder und sie lächelte ebenfalls breit.

"Und wie ich erfolgreich war." antwortete sie zufrieden und drückte ihn einen kurzen Kuss auf die Wange, als Helen neben ihn vorbei in die Wohnung ging. Sie legte die Blutkonserven auf den Küchentisch und betrachtete ihre Beute mit stolz. Echtes Menschenblut! Wie lange sie das nicht mehr gerochen und geschmeckt hatte. Ihre Bedenken was Nox davon halten könnte, vergaß die Vampirin dabei Blöderweise aufgrund ihrer Begeisterung. Sie nahm eine der Konserven in die Hand, sie waren schon etwas wärmer geworden da Helen sie so eng an ihren warmen Klamotten gehalten hatte. "Wir haben einmal die Blutgruppen A, B und 0." erklärte sie scherzhaft und musterte die Konserve in ihrer Hand, die Blutgruppe 0. Sie schien kurz gefangen von den Anblick der verführerisch roten Flüssigkeit. Ohne groß darüber nachzudenken biss sie mit ihren rechten Reißzahn in den Plastikbehälter und schnitt somit ein kleines Loch hinein. Es war zu klein um wirklich Blut hinaus zu bekommen, aber das beabsichtigte Helen auch gar nicht. Sie nahm einmal tief Luft, schloss die Augen dabei genussvoll als der Geruch ihr in die Nase stieg. Er war so kräftig und verlockend. Obwohl er vermutlich schon eine Weile dort unten im Krankenhaus lag, so roch das Blut doch so frisch, frischer als dass sie es in Erinnerung hatte. Sie atmete aus den Mund wieder aus, und öffnete die Augen. Dass diese sich kurzzeitig zu dem dunklen Rot gefärbt hatten, was sie eigentlich nur bekam, wenn sie im 'Jagtmodus' war, bemerkte Helen nicht. Der Geruch ließ sie das übersehen.

Mit einem breiten Grinsen im Gesicht drehte sie sich wieder zu Nox um. Ihr Lächeln machte deutlich, wie glücklich sie doch war, wieder diesen Geruch riechen zu können und den Geschmack beinahe schon auf der Zunge spüren zu können. "Ich habe Menschenblut seit so langer Zeit nicht mehr gerochen. Ich habe gedacht, dass Krankenhäuser überhaupt keine Blutkonserven mehr hätten, oder zumindest keine, die ausgetrocknet sind. Zwar sind sie kalt, aber Gott, habe ich den Duft vermisst." schwärmte Helen beinahe schon von den Konserven, ehe ihr der Rest auf den Küchentisch auffiel. Ihre beinahe schon beängstigende Beigeisterung über das Blut wich davon. "Oh, du warst also auch erfolgreich, wie ich sehe?" stellte die Vampirin fest und schien wieder ruhiger geworden zu sein, lächelte den gefallenen Engel sanft an.

Adrien Willemsen || Gefallener Engel || Thronsaal -> Straßen Londons

Adrien legte den Kopf schief und betrachtete Araziel, der da auf dem Thron saß und die Krone betrachtete. Es hatten sich schon einige Wesen hier versammelt, und alle schienen aufmerksam und neugierig zu sein über das, was ihr König ihnen zu sagen hatte. Adrien konnte diese Begeisterung nicht wirklich nachvollziehen. Natürlich, auch er liebte es Chaos zu verbreiten und fand es amüsant andere zur Weißglut oder Verzweiflung zu treiben, aber nun wirklich, mit sowas konnte er sich nicht anfreunden. Nicht, weil er irgendwas gegen Araziel hätte oder gegen sonst wen seiner Verbündeten: Er sah einfach nichts Interessantes in der Sache. Warum brauchte man überhaupt einen König? Adrien selbst war eher Einzelgänger, und hielt nichts von solch einer Leitperson. Was tat sie denn anderes außer seine Meinung zu äußern und seine Untertanen dazu zu bringen, diesselbe einzunehmen? Das alles war einfach nur eine unnötige Angelegenheit, so sah Adrien dies an. Half ihm das irgendwie weiter? Nein, und warum sollte er Hilfe wollen? Hilfe dabei, seinen Spaß zu haben? Das konnte er auch gut alleine. Aber das ganz sollte ihn nicht stören, solange man ihm nicht irgendwie in die Quere kam.

Adrien seufzte. Hier gab es ncihts, was ihm großartig wert wäre, Beachtung zu schenken. Der Gefallene Engel breitete seine langen und kräftigen Flügel aus und flog über die Menge der Versammelten. Ob er die Versammlung nun damit störte oder Aufmerksamkeit auf sich zog, das war ihm auch egal. Wie gesagt, solange man ihm nicht in den Weg kam und man ihn nicht auf den Nerv ging, sollte es ihn nicht sonderlich interessieren, was die Wesen unter ihm dachte. Er landete vor dem Thronsaal und ging den Rest durch den Eingang hinaus, streifte kurz über seine Klamotten die durch den Flugwind etwas zerzaust wirkten. "Mal sehen, ob ich überhaupt davon betroffen bin." murmelte der Schwarzhaarige und seine gleichfarbigen Augäpfel richteten sich auf, als er geprüft hatte, ob sein Shirt und die Lederjacke auch wieder richtig saßen. Seine Hände fanden den Weg in seine Hosentaschen und seine Beine fingen an, ihn voran zu treiben, ungewiss, welches Ziel sie ansteuerten. Er ging einfach drauf los. Wer weiß, vielleicht würde ihn irgendwas oder irgendwer interessantes über den Weg laufen, oder auch nicht, was soll's. Überraschenderweise hatte Adrien momentan keine großartige Lust irgendwass anzustellen, sonst wäre er bereits in den Lüften auf der Suche nach irgendwelchen Opfern dessen Gestalten er durch seine Spielchen ziehen konnte. Vielleicht war es auch Schuld an der langweiligen Versammlung, es fehlte ihn einfach an Motivation.



©Rotflamme
Mo Feb 26, 2018 10:13 pm
avatar
Heiler
Anzahl der Beiträge : 780
Anmeldedatum : 08.07.15
Alter : 15

Atria | Engel | vor dem Big Ben - ansprechbar

Sie wurde von einem Glockenschlag geweckt, dann noch einer und noch einer, dann verstummte der Lärm. Atria lag auf einem kalten, grauen Steinboden, über ihr ragte der Big Ben in die Höhe, höher als sich sie jemals zu fliegen getraut hatte. direkt neben ihr ein Eisentor, das zum Eingang des Turms führte. Es war angelehnt und Atria wusste nicht, ob sie es schließen konnte, wobei es ihr schon lieber gewesen wäre, nach dem, was sie gestern dort gesehen hatte. Ihre Hände zitterten als sie daran dachte und ihre Flügel bebten. Schnell konzentrierte sie sich auf ihre rechte Handfläche und beinahe sofort erschien dort der kleine Lichtstrahl. Fast augenblicklich fühlte sie sich besser. Obwohl sie nicht wusste, was er zu bedeuten hatte, oder welche Kraft er besaß, mit ihrer Lichtmagie konnte sie sich zumindest für den Augenblick einen Teil ihrer Furcht nehmen. Das Bild, dass sich ihr geboten hatte war aber auch nicht schön anzusehen gewesen, im inneren der berühmten Touristenattraktion, zumindest schloss sie das aus den Schildern, die überall herumstanden, lagen aufgehäuft die Körper von mehreren toten Wesen - genau angesehen hatte sie es sich nicht, aber Menschen gab es ja nicht mehr. Blut war überall an den Wänden und der Gestank verwesender Leichname füllte den ganzen Raum. Diese Bilder hatten sich kurz mit den Echos der Vergangenheit vermischt, die sie trotz der vielen Jahre, die bis heute ins Land gestrichen waren, immer noch heimsuchten. Ihr Lichtstrahl war erloschen - sie konnte ihn leider nur für begrenzte Zeit aufrechterhalten - und sie nun wieder allein mit ihren Gedanken. Ihr Magen knurrte, aber sie zwang sich es zu ignorieren. Was sollte sie machen, wenn sie heute wieder keine anderen Engel fand? heute ist es gut. die schatten ruhen.


Arsinoë | Göttersprössling | Räume in den Türmen der Tower Bridge; Mira (@Lilienbär)

Ars blinzelte und starrte an die Decke des Raumes, in dem sie jetzt seit sieben Tagen eingeschlafen und aufgewacht war. Eine Weile lag sie so da, dann strampelte sie die Decke weg, die sie noch in der letzten Wohnung in der sie gewesen war, hatte mitgehen lassen und stand auf, nachdem sie ausgiebig gegähnt hatte. Arsinoë streckte sich und betastete ihren Arm. Die Wunden, die die Glassplitter ihr zugefügt hatten, waren fast komplett verheilt und schmerzten gar nicht mehr. Gestern erst hatte sie neue Lebensmittel ergaunert, also würde sie bald einen Teil  zubereiten müssen. Mal sehen, was das ergab. Aber zuerst wollte sie wie jeden Morgen die Barrieren und Zauber, die sie um ihr Versteck gezogen hatte, kontrollieren und erneuern. Sollten sie wirklich attackiert oder verfolgt werden, würden sie ihnen wahrscheinlich nicht mehr als 10 Minuten verschaffen, aber sie waren immerhin besser als nichts und nebenbei auch das Beste was sie zustande brachte. Auch nun musste sie wieder gähnen. Dabei war es sicher schon später am Vormittag, wie sie am Stand der Sonne unschwer erkennen konnte. Schnell zog sie sich nach drinnen zurück, da sie sich draußen etwas unwohl fühlte; trotz ein paar Jahren, die sie schon in der Metropole zugebracht hatte, war sie mit dem tristen Klima hier nie richtig warm geworden. Es wäre wirklich einfacher gewesen, auf eigene Faust irgendwo zu wohnen, die beste Teamkämpferin war ich noch nie. Moment! Wo war denn Mira? Sie hatte sie beim Aufstehen nicht gesehen, schlief sie womöglich noch? Aber um ehrlich zu sein, interessierte es sie auch nicht wirklich, was ihre... Mitbewohnerin so trieb. Zusammenreißen Ars, ungewöhnliche Situationen erfordern ungewöhnliche Maßnahmen. "Mira? Bist du schon wach? Ich würde dann nämlich mal Brunch machen...", rief sie in ihrer nicht unbedingt motiviertesten Stimmlage, die aber auch getrost noch als 'verschlafen' durchgehen konnte - fand sie zumindest.



©Wintercrown
Di Feb 27, 2018 7:54 pm
avatar
Heilerschüler
Anzahl der Beiträge : 183
Anmeldedatum : 26.06.16

Mira / Göttersprössling / Räume in den Türmen der Tower Bridge Arsinoe @Bran

Nach dem sie jetzt schon sieben Tage lang in diesen Türmen waren, hatte Mira sich langsam erholt und fühlte sich nicht ständig verfolgt, ja, sie hatte sich sogar an diese Wohnsituation gewöhnt. Von hier oben hatte man auch einen super Ausblick und konnte andere Personen sich schon von weiten nähern sehen. Bis jetzt war es jedoch äußerst ruhig geblieben, so das sie nicht mehr jeden Tag nachsah ob jemand kam. Als sie Ars´Stimme hörte schreckte sie aus ihren eigenen Gedanken hoch und kam in die "Küche". Super Idee, brauchst du vielleicht ? Oh und hast du irgendwas geplant oder willst du hier bleiben ?



©Rotflamme
Di Feb 27, 2018 8:30 pm
avatar
Heiler
Anzahl der Beiträge : 780
Anmeldedatum : 08.07.15
Alter : 15

Nox | gefallener Engel | seine Wohnung; Helen (@Strahlenlicht)

Helen lächelte und Nox wurde sofort wieder warm ums Herz. Sie schien sich über ihren Erfolg  zu freuen und rauschte gleich an ihm vorbei in die Wohnung, während er noch die Tür schloss und sie sicherheitshalber zweimal absperrte. Er fand Helen in der Küche, wo sie drei Blutbeutel auf den Tisch gelegt hatte und gerade eine davon in die Hand nahm. Menschenblut? Ich dachte, sie ernährt sich von Tierblut? Helen konzentrierte sich ganz auf die Blutkonserve, mit der Blutgruppe 0wie sie vorher erwähnt hatte, in ihrer Hand und biss hinein, trank aber anscheinend nicht, denn der Inhalt nahm nicht wirklich ab. Als sie sich umdrehte, leuchteten ihre Augen kurz rot, aber vielleicht hatte er sich auch nur getäuscht, denn als er blinzelte war das rote Glühen verschwunden. Helen lächelte glücklich und erzählte begeistert von ihrer Suche nach Blut in einem Krankenhaus und schien erst jetzt das Gericht, das immer noch gemächlich in der Pfanne vor sich hin köchelte, auf dem Herd zu bemerken.
Nox wusste nicht ganz was er dazu sagen sollte. Er fing an mit:"Ja, wie du siehst, konnte ich meinen Vorrat etwas aufstocken." Dann schwieg er einen Moment und stellte die Frage, die ihm schon die ganze Zeit im Kopf herum schwirrte. "Ich dachte, du trinkst kein Menschenblut mehr?", fragte er schließlich, bemüht seine Skepsis zu verbergen. Ist auch vielleicht nicht ganz so klug, weil es nun nicht mehr ganz so viele Menschen gibt, aber sicher noch ausreichend Tiere. Andererseits, er wollte Helen nicht davon abhalten, ihren Durst zu stillen, sie sah schon sehr hungrig aus, außerdem hatte auch er schon großen Hunger. Sie könnten ja zusammen essen. Er schaltete den Herd ab und fragte:"Bist du schon sehr hungrig?" Er musste unbedingt diese Zeichnung verbrennen, sie erinnerte ihn nur an Sachen, die er unbedingt vergessen wollte, vergessen musste.


Arsinoë | Göttersprössling | Räume in den Türmen der Tower Bridge; Mira (@Lilienbär)

Mira war scheinbar schon wach gewesen, auch wenn es sie nicht wirklich gekümmert hätte, wenn dem nicht so gewesen wäre, denn sie kam ziemlich rasch in den Raum, der von ihr zur Küche erklärt worden war - einfach weil er am wenigsten verstaubt gewesen war, was jetzt natürlich auf keinen der Räume die sie bewohnten zutraf -, nachdem Ars sie gerufen hatte. "Nicht wirklich, wir haben hier ja keine Küchengeräte, also kann ich uns nur mit Magie bekochen. Aber nimm dir doch schon mal dein Wasser für heute, ich hab den Vorrat gestern neu aufgefüllt", antwortete sie und deutete auf eine Reihe Ein-Liter-Flaschen, die aufgereiht in einer Ecke des Raumes standen und von den sie als Ration je zwei für jeden von ihnen jeden Tag berechnet hatte. "Wobei es mir schon helfen würde, wenn du mir sagst, was du gerne essen würdest. Wir hätten Salz und Mehl pur,  irgendwelche Dosen mit einem Chili-Fleisch- Gemisch, das letzte Brot, das noch nicht geschimmelt hat, eine Packung Müsli ohne Milch, Zwieback, eine undefinierbare Masse, von der ich annehme, dass es Butter ist, etwas das aussieht wie Kartoffelpüree eingeschweißt und eine Packung Erdnüsse gesalzen", zählte sie die Lebensmittel auf, die sie aus den verschiedensten Supermärkten erbeutet hatte. Miras zweite Frage traf sie etwas unvorbereitet und sie antwortete zögerlich:"Geplant eigentlich nichts, aber ich würde mich gerne noch einmal umsehen. Gestern wäre ich beinahe anderen Wesen in die Arme gelaufen, die waren ganz schön aufgeregt und haben sich über eine Art Versammlung unterhalten... Dagegen scheint es heute eher ruhig zu sein."



©Strahlenlicht
Di Feb 27, 2018 9:32 pm
avatar
Erfahrener Krieger
Anzahl der Beiträge : 677
Anmeldedatum : 05.11.16
Alter : 15

Helen Ahring || Vampir || Anführerin || Nox' Wohnung || Nox @Bran

Helen musterte kurz mit ihren roten, strahlenden Blick das Essen was neben ihr und der roten Flüssigkeit in den Konserven in einer Pfanne ruhte. Zwar sah es ganz appetitlich aus und war bestimmt eine gute Mahlzeit für den gefallenen Engel, aber jetzt, wo sie es kurz betrachtete und den matten Duft in der Luft roch, so wurde sie nachdenklich und konnte nicht recht verstehen, wie sie das und anderes 'normales' Essen einst selbst zu sich genommen hatte. Sie konnte sich noch sehr gut daran erinnern, wie es gewesen war, als sie frisch verwandelt und ungewiss darüber war, was ihr angetan wurde. Damals gab es natürlich noch keine besonders tollen Gerichte, aber selbst einfaches Brot konnte sie nicht wirklich runter bekommen. Es schmeckte nicht, der Geschmack glich eher etwas verfaulten und wenn sie endlich etwas runter bekam, so machte es sie nicht satt. Es war, als hätte sie nichts als Luft geschluckt, der Hunger blieb der sie damals so sehr gequält hatte. Solange, bis sie zum ersten mal Menschenblut auf der Zunge gehabt hatte. Ein schmerzhafter Stich durchfuhr ihr Herz, als hätte jemand ein Messer durch ihren Brustkorb gejagt und ihr Blick which von der Pfanne zurück zu den Blutkonserven. Tatsächlich machten sich kurzzeitig Schuldgefühle in ihr breit, was sich auch an ihren Gesichtsausdruck ablesen ließ. Dieser war plötzlich nicht mehr so glücklich und vorfreudig, sondern wechselte zu einem bitteren Blick und beinahe schon Abweisung gegenüber des Blutes, eine wirkliche Seltenheit so ein Verhalten bei einem Vampir zu sehen. Danach schüttelte Helen aber leicht den Kopf und schloss kurz die Augen. Nein, darüber sollte sie jetzt nicht nachdenken. Diese eine Reise war genug Trauer und Reue gewesen, da brauchte sie nicht jetzt auch noch darüber zu klagen, was in ihrer Vergangenheit passiert ist. Sie konnte nichts dafür. Sie hatte ja nicht gewusst, was aus ihr geworden ist. Wie könnte sie das auch vermieden haben? Es war nicht Helens Schuld.

Glücklicherweise zog Nox' Stimme sie wieder aus ihren Gedanken heraus sodass ihr Blick sich wieder dem jungen Mann zuwand. Sie blinzelte ein paar mal, als seihe die Vampirin verwirrt, ehe ihre Gesichtszüge wieder weicher wurden und sie sich wieder dazu bringen konnte, ein Lächeln aufzusetzten, und zwar kein gekünsteltes. Seine nächste Frage war dann doch wiederum etwas unpassend, aber da fiel Helen ein, dass selbst ihr Freund ja gar nicht wusste, was damals geschehen war. Wie dumm von ihr das zu vergessen, sie hatte ihn ja noch nicht mals erzählt warum sie einfach eines Tages gegangen war, und Nox' Reaktion auf ihre Rückkehr bewies deutlich, dass er im Unwissenden darüber war was sie angestellt hatte, als frisch geborener Vampir. Und obwohl sie ihn liebte und vertraute, so wiederstrebte es ihr doch, ihm die Geschichte zu erzählen. Keiner wusste von ihr, und um ehrlich zu sein, wusste Helen nicht, ob es eine gute Idee war, es ihn zu sagen. Nicht umsonst hatte sie schon einige Male Angst vor sich selbst gehabt, vor ihrer puren Vampirseite, und dem gefallenen Engel von eben dieser zu erzählen, schien schrecklich für Helen zu sein. Zu große Bedenken spielten sich in ihren Kopf ab, dass sogar er sich von ihr fürchten könnte oder sie nicht mehr so sah wie jetzt.

Aber das Thema lag nun beim Menschenblut. Gespendetes Menschenblut, Helen hatte niemand verletzt. Da war es doch okay, es zu nehmen, oder? Und obwohl es ihr in diesem Fall nichts ausmachte, das Menschenblut genommen zu haben, so wurde sie sichtlich nervöser. Denn Nox schien das ganze doch in Frage zu stellen und sich selbst anscheinend dadurch nicht sicher zu sein, ob das eine so schlaue Idee gewesen war. "Ich weiß, aber ich konnte es nicht einfach liegen lassen. Du musst verstehen dass Menschenblut nunmal das ist, wovon Vampire sich ernähren, unser Körper braucht es eigentlich und kein Tierblut oder das Blut von anderen Wesen." versuchte Helen zaghaft zu erklären. Zwar konnte sie die Zweifel des gefallenen Engel verstehen, aber wie sehr sie es auch versuchte, ihr Herz und Kopf wollten das Blut auf gar keinen Fall einfach wieder hinaus werfen. Zu lange hatten sie darauf verzichten müssen. "Tierblut hat mich noch nie satt gemacht. Ich hungere schon seit Jahrhunderten, weiß es aber mittlerweile etwas zu unterdrücken. Das Tierblut stillt nur einen kleinen Anteil vom Hunger, und ganz ehrlich, es schmeckt nicht wirklich, zu bitter." fuhr Helen fort und lehnte sich nun gegen den Küchentisch, jedoch darauf bedacht, ihr Gewicht nicht zu doll dagegen zu verlagern, da ihr sehr wohl bewusst war wie unstabil er war. Ihr Mundwinkel erhob sich leicht als sie eine kleine Pause einlegte und ihre Stimme klang nun so, als würde sie eher um Erlaubnis bitten anstatt zu erklären. "Das ich überhaupt Menschenblut gefunden habe wundert mich schon. Nur dieses eine mal möchte ich es nochmal trinken und endlich diesen Hunger komplett verlieren. Ich verspreche dass ich danach nur nch Tierblut zu mir nehmen werde." Helen legte den Kopf was schief und lächelte nun doch breiter, schien auf eine Antwort von Nox zu warten. Denn obwohl es sie das Herz zerreißen würde, würde sie das Blut nicht anrühren, hätte der Schwarzhaarige etwas dagegen. Schließlich wollte Helen nicht, dass er Befürchtungen hatte oder gar verärgert sein würde, was sie zwar nicht glaubte, aber auch nicht auf die Probe stellen wollte. Auf seine Frage hin, ob Helen denn schon Hunger hätte, antwortete sie nur mit einem Schulterzucken und einem unsicheren Lachen. Also darauf brauchte sie, meint Helen, nun wirklich nicht zu antworten, schließlich hatte sie gerade erklärt wie lange der Hunger sie bereits verfolgte.



©Rotflamme
Fr März 02, 2018 8:55 pm
avatar
Heiler
Anzahl der Beiträge : 780
Anmeldedatum : 08.07.15
Alter : 15

Nox | gefallener Engel | seine Wohnung; Helen (@Strahlenlicht)

Er hatte augenblicklich ein schlechtes Gewissen. Gefallene Engel waren zwar unsterblich, aber etwas Essen hier und da brauchten sie ja doch, um zu überleben. Jahrhundertelang hungern zu müssen und daran nicht zugrunde zu gehen war wirklich grausam. Aus ihren Worten schloss er, dass sie schon sehr hungrig war. Wahrscheinlich hielt sie es schon kaum mehr aus. Sicher hat sie es schon wie wer-weiß-wie-lange unterdrückt und ich Trottel habe es nicht einmal gemerkt. Ich musste sie ja auch unbedingt drauf ansprechen...
Schließlich brach er sein Schweigen, nachdem er ihre Ausführungen noch einmal gedanklich hatte Revue passieren lassen:"Ich würde dir niemals etwas verbieten, dass für dich lebenswichtig ist - auch wenn es nicht so wäre, habe ich kein Recht dazu. Trink es ruhig. Ich dachte nur, Tierblut sei eine gleichwertige Alternative und hielt es dementsprechend für klüger, Tierblut zu trinken, weil es im Moment einfach mehr verfügbare Tiere gibt." Er ging zum Schrank, holte eine Schale heraus, füllte sein selbstgekochtes Gericht hinein und stellte sie auf den Tisch. "Selbst wenn ein Mensch dafür hätte sterben müssen, ich hätte kein Problem damit", setzte er noch nach, einfach weil es ihm wichtig war, das ein für alle Mal zu klären. Er wollte nicht, dass irgendetwas je zwischen ihnen stand. Außerdem bin ich der letzte, der sich beschweren sollte, wenn jemand Menschen umbringt, schließlich bin ich selbst ja keinen Deut besser. Und doch gab es da etwas, das ihn beschäftigte und das er Helen gern fragen wollte - was er bisher aus Taktgefühl nicht getan hatte -, aber er entschloss sich es für den Moment auf sich beruhen zu lassen; er würde es zu einem späteren Zeitpunkt zur Sprache bringen.
Er machte Anstalten sich zu setzten, da kam ihm wieder die Erinnerung: das Blatt Papier lag noch auf seinem Zeichentisch! Er musste es unbedingt vernichten, wie hieß es doch so schön? Aus den Augen, aus dem Sinn. Anzünden wäre die sicherste Methode. Abrupt hielt er mitten in der Bewegung inne und sagte zu Helen:"Entschuldige, mir ist noch etwas eingefallen, ich habe vergessen etwas zu verräumen, das sollte ich noch schnell erledigen. Du kannst schon mal anfangen, du hast dich ja lang genug zurückgehalten, bin gleich wieder da." Er bemühte sich seiner Stimme einen normalen, nicht nervösen Klang zu geben, winkte und eilte, schnell, aber nicht allzu hastig aus dem Raum.



©Strahlenlicht
Sa März 03, 2018 9:11 pm
avatar
Erfahrener Krieger
Anzahl der Beiträge : 677
Anmeldedatum : 05.11.16
Alter : 15

Helen Ahring || Vampir || Anführerin || Nox' Wohnung || Nox @Bran

Ihre Lippen formten sich zu einen sachten Lächeln als sie die Antwort des gefallenen Engels hörte und war sichtlich erleichtert, dass Nox sie zu verstehen schien und ihre Meinung akzeptierte. Sie hätte erwartet, dass er nicht so begeistert von der Idee sein würde, oder zumindest Anzeichen an Zweifel oder Skepsis zeigen würde, aber da schien Helen sich zu täuschen. Denn ganz im Gegenteil, es klang wohl eher danach, dass er sich dafür entschuldigen wolle, überhaupt gefragt zu haben. Sie konnte sich echt glücklich schätzen, jemanden gefunden zu haben, der selbst ihre 'andere' Seite vollkommen akzeptierte. Normalerweise reagierte man beunruhigt oder gar ängstlich darauf wenn Helen nur das Wort 'Blut' in ihren Mund nahm, als würde man von ihr erwarten dass sie in der nächsten Sekunde auf einen zugestürmt kam. Und in den letzten Wochen -Waren es vielleicht sogar Monate?- in der sie Anführerin ihrer Rasse geworden war, musste sie feststellen, dass das nur noch beunruhigender auf andere wirkte. Eigentlich konnte sie sich nur erklären, den Posten bekommen zu haben, weil sie die Älteste Vampirin war, aber doch noch längst nicht die gefährlichste oder angriffslustigste. Oder? Das war schwer zu entscheiden, jetzt, wo Helen mal darüber nachdachte. Sie kannte die anderen Vampire nicht. Das gab sie ehrlich zu. Sie mag vielleicht die Anführerin sein, aber sie fühlte sich noch längst nicht wie Eine und hatte wie zuvor rein gar nichts mit anderen ihrer Art zu tun, wollte es auch heute nicht. Es ist ja nicht so, als hätte sie sich verändert seit ihr ungewollt mittgeteilt wurde, dass sie nun plötzlich Anführerin war. Sie war immer noch dieselbe Person wie zuvor der Mitteilung, und ehrlich, sie wollte wirklich nichts mit anderen Vampiren zu tun haben. Sie war schlueßlich auch eigentlich eine Einzelgängerin, nicht umsonst hatte sie sich darüber gewundert, und das nicht nur ein mal, warum sie sich überhaupt auf Nox eingelassen hatte. Nicht, weil sie etwas an ihn auszusetzen hatte, sondern einfach, dass sie normalerweise nicht wirklich an lange Gesellschafft anderer Wesen interessiert war. War es dann also normal für Vampire, dass sie ebenfalls ihren Hunger manchmal nicht kontrollieren konnte? Sie erinnerte sich noch genau dran, wie sie ihren Verstand verloren hatte, als sie auf dieser Versammlung -sie erinnerte sich nicht mehr wirklich dran- durch das Blut eines Werwolfes den Hunger nicht mehr unterdrücken konnte. Und das, obwohl Werwolfblut wiederlich schmeckte und roch. Aber es war Blut gewesen. Helen schluckte und fühlte sich kurzzeitig mulmig im Bauch, wischte die Gedanken aber wieder davon.

"Du konntest es ja nicht wissen." Antwortete Helen mit sanfter Tonlage, auch, um sich selbst wieder abzulenken. "Und Danke." ergänzte sie dann, wobei deutlich aus ihrer Stimme heraus zu hören war, dass sie wirkliche, tiefe Dankbarkeit dafür empfand dass er es akzeptierte. Nicht nur das Menschenblut, nein, sondern auch ihre Seite die Helen mit diesem Drang zum Blut verband. Und das einfach so. Kurz nachdem er ihr geantwortet hatte begab sie sich auch schon zu einem der Küchenschränke und holte ein großes Glas heraus, nachdem sie ihn geöffnet hatte. Merkwürdig, dass sie sich schon so gut hier auskannte, sich schon wohl in seiner Wohnung fühlte, wobei sie sich Wochen zuvor noch fremd und etwas verloren geglaubt hatte. Sie musste lächeln, als sie sich erinnerte, wie Nox aus den Wänden ein Kunstwerk gemacht hatte und Helen geglaubt hatte, in einem Wald in tiefster Nacht zu sein. Sofort hatte sie sich wohl gefühlt und war fasziniert gewesen. Ob der Engel das auch heute noch machen konnte?

Ihre rote Augen suchten ihren Freund und sie wollte gerade den Mund öffnen, um dieses Thema anzusprechen, aber da kam ihr Nox zuvor. Etwas überrascht vergaß sie die Sätze, die sie im Kopf bereits zurecht gelegt hatte und kam erst gar nicht dazu, etwas zu erwiedern, da der Schwarzhaarige schon den Raum verließ. Helen blieb da, wo sie war, blinzelte ein pasr nal, ehe sich ihre rechte Augenbraue fragend erhob. Das war unerwartet gewesen. Was ihn wohl plötzlich dazu verablasst hatte, den Raum zu verlassen, wobei er kurz davor noch Anstallten gemacht hatte, sich zum essen niederzulassen? Und Helen kannte ihn nun gut genug, um zu wissen, dass seine Stimme gekünstelt ruhig geklangen hatte. Sie spürte Sorge in ihr Herz bohren. Schnell tat sie noch das, was sie geplant hatte, bevor sie sich entschied ihn zu folgen. Sie öffnete alle drei Blutkonserven mit den Zähnen und füllte die rote, dickflüssige Substanz in das große Glas. Das Blut füllte es perfekt bis zum Rand, etwas darunter, aber diese Leere war kaum erkennbar. Der Geruch breitete sich nun kräftiger in Raum aus, jedoch schien Helen das nicht nicht zu bemerken. Vermutlich, weil ihre Gedanken bei Nox waren.

Sie stellte das Glas in die Mikrowelle und stellte sie ab, vielleicht für ein bisschen zu lange und zu warm, aber das sollte sie nicht kümmern. Mit einem letzten, prüfenden Blick auf das Glas, dass sich in der Mikrowelle langsam drehte, wandte sich die Vampirin von den Anblick des verführerischen Blutes ab und folgte dem gefallenen Engel in einem Nebenraum, den sie überraschend selten betrat. Wobei, das letzte mal wo sie einen Fuß dort hinein gesetzt hatte, war eben an diesen Tag gewesen mit den Wänden als Illusion eines Waldes. Sie zögerte, als sie an der Tür stand. Sollte sie einfach eintreten? Irgendwas schien Nox offensichtlich beunruhigt zu haben, weshalb sie nun der Zweifel packte. Leicht schüttelte sie den Kopf. So schlimm konnte es wohl nicht sein, oder? Sie legte eine Hand auf die Tür und öffnete sie langsam. Sie bewegte ihren Kopf durch den Spalt zwischen Wand und Tür, um hinein schauen zu können. "Nox? Ist alles okay?" fragte sie immer noch etwas zögerlich, aber mit der Sorge in der Stimme vorhanden.



©Wintercrown
Sa März 03, 2018 9:20 pm
avatar
Heilerschüler
Anzahl der Beiträge : 183
Anmeldedatum : 26.06.16

Mira / Göttersprössling / Türme in der Towerbridge

Das "Frühstück" klang eher wie ein alter Abfalleimer aber das war sie inzwischen gewöhnt denn in dieser Gottverlassenen Stadt noch etwas zu essen zu finden grenzte schon an ein Wunder. Apropo gottverlassen, hier waren so viele Nachkommen von verschiedenen Göttern in der Stadt wieso griff keiner dieser Götter ein und tat etwas ? Danke...ich denke ich verzichte heute auf das Frühstück, aber die Versammlung klingt interessant, vielleicht haben sie ja eine Möglichkeit gefunden das alles wieder in Ordnung kommt. Ich weiß das klingt naiv aber vielleicht sollten wir uns diese Versammlung mal ansehen ? Jedenfalls besser als hier oben zu verroten findest du nicht auch ?



©Nymeria
So März 04, 2018 10:49 am
avatar
Heilerschüler
Anzahl der Beiträge : 475
Anmeldedatum : 30.12.16
Alter : 20

Penthesilea | Göttersprössling – irgendwo auf den Straßen Londons
Sie wusste nicht, was sie nun doch dazu bewegt hatte, das Haus wieder zu verlassen. Ihr Onkel war nicht wieder aufgetaucht, obwohl er ihr gesagt hatte, er wäre nur auf Reisen. Sie könnte frei sein, wären da nicht seine Worte, dass sie im Haus bleiben sollte. Dass er wüsste, wenn sie doch nach draußen ging. Und doch hielt sie es nicht länger aus. Sie musste einfach frische Luft schnappen. Also hatte sie ihren Mantel geschnappt und war auf die Straßen gelaufen, zunächst unsicher und verwirrt. Es war zumindest nicht viel los, weswegen sie gar nicht erst den Drang verspürte, sich anderen Leuten anzuschließen. Penthesilea wusste, dass es immer schief lief, wenn sie mit anderen sprach. Sie war nicht dafür gemacht. Und doch…vor einer Woche gab es diese kurze Begegnung. Mehr als kurz, da sie nach ein paar wenigen Worten bereits bemerkt hatte, was sie da Verbotenes tat und dann so schnell wie möglich abgehauen war. Dieser Mann, der da in sie hineinlief…ihr Onkel würde sie sicher dafür bestrafen, wenn er es erfahren würde. Auch wenn es nur wenige höfliche Worte waren. Er hatte seine Methoden, das herauszufinden. Eine leichte Gänsehaut breitete sich auf ihren Armen aus, als sie irgendeine Richtung einschlug. Es war falsch, rauszugehen. So falsch. Und doch tat es gut, hier zu sein. Diese Luft zu atmen. Irgendwann blieb sie stehen und lehnte sich an eine Häuserwand, ohne den Drang zu haben, sich irgendwo für lange Zeit niederzulassen. Also starrte sie einfach in den Himmel und wartete auf irgendetwas. Irgendeinen Drang, weiterzugehen oder doch den Heimweg anzutreten. Auf Anzeichen ihres Onkels, die nicht kommen würden.

Mit May find ich momentan nicht rein, sorry :c

Catania | Werwölfin - ist ansprechbar!



©Rotflamme
So März 04, 2018 9:03 pm
avatar
Heiler
Anzahl der Beiträge : 780
Anmeldedatum : 08.07.15
Alter : 15

Arsinoë | Göttersprössling | Räume in den Türmen der Tower Bridge; Mira (@Lilienbär)

Zugegeben, diese Lebensmittel waren nicht aus einem 5-Sterne Restaurant und auch ihre Kochkünste waren nicht die eines Haubenkochs, aber Ars hatte eine Zeitlang auf der Straße gelebt und war daher nicht unbedingt wählerisch was Essen betraf. Deshalb zuckte sie auf Miras Bedenken nur mit den Schultern und griff nach den gesalzenen Erdnüssen und einer Ein-Liter-Flasche. Diese schraubte sie auf, während sie über Miras Vorschlag nachdachte. "Nun ja, einerseits ist diese Versammlung von den Leuten die uns diesen Pferdetypen auf dem Hals gehetzt haben, das heißt sollten wir dort sein, könnte er uns auffliegen lassen. Aber andererseits ist er womöglich längst krepiert, sonst wäre er vermutlich schon längst hier." Arsinoë nahm einen Schluck aus der Flasche und setzte dann fort:"Also gut, schauen wir uns das ganze doch mal an. Und sollten das genau solche Idioten sein, wie Nathan, dann  bleiben wir trotzdem. Es ist immer gut zu wissen was der Feind denkt." Die Packung Erdnüsse würde sie als Wegzehrung mitnehmen. "Brechen wir gleich auf?", fragte sie, nicht ohne sich in Gedanken zu notieren, dass Mira auch zu ganz guten Ideen fähig war, fügte aber gleichzeitig hinzu, dass auch ein blindes Huhn einmal ein Korn findet.



©Strahlenlicht
So März 04, 2018 9:42 pm
avatar
Erfahrener Krieger
Anzahl der Beiträge : 677
Anmeldedatum : 05.11.16
Alter : 15

Eden || Engel || Mitglied || Thronsaal

Mit einem stummen Seufzer spürte sie die kalte Wand an ihren Schulterblätter, die Arme verschränkte sie vor der Brust und der Kopf war keicht schiefgelegt, sodass sie schwarz-weißen Haare ihr auf die rechte Gesichtshälfte fielen. Die auffälligen, goldenen Augen waren etwas schmaler, da es schwer war in solcher Dunkelheit das Bild, was sich ihr bot, zu betrachten. Keiner schien bemerkt zu haben, dass sie, eine Engelsdame, sich hinein geschlichen hatte und sich nun im Schatten der Wände und Ecken bewegte, um auch ja unerkannt zu bleiben. Zwar fühlte sie sich zugegeben unwohl hier, und fehl am Platz deffinitiv, aber die Neugierde war zu groß gewesen, als dass sie das Geschehen hätte igonrieren können. Ihr Blick schweifte über die Menge, die kleiner war als sie es vermutet hatte, aber wer wusste denn schon, ob nicht vielleicht welche der Anhänger die Versammlung einfach verpennt haben oder keine Lust hatten, zu kommen? Deshalb sollte sie nicht gleich erleichtert sein, zu sehen, dass es noch eine übersichtliche Anzahl war, sonst wäre der Schock zu groß, die mögliche Wahrheit hinter den Verbündeten zu sehen. Edens goldene Augen wandten sich für ein paar Sekunden einem Wesen zu, musterten ihn oder sie, bevor er weiterstrich und beim nächsten hängen blieb. Es war irgendwie nicht allzu verwunderlich, dass der größte Teil Wesen der Dunkelheit waren, aber trotzdem schienen manche genauso wie Eden nicht hier sein zu sollen. Sie sahen zu unschzldig, zu neutral aus, um von ihnen erwarten zu können, sich jemanden wie Araziel anzuschließen. Ja, Eden kannte den Namen des gefallenen Engels, der da auf dem Thron saß und den Blick auf die Krone gerichtet hatte. Aber nun ehrlich, wer kannte ihn nicht, nach den Geschehnissen der letzten Tage, gar Wochen? Vielleicht hatte Eden jedoch einen kleinen Bonus, denn sie kannte ihn nicht nur als Der, der sich selbst unachtsam die Krone aufgesetzt hatte, sondern er war ihr auch vom Himmel bekannt, von seiner Zeit als Engel. Zwar waren sie nicht befreundet gewesen, noch kannten sie sich besonders, aber Eden hatte hier und da mal seinen Namen fallen hören und ihn vom Sehen gekannt. Umso mehr war ihre Neugierde gewachsen, nun zu hören und zu sehen, wie er den Rang des Königs hinterher strebte.

Apropos. Edens Aufmerksamkeit which von der Masse und richtete sich nun auf den Schwarzhaarigen, der sich soeben die Krone wieder auf den Haupt setzte. Von dieser Entfernung aus konnte sie ihn gut beobachten, Eden lehnte gegen die Wand und auf der Linie, die [color=#00ffff]Araziel/color] und seinen Thron von den Anhängern trennte. 'Aha, er kommt also doch noch zum sprechen.' sprach Edens Stimme in ihren Kopf, ihre weißen Flügel legten sich eng an ihren Körper, als während sie ein schützendes Schild welches die Engelin von den möglichen Blicken der Anderen schützen würde. Überraschenderweise war sie aber nun wirklich schwer zu erkennen, da es nicht gerade blendend Hell im Raum war und es genügend dunkle Ecken gab, um sich nicht großartig verstecken zu müssen. Eden konzentrierte sich auf die Worte, die aus dem Mund des gefallenen Engels kamen, wobei sich ihre rechte Augenbraue teilweils fragend und teilweils überrascht anhoben. Die Menschen also? Also das hätte sie nicht erwartet. Welchen Grund sollte er denn haben, sie zurück haben zu wollen? Was brachte es ihn, außer sich wieder in der Öffentlichkeit verstecken zu müssen? Außer, er hatte geplant, dies eben nicht zu tun und die Menschen über das Dasein der anderen Wesen aufzzklären, aber da stellte sich Eden dieselbe Frage: Was brachte es ihn? Sie wischte den Gedanken aus ihren Kopf, als Araziel fortfuhr. Jedoch, als sie die nöchsten Worte hörte, die wohl eher spottend klingend sollten, konnte sie ein leises Kichern nicht unterdrücken, wobei sie sich selbst kurz danach den Mund zu hielt, damit keiner sie hörte. Anders als manch anderer Engel es getan hätte, fand Eden es äußerst amüsant, wie er über 'Die Schönlinge dort oben' sprach. Sie hatte ja gedacht, er würde sich nicht um die Meinung der Engel kümmern, aber anscheinend schien er doch beweisen zu wollen, dass er nun der König sei. Und obwohl der 'König' ein paar Meter von Eden entfernt war, konnte sie ganz deutlich spüren und beinahe schon hören, dass er die Engel anscheinend belehren wollte, belehren wie viel besser die Welt doch mit ihm als Herrscher wäre. "Träum weiter, Kleiner." murmelte Eden ironischerweise zu sich selbst , da Araziel nun wirklich das Gegenteil von klein war, aber basierend auf seinen Charakter wirkte er doch eher wie ein Kleinkind, dass nicht genug von Macht bekommen konnte.



©Rotflamme
Mo März 05, 2018 3:51 pm
avatar
Heiler
Anzahl der Beiträge : 780
Anmeldedatum : 08.07.15
Alter : 15

Nox | gefallener Engel | seine Wohnung; Helen (@Strahlenlicht)

Helen hatte glücklich ausgesehen und sich bei ihm bedankt. Und obwohl das eigentlich gar nicht nötig war, wurde Nox doch warm ums Herz. Offensichtlich hatte Helen noch etwas sagen wollen und er hatte ihr einfach das Wort abgeschnitten. Und da war es wieder, das schlechte Gewissen. Wie lange wollte ihr eigentlich noch verschweigen, wie es um ihn stand? Sicher, er hatte sich so sehr gefreut, sie wieder zu haben, dass er es verdrängt hatte, aber lange konnte das nicht mehr gut gehen. Er glaubte gern daran, dass Helen seine Sonne war, die all die Schwärze und die Schatten vertrieb, die ihn umgaben und doch, wirklich sicher sein, konnte er sich auch nicht. unwirsch tat er die Gedanken ab. Er würde sie später, wenn er zurückkam, fragen, was sie ihm hatte sagen wollen, schließlich dauerte es ja nicht lange. Schnell riss er die Tür auf und schloss sie behutsam wieder. Hoffentlich hatte Helen keinen Verdacht geschöpft. Er lauschte ein paar Sekunden und wandte sich dann dem zerknüllten Blatt Papier auf dem Zeichentisch zu. Mit spitzen Fingern hob er es auf, als wäre es vergiftet und musste sich zusammenreißen, um es nicht aufzufalten. Er wollte gerade einen Feuerball erscheinen lassen, da hörte er Schritte, die sich dem Raum näherten. Verdammt! Sie hat doch etwas gemerkt.

Genau genommen war das mit dem Verbrennen des Papiers nicht die beste Idee gewesen, schließlich würde Helen den Rauch riechen können. Jetzt war Einfallsreichtum gefragt. Nox faltete das Papier auseinander und strich es glatt, ohne den Bleistiftstrichen Beachtung zu schenken, hastete zum Schrank und hob einen Stapel weißes Papier heraus. da hörte er schon Helens besorgt klingende Stimme und das Geräusch der Türe, als die Vampirin sie öffnete. Er legte das Blatt als hinterstes hinein und wollte den Stapel schon zurückgeben, und Helen antworten, dass alles in Ordnung war und er gleich fertig war, da hielt er mitten im Satz inne. Denn seine Aufmerksamkeit wurde durch einen Schmerz an seinem Daumen abgelenkt. Er hatte sich am Papier geschnitten. Es war ein kleiner Schnitt, gerade einmal ein-zwei Zentimeter lang, aber aus dem kleinen, unbedeutenden Schnitt quollen bereits einige Blutstropfen. Eilig stellte er den Stapel wieder zurück und drückte auf die winzige Wunde um den Blutstrom schnellstmöglich zu stoppen. Mit etwas Glück hatte Helen schon einen Schluck von dem Blut gehabt und das Ganze war völlig unproblematisch.

Atria | Engel | vor dem Big Ben - ansprechbar



©Strahlenlicht
Mo März 05, 2018 5:05 pm
avatar
Erfahrener Krieger
Anzahl der Beiträge : 677
Anmeldedatum : 05.11.16
Alter : 15

Helen Ahring || Vampir || Anführerin || Nox' Wohnung || Nox @Bran

Helen trat nun ganz ein, blieb jedoch neben der Tür stehen an dessen Klinke ihre rechte Hand ruhte. Ihr Zweifel von kurz davor, als sie gerade noch vor der Tür gestanden und ihre Stimme zu einer zögerlichen Frage erhoben hatte, verflog, als sie sah dass der gefallene Engel einfach vor einem Stapel Papier stand, den er anscheinend hoch heben wollte. Jedoch bemerkte sie, dass Nox ziemlich unruhig zu sein schien. Helen konnte ja beinahe schon hören, dass sein Herzschlag sich vor Unruhe beschleunigt hatte. War er in Eile gewesen? Helens blasse Hände fanden ihren Weg in die Taschen ihrer Lederjacke, und erst jetzt bemerkte sie, dass sie vergessen zu haben schien, die Jacke auszuziehen als sie eingetreten war. Auch der Schal befand sich noch um ihren Hals gebunden, wenn auch etwas zu locker sodass er nicht wirklich wärmte. Vielleicht war es das Menschenblut gewesen und die Freude, etwas so wertvolles gefunden zu haben, auch wenn sie dafür durch ein Horrorkrankenhaus gehen musste, sodass sie vollkommen vergessen haben musste erstmal die überflüssigen Klamotten abzulegen. Aber was soll's, einem Vampir konnte nun wirklich nicht zu warm werden, sonst hätte Helen schließlich schon längst bemerkt, dass sie die Jacke und den Schal noch trug. Sie schweifte jedoch vom Thema ab.

"Was..." setzte sie an und wollte ihn eigentlich fragen, was er da vor hatte. Er war ja bestimmt nicht hier her gekommen, einfach, um ein Stapel leerer Papiere zu verlegen, oder? Sie glaubte nicht, dass Nox einfach so hinweg gesaust wäre, einfach, weil ihm so eine Kleinigkeit eingefallen war. Er hätte das ja auch einfach nachher, nach dem Essen tun können wenn er gerade nichts zu tun gehabt hatte. Aber anscheinend war irgendwas, was Helen verschwiegen wurde, sodass er keine Zeit gehabt hatte zu warten sondern es gleich in der nächsten Sekunde tun musste. Aber was tun? Helen wollte es fragen, da sie sich offensichtlich darum sorgte warum ihr Freund plötzlich so nervös geworden war. Die Betonung lag auf wollte. Denn ihre Stimme brach plötzlich weg, als wüsste sie nicht, was Worte, Sätze und Sprache war. Sie gab einfach den Geist auf und ihr Gesichtsausdruck wechselte von Besorgt sofort zu einem beinahe schon verwirrten. Der Grund dafür war der Geruch, der von der einen auf der nächsten Sekunde einfach so aufgetaucht war und sie nun umkreiste, wie eine lästige Fliege die nicht von ihr lassen wollte. Helens rote Augen wurden schmaler und sie schien sich nicht im Klaren darüber zu sein, was passiert war, ehe sie Nox Blick folgte, der auf seinen Daumen gerichtet war. Und wie sie gehofft hatte, das nicht getan zu haben.

Denn als sie endlich den Geruch zuordnen konnte, wechselte erneut ihr Ausdruck im Gesicht. Nicht mehr verwirrt, nicht mehr fragend. Er war schockiert. Ein Fremder hätte die Situation als albern empfunden, wie Nox versuchte die winzige Blutung an seinem Daumen zu stoppen und Helen, die so erschrocken wirkte wegen eines kleinen Blutstropfen. Die Vampirin trat einen Schritt zurück, als würde sie sich plötzlich fürchten, aber ungewollt atmete sie tiefer ein. Der Mund war leicht geöffnet, die spitzen, langen Reißzähne deutlich sichtbar und somit ermöglichte er es ihr, den Duft gar noch besser aufnehmen zu können. Der Geruch vom Menschenblut, der seit der Öffnung der Blutkonserven in der Luft lag, schien vollkommen verpufft zu sein, verschwunden, einfach so, als hätte der Duft von Nox' Blut ihn bei Seite geschoben, um Platz für sich selbst zu machen. Denn er roch so viel anders als der des Menschenblutes. So, so viel anders... Helen schien am Grunde fest gefroren zu sein, war betäubt und der rote Blick war durchgehend auf die Blutstropfen gerichtet, die der Engel versuchte zu verdecken. Der Geruch war so intensiv, intensiver als das Menscheblut, und das um einiges. Es roch süßlich, so köstlich, wie sie es noch nie empfunden hatte.

Helens Augen fingen an an Farbe zu wechseln. Das weiß der Augäpfeln färbte sich zum leichten rosa, weiter zu einem kräftigen, hellen Rot, ehe es sich verfinsterte und ein tieferes Rot annahmen, welches beinahe wie Schwarz wirkte, ließen die helle, leuchtende Farbe ihrer Pupillen noch deutlicher hervor treten. Ihre Augen wirkten als wären sie mit Blut gefüllt, während sich darunter die Haut ebenfalls dunkler verfärbte und es wirkte, als würden Adern unter ihnen pulsieren. Helen bemerkte gar nicht, dass sie sich selbst an die Wand gedrückte hatte und die Hände sich im Oberarm des jeweils anderen Armes klammerten, sie fest zugriff und die Nägel sich in die Jacke bohrten, als wolle sie sich festkrallen. Helens Atem war schneller geborden, hörbarer und unregelmäßig. Ihr Gehirn schien ihr nicht erlauben zu wollen, beim Bewusstsein zu sein während ihrer 'Verwandlung', sie bekam es nur Nebensächlich mit, wie eine leise Melodie die einem im Kopf festhing, aber dennoch deutlich genug, dass ihr Gesichtsausdruck ängstlicher wurde, je dunkler ihre Augen sich förbten. Man sah es ihr an, deutlich, dass sie sich vor dieser Änderung fürchte, die Augen strahlten beinahe schon Panik aus. Dieser kurze Moment, wo sie jedoch so zerbrechlich und gefüllt von Furcht wirkte, zerbrach schnell, wurde hinfort getreten von dem plötzlich wilden Ausdruck in ihren Augen. Die Furcht wechselte zum Gegenteil, beinahe schon Zorn spiegelte sich in ihren Gesicht wieder und sie wirkte nicht mehr wie eine normale Person, noch nicht mal ein menschliches Wesen. Sie sah aus wie ein Raubtier, denselben, beinahe schon wahnsiniggen Blick der sich auf den gefallenen Engel richtete. Und ohne richtig zu wissen, was sie tat, stürmte sie auf Nox zu, die Zähne zusammen gebissen und vorbereitet, sie unter seine Haut zu graben.


(Flynns Post kommt doch in meinem nächsten Beitrag, ich hatte gerade keine wirkliche Ideen was ich schreiben sollte xD)



©Drachenstern
Mo März 05, 2018 5:12 pm
avatar
Co- Anführer
Anzahl der Beiträge : 2358
Anmeldedatum : 12.02.14
Alter : 22

Lathiva/Gestaltenwandler/auf dem Weg zur Versammlung

Der Morgen war frisch und eine sanfte briese wehte durch das rot gefärbte Haar der wandlerin als sie die Straßen entlang richtung U-Bahn ging. Gestern noch war sie bei Amaris gewesen mit welcher sie sich im Laufe der woche seit sie sich kennen gelernt hatten angefreundet hatten. Sie verstanden sich gegenseitig auch wenn sie unterschiedlichen Rassen oder Rängen angehörten.

Die Drachenwandlerin steckte ihre Hände in die Jackentaschen und näherte sich Schritt für Schritt ihrem Ziel. Sie bog in Gassen ab bis sie auf einer einsamen schmalen straße stand. Gut wen man es so sah waren all diede Straßen vereinsamt und verlassen seit die Menschen verschwunden waren. Dennoch wirkte diese Gasse noch ein wenig mehr verlassener. Sie hatte diese dunklen wände zu beiden seiten die das ganze ein wenig beengten. Noch dazu waren die Wänden zu beiden seiten zermodert und an einigen stellen brachen sogar stücke hinaus. Die gasse führte in einer Gerade Linie zu einer unterführung einer auser betrieblichen U-Bahn.
Zielstrebig ging Lathiva darauf zu, auch wenn ihr klar war das sie zu spät sein würde ließ sie sich dennoch Zeit. Araziel konnte sagen was er wollte, ihm sich zu unterwerfen würde der wandlerin niemals in den sinn kommen. Sie schnaubte leise aus und lies im vorbeigehen ihre hand über die Wände streichen. Außnahmsweise trug sie keine Handschuhe immerhin war hier nichts was sie verbrennen oder abfackeln konnte. Dennoch hatte die diese in ihrer Tasche verstaut für den Fall der Fälle. Das Gestein war feucht und an manchen stellen sogar klebrig als ihre finger darüber  glitten weswegen sie ihre Hand angewiedert wieder zu sich zog und die klumpen abschüttelte oder mit einem heißen Luftzug so austrocknete das sie nur noch von ihren Fingern hinunter bröselten.
Endlich erreichte sie die unterführung welche wie die Gasse hintersich die selbe wirkung aufwies. Dunkel und Düster. Trotz dieser Tageszeit wollte man vielleicht doch nicht ganz alleine dort unten herum irren. Aber Lathiva scheute es nicht sich ihren Weg zum Thronsaal durchzukämpfen weswegen sie also sich doch ein wenig beeilte um nicht allzuviel von der Versammlung zu verpassen. Schon aus der ferne konnte sie die Stimme des Engels Araziel vernehmen. Gut viel verpasst hatte sie bestimmt noch nicht nachdem dieser nur nach dem anwesen der anderen fragte. Zügiger schritt sie seiner Stimme entgegen bis sie den Thronsaal erreicht hatte und durch die Tür in das innere Schlüpfte. Ein paar der Wesen waren schon versammelt und scharrten sich Araziel der mit seiner goldenen Krone vor ihnen aufragte.
Wie immer erkannte Lathiva all mögliche wesen der Finsterniss nur keine Getaltenwandler. Wie es aussah war sie immer die einzige aber sie hatte dieses liebliche getue der Menschen satt. Die Pläne Araziels gefiehlen ihr um einiges besser als die ihrer eigenen Anführerin. Warum musste sie friedlich sein? Kam ihr der Gedanke während sie sich einen Platz in den Reihen suchte. Sie mochte dieses Bild des Glück bringes und des Gehorsams nicht. Viel lieber wollte sie etwas sein was die Menschen zu fürchten hatten. Sodass sie Nachts nicht mehr alleine mach draußen gehn wollten. Nun gut es gab die Dämonen die ihnen genau so viel Angst und Qual bereiten konnte. Lathiva wollte damit einfach dazu gehören. Auch wenn sie wusste das es verboten war die Menschen zu jagen und ihnen Angst einzujagen glaubte Lathiva doch noch fest daran das sie irgendwann diese Chance bekommem würde.

Ihr Blick richtete sich auf den engel mit der krone als dieser das wort anhob. -die menschen brauchen?- sie teilte seine Verachtung über die menschen
Den einzigen Grund sie zurück zu haben wollen war es sie zu jagen und einzuschüchtern für was anderes waren sie nicht viel wert außer hin und wieder eine gute  Mahlzeit zu zubereiten. Sie seufzte und schüttelte den Kopf um sich wieder Araziel zu zuwenden. Er erzählte das sie wohl gehört haben mussten warum sie hier versammelt  waren. Lathiva wusste davon allerdings nichts denn wer würde schon auf die Idee kommen zu einem gestaltenwandler zu gehen. Sie stieß die Luft in einem Seufzer aus und sah den dunkelhaarigen Mann an. "Warum brauchen wir die Menschen? Für was sollen sie nützlich für uns sein außer sie zu jagen und ihnen Angst zu machen?" Hob sie laut genug an damit er sie hörte.  Zugegeben mamchmal vermisste sie die menschen auch wenn sie diese nie jagen durfte aber vielleicht würde dies ja einestages geschehen sollten sie wirklich ihren Weg hier her zurück finden..


Zuletzt von Saphirstern am Di März 06, 2018 10:06 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet



©Nymeria
Di März 06, 2018 12:50 pm
avatar
Heilerschüler
Anzahl der Beiträge : 475
Anmeldedatum : 30.12.16
Alter : 20

Mayalie | Engel – auf den Straßen Londons, läuft in Adrien rein
Mayalies Stimmung war getrübt. Es war schwer, zu lächeln und so zu tun, als wäre alles in Ordnung. Dabei war sie doch sonst ein Sonnenschein, fast schon dauerhaft glücklich. Eigentlich würde sie sich am liebsten irgendwo verkriechen und nie mehr herauskommen. Das würde alles viel leichter machen. Warum sie nun ausgerechnet ziellos durch die Straßen lief, wusste sie auch nicht. Ihre Schwester hatte sie verraten und war auf die dunkle Seite gewechselt. Gut, das wusste sie nun seit über einer Woche, doch so ganz verkraften konnte sie es nicht. Sie hatte nicht einmal mit ihr gesprochen. Und dann diese Begegnung im Park…Es hatte alles nur noch mehr auf die Spitze getrieben. Verrat, Hass, Einsamkeit. Sie wusste nicht, wozu sie gehörte oder wer sie überhaupt war. Sie wusste nur, dass sie diesem gefallenen Engel, der sich König nannte, nicht verzeihen würde. Niemals. Sie hasste ihn für das, was er ihr und ihrer Familie angetan hatte. Er würde seine gerechte Strafe bekommen…darauf musste sie hoffen, auch wenn es sonst nichts zum Hoffen gab. Sie atmete die angenehm warme Luft ein und ging weiter, irgendwohin, ganz egal wo. Hauptsache sie musste mit niemandem reden oder freundlich sein. Hauptsache sie würde niemanden ihrer Engelsfreunde treffen. Die würden allesamt geschockt von ihrem Auftreten sein, doch das wäre ihr völlig egal. May starrte gedankenverloren in die Luft und bemerkte erst zu spät, dass sie in jemanden hineingelaufen war. In jemanden…das hatte sie doch vermeiden wollen. Als sie aufsah und sich entschuldigen wollte, blieb ihr Herz fast stehen. Es war ausgerechnet der gefallene Engel, den sie vor einer Woche getroffen hatte. Der sie und Samael bedroht hatte. Geschockt sah sie ihn an, bis sie sich fasste, ein kurzes „Entschuldigung“ murmelte und weitergehen wollte.

so, hoffentlich passt dir das xD



©Wintercrown
Mi März 07, 2018 8:26 pm
avatar
Heilerschüler
Anzahl der Beiträge : 183
Anmeldedatum : 26.06.16

Mira / Göttersprössling / Räume in der Tower Bridge

SIe dachte einen Moment darüber nach, nun die Gefahr dort angegriffen und verwundet oder schlimmeres, zu werden war hoch, darin bestand kein Zweifel. Allerdings konnten sie vielleicht auch etwas herausfinden und um ehrlich zu sein hatte Mira es satt einfach in den Tag hinein zu leben und nichts wichtiges zu tun. Früher hatte sie wenigstens so etwas wie eine AUfgabe gehabt aber jetzt kam sie sich ziemlich nutzlos vor. Selbst wenn, es wäre schön wenigstens mal irgendetwas zu tun zu haben...und wenn es nur um sein Leben rennen ist. Sie lächelte, doch konnte sich ein gewisser besorgter Unterton nicht verbergen lassen. Weißt du denn wo wir hinmüssen ? Ich folge dir einfach okay.



©Flockentanz
Sa März 10, 2018 3:12 pm
avatar
Krieger
Anzahl der Beiträge : 445
Anmeldedatum : 14.04.16
Alter : 17

Astara | gefallene Engelin | Thronsaal

Während die Braunhaarige sich im hinteren Teil des Thronsaals aufhielt - sie war noch nie ein Fan von Einschmeichelei und vorgetäuschter Begeisterung gewesen - und darauf wartete, dass Araziel endlich die Versammlung eröffnete, indem er anfing zu sprechen, ließ sie ihren Blick über die versammelten Wesen gleiten. Allzu viele waren es nicht, was sicher so manchen - hier wanderte ihr Blick in Richtung der Gestalt, die sich auf den Thron gefläzt hatte - störte, aber wenn sie ehrlich war, wunderte sie das nicht. Schon bevor Araziel sich selbst gekrönt hatte, waren gefallene Engel nicht gerade die beliebtesten Zeitgenossen gewesen, wobei sie es darauf wohl auch nie angelegt hatten. Die gefallene Engelin erinnerte sich noch genau, obwohl inzwischen über 3000 Jahre her, an die Zeit, als sie selbst noch krampfhaft versucht hatte, beliebt zu sein. Ein spöttisches Lächeln zeichnete sich auf ihrem ansonst so kaltem Gesicht ab, als sie an ihr jüngeres, absolut naives Ich dachte. Damals hatte sie ihre Bedürfnisse in dem Bestreben, allen alles rechts zu machen, immer hinten angestellt, und man konnte ja sehen, was ich das gebracht hatte. Man hatte sie entsetzt angestarrt und ausgeschlossen, als sich ihre Gabe manifestierte, alle Bünde, die sie zuvor geschlossen hatte und von denen ihr leichtgläubiges Ich gedacht hatte, dass sie ewig währen würden, zerbrochen wie Glas, das aus großer Höhe auf den Grund einer Schlucht fällt. Damals war sie an dem emotionalen Druck fast zusammengebrochen, eine Tatsache, über die Astara heute noch schmunzelte. Wenn sie damals nur gewusst hätte, um wie viel leichter es ist, sich mit derartigen Trivialitäten nicht auseinanderzusetzen, wäre wohl viel anders gelaufen... andererseits war sie froh über diese doch recht entschiedende Wendung, die ihr Leben damals genommen hatte, denn sonst wäre sie wohl nun noch immer da oben und hätte bei weitem nicht so viel Spaß in ihrem Leben gehabt.
Just als Astara diesen Gedanken zu Ende gedacht hatte, regte sich die dunkle Gestalt auf dem Thron und Araziel setzte seine Krone, die er bis dahin in den Hand gehalten hatte, leicht schräg auf seinen Kopf. Astara musste an sich halten, um nicht zumindest ein klitzekleines bisschen zu kichern, denn die Geste, die wohl lässig wirken sollte, sah für sie einfach nur lächerlich aus, als ob ein kleines Kind zwar sehr stolz auf sein neues Spielzeug wäre, aber nicht damit korrekt umgehen konnte. Schließlich erhob der Anführer der gefallenen Engel und König von... ja was eigentlich? London? Der gesamten Welt? Der magischen Wesen?... das Wort und fragte, ob noch mehr kommen würden. Leicht belustigt hob sich einer von Astaras Mundwinkeln, hatte sie doch eben noch daran gedacht, dass Araziel die geringe Anzahl von Individuen nicht gefallen würde. Einen kurzen Moment lang herrschte Schweigen, ehe er fortfuhr. 'Ich denke die Schatten haben Euch bereits berichtet, warum wir alle hier sind. Wir brauchen wohl oder übel die Menschen.', ertönte seine Stimme und Astara hob skeptisch eine fein geschwungene Augenbraue. Das war ihr neu, denn auch wenn sie einen Schatten erhalten hatte, so wie man einen Brief schicken würde, hatte sie von dieser Information nichts geahnt. Gut, das war auch nicht verwunderlich gewesen, da der Schatten fürchterlich verzerrt geklungen hatte, sodass sie außer den Wörtern "Versammlung" und "Thronsaal" nur ein paar belanglose, aus dem Zusammenhang gerissene sinnlose Wörter vernommen hatte. Noch bevor sie überhaupt darüber nachdenken konnte, ob das Wissen zu dem Thema, über welches Araziel gerade sprach, wert war, ihn zu unterbrechen, erhob sich bereits eine andere, diesmal eindeutig weibliche Stimme. Überrascht wanderte Astaras Blick durch den Saal, bis sie die Gestalt der jungen Frau entdeckte. Nun, zumindest erweckte ihre Gestalt den Anschein, jung zu sein, wie alt sie war, vermochte die gefallene Engelin auf diese Distanz nicht abzuschätzen. Tatsächlich kam die Frau ihr vage bekannt vor, wenn sie nicht alles täuschte, handelte es sich hierbei um eine Gestaltwandlerin, eine Spezies, die man... eher selten bei derartigen Versammlungen antraf, um es nett zu formulieren. Tatsächlich richtete Astara sich von der Wand, an der sie bis dato gelehnt hatte, auf, vielleicht würde diese Versammlung ja doch zu etwas führen. Auch wenn sie es sich nicht anmerken ließ, war sie doch gespannt auf Araziels Erwiderung.



©Wächterstern
So März 11, 2018 4:30 pm
avatar
Co- Anführer
Anzahl der Beiträge : 4225
Anmeldedatum : 16.12.13
Alter : 21

[Araziel / Oberster gefallener Engel / Thronsaal]

Ein Grollen hing in der Kehle des Engels, als er den Blick noch einmal über die Anwesenden schweifen ließ. In manchen Augen konnte er die Belustigung sehen. Sie nahmen ihn nicht ernst. Tiefe Schatten tanzten um den Engel und die einst glänzenden roten Diamanten der Krone färbten sich tiefschwarz. Nach und nach richtete sich Araziel auf und er streckte seine Flügel aus. Federn segelte durch die Luft und die Miene des Engels wurde eisig kalt. In seinen Augen funkelte nur noch die Dunkelheit der gefallenen Engel. Er war nicht umsonst neben Lucifer, der erste der aus dem Himmel gestoßen worden war. Für einen Moment lang sein Blick grimmig auf zu Astara, die sich wohl mehr zu amüsieren schien, als wirklich Interesse an der Versammlung zu haben. Araziel war kein Narr. Seine Schatten waren seine Augen und Ohren in jeder Ecke und es war ein gefährliches Spiel, sich in ihnen zu verstecken. Und er war alles andere als ein Kind und ganz bestimmt, war er kein Kind von Gott. Für einen Moment glitt seine Aufmerksamkeit auf eine andere Stelle im Raum. Aber seine Augen blieben nicht lange auf dieser Stelle hängen, selbst wenn er wusste, dass dort ein Gast war, der hier eigentlich nichts zu suchen hatte. Aber dann durchschnitt eine Stimme den Raum Araziel drehte den Kopf zurück in die Mitte des Raumes. Sein Blick legte sich auf die Gestaltenwandlerin, die das Wort erhoben hatte. Für einen Moment musterte er Lathiva, aus wachsamen Augen. Dabei verschränkte er dann die Arme und fuhr sich mit der Zunge über die Lippe.
“Nun, weil wir Wesen ohne die Menschen verschwinden werden. Glaub mir, mir gefällt dieser Gedanke genauso wenig und ich sehe keinen Nutzen in diesen Fleischhüllen. Das Chaos das nun herrscht, ist herrlich. Aber am Ende wird es nichts mehr geben, an dem wir uns ergötzen können. Die eigenartige Krankheit scheint ihren Ursprung davon zu haben, dass die Menschen fort sind.“ Araziel war nicht untätig auf dem Thron gesessen. Er hatte nicht nur einen Spürhund auf die Suche nach den Gründen der Krankheit gesetzt. “Und wie du doch sagst.“ Araziel stand auf und trat von dem Thron herunter, bis er mit vollster Größe vor der Wandlerin stand. “Es macht doch Spaß sie zu jagen.“ Ein wenig beugte er sich vor und ein grausames Lächeln zeichnete sich auf seine Lippen ab. “Das Gefühl ihrer schnellschlagenden Herzen. Der gehetzte Blick und die Schreie.“ Araziel richtete sich dann wieder auf und drehte sich kurz durch den Raum. Dabei sah er wieder alle an. “Ich würde die Menschen nicht zurückholen, wenn es nicht sein muss. Aber die Welt wird anders sein. Wir werden uns nicht mehr verstecken. Die Menschen können ruhig wissen, dass es uns gibt.“ Der Engel hatte es satt, im Schatten zu sein. Er wollte herrschen und Gott beweisen, dass er es wert war. Warum mussten sich die Wesen überhaupt vor einer Spezies verstecken, die so viel schwächer waren, als sie selbst?



©Rotflamme
So März 11, 2018 10:18 pm
avatar
Heiler
Anzahl der Beiträge : 780
Anmeldedatum : 08.07.15
Alter : 15

Nox | gefallener Engel | seine Wohnung; Helen (@Strahlenlicht)

Helen schaffte es nicht mehr, ihre Frage zu beenden, ihr Gesicht verklärte sich. Nox wollte einen Schritt auf sie zu machen, aber ging instinktiv einen zurück. "Helen?" Er war verunsichert, denn er hatte sie noch nie so gesehen. Ihre nun roten Augen fixierten seine Hand.  Nox war sich ziemlich sicher, dass es bereits aufgehört hatte zu bluten, schließlich war der Schnitt nur sehr oberflächlich. Helen hatte hoffentlich schon etwas von diesem Menschenblut getrunken. Sie trat auch zurück und atmete ein, zeigte dabei ihre Eckzähne. Noch einmal sagte er ihren Namen "Helen, alles in Ordnung?", erhielt jedoch wie zuvor keine Antwort, seine Worte schienen sie nicht zu erreichen. Einen Augenblick lang hoffte er noch, Helen würde sich wieder fangen, über sein vermutlich ziemlich dummes Gesicht lachen und sich darüber lustig machen wie der Motorische Benachteiligte sich denn in diese Situation manövriert hatte. Stattdessen presste sich Helen gegen die Wand, ihr Atem ging schnell, mit verschränkten Armen bohrte sie ihre Finger in das leder ihrer Jacke, der Gesichtsausdruck verschreckt. Nox machte zwei Schritte auf sie zu, hielt jedoch inne. Ihre Augen verfärbten sich zu einem tiefdunklen Rot, die Haut um die Augen wurde auch dunkler. War es das, wovor Helen so Angst gehabt hatte, damals im Hyde Park? Er trat zurück, unsicher, was er tun sollte. Für Worte war diese Helen anscheinend nicht empfänglich, die Angst wich einem wilden, aggressiven Blick. Sein erster Gedanke war ein Raubtier, das in die Enge getrieben wurde und drauf und dran war, seine Beute zu zerfleischen. Aber schon im nächsten Moment schüttelte er den Kopf über seine Dummheit. Nein, das war immer noch die Helen, seine Helen, die, in die er sich verliebt hatte. Diese richtete ihren Blick auf Nox und rannte im nächsten Moment schon auf ihn zu. Nun bekam er doch ein bisschen Angst, nicht vor Helen selbst, auch wenn sie schon einen sehr furchteinflößenden Eindruck bot, sondern vor dem was passieren würde, wenn Helen ihn tatsächlich beißen und auch nur ein Tropfen seines Blutes in ihren Organismus gelangte. Das würde ich mir nie verzeihen. Trotzdem blieb er stehen wo er war und erschuf instinktiv in der Sekunde bevor Helen ihn erreichte undurchdringliche Polster aus Luft an den Stellen seines Körpers, die nicht von Klamotten bedeckt waren, allen voran sein Hals, der ja das offensichtlichste Ziel war. Gleichzeitig breitete er die Arme aus und wartete mit geschlossenen Augen auf den Moment, in dem die Vampirin nur mehr Zentimeter von seinem Gesicht entfernt war.
Ich liebe dich, Helen.


Arsinoe | Göttersprössling | mit Mira auf dem Weg zur Versammlung (@Wintercrown)

Mira klang besorgt, aber sie lächelte. Na bitte. Somit war die Sache wohl beschlossen. "Alright, dann brechen wir jetzt auf. Ich weiß zwar nicht genau, wo diese sogenannte Versammlung stattfindet, aber ich denke, wir werden sie schon finden", gab sie sich zuversichtlich. Sie holte ihren Bogen und ihren Köcher mit Pfeilen aus dem Raum, in dem sie aufgewacht war und schlug Mira vor, es ihr gleich zu tun. Man wusste schließlich nie worauf man sich einließ und da war es besser, vorbereitet zu sein. Die Packung Erdnüsse zum Knabbern durfte natürlich nicht fehlen. Schließlich kniete sich auf den ersten Meter Glasbrücke zwischen den Türmen und schoss einen Pfeil mit Seil an eine Straßenlaterne am Boden, das Seilende machte sie an einem der Pfeiler der Brücke fest. Ars drehte sich kurz zu Mira und fragte:"Nur weil es mir gerade eingefallen ist, wenn du irgendwo runterspringst und dich 'durchlässig' machst, könntest du dann nicht theoretisch durch die Erde durch fallen und am Erdkern einen unfassbar grausamen Überhitzungstod sterben? Oder wahlweise im All den Erstickungstod und deine Leiche treibt auf ewig eingefroren durch die unendlichen Weiten des Universums?" Sie konnte nicht anders, als bei dem Gedanken zu schmunzeln.



©Gesponserte Inhalte




Seite 38 von 39
Gehe zu Seite : Zurück  1 ... 20 ... 37, 38, 39  Weiter


Finsterkatzen :: Rollenspiele :: Never trust the Darkness