Mitglieder FAQ Suche Regelwerk Registrierung
Liebe Katzen groß und klein, Regeln müssen immer sein. Deshalb kommt ihr als Neuling an, endet euer Name stets mit "junges" hinten dran. Keine Angst, ihr werdet seh'n, mit etwas Fleiß, werdet auch ihr bald als Krieger vor uns steh'n.
Diese liebenswerten User helfen dir bei jedem Problem was in ihrem Bereich der Möglichkeiten liegt.

Klick auf den Button um sie näher kennen zu lernen!

 Das hellste Licht wirft die tiefsten Schatten || Playstart

©Nymeria
Fr Jun 23, 2017 9:59 pm
avatar
Heilerschüler
Anzahl der Beiträge : 429
Anmeldedatum : 30.12.16
Alter : 20

Mayalie | Engelsmitglied – Hyde Park, allein -> bei Samael
Mayalie beugte sich vor, stützte den Kopf auf den Händen ab. Sie verstand nicht, wie ihre Schwester nach all der Zeit wiederauftauchen konnte. Einfach so. Und dann auch noch als Teil der bösen Seite. Wieso? Wieso ausgerechnet sie? Hätte es nicht jeden anderen treffen können? Aber ausgerechnet Slave…Was sollte sie nur ihrer großen Schwester erzählen. Die auf Reisen war. Damit ganz bestimmt nicht rechnete. Wenn May nicht zu geschafft wäre, zu überfordert mit allem, würden ihr bestimmt die Tränen kommen, doch stattdessen saß sie einfach nur da, starrte auf den Boden und dachte nach. Ohne wirklich zu einem Ergebnis zu kommen. Es war zum verrückt werden. Das Engelsmädchen blieb in ihrer Position, als Schritte hinter ihr ertönten. Leise, aber laut genug, dass sie sie hören konnte. Einzig ihre zuckenden Flügel verrieten, dass sie es wahrgenommen hatte. Noch ehe der Neuankömmling sich vorstellen konnte, fuhr sie blitzartig herum. „Was willst du? Ich brauche keinen Trost und ganz bestimmt nicht von dir!“ Doch es war nicht ihre Schwester, die sie da vor sich sah. Ihre Schwester war nicht so groß…nicht so ohne Flügel. „Was…oh entschuldige! Ich dachte du wärst jemand anderes“ sagte sie bestürzt, sah verlegen weg. Dass sie sich doch immer in ihre Probleme reinsteigern musste! May stand auf, empfand es als ungerechtfertigt, diesen Mann so angeschnauzt zu haben, ohne dass er etwas dafür konnte. Sie würde es ihm nicht verübeln, würde er sie für unfreundlich halten. „Ich…es tut mir leid…ich bin so durcheinander. Was…was willst du denn? Hat es einen Grund, dass du dich zu mir gesellen wolltest?“ Sie widerstand dem Drang, ihm die Hand hinzustrecken. Das erschien ihr falsch. Es würde diese ganze Situation nur noch peinlicher gestalten.

Wenig Ideen atm, sorry :C
Rest folgt hoffentlich morgen!



©Schwarzschattenhimmel
Fr Jun 23, 2017 10:16 pm
avatar
Heilerschüler
Anzahl der Beiträge : 2123
Anmeldedatum : 27.05.15
Alter : 22

Samael // Werwolf // Mitglied // Im Park bei Mayalie @Maischnee
Der junge Mann sagte nichts als die Engelin ihn anfuhr, er blieb ruhig und hörte es sich an, auch die Entschuldigung von ihr. "Ist schon gut, ich habe auch manchmal Gefühlsausbrüche und brülle oder schnauze andere an." Meinte er leichthin und zog seine Beine an sich ran, er verschränkte sie so das er im Schneidersitz saß. Er wollte nicht aufstehen, zulange schon war er gelaufen nun wollte er einmal einen Moment sitzen. "Ich dachte mir das ein Engel nicht gerne alleine ist, genauso wenig wie meine Persönlichkeit, darum habe ich mich einfach hier her gesetzt und wollte einfach mal einen Engel kennen lernen, ich kann auch weiter gehen wenn ich dich stören sollte." Meinte er und legte die Hände in den Schoß. Er wusste nicht viel über Engel, dass meiste hatten seine Freunde oder Bekannten ihn mal erzählt, als diese noch gelebt hatten.
Sie sind so schlimm, bla bla eben. Der Werwolf wollte ihr nicht auf die Nerven fallen, darum hatte er ihr auch gesagt er würde gehen wenn er sie störte. "Mach dir keine Sorgen, ich glaube das jeder der Probleme hat so reagieren würde, ich kenne mich damit aus." Sagte er, diesmal nahm er die Kapuze ab und sah sie mit seinen Augen an, es war keine Abneigung zu sehen, nur einfache Freundlichkeit, er würde ihr nicht auf die Nerven fallen wenn sie ihn fort schicken würde. "Mein Name ist Samael und ich bin ein Werwolf." Sagte er. Na toll du solltest nicht gleich allen Vertrauen schenken. Dachte er und wäre am liebsten los gerannt, von außen sah man ihm den inneren Kampf nicht an, aber sein Lächeln verschwand, dass hätte man auch auf ihre Probleme schieben können, er merkte einfach das etwas nicht stimmte.
"Ein anderer Grund warum ich hier bin ist der, dass ich dachte das man in einer Situation immer jemanden zum reden braucht, auch wenn dieser jemand fremd ist, manchmal kann man mit Fremden besser reden als mit Freunden." Meinte er und zuckte mit den Schultern.



©Nymeria
Sa Jun 24, 2017 2:42 pm
avatar
Heilerschüler
Anzahl der Beiträge : 429
Anmeldedatum : 30.12.16
Alter : 20

Penthesilea | Gestaltwandler – Regent’s Park, bei Cyrian
Penthesilea wollte nicht glauben, dass sie etwas Besonderes war. Dass es eine Erklärung für das gab, was sie konnte. Es wurde doch sonst immer klein gehalten. Wie sollte sie nun damit umgehen, wenn das wirklich wahr war, was der Mann…oder Halbgott vor sich da erzählte? Das Beste war es, es gar nicht zu nah an sich heran zu lassen. Sie trat einen Schritt zurück, verschränkte die Arme abwehrend vor der Brust, strich sich eine verirrte Strähne aus dem Gesicht. Sie wollte nicht darüber nachdenken. Penthesilea hatte sich immer die Schuld daran gegeben, dass sie so behandelt wurde. Sie hatte es doch verdient…ihr wurde doch immer gesagt, dass sie ein Niemand sei. „Nein, dieser Mann lügt. Ich weiß es besser. Ich kann kein Halbgott sein. Er weiß gar nichts“ dachte sie und blickte zu Boden, wollte ihn nicht mehr ansehen. Wollte ihm nicht mehr zuhören. Das bereitete ihr Kopfschmerzen. „Ich…ich danke dir, dass du mir das alles erklärst…aber ich verstehe es nicht. Ich kann niemals ein Halbgott sein…du musst dich irren.“ Sie hatte den Drang, zumindest etwas auf seine Ausführungen zu antworten, auch wenn es nicht viel war. Doch sie war zu verwirrt, um länger über ihre Worte nachzudenken. Doch als er ihr antwortete, dass er sich unmöglich irren konnte, sah sie verwirrt auf. Wie meinte er das…? Sie sah ihm bestürzt in die Augen, wagte es nicht, sich zu bewegen. Was er sagte, über Einsamkeit und Familie…über ihren Vater. Woher wusste er das? Sie wollte etwas sagen, ihm verdeutlichen, dass er sich irren musste, doch sie konnte es nicht. Selbst wenn sie einen Gedanken hatte, so konnte sie ihn nicht äußern. Seine Geschichte, die er ihr erzählte…es klang alles so logisch und ernst. Das konnte nicht gelogen sein. Auch wenn es das einfachste wäre, weiterhin daran zu glauben, dass alles nur eine Lüge war. Penthesilea schwieg, vielleicht etwas zu lange. Sie sah ihn einfach nur an. Es dauerte etwas, bis sie sich aus ihrer Starre befreite. „Ich…ich brauche keine Hilfe. Ich bin das gewohnt. Ich habe es verdient, so behandelt zu werden. Einsam zu sein. Ich kann keine Gottheit sein, meine Fähigkeiten sind nur unerwünschte Nebenwirkungen. Mir geht es gut, so wie es ist…es ist schon in Ordnung. Ich bin mein ganzes Leben lang daran gewohnt, mich anpassen zu müssen. Mich zu verstecken…“

Catania | Werwolf – hinter der Westminster Abbey, bei Fionn und Lucas
Catania empfand die Sorge ihres Gefährten als völlig unnötig. Er dürfte doch wissen, dass sie sich gut selbst verteidigen konnte und keine unnötigen Risiken einging. Doch besonders die Äußerung, dass dieser Junge sie täuschen konnte, machte sie wütend. Wenn auch nur innerlich, nach außen hin verkörperte sie die Ruhe selbst. Sie lächelte Lucas mit einem bittersüßen Lächeln an und zwinkerte leicht. „Weißt du…ich habe doch immer einen Plan. Und wenn man Langeweile hat, muss man sich eben etwas Zeit vertreiben. Warum darf ich mir kein Spielzeug suchen? Schau ihn dir doch an, er könnte unsere Hilfe vertragen, meinst du nicht auch?“ Sie kicherte leise und drehte sich dann zu Fionn um, der sich nun auch vor Lucas vorstellte. „Sieh an, höflich ist er auch! Na das ist löblich.“ Es blieb ihm wohl auch nichts anderes übrig. Hätte er Lucas nicht geantwortet, hätte der ihn wohl ziemlich übel zugerichtet. Auch wenn sie nicht glaubte, dass sie das zugelassen hätte. Catania ließ sich nicht gern ihre Spielsachen nehmen. „Ich und verweichlichen? Na hör mal…du kennst mich doch. Ich kann nur diese kleine Chance auf Beschäftigung nicht einfach so ignorieren! Oder spricht da etwa Neid aus dir, weil ich mich nicht mit dir beschäftige? Ist es das?“ Ihre Augen funkelten, während sie sich umwandte und auf ihren Partner zuschritt. Ganz langsam, wie eine Katze…oder eine Wolfsdame. Als sie bei Lucas angelangt war, stellte sie sich auf seine Füße, streckte sich, sodass sie den Größenunterschied überwand und legte die Arme um seinen Hals. Ihre Lippen legten sich auf seine, leidenschaftlich wie sie war. Sie wollte ihm beweisen, dass er keine Sorge haben musste. Eifersucht war ein dummes Gefühl. „Siehst du? Du brauchst nicht eifersüchtig sein, wir haben doch einander“ sagte sie leise und lehnte sich dann wieder zurück. „Und jetzt sollten wir uns etwas bewegen. Ich möchte nicht dauerhaft in dieser Ecke hängen. Und du, Fionn O' Tyl, kommst mit uns. Keine Sorge, Lucas wirkt zwar bissig, aber eigentlich ist er ganz harmlos, wenn man weiß, wie man ihn zähmt.“ Wieder zwinkerte sie, ergriff Lucas‘ Hand und zog ihn mit sich. Irgendwohin, Hauptsache weg von diesem Ort, der nur einzwängt.

May folgt!



©Schwarzschattenhimmel
Sa Jun 24, 2017 7:11 pm
avatar
Heilerschüler
Anzahl der Beiträge : 2123
Anmeldedatum : 27.05.15
Alter : 22

Lina // Gestaltwandlerin // Anführerin // IN Rom in ihrem Zimmer ---> London Tower Bridge bei Lilith (@Leopardenblut)
Lina war nun fest entschloßen zu gehen, sie wollte hier nicht länger bleiben, sie nahm sich nur schnell das was sie mit nehmen musste. Schnell rannte sie aus dem Zimmer und rannte schnell aus dem Haus raus, sie verwandelte sich in den Raben und flog davon, in ihren Klauen hing eine kleine Tasche, darin waren alle wichtigen Sachen von ihr. Ihre Flügel schlugen im Tackt und beruhigten sie etwas. Dieser dreißte Engel hatte die Macht an sich gerißen, nun war alles vorbei. Araziel würde alles zerstören was einem lieb und teuer war. Sie legte einen Zahn zu, sie musste alles schnell hinter sich lassen. In ihren Augen flaute die Wut langsam ab und wich der Ruhe. Sie musste wieder ruhiger werden.
Was würde ihre Rasse dazu sagen wenn sie sahen das ihre Anführerin so aus der Ruhe gelangen konnte?
Sie wollte daran nicht weiter denken, sie sah weiter nach vorne und schlug kräftiger mit den Flügeln, sie war es gewohnt lange Strecken zu fliegen, darum machte es ihr auch nichts aus diese Strecke zu fliegen.

Es dauerte lange bis dann endlich London in Sicht kam, sie sah die Tower Bridge und flog auf diese zu, sie mochte den Ort am liebsten, sie setzte zur Landung an, stutzte dann aber, dort war schon jemand. Würde es sie stören wenn sie sich dazu gesellen würde? Sie landete einfach und verwandelte sich wieder zurück, sie hasste es wenn sie jemanden störte.
"Hallo." Meinte sie zu der Engelin die dort saß (Lilith). Sie blieb stehen und blinzelte leicht. Ob diese Engelin nett war oder nicht war ihr nun gerade egal.



©Habichtstern
Sa Jun 24, 2017 8:44 pm
avatar
Co- Anführer
Anzahl der Beiträge : 4159
Anmeldedatum : 16.12.13
Alter : 20

[Araziel / Oberster gefallener Engel / Straßen London (trifft auf Lennox und Astara)]

Kein Laut ertönte, als Araziel den Boden berührte und dunkle Schatten sich um seinen Körper webten. Wie treue Hunde strichen sie über seine Haut und durch sein Haar, bis er sie mit einer Handbewegung fortwischte. Seine schwarzen Flügel verschwanden und wenig später war der Engel in einen dunklen Anzug gekleidet, während er durch die Straßen schritt. Genüsslich betrachtete er die zum Teil schon verfallenen Fassaden und die in der Ferne schallenden Schreie. Diese Geräusche waren wie Musik in seinen Ohren und kurz leckte er sich über die Lippen und streckte seine Hände in die tiefen Taschen der Hose. Trotz allem blieb seine Haltung aufrecht und in seinen grünen Augen funkelte Gier und Arroganz. Jetzt hatte er es nun endlich so weit geschafft. Er war zum König dieser verruchten Welt geworden und Luzifer würde bestimmt Gefallen daran finden. Hatte sich der Teufel nicht immer gewünscht, dass man die Hölle auf die Erde brachte? Nun war sie hier. Die Hölle auf Erden. Auch wenn er die Menschen finden musste, wenn er diese Hölle halten wollte. Was brachte ihm ein Ort, wenn es nichts mehr zu beherrschen gab? Ein einsames Grasbüschel lag auf dem Boden und er trat mit dem Schuh darauf. Ohne Gnade zerstörte er die Pflanze und hinterließ sie einsam zurück. Bisher war er keinem der anderen Wesen begegnet und er sah sich mit seinen eigenen Gedanken und Plänen alleine. Doch so gerne er alles selbst schaffen wollte, würde er Hilfe brauchen von Verbündeten, um an die letzten Ziele zu kommen, die er noch hatte. Die Menschen finden und auf ewig Herrschen.
Araziels Lippen verzogen sich nach oben und er blieb kurz stehen, um die Luft geniesend einzuatmen. Es roch nach Tod und Leid und irgendwo musste sich auch ein Blut befinden – zu deutlich war die metallische Nuance. Den Kopf etwas schwenkend, lauschte er nach den Schritten anderer Wesen. Die Gefahr angegriffen zu werden, bestand auch für ihn und er wollte gewiss nicht zulassen, dass jemand zu nah an ihn heran kam.



©Schokokiller
Mo Jun 26, 2017 6:32 pm
avatar
Weiser Mentor
Anzahl der Beiträge : 792
Anmeldedatum : 07.12.15

Viktor || Engel || Big Ben bei Lathiva @Saphirflügel

Kurz runzelte er die Stirn als die Gestaltenwandlerin ihn relativ zusammenhangslos auf den Wolf ansprach. Anderseits hatte er das auch so gemacht. "Ich kenne keinen Engel der über ein Tattoo einen Wolf rufen kann. Ich hab das Tattoo zum 500sten Geburtstag bekommen. Er ist ne Art Freund und Begleitung in einem, aber ne große Bedrohung stellt er auch nur für wenige da." erklärte er kurz und knapp. Und fast wie als wäre das Nicos Stichwort gewesen, rannte er los, Weg von hier. Wenn der Wolf irgendwo hinrannte hatte er wohl seine Gründe. "Sorry, ich glaube er hat irgenwas entdeckt, ich muss hinterher, wenn du willst kannst du mitkommen" rief er schnell und hob dann ab um dem Wolf zu folgen. Wenn er flog war er wenigstens in etwa so schnell wie Nico. Langsam erkannte er auch die Richtung in die der Wolf rannte. Tower Bridge. Mehr oder weniger begeistert flog Viktor im nach. Und tatsächlich, auf der Tower Bridge blieb der Wolf stehen.


Kath || Geist || Piracilly Circus bei Artia @Bran

Da war ein Engel. Da war ein Engel an ihrem Lieblingsplatz. Warum ausgerechnet ein Engel? Kath wäre ein Dämon oder auch ein gefallener Engel sehr viel lieber gewesen. Hoffentlich konnte sie diese Engeldame so annerven dass diese verschwand und möglichst nie wieder kam. Gedacht getan. Mit erfürchtigem Blick spazierte sie auf den Engel zu und stotterte " B...bist du wirklich e...ein Engel? N...nimm mich b... bitte mit! Ich w...will nicht so komisch durchsichtig s...sein!" Mit Hundeblick starrte sie die Engeldame an und hoffte darauf dass die Engeldame einfach ohne langem Rumgelaber verschwand. So einfach war es aber garantiert nicht. Die Welt war einfach noch viel einfacher gewesen als sie noch gelebt hatte.

(Out. Sorry Saph für die holprigkeit und alles. Mit sojemanden wie Vik hab ich schon ewig nix mehr geschrieben, also... sorry jedenfalls nochmals)



©Leopardenhauch
Do Jun 29, 2017 12:31 pm
avatar
Heilerschüler
Anzahl der Beiträge : 361
Anmeldedatum : 22.08.16
Alter : 19

Cyrian Said | Anführer der Göttersprösslinge | Regent’s Park ;; bei Penthesilea @Maischnee
Sein Blick ruhte die gesamte Zeit über auf ihr als er sprach, suchte nach einer Gefühlsregung. Er war so vorsichtig wie möglich, doch einige Dinge ließen sich leider nicht schön reden, weshalb ihn das Gefühl packte, dass sie das ganze vielleicht nicht gerade locker wegstecken würde. Er sah ihren Unglauben, die Verwirrung war ihr wie ins Gesicht geschrieben. Der Halbgott zog die Stirn kraus, als sie wieder einen Schritt zurück machte, eine Strähne ihres seidigen schwarzen Haars hinter ihr Ohr streifte und anschließend die Arme vor ihrer Brust verschränkte. Ihre Reaktion war durchaus nachvollziehbar – an ihrer Stelle hätte vermutlich jeder so reagiert. Wut kochte in seinem Inneren auf, während er sich für seinen Leichtsinn schollt. Hatte er überhaupt das Recht solche dreisten Aussagen zu machen? Würde er an ihrer Stelle einem wildfremden Mann glauben, geschweige denn vertrauen, nur weil dieser aus irgendwelchen Gründen Zeug aus Glas machen und die Temperatur beeinflussen konnte, nur weil er behauptete ein Anführer von irgendwelchen Gottesabkömmlingen zu sein – noch dazu wenn er behauptete, dass sie ein Halbgott sei ohne sie auch nur einen Tag lang zu kennen? Vermutlich nicht. Am liebsten hätte er sich dafür selbst eine gehörige Ohrfeige verpasst – er hätte es definitiv verdient.
Für einen unendlich wirkenden Augenblick lag eine drückende Stille in der Luft. Was sie wohl dachte? Es war klar ersichtlich, dass sie ihm nicht glaubte und wenn er ganz ehrlich war hatte er auch nicht wirklich erwartet dass sie es tat. Das ganze war viel zu surreal für jemanden, der unter den Menschen gelebt und nie von den Welten abseits des London der Sterblichen gehört hatte. Er sah sie entschuldigend an, doch sein Gegenüber blickte zu Boden. Er stieß ein leises Seufzen aus und wartete darauf, dass sie die Stille brechen würde. Dies geschah auch wenig später, doch wie er vermutet hatte glaubte sie ihm kein bisschen. Ein wehmütiges Lächeln huschte über seine Lippen.
“In einer Welt, in der all die Legenden real sind, Werwölfe, Vampire, Engel und noch so viele weitere Wesen existieren, wie unwahrscheinlich ist es, dass eine junge Frau mit magischen Kräften zu diesen Wesen gehört?“, murmelte der junge Mann sanft, ohne den Worten irgendwelchen Druck zu verleihen. Er wollte nur, dass sie es in Betracht zog, nichts weiter. Dennoch hob sie den Blick erst wieder als er seine Theorie zu ihrer Abstammung kund tat.
Er hatte mit seinen Überlegungen absolut ins Schwarze getroffen wie es schien. Das Mädchen gab sich große Mühe, ihre Empfindungen zu verschleiern, nicht dazu bereit die Wahrheit zu akzeptieren, doch sie schaffte es nicht vollkommen. Denn da sein Blick noch immer auf ihr ruhte konnte er die Verwirrung in ihrem Blick sehen, als er ihr eröffnete, dass er sich nicht irren konnte. Und ihrer darauf folgenden Mimik nach zu urteilen lag seine Beschreibung der Umstände recht nahe an der Wahrheit. Ihre Augen weiteten sich in einer Mischung aus Verwirrung, Erstaunen und Schock, sie öffnete den Mund um etwas zu sagen, doch sie blieb stumm, wie zu einer Salzsäule erstarrt. Zudem erschien sie ihm plötzlich noch ein wenig blasser als zuvor, sodass sie den Vampiren der Stadt schon beinahe Konkurrenz machte. Sie schien nicht wirklich schockiert als er ihr einen Teil seiner Vergangenheit erzählte, viel mehr sah es so aus, als würde sie darüber nachdenken ob der Götterspross, der vor ihr stand, nicht doch vielleicht Recht hatte. Er konnte den inneren Konflikt in ihren kristallklaren blauen Augen sehen, den wunderschönen ehrlichen Spiegeln ihrer Seele, die so ängstlich waren, dass es ihm beinahe schon körperliche Schmerzen zufügte. Was war nur mit ihr passiert, dass sie sich benahm wie ein gejagtes Reh das jederzeit damit rechnete von einem Wolf verspeist zu werden?
Als er geendet hatte dauerte es ein wenig, bis sie schließlich das Wort ergriff und damit die Stille durchbrach.
„Ich…ich brauche keine Hilfe. Ich bin das gewohnt. Ich habe es verdient, so behandelt zu werden. Einsam zu sein. Ich kann keine Gottheit sein, meine Fähigkeiten sind nur unerwünschte Nebenwirkungen. Mir geht es gut, so wie es ist…es ist schon in Ordnung. Ich bin mein ganzes Leben lang daran gewohnt, mich anpassen zu müssen. Mich zu verstecken…“
Ihre Worte waren wie ein Schlag in die Magengegend. Was hatte man ihr angetan, das sie dazu veranlasste so zu denken? Diese Frau... Cyrian spürte wie die Emotionen in ihm aufwirbelten. Zum einen war er wütend darüber, dass sie so dachte und hätte am liebsten den Verantwortlichen ausfindig gemacht um ihm die gerechte Strafe zukommen zu lassen. Zum anderen empfand er tiefes Mitleid für die wundersame Fremde und er kämpfte mit dem Drang ihr zu zeigen, dass sie nicht alleine war. Er verlor diesen Kampf.
Ehe er sich versah handelte sein Körper wie von selbst und zog seine Gesprächspartnerin in eine sanfte Umarmung. Sie wirkte so schrecklich zerbrechlich als er seine muskulösen Arme vorsichtig um sie legte, darauf bedacht ihr unter keinen Umständen weh zu tun. Der Halbgott ertappte sich dabei wie er die Luft einsog um ihren Duft wahrzunehmen. An ihr haftete der Duft des Frühlings, der Geruch von Blumen und frischem Regen, eine wahrlich betörende Mischung. 'Was zur Hölle mache ich hier eigentlich?', schoss es ihm durch den Kopf, doch das änderte nichts an der Situation. Ein leises Seufzen entfuhr ihm, ehe er schließlich seine Gedanken in Worte fasste.
“Du solltest nicht so von dir denken. Niemand hat es verdient schlecht behandelt zu werden. Wer auch immer dir das eingeredet hat, hat es nicht verdient dich zu kennen. Selbst wenn du keine Halbgöttin sein solltest…“ Er unterbrach seine Worte und lockerte die Umarmung ein wenig um sie anzusehen. “Ich weiß, was ich vor mir sehe: ich sehe eine wunderschöne junge Frau mit außergewöhnlichen Fähigkeiten, die nicht glauben will, dass sie etwas besonderes ist und ein viel zu geringes Selbstbewusstsein hat.“ Ein Lächeln huschte über seine Lippen, als er ihr eine Haarsträhne aus dem Gesicht strich, die sich wieder gelöst hatte.
“Es ist in Ordnung, Angst zu haben. Es ist okay Schwäche zu zeigen. Ich weiß es mag schwer zu glauben sein, aber du bist nicht alleine auf der Welt … ich weiß wie du dich fühlst“, murmelte er schließlich und löste die Umarmung, trat einen Schritt zurück. Mit seinen blaugrünen Augen versuchte er ihren Blick aufzufangen und lächelte sanft. Er hatte jedes einzelne seiner Worte ernst gemeint.

Lith kommt dann später ~



©Knochensplitter
Do Jun 29, 2017 8:12 pm
avatar
Heiler
Anzahl der Beiträge : 3042
Anmeldedatum : 28.03.16

Lennox / Vampir / Straßen Londons bei Astara (@Mythenfeuer) und Araziel (@Habichtstern)

„Lennox“, sagte er, als sie ihn nach seinem Namen fragte. „Aber das wird dir vermutlich eh nichts nutzen, denn wir kennen uns nicht, ich würde mich vermutlich daran erinnern, wenn wir uns schon einmal über den Weg gelaufen wären.“ Er kannte zwar sie, aber er wusste, dass sie ihn nicht kennen konnte, er war nicht so berühmt. Denn er hatte keine besonders herausragenden Fähigkeiten und er hatte auch keine großen Bündnisse geschlossen, miterlebt oder ähnliches. Lennox war mit seinen ca. 400 Jahren nun einmal auch relativ jung, aber er hatte ja noch Zeit, jeden falls wenn die Menschen endlich mal wieder kommen würde. Sonst würde es kein wirklich schöne Zeit für ihn werden. Lennox musterte sie noch immer und zog überraschend die Augenbrauen hoch als Astara meine er müsse an seiner Wahrnehmung arbeiten. Er? An seiner Wahrnehmung arbeiten? Er kannte niemanden der Geräusche besser wahrnehmen konnte als er und dass war ach mehr als gut so. Schließlich hatte Lennox sehr viel Zeit darin investiert diese Fähigkeit zu trainieren. Seine Mundwinkel zuckten leicht, als er die Betonung des Wortes bisschen vernahm, was wollte sie ihm eigentlich unterstellen? Er hasste es, dass die Wesen die älter waren als er immer dachten, dass sie alles wüssten. Ja vielleicht wussten sie auch mehr, aber sie sollten bloß nicht übertreiben. Als hätten sie alles gesehen und außerdem wusste sie doch gar nicht wirklich wer er war. „Na dann ist wohl klar, dass du kein wahres Monster bist“, erwiderte er nur spöttisch. „Oder hast du dich entschieden dich gnädigerweise mir zu zeigen?“, Lennox machte eine gekünstelt ehrfürchtige Verbeugung und schaute mit einem spitzbübischen Grinsen zu ihr herauf. „Oh was für eine Ehre, dass ihr mich für würdig haltet mich nicht wie eure Beute zu behandeln“ Er konnte nicht anders, er musste sie einfach mit ihrem überheblichen Verhalten aufziehen. Sie verhielt sich gerade zu als wäre sie selbst die Königin der Welt und das war sie sicher nicht. Auch wenn sie zu meinen schien, das Araziel und sie auf der selben Höhe waren oder er sie zu mindesten in so weit respektieren würde, dass er genehmigen würde, wenn Astara etwas anderes tun würde als er wollte. Lennox konnte sich das nicht wirklich vorstellen, schließlich würde das auch an der Autorität von ihm zweifeln lassen. Besonders in der Anfangsphase würde Araziel das sicher nicht zulassen wollen. Überrascht runzelte er die Stirn, als sie ihn nach seiner Meinung nach dem neuen König fragte, war das nicht eigentlich uninteressant?  Lennox schnaufte abwertend „Für mich ist er kein König, vielleicht ist er DEIN König oder vielleicht ist er EUER König, aber meiner ist er sicherlich nicht. Ich habe Könige gesehen, du hast Könige gesehen, schau  ihn dir an, dass ist kein König und nur Idioten würde sich ihm anschließen“, während Lennox diese Worte sprach erinnert er sich an die Zeit, als er noch Könige gab, die Zeit war zwar lange her und er war noch sehr jung gewesen, aber es waren auch gute Zeiten gewesen. Plötzlich hörte er ein Geräusch, Lennox Augen huschen hin und her, als er versuchte es zu lokalisieren. Kurze Zeit später hatte er die Quelle des Geräusches ausfindig gemacht (Araziel).



©Bran
Do Jun 29, 2017 8:57 pm
avatar
Heiler
Anzahl der Beiträge : 764
Anmeldedatum : 08.07.15
Alter : 15

Fionn | Göttersprössling | London; hinter der Westminster Abbey, bei Catania und Lucas (@Maischnee, @Wirbelsturm)

Ihm gefiel gar nicht, wie diese Frau redete. Ganz und gar nicht. 'Spielzeug', 'Zeit vertreiben'... genauso hatten die bösen Frauen von... damals geklungen. Er merkte, wie seine Hände anfingen zu zittern und ballte sie zu Fäusten, wobei das vermutlich überflüssig war, denn wenn Hunde Angst riechen konnten, konnten Werwölfe das sicher auch. Andererseits brauchte man vermutlich nur einen Blick auf ihn werfen um zu erkennen, dass er ein kleines Häuflein Elend war. Er hörte die Werwölfe reden und der Klang der Frau entfernte sich etwas. Ein paar Sekunden lang dachte er tatsächlich die beiden hätten ihn vergessen, doch die Stimme der Werwolfdame machte seine Hoffnung gleich wieder zunichte. Er schluckte und richtete sich vorsichtig auf, um etwas unbeholfen hinter dem Paar herzustolpern, denn er hatte einfach zu viel Angst um sich zu wehren, oder davonzufliegen.

Arsinoe | Göttersprössling | London; irgendeine Straße; (Nathan), Mira(@Winterpfote)

Sie hörte das andere Mädchen hinter sich laufen, als sie auch schon von ihrer 'Verbündeten' gepackt wurde. Ihr 'Ey, was soll das denn jetzt!' kam als ein erschrockenes 'Miaurr' aus dem Mund des cremefarbenen Kätzchens, das in ein wildes Zappeln überging, als Arsinoe erkannte, dass die Andere gegen ein Haus lief (Ist die jetzt verrückt geworden?)- zumindest sah es so aus, denn das Mädchen stieß sich vom Boden ab (Ja, sie ist wirklich verrückt geworden!). Doch zu ihrem Erstaunen klatschten sie nicht gegen die Hauswand, sondern glitten hindurch, als wäre da nichts. Sobald sie wieder auf festem Boden standen sprang sie aus den Armen der Anderen, die sich als Mira vorstellte und verwandelte sich zurück. Auf dem Beton sitzend sah sie zu der Älteren auf, blinzelte mehrmals und erhob sich schließlich. "Nein hast du nicht", bemerkte sie und hielt Mira die Hand hin. "Arsinoe, Göttersprössling, für meine Freunde Ars. Du hast Glück, dass ich vorhin nicht deinen Arm zerfetzt habe...Ach ja, wenn du noch irgendeine krasse Fähigkeit hast, die uns irgendwie helfen könnte, sags bitte jetzt." Tatsächlich kämpfte sie nämlich gerade gegen eine aufkommende Übelkeit - eine kleine Vorwarnung hätte wirklich nicht geschadet.


Atria | Engel | London; vor dem London Eye; Kath (@Schokokiller)

Sie hörte nur ein feines Rauschen und erschrak über das plötzliche Erscheinen eines Geistes so sehr, dass sie einige Sekunden zwischen sichtbaren und unsichtbarem Zustand hin und herwechselte. Sie fing sich jedoch schnell wieder und sah den weiblichen Geist neugierig an. Diese starrte sie an und schien Ehrfurcht vor ihr zu empfinden. Das verwirrte das kleine Engelsmädchen, normalerweise hatte sie Respekt vor anderen und nicht umgekehrt. Zudem war ihr das Starren des Geistes unangenehm. "Ja, ich bin ein Engel. Ich heiße Atria und du?", antwortete sie und legte den Kopf schief. "Und wohin soll ich dich mitnehmen? Ich kenne mich hier leider nicht besonders aus, weißt du." Sie blickte die Geister-Frau entschuldigend an. Sie verstand nicht wirklich, was ihre Gegenüber von ihr wollte. Vor allem der letzte Satz 'Ich will nicht so komisch durchsichtig sein' ergab in ihren Augen keinen Sinn, waren Geister nicht Menschen, die sich dafür entschieden hatten Geister zu werden?



©Lilienbär
Fr Jun 30, 2017 8:15 pm
avatar
Heilerschüler
Anzahl der Beiträge : 159
Anmeldedatum : 26.06.16

Nathan / Göttersprössling / London; irgendeine Straße

Tja damit hatte er nun wirklich nicht gerechnet da dieses Weibsbild ihm so gründlich die Tour vermasseln würde, wenn er jetzt nachsetzen würde dann würde er sich nur zu sehr verausgaben seine Stärke war der Schreckmoment und den hatte er nun wirklich verpatzt somit war das einzig logische das er die beiden vorüber gehend ziehen lassen würde zumindest bis sie sich in Sicherheit wiegen würde. Ich hohle euch dann später Ahahaha Mit einem diabolischen Lachen verschwamm er zu einer Nebelwolke und zog sich ersteinmal zurück in die dunklen Gassen von London auf der Suche nach leichterer Beute.

Mira / Göttersprössling / London; irgendeine Straße bei Ars @Bran

Tut mir Leid, ehrlich ich musste nur improvisieren aber keine Sorge mehr hab ich nicht drauf naja da wäre schon noch was, ich bin auch ein Göttersprössling wie du sicher schon bemerkt hast und naja ich stamme von einem Todesgeist ab also ich sehe wann ein Mensch sterben muss aber das bringt uns im Moment nicht weiter. Oh achso du hättest mich nicht verletzen können solange ich körperlos bin haben feste Objekte keine Wirkung aber egal jetzt. Ich glaube das Pferdchen sind wir los geworden also...hast du eine Ahnung was hier eigentlich schiefgelaufen ist ich meine das die Menschen weg sind hab ich gemerkt aber wieso versucht alles einen umzubringen ?



©Ravenlay
So Jul 02, 2017 12:04 am
avatar
Krieger
Anzahl der Beiträge : 541
Anmeldedatum : 16.12.13
Alter : 21

Aonghus Force / Oberster Magier / Highlands in Schottland

Eine lange feuchte Zunge leckte Aonghus quer übers Gesicht. Verdutzt starrte der Oberste Magier in zwei große dunkle Augen hinter einem Vorhang von braunen zotteligen Fell. Unter einer großen nassen Schnauze schoss ein weiteres mal die Zunge hervor und gab ihm einen weiteren Guten-Morgen-Kuss. Ok. Vielen herzlichen Dank, euer Dornröschen ist jetzt wach. Aonghus schob den Kopf des Tieres zur Seite und setzte sich auf. Die Hochzeit lehne ich allerdings dankend ab. Er sah sich um. Erst jetzt fiel ihm auf, dass er auf der bloßen Erde lag. Umgeben von einer Herde Hochlandrinder. Der Magier rappelte sich schwankend auf und stöhnte als ihm mit einem Schlag schlecht wurde. Er fuhr sich mit einer kalten Hand über das Gesicht und suchte die Umgebung ab. Weite leere Felder, wenige Hügel, keine Berge und keine Häuser. Das in Kombination mit dem lieblichen Gestank von Moor konnte nur eines bedeuten. Home, Sweet Home. sagte er zu sich selbst und sah zu seiner Linken wo eine Kuh gerade versuchte den Stoff von seinem Kleid zu fressen.
Warte mal....Kleid?



©Flockentanz
So Jul 02, 2017 8:07 pm
avatar
Krieger
Anzahl der Beiträge : 412
Anmeldedatum : 14.04.16
Alter : 17

Astara | gefallener Engel | Straßen Londons bei Lennox @Knochensplitter und Araziel @Habichtstern

Astara grinste, als ihr Gegenüber - Lennox, wie sie nun erfahren hatte - meinte, dass er sich wohl daran erinnern würde, wenn er sie bereits einmal getroffen hätten. "Nun, das setzt einmal voraus, dass du mich bemerkt hast, oder stimmst du mir da nicht zu?", fragte sie und nichts, absolut gar nichts in ihrer Stimme ließ vermuten, dass sie sich köstlich über ihn amüsierte. Der Vampir schien sich sehr sicher zu sein, dass sie ihn nicht kannte und genau das zeigte ihr, dass er nicht sonderlich viel mit anderen Wesen zu tun haben konnte, denn dann hätte er gewusst, wie... informativ es sein konnte, sich mit anderen Wesen abzugeben. Und Astara war stets bemüht, den Überblick über so viele Wesen wie möglich zu behalten, denn wenn man etwas über jeden wusste - und vor allem die kleinen, schmutzigen Geheimnisse, die jeder hütete, kannte - dann war es leicht, Gefallen einzufordern. Und diese konnte man immer gebrauchen. Davon einmal abgesehen, sammelte sie gerne Details und genoss das Gefühl von Macht, die ihr diese über andere beschieden.
Obwohl ihre Gedanken gerade in eine andere Richtung drifteten, blieb ihr Verstand klar und wach und lauschte den weiteren Ausführungen von ihrem gegenüber. Die gefallene Engelin lächelte ein messerscharfes Lächeln, als Lennox skeptisch auf ihre Aussage reagierte. Seinem Auftreten zufolge war er wohl nicht ihrer Meinung. Astara fühlte ein befriedigendes Kribbeln, als soe so nun ein weiteres Detail seiner Persönlichkeit - oder in diesem Fall eher seiner Fähigkeit - herausfand. Es war bekannt, dass Vampire über gesteigerte Sinne vefügten und in diesem speziellen Fall schienen sie noch besser als üblich ausgeprägt zu sein, wenn er sich zu dieser Aussage hinreißen ließ. Hätte sie raten müssen, hätte sie darauf getippt, dass entweder sein Seh- oder Hörsinn weiter ausgebildet seien, denn Tast-, Geruchs- und Geschmackssinn waren der äußerlichen Wahrnehmung nicht so förderlich wie die vorigen beiden.
Lennox schien es nun mit Spott zu versuchen, doch dieser prallte einfach an der kühlen Maske der Engelin ab. "Nun, das zu beurteilen überlasse ich dir", erwiderte sie schlicht und reagierte kaum auf seine "Vorstellung", für die sie nicht einmal ein müdes Lächeln übrig hatte. Er machte sich hier zwar völlig zum Narren, aber das kümmerte die Gefallene nicht. Was kümmerte es sie, für diesen Vampir würde sie, sobald diese Unterhaltung beendet war, wohl kaum noch einen Gedanken verschwenden, nur um ihn gedanklich in ihre Sammlung von Eigenarten verschiedenster Wesen hinzuzufügen und bei Gelegenheit vielleicht wieder hervorzukramen.
Schließlich kam die Sprache wieder auf Araziel und wie es schien, war Lennox nicht sonderlich angetan von ebendiesem. Nicht, dass Astara das nicht verstanden hätte, sie wusste nur zu gut, dass Araziel auf manche... befremdlich wirken konnte, aber so schlecht, wie Lennox ihn darstellte, war er nicht. Oh, sie wusste nur zu gut, vermutlich sogar besser als andere, von seiner Grausamkeit und anderen Eigenschaften, aber ungeeignet für das Amt des Königs... Nun, in den Augen anderer Wesen war es vermutlich so, denn man konnte ja beim besten Willen nicht behaupten, dass er gerecht oder gar freundlich zu anderen Wesen war, aber Astara war das auch ganz recht. Wieder blitze ein grinsen auf ihrem Gesicht auf. "Dir ist klar, dass du das gerade einer gefallenen Engelin erzählt hast, oder?" Sie schüttelte leicht den Kopf, von seiner Offenheit, aber auch Dämlichkeit leicht überrascht. "Dein Glück, dass ich der Meinung bin, dass man selbst seine Schlachten schlagen muss. Und wenn du besonderes Pech hast, sind deine Worte - abgesehen von mir - nicht ungehört geblieben" Sie warf einen Blick schräg zur Seite, wo sich schon vor einiger Zeit ein Schatten selbstständig gemacht hatte. Und wo Schatten waren, war Araziel meist nicht weit.



©Nymeria
Mo Jul 03, 2017 7:40 pm
avatar
Heilerschüler
Anzahl der Beiträge : 429
Anmeldedatum : 30.12.16
Alter : 20

Penthesilea | Göttersprössling – Regent’s Park, bei Cyrian
Penthesilea war unsicher, wollte am liebsten fliehen. Sich einfach umdrehen, wegrennen und diese Begegnung vergessen. Doch sie konnte es nicht. Ihre Füße waren wie festgefroren. Selbst wenn sie gewollt hätte, hätte sie sich keinen Meter rühren können. Noch dazu, da sie selbst interessiert an ihrer Herkunft war. Den Grund zu erfahren, wieso man sie so behandelte, wieso sie ihre Fähigkeiten niemals benutzen durfte. Nur, um es dann heimlich doch zu tun. „Wenn ich nicht so leichtsinnig gewesen wäre, müsste ich mich nun nicht damit befassen…ich sollte diese Fähigkeiten nicht benutzen. Ich sollte einfach nicht“ dachte sie und schwieg, als Cyrian wieder sprach. Und dabei logische Schlussfolgerungen gab. Magische Wesen existierten…aber wie…wie konnte sie hier leben, ohne jemals etwas davon mitbekommen zu haben? Sie erwiderte darauf nichts. Es hätte ja sowieso nichts gebracht. Und wenn es wirklich der Wahrheit entsprach…dann konnte sie es auch dann nicht glauben. Wieso ausgerechnet sie? Das ergab doch keinen Sinn. Aber es klang so verdammt logisch und einleuchtend…und es wäre eine Begründung für ihre Fähigkeiten. Dennoch, sie glaubte nicht an ihre Kräfte. Sie hatten ihr doch immer nur Probleme eingebracht. Als der Mann schwieg, sah sie ihn an, scheu wie ein Reh. Hatte sie ihn mit ihren Worten verstört…? War es doch zu viel? Penthesilea hätte nichts sagen sollen. Es war zu viel. Aber wie sollte sie auch sonst reagieren. Irgendetwas musste sie doch sagen! „Dummes Mädchen. Du solltest deine Probleme keinem Fremden anvertrauen. Das sollte keiner wissen. Du hast es doch verdient!“ dachte sie, doch dieses Mal sah sie nicht zu Boden. Sie wollte wissen, was er dachte. Ob er sie abwies. Sie zuckte zusammen, als er sich plötzlich bewegte und…seine Arme um sie legte. Penthesilea hielt den Atem an und wusste nicht, was sie machen sollte. Sie war starr vor Angst, blieb einfach nur stehen. Zu verwirrt, um das alles zu realisieren. Erinnerungen kamen in ihr auf…wann immer ihr Onkel sie verprügelte, sie in Angst versetzte…wie er sie danach immer umarmte. Um ihr zu zeigen, dass es doch gar nicht so schlimm war. Dass sie damit leben musste, ein Niemand zu sein. Sie wollte das nicht…Die junge Frau konnte ihre Gefühle nicht zurückhalten. Es ging nicht anders...und auch wenn sie sich niemals einem Fremden anvertrauen wollte, da alles, was sie je von Menschen erhalten hatte, mit Schmerzen verbunden waren, konnte sie nicht anders. Tränen liefen ihr an den Wangen herunter, fielen ihm auf die Schultern. Ihre Gefühlsregungen endeten in heftigen Schluchzern, die sie nicht mehr kontrollieren konnte. Sie war einem Menschen noch nie so nah…nicht auf diese Weise. Am liebsten hätte sie sich dafür gehasst, sich ins Bein gekniffen, wie immer, wenn sie sich selbst nicht im Griff hatte. Aber auch das konnte sie nicht. Sie blieb einfach stehen, schluchzend und krampfhaft darauf fixiert, einfach alles zu vergessen. Vergebens. Seine Worte waren so nah an ihrem Ohr und trotzdem konnte sie nicht daran glauben. Daran, dass alles, was sie bisher erlebt hatte, nur eine Lüge war. Als er sich wieder von ihr löste, blieb sie noch immer starr stehen. Sie konnte sich nicht bewegen…nicht so. Es dauerte, bis sie endlich die Kraft gefunden hatte, wieder etwas zu sagen. „Du…du verstehst gar nichts. Du kennst mich nicht und behauptest dann ich wäre etwas besonderes…das bin ich nicht…Ich habe das verdient. Alles, was ich durchstehen muss…es ist so, wie es ist“ sagte sie, unsicher und leise, noch immer von Schluchzern durchzogen. „Du kannst nicht wissen, wie ich mich fühle…du hast das nicht durchlebt..“



©Habichtstern
Mo Jul 03, 2017 9:19 pm
avatar
Co- Anführer
Anzahl der Beiträge : 4159
Anmeldedatum : 16.12.13
Alter : 20

(Sorry für die kurze Posts xD ich muss erst wieder rein kommen ^^")

[Araziel / Oberster gefallener Engel / Straße London (Bei Astara und Lennox)]

Fauchend, brüllend und wild schimpfend tanzten die Schatten ihn herum. Immer wieder stießen sie die gleichen Worte aus. „Er ist kein König. Er ist kein König!“ Araziels Blick wurde finster und sein Mund wurde schmal. Oh, doch er war der König und nicht nur der König der Hölle. Das würden alle noch früh genug erkennen. Jetzt würde man ich nicht mehr fortstoßen können. Er hatte die Macht und diese wollte er sich nicht mehr nehmen lassen. Seine Hände ballten sich zu einer Faust und er folgte den Schatten, die sich über den Boden zogen und räkelten und schlussendlich bog er um die Ecke,  hinter der er zwei Gestalten sah. Gerade noch konnte er die letzten Worte der Frau hören, die er als Astara erkannte.  Noch wusste er nicht wie er zu dieser gefallenen Engelin stand. Sie konnte hilfreich sein, doch ihre Eigenständigkeit war durchaus etwas lästig.  Von Finsternis umhüllt trat er in das Sichtfeld der Beiden.
„Oh, er hatte Pech. Ich habe es durchaus gehört.“ Die grünen Augen waren auf das Gespann gerichtet und seine Nase kräuselte sich leicht. Der selbsternannte König löste seine Hände aus den Taschen, um sie hinter seinen Rücken zu verschränken. „Guten Tag, Astara.“, begrüßte er die gefallene Engelin mit einem arroganten Lächeln. Man konnte es durchaus als eine sharmante Geste verwechseln, wäre nicht der eisige Blick gewesen, der sie begleitete. „Wie es scheint, dreht sich euer Gespräch gerade um mich. Mein Name viel oft und die Schatten gierten danach jenes Wesen zu finden, das glaubt rebellieren zu müssen.“ Für einen Augenblick ließ er den Blick über den Vampir streifen. Jene Wesen, die doch das Wiedererscheinen der Menschen am nötigsten brauchten. Die Schuhe des gefallenen Engels knirschten leicht, als er die Beine schloss und seine Knöchen mit einem Klack aneinander trafen. „Bedauerlich, wo doch gerade beschlossen worden ist, das ein neues Reich entstehen wird. Doch die schwarzen Schafe gibt es wohl überall.“  Die grünen Augen des Engels huschten zwischen Astara und Lennox hin und her. „Wer ist denn der feine Herr, der denkt, besser zu wissen, wie kein König zu sein hat?“, fragte er nun den Vampir und stellte sich dicht neben seine Wesensgenossin.

[Sorrow / Göttersprössling (Fenrir) /  Highlands in Schottland @Ravenlay]

Der Wolf wusste nicht wie er von einem Ort zum anderen gekommen war. Das letzte an das er sich erinnern konnte, war, dass er in einer Wohnung geglaubt hatte verrückt zu werden. Jetzt bewegte sich das riesige Ungetier über weite Felder, die erfüllt von dem Geruch nach Rindern war. Noch immer kratzte der Wahnsinn an seinem Verstand und Speichel tropfte von seinen Lefzen. Er wollte jagen – er brauchte Blut, Essen… etwas. Ein süßer Geruch stieg ihm in die Nase und seine Pfoten hinterließen tiefe Furchen als er über die Wiesen rannte. Kühe waren zu sehen und ohne länger nachzudenken, stürzte er darauf zu. Der Wolf in der größte eines Pony knurrte und im nächsten Moment gruben sich seine Zähne in das weiche Fleisch. Ohne wirklich zu kauen, verschlang er Stücke davon, bis er nichts mehr in seinen Magen bekam. Erst jetzt bemerkte er wie hungrig er gewesen war und dass er hier nicht alleine war. Augenblicklich zogen sich die Lefzen des Göttersprösslings zurück und seine rot-braunen Augen wandten sich zu der Gestalt am Boden. Blut tropfte von seinen Zähnen und die Kette an seinem Hals glänzte im fahlen Licht. „Ein Mensch?“, ertönte seine Stimme, gepaart mit dem Knurren und ein Schwall roter Flüssigkeit tropfte auf das Kleid des fremden Mannes.



©Leopardenhauch
Mo Jul 03, 2017 10:57 pm
avatar
Heilerschüler
Anzahl der Beiträge : 361
Anmeldedatum : 22.08.16
Alter : 19

Lilith | gefallener Engel | Tower Bridge ;; bei Lina & Viktor @Schwarzschattenhimmel & @Schokokiller

Es war schon ein merkwürdiger Anblick: zwei gefallene Engel, die ihren Blick über die Themse schweifen ließen, einer davon mit den Beinen über dem Abgrund hängend, der andere mit den Unterarmen am Geländer aufgestützt. Während sie sich noch kurz zuvor feindselig gegenüber standen, sich gegenseitig spaßeshalber provoziert und vermutlich irgendwann auch angegriffen hätten, wenn sie nicht zu dem Schluss gekommen wären, dass es ohnehin nichts bringen würde, so saßen sie nun nebeneinander, in Gedanken versunken. Die Spannung war verschwunden und die Stille, die zwischen ihnen herrschte empfand die Engelsdame sogar durchaus als angenehm. Wenn sie ehrlich war genoss sie die Ruhe sogar, auch wenn die Neugier noch immer in ihr brannte, die sie mit ihrer letzten Frage ausgedrückt hatte, die noch immer unbeantwortet zwischen ihnen hing. Allerdings wollte sie Malthael nicht wirklich zu einer Antwort drängen, zumal sie einerseits wusste, wie gereizt der Gefallene werden konnte, andererseits war es durchaus möglich, dass er keinen wirklichen Grund dafür hatte – auch wenn sie dies nicht wirklich glauben konnte. Aus diesem Grund beschloss sie, sollte er ihre Frage nicht beantworten, ihn bei Zeiten noch einmal darauf anzusprechen. Dieser Beschluss kam auch keine Sekunde zu früh, denn kurz darauf wurde die angenehme Stille von gleich mehreren Ereignissen unterbrochen. Das Lächeln, das zuvor noch leicht auf ihren Lippen ruhte, verschwand schlagartig. Also würde sie wohl doch nicht so bald eine Antwort auf ihre Frage bekommen. Ein leises Seufzen entfuhr Lilith.
Durchbrochen wurde die Stille zunächst von den flatternden Flügeln eines Raben, was sie eigentlich nicht wirklich gestört hätte, hätte es sich denn um eben dieses Tier gehandelt. An sich mochte sie Raben sogar, unter anderem weil sie die schwarzen Flügel gemein hatten und die wunderschönen Tiere meistens mit Unheil und Tod in Verbindung gebracht wurden – was man genauso gut von Lilith behaupten konnte. Die Tatsache, dass der Rabe allerdings zögerte, als er sie auf dem Geländer der Brücke erblickte, weckte jedoch den Verdacht, dass es sich nicht um einen gewöhnlichen Vogel handelte.
Dieser Verdacht wurde schließlich bestätigt, als der Rabe schlussendlich doch zur Landung ansetzte und nur wenig später die Gestalt einer jungen Frau annahm. Wie konnte sie in London auch nur etwas anderes erwarten? Seit die Menschen verschwunden waren gab es nur noch über natürliche Wesen in dieser Stadt der Verdammten und theoretisch könnte jedes Tier genauso gut ein Gestaltwandler sein ... Mit einem flüchtigen Blick musterte der Engel den Neuankömmling. Sie wirkte relativ jung, vielleicht Mitte zwanzig, hatte dunkles, beinahe schwarzes Haar und hellgrüne Augen. Von der Statur her war sie klein und zierlich, kleiner als sie wäre durchaus möglich, in ihrer menschlichen Form wäre sie in einem Kampf vermutlich unterlegen. Doch irgendwie lag eine gewisse Autorität in ihrer Ausstrahlung, die darauf schließen ließ, dass sie wohl einen höheren Rang in der Hierarchie der Gestaltwandler einnahm und irgendwo beschlich sie auch noch das Gefühl, dass die Rabenform nicht die einzige war, die sie besaß. Sie wollte es nicht wirklich darauf ankommen lassen. Die Gestaltwandlerin begrüßte sie schließlich mit einem zögerlichen „Hallo“. Natürlich hätte die Engelsdame die bekannt wirkende Fremde einfach ignorieren können, doch da ihr voriger Gesprächspartner keine Anstalten machte, ihr zu antworten, sah sie keinen wirklichen nutzen darin. Ohne den Blick vom Fluss abzuwenden erwiderte sie ihren Gruß mit einem knappen Nicken und einem so kurz gehaltenen, jedoch höflichen “Guten Tag“. Und eigentlich hätte sie es vermutlich dabei belassen und wäre wieder ihren Gedankengängen nachgegangen, wenn nicht kurz darauf das Tippeln von Pfoten ans Ohr gedrungen wäre.  
'Noch ein Gestaltwandler?', schoss es ihr durch den Kopf als sie ihre Beine über das Geländer schwang und mit einer grazilen Bewegung wieder auf dem Asphalt landete, damit die Aufmerksamkeit endgültig von allem vorigen löste und ihre Sinne schärfte. Sie  vernahm das leise Kratzen von Krallen auf dem Boden, Tapser von Pfoten, die wohl einem größeren Hund oder dergleichen gehören mussten. Zumindest wäre der Gedanke einen streunenden Hund anzutreffen nicht ganz so absurd wie das, was sie wenig später erblickte. Das Tier bewegte sich rasch, doch es war leicht auszumachen, dass es sich um einen Wolf handelte. Kaum hatte sie das Fell des Wolfes gesehen wusste sie allerdings, dass es kein Gestaltwandler sondern ein mehr oder weniger gewöhnlicher Wolf war. Mehr oder weniger, da sich der Wolf zwar nicht plötzlich in ein humanoides Wesen verwandeln konnte, es sich aber nicht um einen wilden Wolf handelte, den die Menschen kannten. Es war ein Begleittier – ein Begleittier eines Engels um genau zu sein. Und es gab nur einen einzigen Engel, von dem sie wusste, dass er dauernd einen Wolf mit sich herumschleppte. In dem Moment, in dem sie realisierte um wen es sich handelte, stieß die Gefallene ein genervtes Stöhnen aus. 'Na toll...'
Der Wolf wirkte nicht sonderlich feindselig. Sehr zu ihrem Amüsement konnte sie sogar ein leichtes Wedeln seiner Rute erkennen als er sie erblickte, während er ein freudiges Grummeln von sich gab - wäre es ein Hund gewesen hätte er sie vermutlich freudig angebellt. "Hallo Nico. Na wie geht's dir mein kleiner?", fragte sie den Wolf mit zuckersüßer Stimme, während sie mit ihren orangen Augen die Umgebung absuchte, bis sie schließlich fand, wonach sie suchte. Natürlich. Wo der Wolf war, konnte er nicht sonderlich weit sein. Lilith zog entgeistert die Augenbraue hoch, ehe sie ihre Stimme erneut erhob und das Wort an den Engel des Lichts richtete – den Engel, der sich ihr Bruder schimpfte.
"Hattest du Sehnsucht nach mir? Sieht dir gar nicht ähnlich, Vik", rief sie ihm zu, ihr Tonfall triefte vor Sarkasmus und in ihren Augen lag ein spöttisches Funkeln. Sie war nicht gerade begeistert davon, dass sie von allen weißen Engeln die sie in London antreffen konnte ausgerechnet auf jenen Engel traf, den man noch am ehesten als ihren Blutsverwandten bezeichnen könnte, aber sie konnte die Gelegenheit nicht einfach sausen lassen, ihn ein wenig aufzuziehen.


Cyrian Said | Anführer der Göttersprösslinge | Regent’s Park ;; bei Penthesilea @Maischnee

Es war nicht gerade schwer ersichtlich wie unwohl das fremde Mädchen sich in der Situation fühlte, dass sie mit dem Gedanken spielte einfach wegzurennen. Dennoch … sie tat es nicht. Sie stand da, unfähig sich auch nur einen Zentimeter weiter weg zu bewegen, haderte mit sich, die Verwunderung, die Verwirrung und die Angst waren ihr wie ins Gesicht geschrieben. Hatte er es geschafft ihr Interesse zu wecken? Es sah ganz danach aus. Er unterdrückte ein Lächeln, auch wenn seine Mundwinkel leicht nach oben zuckten und er zumindest schmunzeln musste. Die junge Frau war wahrlich sonderbar, doch ihre Neugier hatte schließlich doch noch gesiegt. Und obwohl sie schwieg, konnte er ihre Emotionen erkennen, wenn auch nur ansatzweise. Sie schien immer noch nicht so recht an seine Worte zu glauben, auch wenn sie ihr einleuchteten. Der Halbgott stieß einen leisen Seufzen aus. Er konnte es irgendwo auch nachvollziehen: sie schien ihre Kräfte als etwas schlechtes anzusehen. Wie sollte sie nun glauben können, dass sie nichts schlechtes waren und sie zu etwas besonderem machten? Er hatte damals genauso ungläubig reagiert wie sie jetzt, doch er war um einiges jünger gewesen als sie jetzt. Vielleicht hatte ihm seine Kindlichkeit geholfen, es eher zu akzeptieren? Er wusste es nicht. Es spielte auch in diesem Moment keine Rolle mehr. Allerdings verstand er nicht, was sie so schlecht über ihre Fähigkeiten denken ließ. Sie war dazu in der Lage Pflanzen wachsen zu lassen, Leben zu erschaffen. Im Gegensatz zu seinen Kräften waren die ihren wunderschön und positiv. Alles was er tun konnte war es, Dinge über kurz oder lang zu zerstören. Wenn er etwas schuf, so war es aus Sand, Glas oder Metall – tot und gefährlich. Aber das war nun einmal ein Teil von ihm und so sehr er es auch hasste, so konnte er schlussendlich doch nichts dagegen tun. Der junge Mann schüttelte den Kopf, verscheuchte die Gedanken. Es brachte nichts in der Vergangenheit zu leben – aktuell gab es etwas, das seine Aufmerksamkeit dringender benötigte.
Nach seinen letzten Worten kehrte Stille ein und es dauerte zunächst ein wenig, bis sie schließlich die Stille durchbrach. Ihre Worte waren allerdings alles andere als positiv, sondern glichen mehr einem Schlag in die Magengrube. Er war unfähig zu antworten. Er sah wie sie aufblickte, so ängstlich und scheu, dass das Wort „herzzerreißend“ es wohl am treffendsten beschrieb. Das war der Moment in dem seine Gehirnfunktionen für den Bruchteil einer Sekunde aussetzte und er sie ehe er sich versah in eine Umarmung zog. Kaum hatte er realisiert, was er da überhaupt tat, bereute er es auch schon. Doch anstatt die Umarmung sofort wieder zu lösen und zurückzuweichen, was eigentlich das richtige gewesen wäre, verharrte er in dieser Position, die Arme um die schöne Fremde gelegt. Sie beide waren verwirrt von der Situation, waren kaum fähig sich zu bewegen. Cyrian bemerkte, wie das Mädchen den Atem anhielt, schockiert und überfordert mit der Handlung des Halbgottes. Für einen Moment schien sie komplett geistesabwesend zu sein, erstarrt zu einer Salzsäule, was sich auch nicht änderte als er die Stimme erhob. Er hatte ja damit gerechnet, dass sie vielleicht nicht so gut damit umgehen konnte... Womit er allerdings absolut nicht gerechnet hatte war die Reaktion, die nun folgte.  
Sie bewegte sich noch immer nicht, doch ihre Augen wurden plötzlich trüb, durchzogen von Angst und Trauer. Und im nächsten Moment rollten ihr die ersten Tränen über die Wange, fielen auf ihn. Ihr Körper wurde von heftigen Schluchzern geschüttelt - ein Geräusch, das ihm beinahe das Herz in der Brust zerspringen ließ. Gleichzeitig überforderte ihn ihre Reaktion komplett. Unbeholfen wie ein kleiner Hundewelpe legte er eine Hand auf ihre Schulter, doch es schien nicht wirklich zu helfen. Sofort überkamen ihn so etwas wie Schuldgefühle. 'Bei den Göttern, was habe ich nur jetzt schon wieder angestellt? Ich bin doch echt ein Vollidiot', grummelte er gedanklich und hätte sich am liebsten zur Strafe selbst in den vermaledeiten See verfrachtet. Das einzige was jetzt noch fehlte, um die Situation noch merkwürdiger und überfordernder zu machen, wäre der Höllenhund seines Vaters, dem sicher irgendein blöder Spruch einfallen würde um das ganze Chaos noch schlimmer zu machen. Allein der Gedanke daran ließ seinen Schädel nahezu implodieren. Schließlich kam er zu dem Schluss, dass es vermutlich besser wäre diese  für sie so unangenehme Situation schnellstmöglich zu beenden. Und so löste er die Umarmung schließlich auf, auch wenn es ihm irgendwo widerstrebte, dass es das einzige war, das ihm in diesem Moment einfiel. Ein wenig hilflos stand er da, wusste nicht so recht was er tun sollte. Irgendwie hoffte er, dass sie irgendwas sagen würde, ihm irgendwie ein Zeichen geben würde. Verdammt noch mal das hier war so ziemlich das Gegenteil von dem was er ursprünglich erreichen wollte. Er spürte wie Wut in ihm aufkochte – so ziemlich die letzte Emotion die er aktuell gebrauchen konnte. Das war alles nicht richtig. Er unterdrückte den Impuls einen Stein ins Wasser zu treten, denn bevor seine Wut die Oberhand gewann, erhob sein Gegenüber die Stimme und die unerwünschte Emotion verrauchte schlagartig. Ihre Stimme war nicht lauter als das Flüstern des Windes, doch ihre Worte hallten in seinem Inneren wieder. Sie hatte recht – er konnte es nicht wissen. Für einen Moment schlug der junge Mann schuldbewusst die Augen nieder, ehe er tief durchatmete. "Du hast recht... Es tut mir leid", murmelte er mehr zu sich selbst. Jeder hatte seine eigene Geschichte und es war schwer sie zu verstehen, wenn man sie selbst nicht durchlebt hatte. Natürlich gab es ähnliche Schicksale, doch wirklich so verstehen als hätte man es selbst durchlebt konnte es nicht einmal der empathischste Mensch. Der Göttersprössling schüttelte den Kopf, verscheuchte die Gedanken, lenkte die Aufmerksamkeit wieder auf das Mädchen vor ihm. Aus irgendeinem Grund konnte er es kaum ertragen sie so zu sehen. Was auch immer sie durchgemacht hatte, es hatte tiefe Spuren hinterlassen.
Sie schluchzte noch immer leise, zitterte, ihre blauen Augen von Tränen gerötet. Beinahe reflexartig griff Cyrian in seine Hosentasche und zog eine Packung Taschentücher heraus, welche er der Halbgöttin reichte. "Manchmal hilft es seinen Emotionen einfach freien Lauf zu lassen", meinte er und lächelte sie ermutigend an. "Komm setz dich. Du bist noch blasser als eh schon und wenn du weiter so zitterst befürchte ich du kippst jeden Moment um", fügte er anschließend hinzu und ließ sich auf die Parkbank fallen, von der sie sich nicht wirklich entfernt hatten. Es war ein erbärmlicher Versuch die Stimmung ein wenig zu lockern, aber es war das einzige wozu er sich im Stande fühlte. Schuldgefühle nagten noch immer an ihm - schließlich war er es gewesen der sie zum Weinen gebracht hatte. Der leichte Nieselregen hatte nachgelassen, sodass stellenweise sogar ein paar Sonnenstrahlen vom Himmel herab fielen. Immerhin schien es dem Wetter besser zu gehen. Den Blick auf das Wasser gerichtet begann er ein wenig mit dem Sand am Grund des Sees zu spielen, ließ ihn unter der Wasseroberfläche herumwirbeln. Nach einigen Augenblicken der Stille brachte er es schließlich über sich wieder etwas zu sagen.
"Es tut mir leid … wirklich. Hätte ich gewusst, dass Umarmungen dir so unangenehm sind, hätte ich es vermutlich bleiben lassen. Ich kann manchmal ein echter Idiot sein." Sein letzter Satz endete in einem leisen Schnauben, welches er mit einem weiteren Kopfschütteln quittierte. "Ich weiß nicht was du durchgemacht hast... Jeder hat seine eigene Geschichte mit der er leben muss. Nur weil ich selbst etwas erlebt habe, kann ich längst nicht alle Schicksale verstehen, aber mehr als es zu versuchen bleibt mir nicht übrig. Es ist eine Schande, dass es überhaupt so viel Tragik geben muss …" Er verstummte, unfähig noch ein Wort dazu zu sagen. Er hasste dieses Gefühl der Unfähigkeit - die Tatsache, dass er absolut nichts tun konnte um etwas zu ändern. Dennoch würde es nichts bringen weiter darüber nachzudenken.
Noch immer blickte der Halbgott zum Seeufer, als ein Sonnenstrahl durch die Wolkendecke brach und direkt auf seine kleine Sandspielerei fiel. Mit einem leichten Lächeln ließ er einen Luftwirbel entstehen, woraufhin Wassertropfen und Sandkörner auf dem Wasser tanzten, durch die Luft wirbelten. Das von ihnen reflektierte Licht ließ das ganze aussehen wie ein funkelnder Wirbelsturm aus feinen Glaskristallen, wobei das Licht auch an einigen stellen brach und das Schauspiel in die Farben des Regenbogens tauchte. Das schwache Lächeln auf seinen Lippen wurde ein wenig breiter. So wie es aussah schienen seine Kräfte nicht nur zerstörerisch zu sein.



©Ravenlay
Mi Jul 05, 2017 2:47 pm
avatar
Krieger
Anzahl der Beiträge : 541
Anmeldedatum : 16.12.13
Alter : 21

Aonghus Force / Oberster Magier / Highlands in Schottland @Habichtstern / Sorrow

Mit offenem Mund beobachtete Aonghus den Wolf der direkt vor ihm ein Rind verschlang. Als sich das Raubtier ihm zu wandte und Blut auf sein den Stoff seines Kleides tropfen ließ wich er zurück. Hey sagte er und strich den Rock glatt, was den roten Fleck nur schlimmer machte. Das Teil ist neu.



©Nymeria
Fr Jul 07, 2017 9:03 pm
avatar
Heilerschüler
Anzahl der Beiträge : 429
Anmeldedatum : 30.12.16
Alter : 20

Mayalie | Engelsmitglied – Hyde Park, bei Samael
Mayalie hätte nicht damit gerechnet, dass der Mann so ruhig blieb. Sie hätte mit vielem gerechnet. Dass er einfach verschwand, dass er vielleicht genauso aggressiv reagiert hätte…aber nicht mit Verständnis. Sie war verunsichert, fühlte sich noch immer schlecht und verwirrt. Es war einfach zu viel. „Nein…nein. Vielleicht bringt etwas Gesellschaft ja wirklich etwas…es ist nur, ich bin momentan so zerstreut mit meinen Gedanken“ sagte sie entschuldigend und hoffte wirklich, dass er sie nicht für unsympathisch hielt. Normalerweise hatte sie keine Probleme, Freundschaften zu schließen. Normalerweise lief sie auch mit einem strahlenden Lächeln über die Straßen und ließ sich nichts von ihren Sorgen anmerken. Nun war das wohl nicht mehr möglich. „Es ist nett, dass du mir helfen möchtest. Ich bin Mayalie…naja, wie man sieht, ein Engel.“ Sie wusste gar nicht, ob sie ihn wirklich mit ihren Problemen belasten wollte. Ob sie überhaupt reden wollte. Vielleicht war es ja doch besser, sich einfach zu verkriechen und nie mehr rauszukommen. Das wäre zumindest das einfachste. „Ich weiß nicht…ob ich darüber überhaupt reden kann. Es ist so viel auf einmal. Die Probleme eines Mädchens werden dich doch sicher eher langweilen…“ May war unsicher, was sie tun sollte. Vielleicht würde es etwas bringen, es sich von der Seele zu reden. Aber sollte sie Tipps erwarten? Etwas, was ihr wirklich helfen konnte? Letzten Endes wäre es ohnehin nicht einfach, sie wusste ja selbst nicht, was sie machen sollte. Vielleicht wusste ihre Schwester einen Rat…aber die war unterwegs.

Penthesilea | Göttersprössling – Regent’s Park, bei Cyrian
Auch nach der Umarmung blieb Penthesilea stehen, zitterte am ganzen Körper. Zwar wäre sie innerlich eher im Boden versunken, doch äußerlich war sie wie eine Salzsäule, starr und verängstigt. Diese Umarmung, diese Berührung kam so plötzlich, dass sie nicht wusste, wie sie reagieren sollte. Ihr Kopf setzte aus, gab ihr keine möglichen Pläne, damit umzugehen. Dennoch atmete sie zumindest ansatzweise erleichtert aus, als es vorbei war. Sie keine Berührungen mehr auf sich spürte. „Du hast das verdient! So viel Leid und alles nur deinetwegen!“ riefen Stimmen in ihrem Kopf, ließen sie weiter stehen. Erst als Cyrian ihr plötzlich etwas reichte, löste sie sich allmählich aus ihrer Starre. Zögernd griff sie nach den Taschentüchern und wischte sich über die Augen…auch wenn es aussichtslos war und ihr Gesicht danach nur noch schlimmer aussah. Penthesilea war dankbar dafür, dass er ihr Abstand ließ, um sich wieder ansatzweise zu erholen. Als er sich setzte und ihr anbot, es ihm gleichzutun, blieb sie allerdings noch einige Sekunden stehen. Versuchte, wieder zu Atem zu kommen. Der Schock saß tief, doch sie schaffte es, sich zumindest etwas zu beruhigen und wieder ruhiger zu atmen. Zögernd ließ sie sich auf die Bank fallen, nicht zu nah, aber so, dass sie am Rande der Bank noch etwas Platz hatte. Es wäre wohl besser, würde sie einfach gehen. Wenn sie zurück zu ihrem Onkel gehen würde…zurück nach Hause…wo sie nur wieder geschlagen werden würde, dafür, dass sie abgehauen war. Sie blickte hinaus aufs Wasser, hoffte, dass es sie ablenken würde. Ablenken von den vielen Gedanken und Erinnerungen, die sie im Kopf hatte. Dabei half es tatsächlich, dass Cyrian mit seiner Fähigkeit spielte und etwas Sand aufwirbelte. Es half, sich darauf und nur darauf zu konzentrieren. Und allmählich ruhiger zu werden. Sie hätte nicht so verschreckt sein sollen…sie hätte einfach nicht. Seine erneute Entschuldigung nahm sie zunächst schweigend zur Kenntnis. Es war doch nicht seine schuld, dass sie so ein schwieriger Mensch war. Es tat ihr leid, ihn da reingezogen zu haben. „Wäre ich doch nur nie hergekommen…dann wäre alles einfacher. Ich sollte einfach machen, was man mir sagt, auch wenn es bedeutet, erneut Schmerzen zu leiden…aber was kann schon schlimmer sein, als Zuhause zu sein…“ „Es…es ist in Ordnung. Du konntest das nicht wissen…ich bin schwierig…mir sollte es leidtun“ sagte sie leise, sah aber noch immer nicht von den wirbelnden Sandkörnchen auf. Es tat gut, sich nur auf das eine konzentrieren zu müssen. Tatsächlich sah es sogar sehr schön aus, wie Sonne und Sand sich mischten und hier und da bunte Farben aufleuchteten. Wenn sie nicht so schwierig wäre und es ihr besser ginge, hätte sie vielleicht sogar gelächelt. „Danke…dafür. Dass du mir zeigst, dass diese Fähigkeiten nichts schlechtes sind…aber ich darf meine nicht benutzen…er verbietet es mir.“



©Schwarzschattenhimmel
Fr Jul 07, 2017 9:56 pm
avatar
Heilerschüler
Anzahl der Beiträge : 2123
Anmeldedatum : 27.05.15
Alter : 22

Samael // Werwolf Mitglied // Hyde Park, bei Mayalie @Maischnee
Der Werwolf legte den Kopf schief. "Von Zeit zur Zeit sind wir alle zerstreut, deine Gedanken werden sich wieder ordnen, du musst nur etwas sortieren." Meint er und fängt an einen Wolf in die Erde zu ritzen. "Schöner Name, Mayalie." Er lächelte leicht, auch wenn er schon lange nicht mehr gelächelt hatte. Doch er wusste das dies angeblich gesund sein soll. Er hörte der Engelin zu und sein Lächeln verblasste, diese Situation war ernst, darum ließ er das Lächeln.
"Weißt du, ich habe schon einiges gehört, ich höre mir auch gerne, wie du es nennst deine Mädchenprobleme an, ob ich helfen kann ist da immer eine andere Frage." Sagt er und spricht damit aus was er denkt.
"Vielleicht reicht es auch schon wenn du redest und ich nur zuhöre, ich muss doch keine Fragen stellen oder die Tipps geben." Er legt seine Hände auf seine Beine und sieht sie an. Er wusste das er ihr fremd war, aber er war ein Zuhörer, dass war irgendwie sowas wie seine Aufgabe im Leben, der Zuhörer sein und anderen eben ein offenes Ohr entgegen bringen. Und Mayalie brauchte ihn, solange sie ihn nicht weg schickte, er würde sie nicht zwingen ihm etwas zu erzählen. "Versuch es mal so, schließe die Augen und atme tief ein und aus, das hilft dabei die Gedanken zu sortieren." Er hatte diesen Trick schon immer angewandt.
Der Trick darin bestand seine Gedanken genau zu sortieren und gleichzeitig Ruhiger zu werden, das konnte Mayalie sicher gebrauchen.



©Wirbelsturm
Sa Jul 08, 2017 12:13 pm
avatar
Höhlenwächter
Anzahl der Beiträge : 2365
Anmeldedatum : 23.03.16
Alter : 97

Lucas || Werwolf (Alpha) – hinter der Westminster Abbey, bei Fionn und Catania @Bran @Maischnee

Der Schwarzhaarige schnaubte als er die kümmerliche Haltung des Jungen vor ihm genauer betrachtete. Seine Gefährtin hatte wohl recht, er machte sich viel zu viele Sorgen, aber es ging nun mal um sein Rudel und Lucas war dafür bekannt, wegen diesem meistens überfürsorglich zu reagieren. Dennoch wurde ihm langsam klar, dass dieser Junge -Fionn- nicht gefährlich sein konnte. Catania sah in ihm zudem nichts anderes als ein Spielzeug, mit dem sie sich erstmal ein wenig beschäftigen würde, bevor sie es wegwarf. Er fing an zu Grinsen und seine sonst so gelassene, selbstbewusste Seite ließ sich wieder blicken. Als er seinen Kopf zu Catania drehte, sah er noch wie diese ihn anlächelte und zwinkerte. Sie scheint alles unter Kontrolle zu haben. Der Alpha schüttelte den Kopf. Natürlich hatte sie das. Sie war nunmal seine Gefährtin, er hatte sie ausgewählt, unter vielen und das zeigte sich. Niemand würde seine Wahl hinterfragen, Catania war wie vorherbestimmt für ihn, schon beinahe perfekt. Auf die ersten paar Worte der Werwölfin ging er nicht ein, sie wusste ohnehin selbst sehr gut, dass Luc ihr vertraute und er nicht an ihr zweifeln würde. Ein Spielzeug also, ja? Er besah sich den Jungen und zog dann eine Augenbraue nach oben. Wenn du meinst. Von mir hat er aber keine Hilfe zu erwarten, zumindest nicht, wenn du mich nicht darum bittest... Seine Augen blitzten schelmisch und ein süffisanter Ausdruck huschte über sein Gesicht. -wobei ich anmerken muss, dass ich nichts dagegen hätte, wenn du mich um etwas bitten würdest. Der Gesichtsausdruck blieb unverändert und sein schiefes Grinsen wurde nur noch breiter, als er das leise Kichern von seiner Liebsten hörte. Sein Blick heftete sich erneut an Fionn und er beugte sich ein Stück weit nach unten. Du kannst froh sein, dass Catania dich anscheinend akzeptiert, sonst würdest du mir nicht so glimpflich entkommen können. Er zeigte seine weißen Zähne, auf die er insgeheim ziemlich stolz war. Lucas fuhr hoch, als er die Stimme von der Werwölfin vernahm, die sich ihm näherte und fauchte wild, aber nicht vor Wut, während er sich umdrehte. Wie würdest du dich fühlen, wenn deine Angebetete sich nicht mehr blicken lässt und dann plötzlich bei euren nächsten Wiedersehen mit einem anderen spricht? Und dabei nicht gerade wenig Anstand zwischen euch herrscht?! Er musterte sie, wobei seine Nasenflügel gefährlich zuckten. Seine Augen wanderte über ihr Profil und blieben an den schön geschwungenen Lippen hängen. Eine paar Sekunden später -die ihm wie Stunden vorkamen- legten sich die perfekt geschwungenen Lippen auch schon auf seine und ein Leidenschaftlicher Kuss entstand zwischen den Beiden. Man merkte dem Alpha an, wie sehr er seine Gefährtin vermisst hatte, als er seine Hände über ihren Rücken hinauf zu ihrem Nacken gleiten ließ. Ich werde dich niemals gehen lassen, hauchte er leise gegen ihre Lippen, bevor er ebenfalls von ihr abließ. Luc folgte der Werwölfin ohne ein Wort zu sagen, schnaubte nur kurz belustigt, als sie meinte, dass er bissig aber harmlos sei, wenn man wusste wie man ihn zähmte. Irgendwo in ihm flüsterte gerade eine leise Stimme, dass sie da nicht ganz Unrecht hatte. Er war wirklich weniger gereizt, als vor dem Kuss, den Catania ihm geschenkt hatte. Seine Finger verschränkten sich mit den ihren, als sie seine Hand ergriff und er lächelte befreit. Ja, Catania war wirklich etwas ganz Besonderes...



http://schneefrostclan.forumieren.com/
©Saphirflügel
Sa Jul 08, 2017 7:07 pm
avatar
2.Anführer
Anzahl der Beiträge : 2229
Anmeldedatum : 12.02.14
Alter : 22

Lathiva/ Gestaltenwandler /Mitglied/ Richtung Tower Bridge

Leicht knirschte die Wandlerin mit den Zähnen und neigte dabei auch leicht den Kopf. "Selbst wenn du deinen Wolf hier kennst, so sollte man sie nie unterschätzen" merkte sie an als er erwähnte das dieser Wolf wohl kaum einen Angst machen konnte. Es gab immer  unschuldig aussehende Tiere welche doch tatsächlich im Endeffekt wild und böse waren. Wölfe sahen nicht ungefährlich aus aber man konnte bei ihnen ja auch nicht sicher Wissen was sie taten. Während die rothaarige darüber so nachdachte lief der Wolf plötzlich davon. Diese Aktion stimmte beinahe schon mit dem ein worüber sie gerade noch gedacht hatte. `Man kann nie wissen was sie als nächstes tun`wiederholte sie nochmals in Gedanken und lies ihren grünen Blick dann auf Vik schweifen der  gerade meinte seinem Wolf nachzulaufen. Lathiva hatte nicht wirklich Interesse daran einfach mitzulaufen. Obwohl sie ja doch ein wenig neugierig war was der Wolf wohl gerochen oder gesehen haben musste. Kurz zögerte sie, in dieser Zeit war Vik schon losgelaufen und sie blickte ihm nach wie seine Gestalt durch die Entfernung immer kleiner wurde. Wieder knirschte sie mit den Zähnen und dachte nach was den Wolf dazu gebracht haben konnte einfach wegzulaufen. 
Nach fast zu vielem Nachdenken schüttelte sie den Kopf und stieß ein zischen aus. Wenn sie es erfahren wollte musste sie wohl oder übel auch hinterher. Es ärgerte sie das ihre Neugierde wieder gewann, aber was sie anderes getan hätte wusste sie nun auch wieder nicht. 
Hitze schien um sie herum zu entstehen und die Luft flimmerte leicht als sich ihr Körper verformte und sich zurück in die Gestalt eines großen rötlichen Drachens verwandelte. Ihre Schuppen stellten sich ein wenig auf als sie sich anspannte und gleich darauf vom Boden abdrückte und in die Höhe schoss. Mit den Flügeln zerteilte sie einige Nebelschwaden und flog gerade so hoch, dass sie den Boden unter sich noch einsehen konnte. Ein stück vor ihr sah sie den Engel Vik laufen, weiter vorne die matte Gestalt des Wolfes welcher nun sein Tempo angefangen hatte zu drosseln.



©Leopardenhauch
So Jul 09, 2017 4:37 pm
avatar
Heilerschüler
Anzahl der Beiträge : 361
Anmeldedatum : 22.08.16
Alter : 19

Cyrian Said | Anführer der Göttersprösslinge | Regent's Park ;; bei Penthesilea @Maischnee

Es widerstrebte ihm deutlich die Umarmung zu lösen, doch es war so ziemlich das einzige, was er wirklich tun konnte. Das Gesicht der jungen Frau war benetzt mit ihren Tränen, ihre Augen gerötet, sie zitterte wie Espenlaub, doch war abgesehen davon nicht in der Lage, sich zu bewegen. Die Angst in ihren Augen war unverkennbar, während sie versuchte, sich aus ihrer Starre zu lösen. Nach einigen Augenblicken, die sie benötigte um wirklich sicher zu gehen, dass es vorbei war, konnte er sie erleichtert ausatmen hören. Dennoch blieb sie immer noch starr vor Angst und zitterte immer noch ein wenig. Als sie es schließlich schaffte etwas zu sagen, trafen ihn die Worte stärker als er gedacht hatte. Er wusste nichts, er konnte nichts wissen. Er hatte nicht das erlebt, was sie erlebt hatte. Schuldbewusst schlug er die Augen nieder, eine leise Entschuldigung verließ seine Lippen, doch sie schien es nicht wirklich wahrzunehmen, gefangen von ihren Gedanken, ihrer Angst. Und dies hielt an, bis er ihr schließlich eine Packung Taschentücher hinhielt und sie damit scheinbar aus ihrer Trance befreite. Er wusste nicht wirklich, ob sie seine Worte wahrnahm, doch sie schien sich ein wenig zu beruhigen, während sie sich die Tränen aus dem Gesicht wischte. Es war wirklich ein Jammer eine so schöne junge Frau derart am Boden zerstört zu sehen, doch es wäre besser ihr ein wenig Ruhe zu gönnen und Abstand zu halten. Er wollte sie nicht noch mehr verängstigen als er es eh schon getan hatte – vor allem in Anbetracht der Tatsache, dass dies allein schon für mehr als genug Schuldgefühle sorgte und er sich dafür am liebsten in den See werfen würde. Dazu soll gesagt sein, dass er allein schon bei dem Gedanken daran beinahe schauderte, zumal seine mehr oder minder ausgeprägte Hydrophobie dies nicht gerade gut hieß. Genau genommen widerstrebte ihm der Umstand so sehr, dass es seinen Körper kaum merklich schüttelte.
Als sich Cyrian auf die Bank fallen ließ und zuvor anmerkte, dass sie sich lieber setzen sollte, da er befürchtete, dass sie jeden Moment umkippen könnte, blieb sie zunächst noch ein wenig stehen, brauchte einen Moment um sich zu sammeln. Er bemerkte, wie ihre Atemzüge langsam gleichmäßiger und ruhiger wurden. Schließlich ließ auch sie sich auf der Bank nieder, darauf bedacht, genug Abstand zwischen sich selbst und ihrem Gesprächspartner zu halten. Er konnte es ihr keineswegs verübeln. Immerhin hatte er es gerade fertig gebracht sie in ein zitterndes, verängstigtes Wrack zu verwandeln, das seine Gefühle und Emotionen nicht mehr zurückhalten konnte. Wer war er, sich so etwas zu erlauben wo er doch noch nicht einmal ihren Namen kannte? Der Halbgott stieß ein leises, verächtliches Stöhnen aus und richtete seinen Blick auf das stehende Gewässer vor ihm. Für eine Weile ließ er einfach nur den Sand unter der Wasseroberfläche umherwirbeln, nicht dazu in der Lage irgendetwas zu sagen. Die kleine Spielerei hatte etwas beruhigendes an sich. Als er es dann doch fertig brachte, sich bei ihr zu entschuldigen, sagte sie zunächst nichts, wirkte wieder in Gedanken versunken. Plötzlich erhob sie dann doch die Stimme, was ihn zunächst doch etwas verwunderte. Sie meinte, dass es in Ordnung sei. Dass er es nicht wissen konnte. Dass sie schwierig sei und es eigentlich ihr leid tun sollte. Der Götterspross zog eine Augenbraue hoch und schüttelte den Kopf. Ohne seinen Blick vom See abzuwenden, antwortete er ihr. "Ich bin ein wildfremder Mann, der noch nicht einmal deinen Namen kennt. Du hast allen Grund zur Beunruhigung und ich bin mir sicher, dass du auch einen guten Grund für dein Misstrauen hast … Jeder ist in einer gewissen Hinsicht schwierig, wenn man so will. Das heißt aber noch lange nicht, dass du dich schlecht fühlen musst, weil ich dich in eine unangenehme Lage gebracht habe. Nur die wenigsten mögen es von einem Fremden plötzlich umarmt zu werden …" Er quittierte seine Worte mit einem Geräusch, das wohl am ehesten als Mischung aus Schauben und Auflachen zu beschreiben war. Anschließend folgte wieder Schweigen. Sie beide hatten den Blick auf das Wasser gerichtet, beobachteten die kleine Spielerei im Wasser. Mit dem Hauch eines Lächelns auf den Lippen ließ Cyrian den Wind mit dem Sandwirbel spielen, sodass ein kleiner Tornado aus Wassertropfen und Sandkörnern entstand, an denen sich das Licht brach. Es war ein relativ schöner Anblick, zu dem sich schließlich auch das Mädchen neben ihm äußerte.
Angesichts ihres Danks wurde das anfängliche Zucken seiner Mundwinkel sogar zu einem vollwertigen Lächeln, doch dieses verschwand, als sie weitersprach. Plötzlich wurde der junge Mann vollkommen Ernst, legte die Stirn in Falten als er ihre Worte durch seine Gedanken streifen ließ. 'Wer würde etwas derartiges blos verbieten?' Die Frage hallte durch seinen Kopf. Es war falsch. "Ist er es, der dir so viel Leid zugefügt hat, dass du niemanden in deine Nähe lässt?", fragte er wie aus heiterem Himmel, seine Stimme ernst wie seine Miene. "Menschen meiden das, was sie nicht begreifen können... Aber noch schlimmer ist das, was sie nicht kontrollieren können, denn das macht ihnen Angst... Das könnte erklären weshalb dieser Mann versucht deine Fähigkeiten unter Verschluss zu halten. Ich bin mir ziemlich sicher, dass er mehr weiß, als er zugeben will", fügte er hinzu und wandte den Blick dem Mädchen zu. "Er muss irgendwie ein Teil unserer Welt sein." Es war die einzige Möglichkeit, denn die Menschen waren fort und niemand wusste so recht wohin. Allerdings behielt er dies vorerst für sich – sie würde es bestimmt früh genug selbst herausfinden. Nichts desto trotz konnte er das Thema einfach nicht ganz fallen lassen. "Denkst du es wäre möglich? Weil wenn es so ist könnte ich mich mit ihm unterhalten … und vielleicht dafür Sorgen, dass er dich in Ruhe lässt..." Er war sich nicht ganz sicher, ob sie das Angebot annehmen würde, geschweige denn ob das was er ihr anbot wirklich möglich war, doch er war es leid andere aufgrund von Angst und Hass leiden zu sehen. Allein der Gedanke daran machte ihn wahnsinnig. Einen Versuch wäre es sicherlich Wert.



©Habichtstern
Sa Jul 15, 2017 3:51 pm
avatar
Co- Anführer
Anzahl der Beiträge : 4159
Anmeldedatum : 16.12.13
Alter : 20

[Sorrow / Göttersprössling / Schottland – bei Aonghus @Ravenlay]

Für einen Moment noch immer völlig erstarrt, starrte er den Mann einfach an. Er sah aus wie ein Mensch, doch als er genauer roch, war dort auch noch etwas anderes dabei. Etwas, das nicht menschlich war. Die Lefzen des dunklen Wolfes verzogen sich leicht nach oben und er knurrte enttäuscht. Der Wahnsinn nagte noch immer an seinen Kopf und auch wenn er sich derzeit halb unter Kontrolle hatte, wusste er nicht wann diese Finsternis zurückkehrte, die seinen Verstand nach und nach auffraß. Sorrow blinzelte leicht und beobachtete die Bewegung Fremden. „Wer bist du?“, fragte er nun und die Nackenhaare des Tieres stellten sich ein wenig auf. Je länger er auf die Gestalt starrte, desto bekannter waren ihm die Züge in dessen Gesicht. Hatten sie sich schon einmal getroffen? Jetzt wo der Hunger gestillt war, verschwand auch der Blustdurst, der ihn für ein paar Sekunden erfasst hatte. Hunger war ein gefährlicher Feind und machte einen unberechenbar.



©Nymeria
Sa Jul 15, 2017 4:38 pm
avatar
Heilerschüler
Anzahl der Beiträge : 429
Anmeldedatum : 30.12.16
Alter : 20

Mayalie | Engelsmitglied – Hyde Park, bei Samael
May hatte nicht die Hoffnung, dass dieser Werwolf sich wirklich mit ihren Problemen befassen wollte. Normalerweise schluckte sie alles so einfach herunter und übertünschte ihre Sorgen mit einem strahlenden Lächeln. Sie war nicht der Typ Engel, der allen unter die Nase rieb, wie mies es ihr doch ging. Vielmehr hasste sie es regelrecht, mitleidig angesehen zu werden. Ihre Probleme waren doch nichts im Vergleich zu den Problemen innerhalb der Stadt…Es gab so viel größere Sachen und doch belastete sie die Tatsache, dass ihre Schwester wieder da war. Einfach so. May könnte sich am liebsten selbst ohrfeigen für ihre dummen Gedanken. Samaels Worte ließen sie kurz aufblicken. Sortieren…wenn das nur so einfach wäre. Es behob doch ihr Problem doch in keinster Weise. „Danke…dass du mir helfen willst, schätze ich sehr. Es ist nur…wie würdest du reagieren, wenn ein totgeglaubtes Familienmitglied einfach so wieder auftaucht? Und nicht einmal den Versuch unternimmt, das alles zu erklären? Es ist…ich dachte nicht, dass sie überhaupt noch leben würde und dann auch noch als gefallener Engel.es tut mir leid, ich wollte dich da nicht mit reinziehen, nur ich weiß nicht, was ich machen soll. Vorhin bin ich einfach abgehauen. Ich dachte vielleicht komme ich zu anderen Gedanken.“ May schwieg, biss sich auf die Lippe. Und zwang sich, nicht weiterzureden. Es würde ihr doch auch nicht helfen. Als ob Samael plötzlich mit einem guten Plan um die Ecke kam. Oder mit einer Erklärung, was mit Slave passiert war. Sie lehnte sich zurück, nickte leicht, als der Werwolf meinte, sie solle einfach mal ruhig durchatmen und die Augen schließen. Vielleicht war es besser...Also nahm sie sich die Zeit, hoffte, ihre Ängste verdrängen zu können. Und nach einigen Minuten war sie tatsächlich ruhiger, auch wenn sie noch immer Sorge und Verwirrung verspürte. Doch das leichte Zittern hatte aufgehört. Wenigstens etwas.

Penthesilea | Göttersprössling – Regent’s Park, bei Cyrian

Penthesilea atmete gezwungen ruhig ein, hoffte, die innere Panik in den Griff zu bekommen. Sie hatte lange nicht mehr mit anderen Wesen zu tun gehabt und das merkte man ihr auch sofort an. Wenn schon eine bloße Umarmung sie so aus dem Konzept bringen konnte…Cyrian hätte sich besser von ihr fernhalten sollen. Sie war kein guter Umgang. Für niemanden. Auf seine Erklärungen hin nickte sie nur, ohne ihn anzusehen. Es war keinesfalls verständlich, wieso sie so heftig reagierte. Unangenehme Situation, ja…aber kein normaler Mensch würde einfach so in Tränen ausbrechen. Wenn sie denn überhaupt einer war…Die junge Frau hätte sich am liebsten auf die Lippe gebissen, als sie ausgerechnet ihren Onkel ansprach. Dass ihr verboten wurde, ihre Magie oder was es auch immer war, zu benutzen. Das ging ihn nichts an! Es konnte ihr doch sowieso keiner helfen. Es kam, wie es kommen musste. Cyrian fragte nach. Penthesilea fing an, zu zittern, widerstand dem Drang, erneut zu weinen. Sie wollte nicht über ihn sprechen…Nicht jetzt. Er würde sie doch sowieso bestrafen. Sie wollte diesem Mann nicht zuhören. Sie wollte es nicht. Und doch fiel es ihr so schwer…Dass ihr Onkel tatsächlich einer von ihnen war? Einer von was? „Was…was meinst du damit?“ fragte sie zögernd. Sie wollte es doch gar nicht wissen. Doch als Cyrian dann weitersprach, meinte, er könne ihr doch helfen, mit ihm sprechen, verkrampfte sie sich erneut. Nein…das durfte er nicht. „Nein, tu das nicht. Ich komme klar. Ich bin es doch gewöhnt…es wird nichts bringen, er würde nur wütend werden…“ sagte sie, kniff sich in den Oberschenkel. Sie hatte doch schon zu viel gesagt! Das würde nichts bringen. Penthesilea hätte einmal auf ihren Onkel hören sollen. Dann würde sie nun nicht solche Probleme haben. Sie kannte Cyrian doch gar nicht, wie sollte er dann ihre Probleme lösen? Probleme, die keine waren. Sie war seine Wut gewöhnt. Sie war es gewöhnt, bestraft zu werden. Es war eben so, daran konnte niemand etwas ändern. Sie ignorierte das Zittern, sah auf ihre verkrampften Hände. Sie wollte das doch alles nicht…



©Bran
Mi Jul 19, 2017 9:00 pm
avatar
Heiler
Anzahl der Beiträge : 764
Anmeldedatum : 08.07.15
Alter : 15

Arsinoe | Göttersprössling | London; irgendeine Straße; Mira (@Wintercrown)

Sie ließ den Redeschwall wortlos über sich ergehen und versuchte sich die wichtigeren Infos zu merken, was einerseits die Abstammung ihrer einstweiligen 'Verbündeten-mit-der-sie-sich-wohl-die-nächste-Zeit-herumschlagen-durfte' anging (Totengeist -was auch immer das wieder war) und andererseits deren Fähigkeiten (sich und andere in einen körperlosen Zustand versetzen und Todesdaten von Menschen sehen). Davon abgesehen gestattete ihr diese kurze Pause, sich von der Übelkeitswelle zu erholen und somit nicht das Pflaster mit ihrer Galle zu besprengen, denn sie konnte sich nicht erinnern, wann sie das letzte Mal etwas halbwegs ordentliches gegessen hatte. Arsinoe hatte außerdem gute Lust Mira ein 'Ich hatte alles unter Kontrolle bis du aufgetaucht bis bist und es für eine gute Idee gehalten hast ihn zur Beruhigung zu köpfen, war ja klar, dass er das nicht allzu gelassen aufnimmt!' aber sie beherrschte sich. Sie war ausgezehrt und hatte keine Lust auf Kämpfe. Noch weniger Lust hatte sie allerdings darauf die Fragen von Mira zu beantworten. Etwas hat versucht dich umzubringen? Tja schade dass es das nicht geschafft hat. Tief in ihrem Inneren wusste sie, dass sie Mira damit unrecht tat, zumindest zum Teil, aber sie musste ihrem Frust und ihrer miserablen Laune mal Luft machen, wenn auch nur in Gedanken. Deshalb klang sie auch etwas mürrisch als sie Mira antwortete:"Nun ja, ein gewisser Spinner namens Araziel hat sich selbst zum König gemacht und sein Gefolge ist jetzt auf der Suche nach neuen Anhängern oder  führen sich auf als würde ihnen London gehören. Und weil Lebensmittel und Nahrung noch knapper sind als in den zwei Weltkriegen ist es so ziemlich jeder gegen jeden." Sie sah die Straße hinunter in der sie beide standen und hielt die Hand über die Augen um diese vor dem Licht des Sonnenuntergangs abzuschirmen. "Und weil das Pferd oder auch Nathan - so hat er mir zumindest gesagt dass er heißt - höchst wahrscheinlich wieder kommen wird, schlage ich vor, dass wir uns ein halbwegs sicheres Plätzchen für die Nacht suchen."



©Lilienbär
Mi Jul 19, 2017 9:14 pm
avatar
Heilerschüler
Anzahl der Beiträge : 159
Anmeldedatum : 26.06.16

Mira / Göttersprössling / Straßen von London bei Arsinoe @Bran

Oh...das erklärt das Chaos...ähm ja einen sicheren Ort finden. Meinst du so etwas gibt es hier noch ? Ich meine hier sieht es aus wie nach einem Bombenabwurf und außerdem glaube ich nicht das Wände den Pferdetypen aufhalten würden. Sie sah sich um es war wirklich schlimm geworden überall lagen Trümmer oder Körper bzw. dessen Teile rum und überall war Blut. Seufzend fuhr sie sich durch die Haare und setzte sich auf einen Stein. Hast du eine Idee wo wir hjetzt hingehen könnten ? Weil ich kenne hier niemanden.



©Gesponserte Inhalte




 Ähnliche Themen

-
» Black Heaven - Wo Licht ist, ist auch Schatten» Das hellste Licht wirft die tiefsten Schatten || Playstart» Das hellste Licht wirft die tiefsten Schatten || 1. Teil - veraltet» Black Heaven - Wo Licht ist, ist auch Schatten - Geburtstagsgrüße» Wo Licht ist, ist auch Schatten
Seite 34 von 37
Gehe zu Seite : Zurück  1 ... 18 ... 33, 34, 35, 36, 37  Weiter


Finsterkatzen :: Rollenspiele :: Never trust the Darkness