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Liebe Katzen groß und klein, Regeln müssen immer sein. Deshalb kommt ihr als Neuling an, endet euer Name stets mit "junges" hinten dran. Keine Angst, ihr werdet seh'n, mit etwas Fleiß, werdet auch ihr bald als Krieger vor uns steh'n.
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Leopardenblut

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Das hellste Licht wirft die tiefsten Schatten || Playstart



Delia Nolavera | Geist | Green Park ;; bei Quinn @Bran
Der fremde Geist schien ein wenig verwirrt zu sein, als sie nicht zu sprechen begann sondern ihm seine unausgesprochene Frage mittels einer Zeichnung beantwortete, auch wenn er es schließlich dann doch relativ gut auffasste. Zumindest sprach er ihr sein Mitleid aus und merkte an, dass Menschen grausam waren. Mit einem schwachen Lächeln nickte sie zustimmend. Oh ja, Menschen waren grausam – vor allem wenn sie Angst vor dem hatten, was sie nicht kannten und deshalb eine unschuldige Person hassten, die nichts dafür konnte, dass sie anders war. Das war der Grund dafür, dass sie nicht sprechen konnte und inzwischen auch nur noch im übertragenen Sinne in der Welt der Lebenden wandelte. Sie gab ein lautloses Seufzen von sich, als die Erinnerungen aufflammten und die Gefühle, die sie jedes Mal so spürte als würde sie es wieder erleben, in schillernden Farben um sie herum wirbelten. Schwarzer Hass, blutrote Wut, grüner Neid, blaue Trauer. Es war schade, dass außer ihr niemand das mächtige Farbenspiel sah, das jeder in sich trug. Andererseits war es vermutlich gut so wie es war. Sie könnte andere lesen wie ein offenes Buch und in den falschen Händen war diese Kraft durchaus gefährlich. Aber wie Quinn bereits gesagt hatte: Menschen waren grausam. Schade eigentlich…
Die Frage ihres Gegenüber riss sie kurz darauf wieder aus ihren Gedanken, zurück in die Gegenwart. Auch um ihn herum blitzten Farben auf, dunkelblauer Schmerz und eine Trauer, die sie zuvor nur bei sehr wenigen gesehen hatte. Sie unterdrückte den Drang tröstend eine Hand auf seine Schulter zu legen, zum einen weil er ein wildfremder Mann war und zum anderen, weil es vermutlich ziemlich taktlos gewesen wäre, zumal er noch nicht einmal ihren Namen kannte. Was sie wieder daran erinnerte, dass er sie nach eben diesem gefragt hatte. Nach kurzer Überlegung hielt sie ihm ihr Buch hin und tippte zwei mal auf den ledernen Einband, woraufhin in geschwungenen silbernen Lettern ihr Name auf dem Cover erschien: Delia Nolavera. Sie schaffte es sogar ein ehrliches Lächeln zustande zu bringen, mit dem sie ihm signalisierte, dass es ihr eine Freude war, ihn kennenzulernen. Immerhin war sie nicht allein. Abgesehen davon war seine Anwesenheit doch maßgeblich daran beteiligt, dass sie sich langsam beruhigte. Früher oder später musste sie sich ohnehin mit ihrem Schicksal abfinden, dagegen tun konnte sie ja nichts.
‘Und was jetzt?‘ Oh. Natürlich. Vermutlich fragte er sich inzwischen warum zur Hölle sie nicht einfach mit ihm redete, sondern so umständlich kommunizierte. Aber das mit den Händen darzustellen war nicht gerade einfach. Plötzlich kam ihr eine Idee, auf die sie eigentlich schon früher hätte kommen können. Sie schlug ihr Buch auf, blätterte durch die Seiten bis sie eine Zeichnung fand die sie als angemessen erachtete: Ein kleiner roter Fuchs aus Aquarell. Mit einer einfachen Handbewegung weckte sie den Fuchs auf dem Papier, der sich zunächst streckte und herzhaft gähnte. Delia legte kurz einen Finger auf das Papier. Ein wenig später sprang auch schon der Fuchs aus dem Buch auf den Boden, setzte sich neben sie und legte den Schweif um seine Pfoten. “Verzeihung. Ich bin die Stimme von Delia. Durch mich kann sie sprechen, auch wenn sie selbst nicht mehr dazu in der Lage ist. Ich hoffe es irritiert dich nicht zu sehr, eine Zeichnung sprechen zu hören als wäre sie menschlich“, erklärte das Fuchswesen mit ruhiger Stimme, die der ähnlich war, mit der sie einst gesprochen hatte, nur ein wenig älter. Mit einem sanften Lächeln kraulte sie den Kopf des Fuchses und sah den Mann vor ihr entschuldigend an. Von nun an würde der Fuchs so sprechen, als würde Delia die Worte äußern. Sie hoffte inständig, dass es ihn nicht zu sehr irritieren würde.
{ca. 620 Wörter}


Dieser Beitrag wurde am Do Feb 23, 2017 8:02 pm erstellt.

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Strahlenlicht

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Das hellste Licht wirft die tiefsten Schatten || Playstart



Helen || Anführerin der Vampire || Hyde Park

Die Vampirin starrte zu Grunde und beobachtete das grüne, frische Gras, dass mitlerweile ziemlich hoch war, wie es sich sanft im Wind bewegte. Ihre rote Augen hatten einen Eindruck der Leere, man konnte durch ihren Anblick nicht entziffern, was gerade in ihren Kopf vorging. Sie sah aus wie eine leere Hülle, die einfach nur da war. Und so fühlte sie sich auch. Selbst Helen persönlich konnte ihre Gefühle, die wie ein Wirbelsturm in ihr wüteten, nicht identifizieren. Aber sie wusste auch nicht, ob sie das überhaupt wollte. Das herauszufinden würde ihr aber nicht mehr gelingen, da sie plötzlich etwas wahrnahm.

Es war ein tiefes Atmen, es kam deutlich hörbar von einen anderen Lebewesen. Instinktiv wirbelte sie herum und jagte für eine Sekunde Nox aus ihren Gedächniss, als sie in Angriffhaltung die Gestalt vor ihr mit schmalen, misstrauischen Augen musterte. Es war ganz deutlich erkennbar ein Dämon, wer das nicht sah hätte auch sicherlich kein Gehirn. Die Hörner, das merkwürdige Siegel auf seiner Stirn... Ein Artgenosse war es sicherlich nicht. Helen schwieg kurz und schaute dem Fremden vor ihr nur vernichtend und warnend an. "Was willst du, Dämon?' fragte sie mit fester Stimme.


Dieser Beitrag wurde am Fr Feb 24, 2017 1:07 pm erstellt.

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Maischnee

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Das hellste Licht wirft die tiefsten Schatten || Playstart



Penthesilea | Göttersprössling – Regent’s Park, bei Cyrian
Penthesilea fühlte die Angst in sich aufsteigen. Sie spürte genau, wie der Mann sie musterte, auch wenn sie sich nicht traute, ihn anzusehen. Menschen fühlten sich meist angegriffen, wenn man sie direkt anschaute und das wollte sie tunlichst vermeiden. Sie zog ihren Umhang noch etwas enger um sich und wünschte sich, einfach in der Erde zu versinken und nie mehr wiederzukommen. Das war eindeutig eine schlechte Idee gewesen, hierher zu kommen. Das hier war ihre Strafe, ganz bestimmt. Penthesilea widerstand dem Drang, einfach wegzulaufen, so wie sie es sonst immer tat. Das brachte doch nichts, er war sicher sowieso schneller als sie und vielleicht würde der Mann dadurch nur wütend werden. Auf die Worte des Mannes schwieg sie, nickte aber leicht. Er schien es immerhin gut aufzunehmen, doch sie war wirklich nichts Besonderes. Man musste ihren Namen nicht kennen. Sie hatte an sich schon genug Ärger. Wie er sie nannte, war ihr gleichgültig, sie wollte ja am liebsten sofort flüchten. Was nicht so einfach möglich war. „Es ist mir verboten…es ist falsch“ sagte sie nur auf seine Worte hin, dass Fähigkeiten doch etwas wunderbares waren. Das waren sie nicht. Sie waren nur kleine Spielereien, die ihr nichts als Ärger eingebracht hatten. Sie erinnerte sich noch gut an die Vielzahl von Schlägen, die sie dafür kassiert hatte. „Ich darf das nicht und ich hätte es auch jetzt lassen sollen…wenn mein Onkel davon erfährt…“ dachte sie ängstlich.
Als es plötzlich wärmer wurde und der Regen an ihrer Stelle sofort verblasste, sah sich die junge Frau panisch und verwirrt um, verstand nicht, was da passierte. Sie war trocken, in Windeseile, trotz des Regens. Wie war das möglich? Als Cyrian sich erklärte, sah sie ihn an, nur kurz, aber es reichte doch, um sich zu vergewissern, dass er dahintersteckte. „Er hat auch Kräfte…und keine Scheu, sie zu benutzen“ dachte sie verwirrt und sah dann wieder zu Boden. „Danke…aber ich komme schon klar.“ Pen wusste nicht, warum er das getan hatte und ob es ihr wirklich gut tat, doch sie nahm es hin. Etwas Anderes konnte sie schlecht machen. Dennoch war sie verwirrt über seine Reaktion und seine Freundlichkeit. Das war sie nicht gewohnt. Scheu blickte die junge Frau auf, als sich der Mann entfernte und ein paar Schritte in Richtung des kleinen Ufers machte. Eigentlich wusste sie, dass sie ihn nicht beobachten sollte, doch sie war so verwirrt, dass sie nicht anders konnte. Was machte er dort? Er schien zu zögern und doch ging er plötzlich näher und machte irgendetwas mit seinen Händen, egal was es war, sie konnte es nicht so genau sehen. Penthesilea überlegte, ob sie nicht einfach verschwinden sollte, jetzt, da er ihr den Rücken zukehrte, doch sie beließ es dabei. Sie wollte wissen, was er da machte. Eine Antwort auf diese Frage ließ nicht lange auf sich warten. Nach einigen Sekunden kam Cyrian wieder und legte einen kleinen geformten Gegenstand auf den Platz, an dem vorher ihre Blume geblüht und wieder zu Staub zerfallen war. Es war eine Rose…er hatte eine Rose aus Sand geschaffen. Aber wie…? „Das ist schön…wie hast du das gemacht? Wie kannst du…?“ sie bemerkte, dass sie ihn anschaute, völlig verwirrt war und wandte den Kopf dann schnell wieder Richtung Boden. Anschauen war keine gute Idee, dennoch wollte sie wissen, was ihn dazu antrieb, solche Dinge zu tun. Zum Wasser zu gehen und daraus Dinge zu formen…ohne Abscheu oder Angst. Pen beneidete ihn fast dafür. Sie selbst würde dafür geschlagen werden. Oder schlimmeres. „Es tut mir Leid…ich sollte nicht so neugierig sein, du wirst sicher deine Gründe haben…“


Dieser Beitrag wurde am Sa Feb 25, 2017 12:43 pm erstellt.

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Leopardenblut

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Cyrian Said | Anführer der Göttersprösslinge | Regent’s Park ;; bei Penthesilea @Maischnee
Aus irgendwelchen Gründen schien das Mädchen immer noch verängstigt zu sein. Sie davon zu überzeugen, dass ihre Fähigkeiten an sich etwas gutes waren würde wohl schwieriger werden als gedacht. Immerhin hatte sie verstanden, dass er ihr an sich nichts böses wollte … oder so. Denn sie bestand noch immer darauf, dass es falsch sei, ihre Fähigkeiten zu benutzen – was seiner Meinung nach ziemlicher Schwachsinn war, aber sei's drum. Er wusste nur zu gut wie schwer es war sich selbst zu akzeptieren, wenn es die anderen um einen herum nicht taten. Es hatte lange genug gedauert bis er mit seiner Herkunft, und allen Problemen die damit verbunden waren, wirklich zurecht gekommen war. Und wenn man bedachte, dass er des Öfteren von einem nervtötenden Gottesschakal heimgesucht wurde, den er mit dem größten Vergnügen gegen die nächstbeste Mauer klatschte, war er damit immer noch nicht so ganz erfolgreich. Ein leises Seufzen entfuhr ihm. Es wäre auch zu einfach wenn das Leben eines Halbgottes einmal ohne Tragödie ablaufen würde. Man musste sich doch nur in die Mythologie der Griechen hineinlesen um zu sehen, dass Halbgöttern niemals ein harmonisches Leben vergönnt gewesen war. Und das Verhalten der jungen Schönheit, die vor ihm stand, ließ darauf schließen, dass auch sie bereits einiges durchgemacht hatte. Am liebsten wäre er näher zu ihr hingegangen, hätte sie umarmt und ihr gezeigt, dass sie nicht alleine war und es noch mehr gab, als das was sie kannte, doch vermutlich würde sie dann endgültig schreiend vor ihm wegrennen. So beließ er es bei einem traurigen Lächeln und einem mitfühlenden Blick, der so viel mehr verbarg als nur sein Verständnis. Wenn man sich traute genau hinzusehen, so sah man die Narben seiner Seele für einen kurzen Moment in seinen Augen aufblitzen, die Wut, die Trauer und das Leid, das ihn verfolgten seit er denken konnte. Natürlich war er bemüht, stets das beste aus seiner Situation zu machen und selbst in den schwierigsten Momenten optimistisch zu sein, doch es gab so vieles, was er niemandem anvertrauen konnte, so vieles das ihm nach so langer Zeit zu schaffen machte und das ihn wohl für immer und ewig heimsuchen würde. Mit einem leichten Kopfschütteln verbannte er die Gedanken und setzte wieder sein typisches schiefes Lächeln auf.
Als das Mädchen sich auf seine kleine Temperaturspielerei hin verwirrt und fast schon panisch umsah, nur um schließlich ihn mit ihrem Blick zu streifen und danach direkt wieder zu Boden zu schauen, konnte Cyrian ein leises Lachen nicht unterdrücken. Irgendwie war es fast schon niedlich wie scheu sie war. Auf ihren Dank hin zog er skeptisch die Augenbrauen hoch. Es war doch relativ klar ersichtlich, dass sie mit der Situation mehr als überfordert war und sie es definitv nicht gewohnt war, dass man sie freundlich behandelte. "Nicht alle Männer - oder allgemein Menschen – sind abgrundtief böse, weißt du? Ich kenne genügend Leute die so sind aber mindestens genau so viele die es nicht sind", meinte er nur und unterdrückte dabei den Drang, einen blöden Kommentar bezüglich ihrer Ablehnung von Hilfe und Ähnlichem abzugeben. Er hatte nicht wirklich Lust darauf ihr eh schon fragil-verwirrtes Bild von ihm wieder in tausend kleine Teile zu zersplittern nur weil er mal wieder seine verdammte Klappe nicht halten konnte. Aus irgendwelchen Gründen wollte er nicht, dass sie schlecht von ihm dachte – etwas was sonst so ziemlich nie der Fall war. Merkwürdig.
Cyrian spürte ihren Blick auf sich ruhen, als er nach einigem Zögern schließlich zum See ging und erst einmal seine panische Angst vor Wasser überwand um seine hirnrissige Idee in die Tat umzusetzen. Mit einem leichten Lächeln bemerkte er, wie sie verwirrt die kleine Glasrose bestaunte, die er schließlich auf den Boden gelegt hatte. „Das ist schön … wie hast du das gemacht? Wie kannst du …?“ Sein Schmunzeln wurde zu einem strahlenden Lächeln. Jetzt hatte er es also doch geschafft sie ein wenig aus der Reserve zu locken. Peinlich berührt sah sie zu Boden und entschuldigte sich hastig für ihre Neugier, was sein Lächeln nur noch breiter werden ließ.
“Kein Grund dafür, dich zu entschuldigen. Es war nur eine kleine Spielerei, ein Experiment von dem ich nicht dachte, dass es funktioniert. Du hast doch meinen kleinen Trick mit der Temperatur mitbekommen oder? Das ist auch ein Teil von dem Ganzen hier … ach… am besten fang ich mit ein wenig Hintergrundinformationen an. Es hat einen einfachen Grund, weshalb ich Kräfte habe: Mein Vater ist eine Gottheit. Eine ägyptische Gottheit um genau zu sein. Als Kind eines Gottes erbt man dessen Fähigkeiten, weshalb ich eben auch unter anderem mit Temperaturen spielen kann … naja mit den genauen Details will ich dich jetzt aber nicht langweilen. Jedenfalls kann ich auch ein wenig mit Sand hantieren und der Schlamm am Grunde eines Sees ist im Grunde nichts weiter als nasser Sand. Ich habe also nichts weiter getan als ein wenig Schlamm zu nehmen, ihn zu trocknen, daraus eine Rosenblüte zu formen und das ganze dann so stark zu erhitzen, dass der Sand zu Glas wird … Wie gesagt: nichts im Vergleich zu echten lebendigen Pflanzen“, erklärte Cyrian schließlich und ließ dabei ein wenig Sand auf seiner Handfläche erscheinen, welchen er wieder zu einer kleinen Blüte formte und zu Glas werden ließ. Da diese Blume deutlich kleiner war brauchte sie auch nicht die Hitze beider Hände um zu kristallisieren. Lächelnd hielt er ihr die Blume hin. “Wenn du möchtest, kannst du sie haben“, bot er an und versuchte ihren Blick mit dem seinen aufzufangen.
Nach einer Weile rang der Halbgott sich dazu durch seinen Verdacht bezüglich ihrer Kräfte zu äußern. “Ich glaube, dass du auch von einem Gott abstammst – auch wenn ich nicht weiß von welchem. Deine Magie ist nicht die herkömmliche Magie eines Magiers…“, platzte er heraus und kratzte sich verlegen am Kopf.
{971 Wörter}


Dieser Beitrag wurde am So Feb 26, 2017 7:09 pm erstellt.

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Maischnee

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Penthesilea | Göttersprössling – Regent’s Park, bei Cyrian
Penthesilea hätte es nicht gewundert, wenn der Mann wütend geworden wäre. Sie hatte zu viel gefragt. Eindeutig. Normalerweise sollte es sie nicht angehen, was andere Menschen taten. Sie sollte einfach allein weiter grübeln und keine verbotenen Dinge tun. Doch dieses Gespräch war…unerwartet. Cyrian war nicht wütend, vielmehr schien er…sogar ganz froh darüber. Etwas, mit dem sie absolut nicht umgehen konnte. Ihre verwirrten Augen besahen noch immer den Boden. Sie würde keine Fehler mehr machen…ganz bestimmt nicht. Auf seine Worte hin nickte sie nur, schien aber nicht recht überzeugt. Menschen waren böse, sie kannte es nicht anders. Und sie hatte diese Ablehnungen und ständigen Quälereien verdient. Mit Strafen konnte man lernen, Demut zu zeigen. Niemandem zu schnell zu vertrauen. Es war schon alles richtig so. Dennoch wusste sie nicht recht, wie sie auf Cyrian reagieren sollte, der ihr so anders als andere Männer erschien. Freundlichkeit war doch in erster Linie nur vorgetäuscht, um andere Ziele zu verfolgen...Trotz ihrer Angst stand sie weiter hier. Wie auch immer sie es geschafft hatte, nicht sofort zu flüchten. Als sie flüchtig nach oben sah, erkannte sie ein Lächeln auf seinen Lippen. Das verunsicherte sie nur noch mehr, doch Pen wagte es nicht, einen Schritt weiter nach hinten zu gehen. Es könnte ihn vielleicht provozieren…Doch als er sich erklärte und seine Fähigkeit beschrieb, hörte sie ihm neugierig zu. Das war sonderbar. Sie hatte noch nie jemanden getroffen, der ebenso Kräfte besaß. „E-eine Gottheit? Aber wie ist das möglich…“ sagte sie staunend und hätte sich am liebsten den Mund zugehalten. Sie sollte doch nicht reden! Sie sollte einfach gehen und diesen seltsamen Mann in Ruhe lassen. Doch was tat sie? Ihn nur noch mehr mit Fragen löchern. Wenn ihr Onkel davon erfahren würde…nicht auszudenken, was er dann tat. Nervös, aber doch fasziniert sah Penthesilea zu, wie der Mann Sand entstehen ließ und daraus wieder eine Blume zauberte, dieses Mal jedoch etwas kleiner als sein Vorgänger. Als er dann vortrat und ihr die Blume zeigte, hielt sie inne und versuchte sich ja nicht anmerken zu lassen, wie viel Angst sie hatte. War das nur ein Trick? Oder war es doch einfach nur nett gemeint? Zögernd sah Pen ihn an, nahm das Blumengebilde und betrachtete es von allen Seiten. „Dass es sowas gibt…du bist der erste, den ich treffe, der auch solche Fähigkeiten besitzt…aber ich verstehe das nicht…ich darf sie nicht benutzen, es wird mir immer verboten, weil es anders ist…“ sagte sie zurückhaltend, wünschte sich dann aber doch, besser nichts gesagt zu haben. Das warf nur weitere Fragen auf. Und sie wollte nun nicht über ihren Onkel nachdenken. Das machte ihr nur ein noch größeres schlechtes Gewissen. Ihr Blick versteifte sich ganz auf das Sandgebilde in ihrer Hand. Es war so hübsch…und dieser Mann schien keine Probleme zu haben, seine Fähigkeit benutzen zu können. Für ihn schien es fast…normal? „Danke…ich finde sie sehr schön“ sagte sie höflich, blickte jedoch nicht auf. Doch die nächsten Worte Cyrians ließen sie fast zu einer Salzsäule erstarren. Verwirrt hob Pen den Kopf, sah ihm in die Augen, versuchte zu ergründen, ob das nur ein Scherz war. Doch er schien es ernst zu meinen… Sie, ein Göttersprössling? Was? Das konnte nicht wahr sein. Sie war doch nichts! Niemand bedeutsames. Fähigkeiten eines Gottes…unmöglich. Sicher, sie kannte ihre Mutter nicht und ihr Vater war schon eine Weile tot…doch sie hätte nie gedacht, dass ihre Fähigkeiten einen Sinn hatten. Dass sie eine Art Gabe waren. „Was…aber wie…ich bin doch nichts besonderes, das kann nicht wahr sein. Du musst dich irren…ich weiß nicht, woher meine Fähigkeiten stammen, ich weiß nur, dass ich sie eigentlich nicht benutzen darf…es hat mir immer nur Ärger eingebracht“ sagte sie schüchtern, wusste nicht, ob sie mehr darüber erfahren wollte oder besser schnell flüchtete. Sie blieb stehen. Vielleicht…konnte es ja für alles eine mögliche Erklärung geben. Für ihre Herkunft, ihre Fähigkeiten…all das.


Dieser Beitrag wurde am Fr März 03, 2017 12:17 pm erstellt.

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Schwarzschattenhimmel

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Samael // Werwolf // In den Straßen von London
Der junge Mann schnaubte leise, dann sah er sie noch mal an. "Ich gehe dann mal, ich suche noch ein paar Werwölfe, mal sehen ob ich diese finde." Er neigte den Kopf und ging los. Seine Schritte waren fest und schienen den Weg durch die Straßen zu kennen. Sein Blick war fest auf die Straße gerichtet. Ob ihn das andere Wesen folgte wusste er nicht, aber es war ihm auch relativ egal.
Er wollte einfach nur weiter gehen. Er wollte ein Werwolf finden um endlich mal ein Mitglied seines Umfeldes zu sprechen. Immerhin waren diese immer besser zum reden. Er dachte gerade an eine Verwandlung, dabei freute er sich wieder frei zu sein, doch auch schauderte er bei den Gedanken an Schmerzen, mitlerweile war es aushaltbar, aber als es das erste mal passiert war da war er vor Schmerzen wie gelähmt und hatte sich nicht bewegt.
Seine Gedanken schweiften an den Tag zurück:
Der kleine Samael spielte im Garten seiner Eltern, die beiden sahen ihn voller Stolz an, dann brach die Nacht rein, seine Eltern sahen sich wissend an und verwandelten sich unter schmerzlichen Gestöhne, Samael sah zu ihnen, seine Augen vor Angst geweitet, dann fängt sein Körper an zu brennen und es scheint als würde er reißen, er schreit und spürt wie er zum Wolf wird, Schmerz, abgrundtiefer Schmerz in seinem Körper und er kann nichts dagegen machen.
Dann ist er ein Werwolf, seine Eltern sehen ihn aus Stolz leuchtenden Augen an, er sieht diese voller Angst und Schmerz an, doch er spürt das er froh ist so zu sein wie sie.

Er lächelte als er das alles vor seinen Augen sah.


Agash // Vampirin // London bei der Gruppe
Agash folgte der Gruppe überall hin, sagte aber nichts, sie lauschte den Worten der anderen, jedes kleineste ach so unwichtige Ding musste sie ihrem Meister mitteilen. Er musste alles wissen um seine Herrschaft zu festigen. Ein König, sie würde ihm als Killerin und anderes zur Seite stehen, ihre einzige Bedingung war gewesen das sie dafür reichlich belohnt wurde.
Das würde er einhalten, falls nicht konnte sie sehr ungemütlich werden.
(Sorry falls ihr etwas wichtiges geschrieben habt, dann würde ich euch bitten mir schnell das per PN zu schicken)


Lina//Anführerin der Gestaltwandler//In Rom
Lina sah den Engel an, er wollte alleine herrschen, aber nicht über ihre Rasse, sie kniff die Augen zusammen, sie würde es nicht sagen müssen, er würde es wissen. Sie ist nicht seine Dienerin. Sie hatte ihr Volk immer gut geführt und würde es keinem stinkenden Engel überlassen ihr Volk zu führen.
Sie erhob sich und rauschte aus dem Raum. Sie wollte nicht mit dem Engel in einem Raum sein, sonst würde er nachher noch eine von ihr über die Ohren bekommen.
Sie ging in eines der Zimmer was sie sich genommen hatte, sie hatte sich auch schön eingerichtet. Sie nahm die Papiere zur Hand, diese hatte sie geholt um alles fest zu halten was hier geschah. Sie kniff die Augen zusammen und knurrte wütend.


Dieser Beitrag wurde am Fr März 03, 2017 6:51 pm erstellt.

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Leopardenblut

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Lilith | gefallener Engel | Straßen Londons ;; bei Simon @Knochensplitter


Er schien ihr den Kommentar zu seiner Herkunft ein wenig übel zu nehmen – auch wenn er nicht direkt auf den Kommentar einging, was sie allerdings nicht sonderlich störte. Sie fand es eher faszinierend ein Halbblut anzutreffen, da es bei Engeln nicht wirklich ein Standard war etwas mit einem Menschen anzufangen. Aber gut welches Recht hatte sie, dies zu verurteilen? Ihr erster Mann war immerhin auch ein Mensch gewesen, doch sie hatte den Preis für ihre Torheit bezahlt. Es war interessant zu sehen, dass sie nicht die einzige war, die auf einen Menschen hereinfallen konnte, wenn auch um einiges später als sie es getan hatte. Aus irgendwelchen Gründen verbarg er die seine Hände nachdem er kurz über seine schneeweißen Flügel gestrichen hatte, die er anschließend zurückfedern ließ und griff unauffällig an Brust und Arme. Trug er etwa eine Schutzrüstung unter der schäbigen Kleidung? Die Engelsdame legte die Stirn in Falten und zog die Augenbrauen nach oben.
Als sie schließlich ihre wahre Form annahm konnte sie sehen wie sich seine Augen vor Schreck weiteten und er einige Schritte rückwärts machte, nur um mit dem Rücken zur Wand zu stehen. Ihre Augen blitzten alarmiert auf, als sie bemerkte, dass er Zeichen auf sein Handgelenk malte. ‘Versuch es und du stehst in Flammen, Kleiner', schoss es ihr durch den Kopf als die Gefallene ihm einen warnenden Blick zuwarf. Lichtmagie war eines der wenigen Dinge, die ihr wirklich etwas anhaben konnte und sie hatte keine Lust auf einen Konflikt, auch wenn sie ihm vermutlich überlegen wäre. Sie wusste nicht was genau er versuchte mit seinen Zeichen zu bewirken, aber sollte er versuchen ihr zu Schaden würde es ihr eine Freude sein dem törichten Jungspund eine Lektion zu erteilen. Ein leichtes Lächeln legte sich auf ihre Lippen, als er meinte, dass er noch nichts von ihr gehört hatte.
“Ich habe mich gegen den Allmächtigen gestellt zusammen mit Luzifer – dem Teufel wie ihr ihn nennt. Ich war die erste Ehefrau Adams, aber meine Denkweise hat ihm nicht so wirklich gepasst, weshalb ich aus dem Paradies verbannt wurde. Der Gedanke von Emanzipation war wohl zu fortschrittlich … Abgesehen davon schreiben mir die Menschen noch zu, Eva in Eden dazu verführt zu haben, den Apfel zu pflücken und die Mutter der Vampire und Dämonen zu sein. Was du davon glaubst überlasse ich dir, aber ich kann dir versichern, dass ich weitaus älter bin als es mein Aussehen erahnen lässt“, beantwortete sie seine Frage schließlich, beobachtete seine Unmut und schmunzelte über seine Zerrissenheit. Mit einen Fingerschnipsen ließ sie ihre Flügel verschwinden, deren Lodern ihrem Gegenüber Kopfschmerzen zu bereiten Schienen, und tauschte ihr Kleid wieder gegen ihre bevorzugte Alltagskleidung aus.
Seine nächste Frage brachte sie für einen kurzen Moment leicht aus dem Konzept. Wenn sie ehrlich war hatte sie sich nie wirklich damit beschäftigt warum genau die Menschen aus London verschwunden waren, geschweige denn wann und ob sie jemals wiederkämen - sie hatte es einfach hingenommen und keinen weiteren Gedanken an das merkwürdige Volk verschwendet, dessen Existenz doch eigentlich so wichtig für die ihre war. Nachdenklich richtete sie ihren Blick gen Himmel, ihrem alten Zuhause. 'Wenn du so allmächtig bist, oh Herr des Lichts, dann finde einen Weg, deine Lehmkreaturen wieder zurückzubringen. Es würden alle von uns davon profitieren', dachte sie grimmig und ein bitteres Lächeln legte sich auf ihre Lippen. Es hatte doch ohnehin keinen Sinn, auf die Hilfe anderer zu hoffen – vor allem nicht auf die eines Lichtwesens. Eigentlich war es ihr gleichgültig, ob die Menschen je wieder auftauchen würden. Sie hatte genug Zeit auf der Erde verbracht. Doch leider war da dieser bescheuerte Fakt, dass sie als "übernatürliches Wesen" den Aberglauben der Menschen brauchte, um weiterhin leben zu können, weshalb ihr es dann doch nicht mehr ganz so egal war, was mit den Menschen geschah. Mit einem leisen Seufzen richtete sie ihre Konzentration wieder auf das Gespräch.
"Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass ich weiß, wo die Menschen sind und wann und ob sie überhaupt wiederkommen. Wenn wir Glück haben gibt es gute Neuigkeiten vom Erkundungstrupp aus dem Vatikan, wenn nicht... nun ja irgendwann werden auch die Unsterblichen zu Grunde gehen. Uns bleibt nichts anderes übrig als zu hoffen und zu versuchen, irgendetwas dagegen zu tun – egal wie hoch der Preis dafür ist. Aber ich bezweifle, dass du je wieder "normal" leben kannst. Allein die weißen Flügel auf deinem Rücken sind ein Zeichen dafür, dass du nicht normal bist und es nie wirklich sein wirst", antwortete sie schließlich und konnte ein leises auflachen nicht unterdrücken. Das hatte er also versucht mit den Handzeichen zu bewirken.  
"Es steht dir völlig frei, zu gehen", murmelte Lilith nur und zuckte mit den Schultern. Es war ihr ziemlich gleichgültig, was genau der Jungspund machte, solange er nicht die Frechheit besaß sie anzugreifen. Aktuell hatte sie keine Lust auf eine Konfrontation, vor allem da sie das Gefühl hatte, dass sie sich noch früh genug mit ihrer eigenen Art herumschlagen durfte und all dem Zeug, das in den letzten Wochen passiert war, als sie nicht in London war.  

~Cyrian folgt (wird notfalls reineditiert)~


Dieser Beitrag wurde am Fr März 10, 2017 8:39 am erstellt.

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Mithriljunges

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Malthael // gefallener Engel // Straßen Londons // Bei Lilith @Leopardenblut und Simon @Knochensplitter

Es waren nun schon mehrere Tage vergangen, seit Malthael nach London gekommen war, und noch immer hatte seine Nase sich nicht an das Fehlen von Schwefel in der Atmosphäre gewöhnt. Die Mittagssonne irritierte seine über-sensiblen Augen und als sich auch noch eine Mücke auf ihm niedersetzte, um sein kostbares Engelsblut zu stehlen, da knurrte der gefallene Engel.
Die Hölle ist schlimm genug...aber die Erde ist verdammt nah dran, dachte er und schritt die leeren Straßen Londons entlang.
Er war gereizt, auch wenn er es sich äußerlich nicht anmerken ließ. Seit er in London angekommen war, hat es keinen Kampf mehr gegeben. Er fühlte sich wie ein Nikotin-Abhängiger auf kaltem Entzug. In seiner Not hatte er seine Sicheln schon mit dem Blut von Ratten beschmutzt. Es dürstete ihn nach Blut, aber nicht als Getränk, wie Vampire es vorziehen. Nein. Er wollte darin baden. Vor Malthaels Augen erschien wieder dieses Bild des namenlosen Engels. Blut schoß aus seiner Kehle und sein Gesicht war zu einer Maske aus Verblüffung und Todeskrampf verzerrt. Ein leichtes Lächeln zog sich um Malthaels Lippen und ihm wurde heiß, er fühlte etwas. Man hätte das Gefühl für Sehnsucht halten können, aber es war Hass. Hass in seiner reinsten Form. Hass auf den Herren des Lichts und Verlangen nach seinem Blut. Sicher musste auch die mächtigste Entität des Universums bluten.
Malthael schüttelte seinen Kopf, um ihn frei von Wunschdenken zu bekommen, denn seine Ohren nahmen Geräusche auf. Es waren keine Ratten, die im Müll wühlten, nein, es waren Worte. Es klang wie ein Gespräch. Unwillkürlich spannte Malthael sein Muskeln an und zog seine Zwillingssicheln aus ihren versteckten Halterungen. Als er auf die Quelle des Geräusches zuschlich, merkte er, dass er etwas roch. Er blieb stehen und versuchte den Geruch zu identifizieren. Da traf ihn die Erkenntnis. Da vorne sind Engel, schoß es ihm durch den Kopf und seine Anspannung verstärkte sich nur noch. Er schlich weiter, ohne ein Geräusch zu machen, oder seine Präsenz anders zu verraten. Seine, fast schon animalischen, Kampfinstinkte begannen einzusetzen, doch er bemühte sich noch nicht von ihnen vereinnahmen zu lassen, so sehr es ihn auch danach verlangte sich dem Rausch vollends hinzugeben. Als er Gesprächsfetzen ausmachen konnte, wusste er, dass die Gesprächspartner hinter der nächsten Ecke warteten.
Versteckt in einem Schatten, den die Mittagssonne warf, schaute er um die Ecke. Das erste was Malthael sah, waren die weißen Flügel. So hell und rein wie das Licht selbst. Seine Augen weiteten sich und die Ränder seines Sichtfeldes färbten sich rot. Er hätte sich ohne groß zu überlegen auf den Besitzer der Flügel gestürzt, hätte er in dem Moment nicht die zweite Person erblickt. Jegliches Rot war aus seinem Blickfeld verschwunden und Malthael hielt unwillkürlich den Atem an. Er kannte sie. Jeder dort unten kannte sie. Viele Geschichten rankten sich um sie und man munkelte, dass sie für den Sündenfall verantwortlich wäre. Auch wenn ihre Flügel nicht sichtbar waren, erkannte er sie sofort. Lilith. Er zwang sich ruhig zu bleiben, auch wenn er sich schon lange gewünscht hatte sich mit der „Mutter der Dämonen“ zu messen. Malthael richtete sich auf und verstaute die beiden Sicheln wieder. Er traf die, ihm am strategisch klügsten erscheinende, Entscheidung und trat hinter der Ecke hervor. Mit ausdruckloser Miene ging er auf die beiden Gestalten zu und sagte mit ähnlich ausdruckloser Stimme: “Guten Nachmittag“.


Dieser Beitrag wurde am Sa März 11, 2017 8:06 pm erstellt.

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Viktor || Engel (gut) || bei [color:58a1=33cccc] Lathiva

Etwas überrascht darüber, dass die Gestaltenwandlerin überhaupt geantwortet hatte, sah er sie an. Vorallem wunderte er sich im ersten Moment erstmal darüber, dass die Größe wirklich vom Alter kam, schließlich waren mehrere Engel schon immer so groß wie sie es jetzt waren. Er selbst hatte vergessen ob er zu denen gehörte die wuchsen. Trotzdem wollte er Lathiva Bei uns Engeln ist das schon anders. Manche werden erschaffen und sind somit schon immer so groß wie sie es jetzt sind, manche nicht. Eigentlich hätte er ja wissemn sollen dass Gestaltenwandler wuchsen. Das war schon so ein bisschen peinlich dass er so eine Frage überhaupt gestellt hatte. Etwas betreten starte er den Boden an. Gestaltenwandler hatten ja eine Menschenform, da hätte ihm dass echt klar sein müssen. Er hatte schon echt ein Talent für sowas. Geistesabwesend streichelte er Nico, dem das nicht unbedingt zu gefallen schien. Natürlich, schließlich war dass ein Wolf und keine Katze. Warum war er auch auf die Idee gekommen einen Wolf zu streicheln? Das war ja genauso dämlich wie einen Drachen streicheln zu wollen.


Out:
Sorry Saph dass der Post so kurz geraten ist..


Dieser Beitrag wurde am So März 12, 2017 10:37 am erstellt.

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Strahlenlicht

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Jake // Vertreter der gefallenen Engel // Straßen Londons, @Maischnee

Jake gab ein verächtliches Schnaufen von sich. War das hier etwa zu einem Familiendrama geworden? Er wollte Schreie, Panik und Angst, keine verweichlichte Engel die den Tränen nahe waren. Der Vertreter schaute Slave nur abschätzend hinterher, als sie nach unter flog und sich zu den beiden anderen begab... Wachte mal, waren das vorhin nicht nur zwei Personen gewesen? Jake's schwarze Augen richteten sich dem Neuankömmling entgegen, wobei sich seine Augenbrauen nach untern zog. Das war doch die oberste Erzengelin! Was hatte die denn hier zu suchen? War die nicht vorhin noch im Thronsaal?

Jake richtete sich auf in der Luft, die mächtigen Flügelschläge wurden kräftiger. Am liebsten würde er jetzt seine Enttäuschung über das langweilige Schattenspiel an ihr auslassen, jedoch stach ihn etwas ganz anderes ins Auge, was ihn stutzen ließ. Jetzt, wo er sich mal richtig auf die Personen unter ihn konzentrieren konnte, konnte er auch mal genauestens die zwei Gestalten mustern, die er zuvor versucht hatte Panik einzujagen. Der eine war ein einfacher junger Mann, vermutlich ein Gestaltwandler oder Werwolf, aber seine Interesse lag auch nicht auf ihn. Seine Aufmerksamkeit war vollkommen auf das Mödchen gerichtet, der fremden Engelin, die neben ihn stand. Er stand -oder flog- dort wie eine Statue, vollkommen unbeweglich, nur seine mächtigen schwarzen Flügel mit den roten Spitzen hielten ihn in die Lüfte.

Ihre Haare waren hellblond, so hell das sie beinahe wie weiß erschienen, strahlender als der Sonnenschein am morgen. Ihre Haut war etwas blasser, jedoch geschmeidig und rein. Das Gesicht wirkte jung, mit wundervollen Zügen, die einem den Atem raubte. Ihre Figur war der reinste Traum, schlank, elegant, und so anziehend. Aber das beste waren ihre Augen, so strahlend blau wie das Meer, mit einzelnen, dunklen Sprenkeln, die einen wunderbaren Kontrast abgaben.

Jake's schwarze Augen waren weit geöffnet, und ehe er sich versah, befand er sich schon am Boden. Die riesigen Flügel streiften an den Enden am Boden entlang, als er sich mit ein paar Schritten näherte, jedoch immer noch Abstand haltend. Als wäre er hypnotisiert von ihr starrte er sie die ganze Zeit über an, gefangen von diesen traumhaften blau ihrer Augen. Und erst als er stehen blieb, den Blick immer noch auf sie gerichtet, realisierte er erst, was er da gerade tat. Aber überraschenderweise zuckte er nicht zurück, fragend was da gerade mit ihm los war. Sondern er schaute ihr einfach in die Augen. Diese atemberaubenden, blauen Augen...


Dieser Beitrag wurde am So März 12, 2017 1:20 pm erstellt.

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Bran

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Quinn | Geist  | Green Park; Delia (@Leopardenblut)

Die ehemalige Magierin nickte und versuchte sich an einem Lächeln, auch wenn Quinn hinter diese Fassade sah und auch so in etwa erahnen konnte, wie sie sich fühlte. Ihm hatte man erklärt, dass man zum Geist wurde, wenn man mit etwas nicht abgeschlossen hatte oder etwas nicht loslassen wollte. Bei ihm waren es sein Rudel und seine Familie gewesen. Er fragte sich, woran diese Frau so sehr gehangen hatte. An ihrem Leben selbst? Dafür wirkte sie ziemlich verzweifelt, wobei er das auch gewesen war. Nach seiner Frage nach ihrem Namen entstand eine peinliche Stille, sie schien ihren Gedanken nachzuhängen und er war hin und hergerissen. Er wollte sich nicht aufdrängen und er musste eigentlich zu den Anführern des Rudels und sie über die neuesten Entwicklungen in Kenntnis setzen, aber andererseits...fühlte er, dass die junge Frau jemanden zum Reden brauchte. Auch wenn sie bis jetzt noch kein Wort gesprochen hatte. Also schwieg er und wartete - ganz die Ruhe in Person - darauf, dass sie auf seine Frage antwortete, oder sonst irgendeine Reaktion zeigte. Von mir aus kann sie mich auch anschreien, dass ich weggehen soll. Er lächelte leicht bei diesem Gedanken. Seine kleine Tochter Rachel hatte das immer getan, wenn sie sein ewiges Schweigen oder seine stoische Ruhe nicht ertragen wollte und versucht hatte, ihn zu Ärgern. Sie hatte sein Verhalten oft als unangenehm oder blöd abgetan. Und jetzt ist sie tot. Genau wie Hazel und Ian. Aber bevor er in seinen traurigen Gedanken versinken konnte, konzentrierte er sich wieder auf den frischgebackenen Geist, der aus den seinen aufgetaucht zu sein schien. Sie sah ihn an, dann nach ein paar Sekunden hielt sie ihm das Buch hin, aus dem sie das Blatt entnommen hatte, auf welches sie vorhin ihre Geschichte gezeichnet hatte und er las die Buchstaben, die in Silber auf dem Ledereinband erschienen und die Wörter 'Delia Nolavera' bildeten. Delia. Ein schöner Name, befand er. Quinn erwiderte ihr Lächeln und sagte in seiner ruhigen Art:"Es freut mich sehr dich kennenzulernen, Delia Nolavera." Ein bisschen hoffte er, dass sie jetzt anfangen würde mit ihm zu sprechen oder zumindest etwas sagte, dass er nicht wie bei Gesten interpretieren musste. Sonst würde es sicher einige Missverständnisse geben, denn auch zu Hazels Lebzeiten war er wahnsinnig schlecht in Pantomime oder deren Auslegung gewesen, wenn er mit den Kindern Scharade gespielt hatte. Die Angesprochene schien wieder über etwas nachzudenken, diesmal dauerte dieser Prozess jedoch nicht mehrere Minuten. Delia hantierte wieder mit ihrem Buch und Quinn betrachtete sie dabei, neugierig, was nun kommen würde. Trotzdem war er nicht auf den Fuchs vorbereitet, der plötzlich aus dem Buch gesprungen kam, sodass er zurückwich. Nachdem sich die erste Verwunderung gelegt hatte, sah er sich den Fuchs genauer an. War das auch eine der Zeichnungen Delias? Musste wohl so sein. Das rote Tier, das auf ihnen einen sehr flauschigen Eindruck machte - sein jüngerer Sohn Ian hätte es sofort als Haus- und Kuscheltier gewollt und wäre ihm und Hazel ewig in den Ohren gelegen, um es zu bekommen - hatte sich währenddessen neben Delia niedergelassen und als er schon dachte, das wäre es jetzt gewesen, begann der Fuchs auch noch zu sprechen! Verwundert runzelte er die Stirn, doch diese Denkfalten legten sich, als er den Worten von 'Delias Stimme' lauschte. Jetzt ergab die Stummheit der ehemaligen Magierin Sinn, sie war stumm, oder nicht mehr fähig zu sprechen. Er hatte einfach angenommen, sie wäre nicht so gesprächig und der Schock hätte sein übriges getan. Quinn fragte sich unvermittelt, ob die Stimme, mit der der Fuchs sprach, einmal Delias Stimme gewesen war. Als der Fuchs geendet hatte, blickte ihn Delia - soweit er das sagen konnte - entschuldigend an und er sah sich genötigt, sie in diesem Punkt zu beruhigen. "Keine Sorge, dass Tiere - oder besser gesagt Wölfe - sprechen ist für mich nichts Ungewöhnliches. Ich war nämlich ein Werwolf, als ich noch lebte, musst du wissen. Nur ein sprechender Fuchs ist mir noch nie untergekommen."

Jayden | Vertreter der Dämonen | Hyde Park; Helen (@Strahlenlicht)

Langsam atmete sein Dämon, der vollständig die Kontrolle über seinen Körper übernommen hatte, ein und sah mit seinen gelb leuchtenden Augen in die Roten der Vampirin vor ihm, während er weiter auf sie zu flog. Jayden wusste, dass es seinem Dämon nicht möglich war zu sprechen oder irgendetwas zu fühlen. Statt auf die Fragen seines Opfer einzugehen, würde er sie vermutlich mit einer knappen Bewegung bewegungsunfähig machen, denn er war hungrig...sehr hungrig. In Gedanken bedauerte er dies. Es tut mir leid, Vampirin. Aber du hättest dich fernhalten sollen. Hast du nicht die Gerüchte über das Monster im Hyde Park gehört? Und ich will auch nur leben. Kleintiere reichen nicht mehr, jetzt wo ich kurz vor dem Hungertod stehe. Ich hoffe du verstehst, dass ich es nicht bin, der dich tötet. Ich wollte das alles nie, aber es ist unwiderruflich ein Teil von mir. Aber was redete er. Sie konnte ihn sowieso nicht hören. Er wartete, dass sein Dämon endlich ein Ende machte, doch nichts dergleichen geschah. Er schwebte mit seinen Fledermausflügeln nur weiter auf sein Opfer zu. Offenbar wollte sein Dämon etwas tun, das ihm noch lieber war als sich gleich auf seine Beute zu stürzen. Mit seiner Beute spielen.


Dieser Beitrag wurde am So März 12, 2017 4:53 pm erstellt.

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Bunny

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Elaisa Feyar | Gestaltwandler | Picadilly Circus → Atria

Elaisa verkniff sich ein leises lachen und hörte dem Engel zu. »Das hast du getan.. auch wenn Sorrow die meiste Zeit davon gegessen hat. Er war schwächer als ich, also indem Moment, und da hatte er es mehr gebraucht.« Wieder einmal erkannte die Gestaltwandlerin, dass sie sehr gutmütig war und mehr auf andere achtete als auf sich selbst. War dieses Vorgehen falsch? Sie zuckte unbewusst mit den Schultern und blickte mit ihren blauen Augen wieder Atria an, wie sie davon erzählte, dass sie plötzlich so schnell gewachsen sei. »Wäre auch ein wenig langweilig, wenn wir die Macken unseres Körpers kontrollieren könnten.« Ein leichtes, zwanghaftes grinsen kam über ihre Lippen und sie zwinkerte ihr zu. Bei ihrem Lichtstrahl musste Elaisa dann plötzlich doch losprusten und wischte sich eine kleine Träne weg, welche sich aus ihrer Tränenkammer drücken wollte. »Ehrlich, ich weiß nicht, wieso ich gerade am lachen bin aber es befreit gerade ungemein.. und dieser kleine Strahl war wirklich 'erleuchtend'.« Wortwitze waren noch nie ihr Ding, aber dieser ging ihr dieses mal echt gut über die Lippen. Ihr Grinsen verschwand aus ihren Zügen, als sich Atria nicht weiter um ihre Füße kümmerte. »Was hältst du davon, wenn wir einen ruhigen Ort suchen? Also wo wir uns ausruhen können, ich denke nämlich, dass wir das beide bitter nötig haben.« Die rothaarige erwiderte die rasche Umarmung von ihr, blickte sie aber ein wenig eindringlich an, wobei die Wärme nicht aus ihren Augen wich. Sie hatte diese 'kleine' Engelin wirklich sehr ins Herz geschlossen und hoffte infach, dass diese Freundschaft noch lange bestehen bleibt.


Dieser Beitrag wurde am Mo März 13, 2017 4:16 pm erstellt.

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Daydreamer

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Leo Cox | Gestaltenwandler | Regents Park -ansprechbar-

Leo zog die die, mehr oder weniger, frische Parkluft in sich ein. Er stand im Schatten eines Baumes, angelehnt an dessen Stamm und starrte auf das hohe Gras vor ihm, dass sich leicht im Wind wiegte. Er dachte nicht wirklich über irgendetwas nach, sondern genoss einfach die Natur und die Stille an diesem Ort, die in einer Großstadt wie London kaum exestierte. Nach einer Weile, stieß er sich von dem Baum ab und ging langsam in Richtung des Sees, der in diesem Park angelegt war. Am Ufer blieb er stehen und schaute in das trübe Wasser und gleichzeitig in sein verschwommenes Spiegelbild. Er wusste, dass er bald wieder nach Hause zurück kehren musste, doch diesen kleinen Moment der Ruhe am Wasser wollte er noch auskosten.


Dieser Beitrag wurde am Mo März 13, 2017 8:15 pm erstellt.

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Knochensplitter

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Simon / Engel (gut) / Straßen Londons bei Lilith @Leomäh und Malthael @Mithriljunges

Simon bemerkte wie Lilith ihn wachsam beobachtete. Glaubte sie, dass etwas mit ihm nicht stimmte, oder dass er bedrohlich sei? Dann würde sie sich aber wundern, wenn sie wüsste, wie wenig er sich mit Kämpfen oder ähnlichem auskannte. Er würde sich nicht annähernd gegen sie verteidigen können, sie hatte doch vermutlich sogar seine Magie eben bemerkt. Unter an Bedacht der Informationen die sie ihm gerade über sich selbst gab, war Simon sich noch sicherer, dass er gegen sie keine Chance hatte. Sie war also die erste Frau von Adam gewesen, überlegte er. Er dachte an seine Kindheit zurück, als er noch aus der Bibel vorgelesen bekommen hatte. War Eva so etwas wie seine Ehefrau gewesen? Vermutlich. Aber was war mit der Passage mit Lilith? Er konnte sich nur an Eva erinnern, oder war sie einfach ausradiert worden? Vielleicht waren ja erst beide aus Lehm gewesen und dann ist das schief gefangen  und deswegen wurde sie anschließend aus einer Rippe gemacht? Simon grinste leicht. Er war manchmal ein kleiner Verschwörungstheoretischer. Aber war es nicht weit aus wahrscheinlicher, dass diese Lilith ihn anlog? Wie sollte er schon raus finden, ob sie log oder nicht? Er konnte ja nicht in der Zeit zurück reisen. Eigentlich waren die Details auch egal, wichtig war wohl, dass sie ein schwarzer Engel war. Unverkennbar konnte man es auch an ihren Flügeln sehen, welche gerade bei einer zurück Verwandlung verschwanden. Ob er das auch konnte?  Zumindest lernen? Er überlegte noch ob sie wirklich so alt sein konnte, vielleicht bestand hierbei auch ein Zusammenhang zu den Fähigkeiten.
Seine Gedanken wurden davon unterbrochen, dass sie ihm sagte, dass sie auch nichts wüsste was mit den Menschen war und das vielleicht durch die Erkunder im Vatikan was raus kommen würde. Einerseits deprimierte es Simon, dass er noch immer nicht wusste, was jetzt eigentlich los war, andererseits wusste er, dass sich einige bemühten um die Menschen wieder zurück zubekommen. Er hoffte wirklich, dass sie es schafften, er wollte normal leben. Und er war sich auch sicher, dass er das schaffen könnte, auch wenn Lilith da anderer Meinung zu sein schien. Er hatte es ja bisher auch immer geschafft seine Flügel zu verstecken. Wieder wanderte sein Blick zu seinen Flügel, obwohl er sich sicher war das sie in letzter Zeit noch weiter gewachsen waren. Sie waren schon fast riesig. Wann würde das wohl aufhören?, dachte er abwesend.
“Guten Nachmittag“, hörte Simon hinter sich und fuhr zusammen. Er wirbelte herum und blickte auf noch einen Engel. Er hatte schwarzes schulterlanges Haar und durchstechende Blaue Augen. Simon hört noch immer seinen Puls in seinen Armen. Er war sich sicher, dass das langsam zu viel für ihn wurde. Es war schon wieder ein gefallener Engel, jedenfalls ging er davon aus, als er die Flügel des anderen sah. Gab es in London nur gefallene Engel? Er hatte bisher noch niemanden anderes getroffen. Und das es auch andere Wesen gab, da war er sich nun sicher. Sein Blick huschte hektisch hin und her, er fühlte sich langsam doch etwas bedroht. Zwar war er sich sicher, dass Lilith ihm nichts tun würde, sonst hätte sie es schon lange getan, aber bei dem anderen wusste er nicht wirklich. Er wusste auch nicht wirklich, ob gefallene Engel Feinde waren oder nicht. Aber er wollte es nicht wirklich drauf anlegen und da die beiden in der Überzahl waren, sah er seine Chancen nicht besonders groß. Simon sprang hoch und drehte sich in einer Schraube etwas in die Luft, als einige Meter zwischen ihnen waren schaute er auf die Beiden zurück. Er schaute Lilith an und deutete eine leichte Verbeugung an. „War nett deine Bekanntschaft zu machen“, sagte er und lächelte die Frau an. „Wir sehen uns bestimmt noch einmal wieder.“ Er warf noch einen Blick in Richtung des anderen, er war sich nicht sicher, was er machen sollte, weshalb er dem anderen nur zunickt. Dann kreiselte er sich weiter in die Lüfte und verließ die beiden. Er war sich sicher, dass er jemanden wie Lilith wiedersehen würde. Er dachte darüber nach, was er jetzt tun sollte, vielleicht sollte er Tamyra (@Dahlienblüte) suchen. Es war schon länger her, dass sie sich getrennt hatten, zwar würde er nicht unbedingt sagen, dass er die temperamentvolle Frau vermisste, aber vielleicht wüsste sie ja etwas über die Truppe aus dem Vatikan?

(Out: Falls nicht so gut is tut mir leid :/, ich fühle mich gestresst --> Ja ich meine dich Mithril! ;p)


Dieser Beitrag wurde am Mi März 15, 2017 6:17 pm erstellt.

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Habichtstern

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[Araziel / Oberster gefallener Engel / Thronsaal – Stadt]

Noch immer war dort diese wütende Hitze in seinem Blut, während er Prime nachblickte. Das Leuchten das von diesem guten Engel ausging, brachte ihn fast zum Würgen. Wie konnte man nur von diesem Licht so besessen sein? Nachdem er sich wieder unter Kontrolle hatte, war er aufgestanden, aber ihm war nie der Schatten entgangen, der still an seiner Seite gestanden hatte. Einer seiner Erzengel war die ganze Zeit dort gestanden. Schweigend und doch hatte er den Hass gefühlt, der von ihr ausgegangen war, als Prime sich ihnen genähert hatte. Und Glück für Tamyra, dass sie es geschafft hatte sich zurück zu halten. Araziel hätte es nicht gewollt, dass jemand anderes für ihn Wort erhob. Es hätte ihn schwach darstellen lassen und ihn unglaublich zornig gemacht. Aber seine treuesten Engel wussten was sie zu tun hatten, also drehte er sich auch nun langsam zu seiner Verfolgerin um. Mit unergründlichen Augen blickte er auf die gefallene Engelin hinab und schenkte ihr einen musternden Blick. Sie war anders gekleidet als sonst – vornehmer. Ein leichtes aber doch auch grausames Lächeln zeichnete sich auf seinen Lippen ab, als er ihre Worte hörte. Er plante so viel und so lange, aber jetzt und hier war nicht der rechte Zeitpunkt um alles zu erklären. “Oh, ich habe vieles vor. Doch du wirst einen anderen Weg haben, um mich zu unterstützen. Ich brauche jemanden, der hier in den Tunneln darauf achtet, dass alle das tun, was man ihnen aufgetragen hat. Sollte jemand glauben sich nicht unterwerfen zu müssen...“ Er hielt kurz inne und seine Augen blitzten finster auf. „Zeige ihnen, dass sie  das sehr wohl tun müssen. Das wie und wo, ist ganz dir überlassen. Ein wenig Blut schadet nie, nur lass sie am Ende noch am Leben. Es wäre eine Schande, würden sie keine guten Diener mehr sein.“ Mit einem Schlag wurden seine Flügel sichtbar und Schatten begannen um seine Schuhe und Beine zu tanzen. “Ich selbst muss noch etwas nachsehen. Es bleibt keine Zeit das aufzuschieben. Ich vertraue dir das hier an. Solltest du mich enttäuschen...“ Das Gesicht des Schwarzhaarigen war nur wenige Zentimeter von Tamyras entfernt und er hauchte ihr, seinen heißen Atem auf die Wangen. “Sei dir sicher, dass es nicht sehr schön werden wird.“, mit einer eleganten Bewegung drehte er sich um und hob die Hand zum Abschied. “Ich verlasse mich auf dich.“, ertönte seine Stimme mit einem drohenden Lachen, bevor er im Schatten verschwand. Nichts blieb mehr zurück, an jener Stelle an der er zuvor gestanden hatte. Aber er würde Tamyra trotzdem durch die Schatten des Thornsaales im Auge behalten. Selbst wenn sie oft Loyalität bewiesen hatte, war ihm ihr Ehrgeiz nicht entgangen.
Wenig später waberte leicht der Schatten einer Hauswand und langsam löste sich eine Gestalt davon. Die Schatten umfassten Araziel wie Tentakel und zogen sich zuerst von seinem Gesicht zurück und nach und nach gaben sie auch den Rest seines Körpers frei. Der gefallene Engel schüttelte die letzten Reste der Dunkelheit von sich ab und strich über eine Falte an seinem Anzug, den er wie immer trug, wenn er auf die Oberfläche kam. Selbst wenn die Menschen nicht mehr hier waren, behielt er diese Tradition bei. Für einen Moment versuchte er sich zu orientieren, bis er erkannte wo er sich befand.  Er war in der Nähe des Trafagar Square und machte sich nun auf den Weg weiter westwärts. Die Schritte waren fest und ein wenig erfreute sich an dem Geschrei und der Klagen jener Wesen, die ihren Verstand verloren hatten. Krieg – er war doch etwas so Schönes. All das Leid, all das Blut und all dieser unverrückbare Tod. Araziel fuhr sich über die Lippe und in seinen Augen sah man den Hunger nach einem Kampf und nach dem Geruch nach Blut. Doch er zügelte sich und seine Flügel falteten sich hinter seinem Rücken zusammen.

Sorrow – Wohnung – ansprechbar
Silva – In einer anderen Wohnung - ansprechbar


Zuletzt von Habichtstern am Fr März 17, 2017 6:19 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet


Dieser Beitrag wurde am Do März 16, 2017 9:16 pm erstellt.

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Delia Nolavera | Geist | Green Park ;; bei Quinn @Bran

Mit einem Lächeln beobachtete sie das helle Mitgefühl, das sich um Quinn in einem sanften Türkis zeigte, auch wenn sie noch immer sah, dass ihn die Stille irritierte. Abgesehen davon schien er sich nicht ganz sicher zu sein, ob er bleiben sollte oder nicht. Etwas verwirrt hob die Geisterdame eine Augenbraue. Wenn er gehen wollte, so stand es ihm doch frei, dies zu tun. Warum blieb er immer noch? Mit einem kaum merklichen Kopfschütteln verscheuchte sie diesen Gedanken aber sogleich wieder, als sie wieder einen Hauch blauer Trauer um ihn herum wahrnahm und sich dazu zwang, sich auf seine Frage zu konzentrieren um ihn gegebenenfalls abzulenken. Nach kurzer Zeit kam sie schließlich auf die Idee ihm das Buch zu zeigen um sich ihm irgendwie vorzustellen. Was sie nur dafür geben würde, in der Luft schreiben oder malen zu können …
Seine freundlichen Worte, mit denen er ihr mitteilte, dass es ihn freue sie kennenzulernen, erwiderte sie mit einem sanften Lächeln und einem höflichen Nicken. Es war schön nach einem solchen Schicksalsschlag zumindest eine Person zu treffen, der es nicht an Höflichkeit fehlte. Sie würde schon fast so weit gehen zu behaupten, dass sie ihn mögen könnte und doch recht froh über seine Gesellschaft war. Seine bloße Anwesenheit ermöglichte es ihr, sich ein wenig zu fangen. Es war wahrlich faszinierend, welch unerschütterliche Ruhe er ausstrahlte. Als ihr schließlich die Idee kam, eine ihrer Zeichnungen für sich sprechen zu lassen, spürte sie seinen interessierten Blick auf ihr Ruhen. Jedoch schien er auf das, was folgte, nicht ganz vorbereitet zu sein.
Delia unterdrückte ein leises Kichern – wobei es ohnehin lautlos gewesen wäre, aber sie fand es dennoch irgendwie taktlos – als er vor dem Aquarellfuchs zurückwich. Dennoch hörte sie ein leises Geräusch der Belustigung, das nur von ihrem Fuchs stammen konnte und sie konnte sich ein Grinsen dann doch nicht verkneifen. Als das Tier schließlich zu sprechen begann, schien er erst verwundert, dann aber zeigte er Verständnis und meinte, dass er sprechende Tiere gewohnt sei. Er war also in seinem vorigen Leben ein Werwolf gewesen. Interessant.
"Es könnte genau so gut eine Katze, ein Hund oder ein Otter sein. Wenn ich wollte, könnte ich auch eine Zeichnung eines Menschen zum Leben erwecken und für mich sprechen lassen, aber ich glaube auf Dauer wäre das zu verwirrend. Meine Zeichnungen sind zu meiner einzigen Möglichkeit geworden, mit irgendjemandem zu sprechen, seit mich die Inquisitoren meiner Stimme beraubt haben. Salem war schon immer ein konservatives Örtchen … Jedenfalls bin ich ebenfalls erfreut, dich kennenzulernen, Quinn Werwolf. Es ist schön zumindest eine Person anzutreffen, die mir nicht nach dem Leben trachtet", erklärte sie durch den Fuchs und lächelte ihr Gegenüber an, während sie mit einer Hand noch immer durch das wässrig-rotbraune Fell ihrer lebendigen Zeichnung strich. Die Verwunderung stand ihm nach wie vor ins Gesicht geschrieben und sie fragte sich kurz worüber genau er sich nun wunderte oder was er dachte.  
"Es mag jetzt vielleicht komisch klingen, aber wie ist es ein Geist zu sein? Ich schätze du bist schon ein wenig länger … nun ja … tot. Ich frage mich einfach nur wie lange es dauert, bis man sich damit abgefunden hat und was alles damit verbunden ist, ein Geist zu sein", fragte sie nach einer Weile und schlug verlegen die Augen nieder.
{548 Wörter}
______________________________________________________________

Lilith | gefallener Engel | Straßen Londons ;; bei Malthael @Mithriljunges

Der junge Engel schien noch immer ziemlich skeptisch zu sein, was ihre Glaubwürdigkeit anbelangte, als sie seine Frage bezüglich ihres Falls beantwortete, doch es war ihr relativ gleichgültig. Er war zu jung um wirklich zu begreifen, was vor Jahrtausenden geschah, auch wenn sie glaubte in seinen Augen kurz etwas aufblitzen zu sehen, das darauf schließen ließ, dass er zumindest in Betracht zog, dass sie die Wahrheit sagte. Lilith wusste, dass die Christen sie nicht in ihren Erzählungen erwähnten - eine emanzipierte Frau im alten Testament war etwas, womit sie sich nicht vereinbaren konnten. Doch jene, die die Geschichten kannten, fürchteten sie und Furcht war eine der stärksten Emotionen, die Wesen der Unterwelt zu ihrer Macht verhalf. Deshalb war es ihr auch relativ egal, wer ihr von ihren "Artgenossen" glaubte oder nicht – Hauptsache die Menschen wussten von ihren Taten. Doch leider waren eben diese Quellen der Macht versiegt, wobei es ihre Kräfte keinesfalls minderte sondern eher ihre Lebensspanne immens verkürzte. Mit einem selbstzufriedenen Funkeln in den Augen entdeckte sie das schiefe Grinsen des Halbbluts. Egal ob er ihr nun glaubte oder nicht – sie hatte jedenfalls einen bleibenden Eindruck hinterlassen und das allein war schon mehr als genug.  
Weiters entging ihr auch nicht der Hauch von Faszination, der über seine Züge glitt, als sie ihre Flügel wieder verschwinden ließ, was ihre Mundwinkel leicht nach oben zucken ließ, sie sah die unausgesprochenen Fragen deutlich. Die Flügel zu verstecken war keine große Kunst, auch wenn es jeder anders machte. Sie persönlich nutzte ihre Fähigkeit, in einer Zwischenebene zu verschwinden bis zu einem gewissen Maß bei ihren Flügeln, doch sie war sich nicht sicher, wie es andere bewerkstelligten. Es war jedenfalls durchaus praktischer, ohne Flügel in der Welt der Sterblichen verweilen zu können. Lodernde schwarze Engelsflügel wären auf Dauer dann doch etwas unpraktisch, wenn es darum ging, so unauffällig wie möglich zu sein.
Über ihre Antwort bezüglich seiner Frage zu den Menschen schien er nicht sonderlich erfreut zu sein, doch es war alles, was sie ihm sagen konnte. Ihr bittersüßes Stoßgebet an den Herrn des Lichts lenkte sie etwas von der Tatsache ab, dass er sich einen Fluchtweg gesucht hatte, doch auf ihren Kommentar, dass es ihm freistünde zu gehen, ging er nicht im geringsten ein. Und bevor sie auch nur ein Wort mehr sagen konnte, bemerkte sie etwas, das ihr bekannt vorkam. Sie spürte, dass noch eine Person ganz in ihrer Nähe war und wenn sie nicht alles täuschte war diese Person ebenfalls ein Gefallener. Und just im nächsten Moment ertönte eine Stimme, die ihr ebenfalls bekannt vorkam. 'Bei Luzifers Flügeln hat man hier denn nie seine Ruhe?'
"Guten Nachmittag" - zwei monotone Worte, die in ihr sämtliche Alarmglocken klingeln ließen. Dieser Mann war definitiv ein gefallener Engel und dazu noch einer, der ziemlich bekannt war, auch wenn das nicht der Grund für ihre Unruhe war. Nach außen hin wirkte sie wie die Ruhe in Person. Viel mehr war es die Tatsache, dass er überhaupt ein Gefallener war. Lilith zog eine Augenbraue hoch und musterte den Neuankömmling mit einer gewissen Entgeisterung. Er war schlank und durchtrainiert, sein rabenschwarzes, schulterlanges Haar hatte er locker zusammengebunden und seine eisblauen Augen waren ungefähr so emotionsgeladen wie ein Stein. Seine Kleidung war relativ schlicht – Jeans und Pullover – doch er machte einen weitaus gepflegteren Eindruck als der Straßenjunge, der ihr bis vor wenigen Augenblicken noch als Gesprächspartner gedient hatte. Und natürlich sah er gut aus, so wie alle anderen Engel, doch wenn man wie sie schon über 3000 Jahre lebte, ließ es einen dann doch relativ kalt. Mehr als schön anzusehen waren Engel meistens nämlich ohnehin nicht. Als schließlich Simon wieder seine Stimme erhob, zog sie ihre Aufmerksamkeit wieder auf ihn.
"War nett deine Bekanntschaft zu machen. Wir sehen uns bestimmt noch einmal wieder." Aus reiner Höflichkeit erwiderte sie seine leichte Verbeugung. "Man sieht sich immer zwei Mal im Leben", sagte sie leise  und sah dem wegfliegenden weißen Engel kurz hinterher. Als dieser schließlich aus ihrem Blickfeld verschwunden war, richtete sie ihre Aufmerksamkeit auf jenen Engel, der sich zu ihnen gesellt hatte.  
"Und was genau willst du hier, wenn ich fragen darf? Und bitte sag mir jetzt nicht, dass Araziel dich geschickt hat. Ich weiß, dass ich ihn nun als meinen König ansehen muss und den ganzen Mist, das heißt aber nicht, dass ich deswegen plötzlich anfange nach seiner Pfeife zu tanzen", knurrte sie und verschränkte die Arme vor der Brust. Das hatte ihr gerade noch gefehlt. Seufzend lehnte sie sich an die Mauer hinter ihr, auch wenn sie der muffigen Seitengasse langsam aber sicher überdrüssig war. Am liebsten wäre sie einfach gegangen, am besten davongeflogen, da sie wusste, dass er ihr dann nie im Leben hinterherkommen konnte, aber andererseits war sie neugierig. Sie wusste, dass Malthael als ehemaliger Erzengel ziemlich mächtig war und sich sonst kaum auf der Erde befand – was beim aktuellen Zustand Londons auch nicht wirklich unverständlich war. Gab es vielleicht einen Grund dafür, dass er nun auf der Erde wandelte?
{831 Wörter}

Cyrian folgt vermutlich morgen (sry, ich schaffe heute einfach nicht mehr als die beiden Posts ^^")


Dieser Beitrag wurde am Do März 16, 2017 11:07 pm erstellt.

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Malthael // gefallener Engel // Straßen Londons // bei Lilith @Leopardenblut

Was er hier tat? Über diese Frage dachte Malthael nach, während er überlegte, ob er dem fliehenden Engel nachsetzen sollte. Ohne Flügel würde es schwierig werden, aber der Gefallene hatte so seine Methoden um seine Beute zu erwischen. Er leckte sich leicht über die Lippen, als er dem Flug des Engels mit den Augen folgte, kam letzendlich aber zu dem Schluss, dass es der Mühe nicht wert wäre. Also richtete Malthael seine Aufmerksamkeit wieder Lilith zu.  Er ließ seinen Blick über ihren makellosen Körper schweifen und blieb kurz an ihren Tattoos hängen. Als er ihr wieder in die Augen blickte zuckte sein Mundwinkel unmerklich nach oben. Sie schien fieberhaft zu überlegen was der Grund für seinen Aufenthalt auf der Erde sein könnte. Andere hätten diesen Anflug von Unsicherheit wahrscheinlich nicht bemerkt, aber Malthaels Sinne waren geschult und er wusste, wonach er Ausschau zu halten hatte.
„Was ich hier tue?“, wiederholte er ihre Frage und schüttelte mit gespielter Entrüstung seinen Kopf. „Aber aber...das ist ja keine sehr freundliche Begrüßung, meinst du nicht?“, sagte er mit einer Stimme, die vor Sarkasmus troff. Malthael ging ein paar Schritte auf sie zu und verharrte dann. Es war eine unscheinbare, belanglos wirkende Bewegung, aber der kampferprobte Gefallene brachte sich bewusst in eine Position, die ihm, sollte es zur Auseinandersetzung kommen, gewisse Vorteile bringen würde.
„Ich muss dich enttäuschen. Ich bin nicht wegen dir hier.“, sagte er. Seine Stimme hatte wieder ihren gleichgültigen Ton angenommen. „Die Hölle ist mir nur etwas...langweilig geworden. Auch wenn es hier nicht viel besser ist.“ Diese letzte Bemerkung quittierte er mit einem Schnauben.
Der 2. Teil von Liliths Frage führte dazu, dass Malthael leicht die Stirn runzelte. „Araziel?“, da traf ihn die Erleuchtung. „Ahh...er also hat das Sagen hier.“ Der Gefallene schmunzelte leicht. „Das wundert mich nicht. Aber um dich zu beruhigen, ich bin nicht auf seinen Befehl hier. Glaubst du wirklich, dass ich mir von irgendjemanden etwas sagen lassen würde? Selbst der Herr der Finsternis lässt mich mehr oder weniger nach meinem eigenen Belieben handeln.“ Bei diesem letzten Satz blitzte etwas in Malthaels Augen.
„Aber erlaube mir die Gegenfrage: Was genau ist der Grund für dein Wandeln auf Erden?“


Dieser Beitrag wurde am Di März 21, 2017 4:19 pm erstellt.

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Cyrian Said | Anführer der Göttersprösslinge | Regent's Park ;; bei Penthesilea @Maischnee

Auch wenn das Mädchen auf seine Aussage hin, dass nicht alle Menschen böse seien, mit einem Nicken antwortete, nahm er ihr nicht wirklich ab, dass sie ihm glaubte. Das arme Ding musste wohl schon einiges durchgestanden haben, um ein so extrem zerstörtes Weltbild zu haben und wenn er ehrlich war wusste er nicht ganz, wie er mit ihr umgehen sollte. Einerseits machte es ihn wütend, wie verstört und ängstlich sie wirkte – wobei sich diese Wut keineswegs auf das Verhalten des Mädchens oder gar das Mädchen selbst richtete, sondern viel mehr auf jene gesichtslose Individuen die ihr so viel Leid zugefügt haben müssten – aber andererseits hatte er das Bedürfnis sie in den Arm zu nehmen und sie spüren zu lassen, dass sie nicht alleine war und sich nicht zu fürchten bräuchte – wobei ihm natürlich bewusst war, dass jegliche Handlung dieser Art sie dazu veranlassen würde, panisch die Flucht zu ergreifen und vermutlich nie wieder einen Schritt vor die Wohnungstür zu machen. Es blieb ihm also nichts anderes übrig, als mit einer Seelenruhe die Fremde davon zu überzeugen, dass sie ihm trauen könnte und irgendwie hatte er das Gefühl, dass dies alles andere als leicht sein würde. Trotzdem war er nicht gewillt, sie alleine zu lassen, viel zu sehr faszinierte ihn die fremde, ängstliche Schönheit. Aus diesem Grund lächelte er sie so warm er konnte an, seine Züge sanft und mitfühlend, beinahe sorgenvoll, in der Hoffnung, dass dies ein wenig dazu beitragen würde, ihr die Angst zu nehmen. Sie war von seinem Verhalten verwirrt, das war ihr deutlich anzusehen, doch er war sich nicht ganz sicher, ob es nun etwas positives war, aber immerhin war es überhaupt eine Reaktion. Vielleicht würde er sie doch noch überzeugen können. Würde es etwas bringen, wenn er durchblitzen ließ, dass er ebenfalls einiges hinter sich hatte?
Ein triumphierendes Funkeln blitzte in seinen Augen auf, als er sie mit seiner Erklärung schließlich doch zum Reden brachte. Es war schon fast niedlich wie unbeholfen und verwirrt sie wirkte, auch wenn sie es sichtlich bereute überhaupt die Stimme erhoben zu haben. Mit einem leisen belustigen Glucksen schüttelte er den Kopf, ehe er ihr schließlich antwortete: “Löcher mich ruhig mit Fragen, wenn dir danach ist. Wenn sich einer auf diesem Gebiet auskennt, dann wohl am ehesten ein Halbgott, oder? Halbgötter gibt es seit der Antike, wenn nicht sogar schon weit länger. Götter sind menschlicher, als du glauben magst und manchmal kommt es vor, dass einem Gott ein Mensch so sehr auffällt, dass er Gefallen an ihm oder ihr findet – Zeus ist beispielsweise dafür bekannt sich sterbliche Geliebte zu suchen. Daraus können Nachkommen entstehen, die zu keiner der beiden Welten gehören – halb Gott, halb Mensch, dazu gezwungen unter Menschen zu wandeln, die nicht begreifen wollen, dass anders sein nicht unbedingt etwas schlechtes ist. Unser Leben ist durchzogen von Tragödien und Rückschlägen – ob es so etwas wie ein Happy End gibt wissen nur die Götter selbst.“ Es war zwar nicht die schönste Antwort, aber sie entsprach nun einmal der Wahrheit, was sein Lächeln kurz bittersüß werden ließ und seinen Blick ein wenig trübte. Dennoch zwang er sich dazu, möglichst wenig davon zu zeigen, weshalb er die negativen Emotionen mit einem Kopfschütteln verscheuchte und seine Aufmerksamkeit wieder auf seine Gesprächspartnerin richtete, welche fasziniert beobachtete, wie er erneut eine kleine Sandrose formte und sie zu Glas werden ließ. Auch wenn sie definitiv Angst hatte, bleib sie erstaunlich ruhig, als er ihr die Blume zeigte, welche sie schließlich nach kurzem Zögern an sich nahm und sie von allen Seiten betrachtete. Ihre Faszination ließ sein Lächeln zu einem Grinsen werden und als sie meinte, dass er der erste sei, den sie treffe, der ebenfalls solche Kräfte habe, konnte er nicht verhindern, dass er sich mit einem Hauch Verlegenheit am Kopf kratzte.
"Ich bin aber bei weitem nicht der einzige Halbgott, der in London sein Unwesen treibt. Es gibt einige – ich bin nur zufälligerweise der "Anführer" des unorganisierten Haufens, auch wenn das auch nicht ganz korrekt ist ... Der Einfachheit halber bezeichne ich mich als Anführer. Ich bin eigentlich auch nur der, der versucht ein bisschen Ordnung in das Chaos zu bringen, aber an sich haben alle Göttersprösslinge ziemlich viele Freiheiten. Die Hierarchie ist bei weitem nicht so streng wie bei den Werwölfen. Aber ich bitte dich darum, deshalb nicht noch mehr Angst vor mir zu haben … Ich möchte dich ehrlich nicht verschrecken, auch wenn du irgendwie niedlich bist, wenn du nicht genau weißt, was du mit der Situation anfangen sollst. Ich bin zwar ein nicht ganz normaler Mensch, aber ich will dir bei den Göttern nichts böses - auch wenn ich verstehen kann weshalb du skeptisch bist", erklärte er und sah sie entschuldigend an. Sie war wirklich ausgesprochen süß, aber aus irgendeinem Grund hatte er das Gefühl, dass sie das selbst nicht so wirklich einsah. Ein leichter Schauer der Erleichterung durchfuhr ihn, als sie sich für die Glasblüte bedankte und nicht darauf bestand, sie ihm zurückzugeben. Allerdings erstarrte sie kurz darauf zu einer Salzsäule, für einige Augenblicke unfähig sich zu bewegen oder etwas zu sagen. Hatte sie sein Verdacht etwa so aus dem Konzept gebracht?
Anscheinend schon, denn ihre folgenden Worte waren ziemlich unsicher und noch dazu vermischt mit Unglauben und beinahe schon unverschämter Bescheidenheit. Sie wäre nichts besonderes und er müsse sich irren. Und obwohl es irgendwie doch niedlich war, konnte er kaum glauben, wie sehr man sie im Dunkeln gelassen hatte. Jeder hatte doch das Recht zu erfahren, wer man war – vor allem wenn damit ziemlich merkwürdige Fähigkeiten verbunden waren … Mit einem vehementen Kopfschütteln bestritt er ihre Aussage. Er konnte sich unmöglich irren. "Hm. Verzeih' mir meine Dreistigkeit, aber ich erkenne einen Abkömmling eines Gottes wenn ich einen sehe. Ich kenne deinen Namen nicht, aber ich wage zu behaupten, dass du keinen gewöhnlichen Namen trägst. Noch dazu hast du einen Elternteil – vermutlich deine Mutter, da solche Fähigkeiten meistens eher bei weiblichen Göttern zu finden sind – nie kennengelernt. Folglich bist du bei deinem Vater auf der Erde aufgewachsen, der dir nie etwas davon gesagt hat, vielleicht kam er aber auch nicht dazu es dir zu erzählen, weil du ihn zu früh verloren hast … Ist es nicht so?", meinte er schließlich und versuchte ihren Blick mit dem seinen aufzufangen. "Tut mir leid, falls ich alte Wunden aufgerissen habe … Ich weiß wie es ist, allein zu sein und von anderen Menschen verraten oder ausgenutzt zu werden. Du bist nicht alleine mit deinem Schicksal, auch wenn es nicht genau so sein mag wie das eines anderen. Ich wurde mit zehn in ein Forschungszentrum gesteckt, weil einige Menschen dachten, sie könnten die Kräfte eines Halbgottes auf andere Menschen übertragen. Die Experimente waren nicht gerade angenehm … Wenn du Hilfe brauchst darfst du jederzeit zu mir kommen." Wieder lächelte er sie sanft an. Wenn er doch blos ihren Namen kannte könnte er vermutlich sogar sagen von welchem Gott sie abstammte, auch wenn er schon ein paar Götter in Betracht zog. Aber er konnte nichts tun, wenn sie ihm nicht genug traute, um ihm ihren Namen zu nennen.
{1180 Wörter}

Lilith folgt (mal wieder)


Dieser Beitrag wurde am Mi März 22, 2017 10:52 am erstellt.

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Aradia White | Magier | Tower Bridge → Big Ben | @Rehstern

Ihr Atem ging nur noch Stoßweise, als die Magierin sich an einer Litfaßsäule festhielt um ihren Beinen eine kurze Ruhepause zu gönnen. Mittlerweile hatte sie den halben Weg geschafft, aber ganz am Big Ben war sie dann doch nicht. Ein wenig aus der Übung, stieß sich die braunhaarige von der Säule ab und begann dahingeklatschte Dehnübungen. Einen Krampf wollte sich die 19-jährige nicht auch noch einfangen. Eine leicht abgemagerte Vampirin ging an ihr vorbei und besah sie mit merkwürdigen Blicken. »Mach'n Foto, dann hast du länger was davon.« kläffte Aradia leicht gereizt zurück und vergaß in dem Moment ihre leichte Angst zu reden. Mit einem lauten Seufzer streckte sie sich nochmals und joggte dann wieder im leichten Tempo weiter. 'Na immerhin habe ich es bis zur Royal Festival Hall geschafft. Meine Lungen nehmen gleich reiß aus, aber das wird schon.', dachte sie ein wenig verbittert und joggte weiter gemächlich. Würde sie es überhaupt vor Anbruch der Nacht zum Big Ben schaffen? 'Bestimmt nicht, wenn ich weiter so herum trödele.' Das Tempo wurde ein wenig verschärft, aber weiter als 'langsames rennen' war bei Ari gerade nicht drin. Die Magierin hatte das letzte mal vor zwei Tagen etwas nahrhaftes zu sich genommen und sich nur von Getränken 'ernährt', was auf Dauer natürlich nicht sonderlich gesund war. Jede ihrer Rippen war deutlich geworden und stach einem wie ein Dorn ins Auge. Bevor die Menschen verschwanden, war Aradia gerade nach London gekommen, wohlgenährt und glattes, sauberes Haar. Mittlerweile sahen ihre Haare eher stumpf aus und hatten ihren üblichen Glanz verloren, aber ihre grünen Augen loderten nur so vor Entschlossenheit.
Sie hatte sich in den Kopf gesetzt, dass sie nochmal die Supermärkte besuchte, damit sie dort die Tiefkühltruhen durchsuchen konnte. Falls der Strom noch lief. Außerdem war es beinahe Selbstmord einen Supermarkt zu betreten, denn mittlerweile müsste vieles verrottet sein und bestialisch stinken. Konserven hielten sich ein wenig länger, wobei man bei Fisch sehr auf das Datum achten musste, denn Fisch war anfällig für Salmonellen. Dosenfrüchte wären noch auf der Liste der ungefährlichen Sachen, wenn man keine beschädigte oder offenen Dosen an sich nimmt.
Allein bei den Gedanken an Nahrung rumorte Aradias Bauch schmerzhaft und sie zuckte zusammen. »Das wäre es jetzt. An einer Lebensmittelvergiftung oder an schlimmeres sterben, weil man die falsche Nahrung genommen hat.« Ihre Grünen Augen richteten sich gen Himmel und kniff sie zusammen. »Wenn da oben irgendjemand ist, an den man glauben könnte.. Hör auf mit der Scheiße!« Den Himmel anzubrüllen war jetzt auch nicht die beste Idee, aber sie war besser als nichts. Schon beinah zwanghaft schleppte sie sich weiter. Ihr fiel überhaupt nicht auf, dass sie bereits den großen Uhrenturm sehen konnte. 'Beinahe ist es geschafft!' Eine leicht optimistische Welle überflutete das reizbare Gemüt der Magierin, als sie ihr Tempo weiter verschärfte und dann vor dem großen Gebäude stehen blieb.
Mit einem zufriedenen Gesichtsausdruck sah sie hinauf auf das große Ziffernblatt. Es bewegte sich unbeirrt weiter, als hätte sich nichts verändert, hier unten aber war die Hölle. Gut, eine oberflächliche Hölle, der Rest spielte sich ja noch unter der Oberfläche ab. 'Wäre es jetzt besser zu sterben, damit ich dem Ganzen hier', geistlich zog sie einen Riesen Kreis um London. 'entkomme oder soll ich weiterleben, damit ich EVENTUELL noch einen Neuanfang mitbekomme?' Ein leichtes Pokerface legte sich über ihre Gesichtszüge, ihre Augen blickten Ausdruckslos drein und ihr Mund war leicht geöffnet. Vielleicht zu einem tonlosen Schrei? Wer wusste das schon?
Im Augenwinkel nahm sie eine Bewegung war und schlagartig waren ihre Sinne darauf fixiert. Ihr erster Gedanke war natürlich, dass es sich um einen Feind handelte, denn heutzutage konnte man niemandem mehr ordentlich Vertrauen schenken, aber ihr wurde sofort klar, dass sie diese Person kannte. Oder besser gesagt, dieses Wesen. Ria stand unweit vom Big Ben entfernt und starrte vor sich hin. Ein erleichterter Seufzer kam unwillkürlich aus ihrem Mund. »Na wenigstens jemanden, den ich noch kenne..« murmelte die braunhaarige leise und schleppte sich mit müden Gliedern zu der Werwölfin. »Hey, Ria.« begann sie zögerlich und sofort war die leichte Sprechangst wieder da. Die Angst, sie könne trotzdem noch etwas falsch machen, obwohl sie sich richtig ausdrückte. »Wie ist es dir bisher ergangen?« Mit jedem Wort, was sie mit Ria wechselte, spürte sie direkt, wie offener sie wurde.

[x726 Wörter.]


Dieser Beitrag wurde am Do März 23, 2017 7:28 pm erstellt.

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Ria
|| Werwolf | Vertreter der Rasse | Am Flughafen → am Big Ben | bei Aradia @Bunny ||

Die zierliche Werwolfsdame stand alleine am Flughafen. Sie war gedankenversunken aus dem Flieger gestiegen und unten an der Treppe die aus dem Flieger führte stehen geblieben. Die anderen waren wie sie vermutete an ihr vorbei gegangen. Anscheinend hatte ein Angestellter sie weg vom Flieger geschoben. Sie hatte nichts dagegen einzuwenden gehabt. Das Fliegen war ihr nicht gut gekommen. Schon als Ria klein war hasste sie es zu fliegen und nicht etwa den festen Boden unter den Füßen zu spüren der sich normal nicht bewegte und schon gar nicht irgendwo in der Luft hing. Und vor allem hatte dieser Boden einen geringen Raum und sie hatte sich fast schon in dem Stahlkörper eingesperrt gefühlt. Anscheinend besaß sie Flugangst oder so etwas ähnliches. Sie bekam zwar keine Angstanfälle wenn sie fliegen musste aber ihr wurde immer so übel. Reisekrank nannte man das. Ihr Magen hatte sich in ihrem Magen gedreht un überschlagen, so glaubte sie zumindest da sie sich immer wieder entschuldigt hatte und sich auf die Toilette des alten Fliegers gerettet hatte.. Den Rest kann man sich ja sicher dazu denken. Ihr grauer Koffer mit den Stickern stand neben ihr. Sie hat ihn schon lange. Nicht etwa von ihren Eltern bekommen, die hatten nicht viel für sie übrig gehabt.. Nein, sie hatte sich den Koffer damals von ihrem ersten, eigenen Geld gekauft. Da war sie noch viel jünger. Sie hatte Eine Weile Zeitungen ausgetragen in der Welt der Menschen und dann ist sie in einen kleinen Trödelshop los gezogen und hatte sich das kleine Schmuckstück gekauft. Ihre Eltern fanden das zwar unnötig da sie meinten sie würde eh nie reisen, aber wie man sehen konnte erwies sich der Koffer als nützlich. Sie ließ ihren Blick auf den Koffer gleiten und fuhr reflexartig über Diesen. Sanft für h sie die Rillen nach die darin eingekeerpt waren. Ihre Gedanken hingen an dem Rätsel welches man ihr mitgeteilt hatte als sie mit Ihren neuen Freunden auf die Reise nach Rom gegangen war. Es ergab keinen Sinn für sie. Es konnte natürlich auch daran liegen, dass ihr übel war und sie deswegen jedes Wort einzeln in ihrem Kopf wiederholen musste um sie zu verstehen und die Bedeutung dahinter zu verstehen. Vorhin hatte sie gerätselt wo sie zum Henker war. Natürlich war es ihr eingefallen nachdem sie ihre türkisfarbenen Augen einmal über ihre Umgebung schwenken gelassen hatte. Wo sonst standen Flugzeuge rum? Nur am Flughafen. Dann hatte sie, als sie sich über ihre Umgebung ein Bild gemacht hatte, keinen Schritt getan. Ihre Füße schmerzen obwohl sie nicht gelaufen war. Ihr Kopf dröhnte ein bisschen. Und das schlimmste, sie war alleine. Sie hasste es allein zu sein. Verloren auf einem Flughafen? Sie fühlte sich als wäre sie noch die kleine, süße Ria im Alter von 6 Jahren die einmal ausgerissen war und genau an diesem Flughafen gestanden hatte. Ihre Eltern hatten sie natürlich gefunden und sie hatte Ärger bekommen und sie hatten gefragt was sie hier mache. Sie hatte unschuldig wie sie war beteuert sie wolle verreisen. Sie hatten sie getadelt sie habe nicht mal einen Koffer. Sie hatten ihr versprochen sie würden verreisen sobald sie einen Koffer hatte. Seitdem hatte sie immer darauf hin gearbeitet einen zu bekommen. Doch ich sie einen schließlich hatte versprachen ihre Eltern ihr sie würden bald verreisen. Doch sie konnte ihr Versprechen nie einhalten. Wie so viele nicht. Doch vielleicht hatten sie das Versprechen ja ernst gemeint.. Sie waren jedoch Gestorben bevor si ihr Versprechen halten konnten. Man hatte ihr zwar nie gesagt woran aber sie vermutete einen Attentat auf sie damit sie nie verreisen durfte. Ja sehr naiv, für eine 8 jährige nicht. Nur wollte die Polizei nie auf ihre Vermutung anspringen. Es seie Unsinn. Jetzt wo sie 16 war wusste sie es natürlich selbst. Sie hätte sich schon lange einen schöneren und größeren Koffer kaufen können.. Sie verband nur viel zu viel mit dem kleinen Köfferchen. Wie sie damals Freude strahlend aus dem Shop gekommen war.. Jetzt wo sie einmal verreist gewesen war wollte sie es nie wieder. Sie hatte sich damals alles anders vorgestellt. Eine mürbe Enttäuschung für das Mädchen. Doch es hatte keinen Wert sich darüber auf zu regen. Als Kind hatte man immer andere Vorstellungen als es der Realität entsprach. Viel fantasiereicher.. Sie ließ einen kleinen Seufzer ertönen. Dann packte sie entschlossen den Koffer mit der rechten Hand und zog ihn klappern d hinter sich her. Sie schlenderte über den überwiegend leeren Flugplatz und schaute sich um. Alles sah ein wenig herunter gekommen aus. Nicht so wie in den Zeiten als sie noch klein gewesen war und hier einmal hergekommen war. Da hatte hier Betrieb geherrscht und laute Menschen waren rumgelatscht und hatten nicht einmal bemerkt wie ein kleines Kind einsam mittendrin gestanden hatte. Menschen waren blind, sie hatten kein Gefühl und schon gar nicht die Geduld zum Beobachten. Sie lief mittlerweile über einen Rasen und der Koffer hinterließ Spuren. Sie beobachtete jeden Schritt den sie tat und wie sich das Gras teilte wenn sie drauf trat. Sie war noch immer allein. Ihr einziger Begleiter, ein grauer Koffer der eigentlich entsorgt gehört und ihr Schatten der stets hinter ihr her glitt oder eben so wie das Licht auf die Werwolfdame fiel. Geschmeidig ahmte er ihre Bewegungen nach. Sie hatte den Flughafen überquert und stand jetzt an einer verlassenen Straße. Hier war es wie als würde man durch eine Filmkulisse laufen die für irgendeinen Gruselfilm hergerichtet wurde. Die Läden verlassen. In manchen Häusern flackerte eine Licht. Natürlich nur in denen ,in denen der Strom noch richtig ging. Sie hielt inne. Wo sollte si hin? Ihr Blick schweifte über die Umgebung als ihr ein Glockenturm ins Auge stach. Der Big Ben. Die Uhr tickte weiter und wäre es hier nicht so verlassen könnte man meinen es wäre alles wie immer. Die Uhr lief weiter und die Welt drehte sich weiterhin um die Sonne. Nur die Menschen fehlten. Die Frage die jedem das Hirn zermaarte war : Wo waren sie alle hin? Wie konnte so etwas passieren?. Ihr selbst war die Frage oft genug im Kopf rum geschwirrt. Oder eher die ganzen Fragen die ihr unbeantwortet erschienen. Erneut musste sie sich aus den Strom ihrer Gedanken retten und fand sich immer noch auf der Straße wieder. Sie würde den Weg zum Big Ben einschlagen. Vielleicht konnte sie dort jemanden finden der ihr Gesellschaft leistete. Die Einsamkeit kroch wie Kälte über ihren Rücken und sie schüttelte sich. Wie als wolle sie die Last von sich nehmen die sie trug seitdem sie nach Rom geflogen war. Als wolle sie einfach all die Grausamkeit die momentan herrschte abschütteln. An ihre Ohren drang ein weit entferntes Geschrei und ihr fiel auf, dass der Geruch nach Blei ihr die ganze Zeit schon um ihre Nase wehte. Es musste ein Kampf statt finden. Oder mehrere? Wollten die Wesen die noch auf der Erde wandelten sich jetzt auch noch gegenseitig töten?! Reichte es nicht schon wenn die Menschen weg waren? Sie zog ihre Nase kraus. Dieses Gefühl der Unbeholfenheit..die von so gut wie jedem Wesen Besitz ergriffen hatte.. Sie war fast schon spürbar. Sie spürte sie, wie sie die Luft zum vibrieren brachte. Die Spannung verteilte sich in der Luft.. Diese Grausamkeit die manche heim suchte. Diese Unbeholfenheit. Sie selbst fühlte sich einfach nur einsam und ganz und gar unbeholfen. Sie war alleine inmitten eines tosenden Kampfes. Fast schon ein Tanz des Chaos - von Schatten und Licht - herrschte und spiegelte sich als Kampf wieder. Als Grausamkeit. Brutalität. Angst. Unwissenheit. Sie spürte wie heiße Tränen über ihre Wangen rollten und sich sammelten und dann gemeinsam zu Boden fielen. Nein, sie wollte nicht weinen! Sie wischte mit ihrem linken Handrücken über ihr Gesicht. Die rechte Hand umklammerte den Griff am Koffer fester. Entschlossen hob sie ihren Blick und schaute zum Big Ben empor. Das war jetzt ihr nächstes Ziel. Den Tanz von Schatten und Licht konnte sie nicht stoppen. Zumindest nicht alleine. Sie schniefte einmal und ging dann entschlossenen Schrittes Richtung Big Ben. Irgendwie wusste sie, dass sid dort jemanden treffen würde den sie kannte, der sie unterstützen würde. Ungeduldig verschärfte sie ihr Schritttempo und rannte fast schon durch die Gassen. Es war dunkel und modrig in den Gassen doch sie ließ sich nicht beirren. Wenn ein Schatten auftauchte redete sie sich ein es sei nur ein Streich ihrer Gedanken. Dabei summte sie eine Melodie. Es war ein Melodie die sie schon immer als beruhigend empfunden hatte. Sie kannte die Melodie einfach. Wahrscheinlich ein Wiegenlied. Sie sah wie der Big Ben immer größer wurde und immer massiger vor ihr aufragte. Wie ein Gigant der gleich mit seinen gewaltigen Pranken nach ihr hauen würde. Sie fröstelte. ›Lass dich nicht beirren. ‹, beruhigte sie sich in Gedanken. Sie war stehen geblieben doch nahm sie sofort wieder das Tempo au und glitt wie ein Schatten durch Gassen und über den Betonboden der verlassenen Straße. Endlich!  Da ragte er auf. Über ihr. Fast schon bedrohlich. Sie schaute sich voller Erwartung um. Doch kein Wesen weit und breit. Sie rappte zum Big Ben und ließ sich keuchend an der Wand runter gleiten. Naiv von ihr zu denken sie würde hier jemanden treffen. Sie hatte keine Freunde mehr in dieser Stadt. Sie seufzte. Dann raffte sie den Koffer hoch und legte ihn auf ihren Schoss. Der Koffer ruhte auf ihren Beinen die von einer hellblauen Jeans bedeckt waren. Sie hüpfte an dem weißen Shit herum welches von eine schwarzen Lederjacke ebenfalls bedeckt war. Unschlüssig nahm sie den Reißverschluss der Jacke und zog ihn gleichmäßig hoch und runter. sie hob wieder den Blick. Ein gewohnter Duft hing in ihrer Nase. Sie sprang auf. Der Koffer kümmerte von ihrem Schoß doch si beachtete ihn nicht weiter. Sie musste ganz in der Nähe sein. Da! Aus dem Schatten tauchte eine Gestalt auf. Sie spähte zu dieser hinüber und kniff die Augen zusammen. War das? Nein. Doch! Sie merkte wie sich die Person näherte und sie grinste der Person schon von weitem entgegen. Sie hatte sich noch nie so gefreut diese Person zu sehen wie jetzt.»Aradia!?«, rief si ihr fragend entgegen. Sie musterte sie voller Freude. Sie sah aus wie immer. Nur etwas dünner war sie geworden. Fast schon mager. Ihr Grinsen wandelte sich zu einem besorgten Ausdruck der ihr Gesicht bedeckte. »Du weißt gar nicht wie s ich mich freue dich zu sehen! Ich dachte schon ich wäre für immer alleine!«, rief sie aus und vergaß fast, dass sie nicht so gern im Vordergrund steht. Ihre Freude übertönte diese Abneigung jedoch. »Wie es mir ergangen ist..? Naja. Ich war in Rom und musste gestellen, dass ich schnell Reisekrank werde. Sonst geht es eigentlich.. Bin nur.. Etwas einsam. Und wie ist es dir so ergangen?«, antwortete ssie und die Freude dämpfte sich etwas als sie ihre Einsamkeit zugeben musste. Doch sie war ja jetzt in Gesellschaft und ihre Angst alleine zu sein war verschwunden. Nur war sie sich nicht sicher ob die Magierin auch so erfreut über sie war und sie schaute unsicher zu dem braunhaarigen Mädchen. Sie holte einen Kaugummi aus ihrer Jackentasche. Mit Apfelgeschmack. Grüner Apfel. Sie nahm sich einen heraus und schob ihn sich in den Mund. Sie brauchte etwas um ihre Unsicher auszugleichen und anfangen zu summen wollte sie auch nicht wirklich. Vor allem kein Wiegenlied. Und natürlich noch weniger wenn sie in Gegenwart jemand aanderes war. »Willst du auch einen?«, bot sie ihr einen Kaugummi an. Sie wollte ja nicht unhöflich sein und irgendwie hasste sie es wenn Stille im Raum hing. Stille war wie als wäre sie alleine. Am liebstenw ar es ihr wenn jemand anderes sprach. Damit sie nicht so im Vordergrund stand. Zudem wollte sie die anderen nicht voll quasseln aber sie wusste, dass ihre Gegenüber nicht so sonderlich viel sprach. Gesprächig war sie aber trotzdem genug. Zumindest für Ria. Eine Quasselstrippe wollte sie jetzt auch nicht bei sich haben. Aber stumm sollte ihr Begleiter auch nicht sein. Ach, sie sollt nicht so wählerisch sein..


(2013 :p)


Dieser Beitrag wurde am Fr März 24, 2017 3:12 pm erstellt.

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Leo Cox | Gestaltenwandler | in den Straßen Londons -ansprechbar-

Nach einer Weile riss Leo den Blick von seinem Spiegelbild und zog seine Hände aus seinen Hosentaschen, nur um sich sein Bandana enger zu ziehen. Er tat einen Schritt vom Wasser weg und zog noch einmal tief die Parkluft in sich ein. Er musste wieder los. Die Zeit die er hier verbracht hatte, war wie immer im Fluge vergangen und am liebsten wollte er noch ewig hier bleiben, doch er musste sich um seine Familie kümmern. Und da Leo wusste, dass oft noch etwas auf dem Weg dazwischen kam, verließ er seinen Lieblingsort wie so häufig etwas früher. Als er in eine Seitengasse kam, beschloss er, dass es schneller gehen würde, wenn er sich verwandeln würde. Außerdem liebte er seine Wolfsform. Deshalb konzentrierte er sich und kurz darauf wurden aus den feinen Häärchen an seinen Armen und Beinen Fell und seine Kleidung verschwand. Außerdem wuchsen ihm spitze Ohren aus dem Kopf und sein Mund und seine Nase wurden langsam immer länger, bis er eine Schnauze besaß. Mit den Ohren wuchs außerdem ein Schwanz, allerdings an seinem hinteren Rücken. Als letztes wurden Beine immer kürzer und so stand er plötzlich als Wolf auf dem Pflasterstein. Nachdem er sich kurz an die Gestalt gewöhnt hatte, setzte Leo im lockeren Lauf seinen Weg fort.


Dieser Beitrag wurde am Fr März 24, 2017 6:40 pm erstellt.

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Lilith | gefallener Engel | Straßen Londons ;; bei Malthael @Mithriljunges

Ein verächtliches Stöhnen war alles, was sie von sich gab, als sie das Zucken seiner Mundwinkel sah. Er hatte trotz ihrer nahezu perfekten Selbstbeherrschung ihre Unruhe bemerkt – etwas das ihr ganz und  gar nicht gefiel, auch wenn es sie nicht sonderlich überraschte. Engel, allen voran jene, die schon seit Jahrhunderten, wenn nicht gar Jahrtausenden, lebten, hatten ein außerordentlich feines Gespür für Emotionen jeglicher Art, denn sie waren doch nur allzu menschlich. Aber vor allem gefallene Engel tendierten dazu, ihre Opfer genauestens zu studieren – sie selbst hatte es oft genug getan, denn es gab nichts spaßigeres als den menschlichsten Teil eines Sterblichen zu nutzen, um seinen Untergang zu besiegeln. Beim Gedanken daran, wie viele Menschen ihr schon verfallen waren und sich schließlich aus Eifersucht gegenseitig zerfleischt hatten um ihre Gunst zu gewinnen, trat der Hauch eines Lächelns auf ihre Lippen, den sie aber sogleich wieder verscheuchte. Nun war definitiv nicht die richtige Zeit um in der Vergangenheit zu schwelgen, zumal der Gefallene, der ihr nun gegenüber stand, durchaus gefährlich werden konnte, auch wenn sie sich mit ihren Flügeln und ihrem Phasewalk einen deutlichen Vorteil verschaffen konnte. Abgesehen davon hätte sie ihm am liebsten das selbstgefällige Grinsen aus seinem viel zu hübschen Gesicht geschlagen, aber das wäre definitiv nicht sonderlich produktiv. Sie hatte keine Lust zu kämpfen, wenn es nicht unbedingt nötig war, auch wenn ein würdiger Gegner durchaus seinen Reiz hätte. Es war viel zu schwer jemanden zu finden, der sich auch nur ansatzweise mit ihr messen konnte, vor allem da sie ihre Kräfte perfekt beherrschte und inzwischen mit einiger Anstrengung sogar Araziel herausfordern könnte ohne gleich in die vermaledeite Lichtebene verschwinden zu müssen. Und obwohl sie vermutlich einer der mächtigsten schwarzen Engel war, blieb sie einfaches Mitglied, was vermutlich aber auch daran lag, dass sie im Gegensatz zu Tamyra bisher nicht den Drang verspürt hatte dem obersten Erzengel in den Arsch zu kriechen. Wozu auch?
Als Malthael schließlich ihre Frage wiederholte und anschließend meinte, dass ihre Begrüßung alles andere als freundlich gewesen sei, konnte sie nur mit Mühe ein leises Lachen unterdrücken. Sarkasmus also? Das Spiel konnte man auch zu zweit spielen. "Oh natürlich, wie unflätig von mir. Verzeiht meine Unhöflichkeit, werter Herr, es freut mich natürlich außerordentlich Euch hier anzutreffen. Darf ich fragen, was Euch, oh großer Malthael, in die schmuddeligen Straßen des höllengleichen Londons führt?", sagte sie zuckersüß mit einem charmanten Lächeln auf den Lippen und überdeutlich gespielter Höflichkeit, während ihre Augen amüsiert aufblitzten. Ohne mit der Wimper zu zucken sah sie ihm in die Augen, während er ein paar Schritte auf sie zuging, vermutlich um sie entweder einzuschüchtern oder um sich einen Vorteil zu verschaffen, doch es war ihr einerlei. Wenn es wirklich zu einer Auseinandersetzung kommen sollte, wäre sie schneller weg als er die Inschrift seiner Sicheln zitieren konnte. Dennoch fiel sie auch dann noch nicht aus der Rolle, als er abermals die Stimme erhob.
"Ich muss dich enttäuschen. Ich bin nicht wegen dir hier." Die Engelsdame stieß ein mädchenhaftes Kichern aus, zuckersüß und hell wie ein Glockenspiel. Normalerweise hätte sie ein so naiv-geschmeicheltes Geräusch nur von sich gegeben, wenn sie mal wieder versuchte einen ahnungslosen Menschen um den Finger zu wickeln, da diese ekelhafte gespielte Naivität beinahe einen Brechreiz in ihr hervorrief, doch sie fand es irgendwie amüsant. "Das ist aber schade. Ich hätte mich so sehr über jemanden zum Spielen gefreut", antwortete sie mit der selben süßen Stimme, wobei bei ihrem letzten Satz etwas in ihrer Stimme mitschwang, das durchaus auf andere Deutungsmöglichkeiten des Wortes "Spielen" hinwies. Abgesehen davon blitzte in ihren Augen etwas spielerisch amüsiertes auf, während sie darauf wartete, dass er ihre Frage beantwortete.
Wie sie bereits vermutet hatte, war es ihm in der Hölle zu langweilig geworden, auch wenn er London als nicht viel besser bezeichnete. Wo er recht hatte … Als er schließlich anmerkte, dass er nicht auf Araziels Befehl hier war, war sie zwar ein wenig erleichtert, doch seine folgende Aussage missfiel ihr dennoch. Mit einem Mal verschwand jegliche Emotion aus ihrem Gesicht, ihre orangen Augen wurden frostig und ihre Miene völlig ausdruckslos. Ein violetter Schimmer jagte durch ihre Tattoos,  als sie ihn entgeistert ansah. "Ich würde mir nicht so viel darauf einbilden, ein mächtiger Engel zu sein, denn es wird dir nichts bringen. In Anbetracht der aktuellen Situation werden dir deine geliebten Sicheln nichts nützen, denn ohne die Menschen werden wir alle nicht mehr lange leben. Und falls du es verpasst haben solltest, hat sich Araziel selbst zum König der Unterwelt gekrönt, was ihn leider so ziemlich unantastbar macht, also wirst du dir wohl oder übel etwas sagen lassen müssen - ob es dir nun gefällt oder nicht steht nicht zur Debatte. Und ich würde dir raten mich nicht zu unterschätzen nur weil ich jemandem mehr oder weniger unterstellt bin. Wenn ich will kann ich dir das Leben zur Hölle machen", entgegnete Lilith kühl, ihre Augen funkelten gefährlich. Es war ihr relativ gleichgültig wie berüchtigt er sein mochte, denn er war nicht der einzige Gefallene mit einer guten Beziehung zum Fürsten der Finsternis und es wäre durchaus ein gewaltiger Fehler sie zu unterschätzen. Sie war nicht umsonst die Geliebte Luzifers und die Mutter der Dämonen und Vampire. Wenn sie das Schicksal einer ganzen Rasse ins Verderben stürzen konnte, so wäre es bei einem einzelnen Erzengel zwar anstrengend, aber ganz sicher nicht unmöglich.
Als er sie fragte, weshalb sie auf der Erde wandelte, legte sie die Stirn in Falten und zog eine Augenbraue nach oben. "Vermutlich aus dem selben Grund wie du: Die Hölle wird auf Dauer ziemlich langweilig. Ich treibe hier öfter mein Unwesen, einfach nur um mir einen Spaß aus den fragilen Menschen zu machen. Leider ist es in letzter Zeit auch hier recht langweilig geworden für meinen Geschmack", beantwortete sie seine Frage und lockerte ihre Haltung wieder ein wenig, auch wenn sie wachsamer war als zuvor. "Apropos langweilig... Was hältst du eigentlich davon ein etwas schöneres Fleckchen Erde für ein Gespräch zu suchen? Eine versiffte Seitengasse mit Mülltonnen erscheint mir doch eher unpassend", sagte sie schließlich, denn langsam war sie der kleinen Seitenstraße überdrüssig. Außerdem hatte sie definitiv bessere Chancen wenn sie ein wenig mehr Platz hätte und nicht mit dem Rücken zur Wand stand.  
{1031 Wörter}


Dieser Beitrag wurde am Fr März 24, 2017 7:55 pm erstellt.

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Aradia White | Magier | Big Ben | Ria @ Rehstern

Erleichtert bemerkte Aradia, dass Ria sie noch zu kennen schien. Warum denn auch nicht? 'Nach drei Monaten, wenn nicht noch mehr, kann man einiges vergessen.. Vor allem bei diesen Umständen..' Mit einem Sorgenvollen Seufzer wandte sie sich der Werwölfin zu und rang sich ein Lächeln ab. »Ach was, allein sein wird man nie. Denke ich mal.« Ein leises Lachen kam aus ihrem trockenen Hals, als sie nochmal Rias Worte in ihrem nach ging. Bei ihren nächsten Worten brachte sie ein erstauntes 'Wow' zum Vorschein und zog ihre Augenbrauen nach oben. »In Rom also. Echt fein.. Habt ihr dort nach Antworten für das Verschwinden der Menschen gesucht?« hakte die Magierin nach und vergaß beinahe ihre Gegenfrage, wie es ihr selbst denn ergangen sei. Ein wenig gekünzelt räusperte sie sich und holte kurz Luft, bevor sie weiter sprach.
»Mhm.. Weiß ich nicht einmal genau. Mit meiner leichten Angst vor 'Menschen' ist bei mir das ja schon etwas schwer.. Vor drei Monaten bin ich Araziel mal kurz über den Weg gelaufen, hat versucht mich irgendwie einzulullen, aber was vernünftiges habe ich nicht rausgebracht.« Ein trockenes Lachen kam ihr über die Lippen, als sie ihre Worte sprach. »Ansonsten.. naja. Ich bin viel in London 'rumgekommen, war mal hier, mal da.. Eigentlich immer nur um etwas nahrhaftes zu suchen, aber es gibt ja kaum irgendwo etwas.« Erneut entfleuchte ihr ein Seufzer, als sie darüber nachdachte, dass Nahrung langsam aber sicher Mangelware wurde. Wie lang würden die Wesen das noch aushalten? Der Strom müsste auch langsam nachlassen und was war mit den Atomkraftwerken? Die Menschen hatten diese immer betrieben, aber wenn sie jetzt für immer weg waren, dann würde noch eine Katastrophe ausbrechen.
Jetzt hatte die braunhaarige so lange darüber nachgedacht, was passieren könnte, dass sie die Frage von Ria beinahe überhört hatte. Ihre grünen Augen starrten kurz ausdruckslos auf den kleinen Streifen Kaugummi hinab den Ria ihr anbot. Mit einem kurzen blinzeln holte sie sich selbst wieder in die Wirklichkeit zurück und nahm den Kaugummi. »Danke.« sagte sie und lächelte ihrem Gegenüber entgegen während sie die Süßigkeit aus der Verpackung schälte, ihn sich in den Mund schob und anfing zu kauen. »Mhm.. Apfel..« Genussvoll kaute sie auf dem Stück herum und bließ eine kleine Blase, versank wieder in Gedanken und seufzte. Der wievielte Seufzer das heute wohl schon war? Aradia war sich nicht sicher und dachte weiterhin nach, auch als sie ihre Hände in den Hosentaschen vergrub und sich in der Gegend umsah.
Der große Elizabeth Tower stand direkt in ihrer unmittelbaren Nähe und der große Zeiger des Ziffernblatts lief unbeirrt weiter, als plötzlich der Glockenschlag ertönte. Das gespenstische Leuten hallte laut wider, als ob niemand sonst in London unterwegs wäre.
»Du, Ria. Wollen wir nicht noch einmal in den Supermärkten nachsehen, ob da noch etwas ist? Die Konserven müssten alle noch recht gut erhalten sein.«

Angesprochen: Ria
Erwähnt: Araziel

Elaisa Feyar | Gestaltwandler | wartet auf Antwort → @Bran


Dieser Beitrag wurde am Sa März 25, 2017 9:01 pm erstellt.

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Malthael // gefallener Engel // Straßen Londons // bei Lilith @Leopardenblut

Er ignorierte ihre gespielte Höflichkeit und die damit verbundene Provokation, auch wenn er durch ihre Wortwahl leicht gereizt war. Dies ließ sich der Engel aber nicht anmerken und er hielt ihrem Blick ohne das Gesicht zu verziehen stand. Sie hatte sich von seinem Sarkasmus nicht aus der Fassung bringen lassen, was bisher nicht vielen gelungen ist. Dazu muss gesagt werden, dass er selten mit anderen Wesen sprach. Und wenn, dann war es um ihre letzten Worte zu erfahren, kurz vor ihrem unvermeidlichen Ende durch seine Sicheln. In so einer Situation behielten wenige Leute einen kühlen Kopf. Sie spielte ihre Rolle verdammt gut, das musste er zugeben. Ein normaler Mensch, und wahrscheinlich auch einige übernatürliche Wesen, hätte ihren Reizen nicht standhalten können und wär ihr schon längst verfallen. Das alles nur gespielt war, musste es für sie nur noch süßer machen. Das lag nunmal in ihrer Succubus-Natur. Die Tatsache, dass sie die Frechheit besaß zu versuchen IHN um den Finger zu wickeln...das wiederum bewegte etwas in ihm und er lachte verächtlich auf. Er war nicht so willensschwach wie manch anderer und zeigte nur selten Emotionen, außer Hass und Lust, letzteres in Zusammenhang mit Tod. In den meisten Fällen.
Umso mehr freute es ihn, dass seine Äußerungen zu Araziel und Luzifer sie wütend machte. Mit Interesse beobachtete er wie sich ihre Tattoos verfärbten und jegliche Emotion aus ihrem hübschen Gesicht wich. Ihr abfälliger Kommentar, der sich auf seine Sicheln bezog, gefiel ihm gar nicht, aber er ließ sich nichts anmerken. Die folgende Aussage brachte ihn jedoch dazu mit den Augen zu rollen. „Und ich würde dir raten mich nicht zu unterschätzen nur weil ich jemandem mehr oder weniger unterstellt bin. Wenn ich will kann ich dir das Leben zur Hölle machen."
Wie oft hatte er das schon gehört. Wie viele seiner Opfer hatten schon versucht mit ähnlichen Sprüchen ihr Leben zu retten. Bisher waren es immer leere Worte gewesen. Wie lang ist es schon her, dass er einen ernstzunehmenden Gegner hatte? Gegenüber anderen Engeln hatte er zwar einen Nachteil, nämlich das Fehlen seiner Flügel, das hatte ihn jedoch noch nie davon abgehalten jemanden zur Strecke zu bringen.
„Ich kann mir kaum vorstellen, dass du in einer direkten Konfrontation in der Lage wärst, mir mehr als einen Kratzer zuzufügen.“ Er übertrieb, was ihn unvorsichtig wirken lassen sollte. Malthael wusste, dass Lilith stark war, jedoch war er sich ziemlich sicher stärker als sie zu sein.
„Du solltest mich auch nicht unterschätzen, Kleines. Mir würde es äußerst missfallen dein hübsches Antlitz durch etwaige Kampfhandlungen zu verunstalten. Außerdem fällst du genau in mein Beuteschema.“ Die Interpretation seiner Worte überließ er ihr. Malthael führte die Hände zum Kopf und fing an seinen Zopf neu zu binden.  Er hatte sehr dick aufgetragen, fast so dick wie sie selbst. Das passte gar nicht zu ihm, vielleicht lag es an der Luft.
Ihr war es also auch langweilig dort unten. Das überraschte ihn nicht sonderlich. Mit den Jahrtausenden sehnt man sich nunmal nach Abwechslung. Der Vorschlag einen angenehmeren Ort zu finden überraschte ihn dagegen. Sie hatte Recht, die Gasse war wirklich ein sehr ungemütliches Plätzchen, selbst mit der Hölle als Maßstab.
„Nur zu, auch wenn ich mich hier nicht wirklich auskenne. Du wirst wohl vorrangehen müssen“, sagte er mit ruhiger Stimme. Ganz entspannte er sich zwar nicht, da die Möglichkeit, dass sie ihn in eine Falle locken wollte durchaus bestand, aber er konnte trotzdem nicht verhindern, dass sich eine Anspannung in ihm löste, die er gar nicht wahrgenommen hatte. Das bereitete dem Engel etwas Sorgen, ein Gefühl, dass sich fremdartig anfühlte.


Dieser Beitrag wurde am Sa März 25, 2017 9:21 pm erstellt.

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Leopardenblut

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Lilith | gefallener Engel | Straßen Londons --> Tower Bridge;; bei Malthael @Mithriljunges

Seine Miene war ausdruckslos, völlig frei von jeglicher Emotion, doch die Maske war nur beinahe perfekt. Denn auch wenn er seine Emotionen verbarg und seine Miene sich nicht regte, so war da ein kleiner Funke in seinen eisblauen Augen, der ihn verriet. Einem Menschen oder vermutlich auch anderen Wesen wäre dies vermutlich nicht aufgefallen, doch sie lebte lange genug und hatte mehr als genug Zeit unter Menschen gelebt um auch nur die kleinste Gefühlsregung wahrzunehmen. Denn Augen, egal wie sehr man sich dagegen wehrte, waren nun einmal die Fenster zur Seele und auch wenn einige das Glas angeraut und einen milchigen Schleier davor gelegt hatten, so war es bei genauerem Hinsehen doch noch möglich zu erahnen was dahinter lag. Dementsprechend legte sich ein leichtes Lächeln auf ihre Lippen, vor allem als sich zu diesem leichten Schimmer von Entrüstung noch ein Funken von Erstaunen gesellte, da sie sich von seinem Sarkasmus nicht im Geringsten aus der Ruhe bringen ließ, sondern ihn viel mehr begrüßte und mit Vergnügen konterte. Es machte ihr sogar ziemlichen Spaß mit möglichst übertriebener Freundlichkeit und zuckersüßer Höflichkeit zu antworten, was einen Normalsterblichen vermutlich schon längst um den Verstand gebracht hätte. Sie wusste nur zu gut wie sie sich wem gegenüber geben müsste um ihre Ziele zu erreichen, weshalb sie im Nachhinein oft fälschlicherweise als Succubus – als Lustdämon – bezeichnet wurde, was sie natürlich als Kompliment auffasste. Die gepeinigten Seelen, die sie so nannten, waren ein wahrer Jungbrunnen für die Gefallene. Und zuzusehen, wie das fragile Selbstwertgefühl eines Menschen zusammen mit seinem Herzen in tausende kleine Scherben zerbarst, war einfach unbezahlbar. Und die Tatsache, dass sie ihn zu einem verächtlichen Auflachen veranlasste, machte die ganze Situation nur noch besser. Sie hatte nicht erwartet, dass sie auf ihn die selbe Wirkung hatte wie auf einen Menschen, aber allein schon DASS sie eine Wirkung auf ihn hatte war schon ein kleiner Triumph, der ihr den Tag immens versüßte.
Allerdings war dieser Triumph nur von kurzer Dauer, denn seine folgenden Worte ließen jegliche Emotion aus ihrem Gesicht weichen und führten unweigerlich dazu, dass sich ihre Tattoos einen sanften Violettton annahmen. Ihre Drohung ließ ihn relativ kalt, auch wenn sie wieder diesen Hauch von Entgeisterung entdeckte, den er bereits zuvor in seinen Augen verborgen hatte. Als er die Augen verdrehte zog sie eine Augenbraue hoch und legte die Stirn in Falten. Er schien nicht wirklich beeindruckt zu sein, vermutlich weil er so etwas in der Art schon des Öfteren gehört hatte und jedes Mal wieder enttäuscht wurde. Nur dass es diesmal keine leeren Worte waren, denn wenn sie wirklich wollte, hätte sie durchaus die Möglichkeit ihm das Leben schwer zu machen … Allerdings hatte sie nicht wirklich Lust auf eine Konfrontation. Aus diesem Grund tat sie seine Aussage, dass sie ihm in einer direkten Konfrontation nicht mehr als einen Kratzer zufügen könnte, mit einem leisen Geräusch der Verachtung ab und verdrehte ebenfalls die Augen. Wenn er sich da mal nicht gewaltig täuschte. Seine nächsten Worte konnte sie allerdings nicht ignorieren. Wieder legte sich ein Lächeln auf ihre Lippen und ihre Augen funkelten neckisch. Diesmal leuchteten ihre rot Tattoos auf, während sie sich darauf konzentrierte, die folgende Explosion möglichst klein zu halten, sodass nur ein kalter Luftstoss ihr Gegenüber streifte, damit es nicht wie ein Angriff wirkte. Mit einer leichten Handbewegung verschwand sie aus dem Blickfeld des Gefallenen, tauchte in ihre kleine Zwischendimension ein. Innerhalb von wenigen Sekunden bewegte sie sich an Malthael vorbei, löste ihre Pistole von ihrem Bein, lehnte sich an eine Wand und beendete das Ganze schließlich wieder mit einem leisen Knall und einem weiteren, diesmal etwas heftigeren Luftstoss.
Mit gespieltem Desinteresse begutachtete sie ihre Waffe, ließ sie an ihrem Zeigefinger kreisen, ehe sie sich zu einem Straßenschild umwandte und eine Kugel aus schwarzem Feuer darauf schoss, woraufhin die eiskalten Flammen der Schattenwelt das Metall umschlossen und bis auf den Boden niederbrannten. Anschließend pustete sie den Rauch, der aus dem Lauf der Waffe trat, weg und befestigte ihre Pistole wieder an ihrem Bein. "Oh ja... Furchtbar … Absolut grauenvoll", murmelte sie sarkastisch und sah mit einem schiefen Lächeln wieder zu ihrem Gesprächspartner hinüber. Sollte er es doch versuchen – sie würde es ihm sicherlich nicht leicht machen. Auch wenn ein paar Narben mehr oder weniger vermutlich nicht sonderlich viel ausmachen würden, über die Jahrhunderte hatten sich einige angesammelt. Seinen Kommentar bezüglich seines Beuteschemas kommentierte sie mit einem amüsierten Funkeln ihrer Augen und einem belustigten Geräusch, das man wohl am ehesten als Kichern bezeichnen konnte. Was ihren Vorschlag betraf stimmte er ihr überaschenderweise zu und meinte, sie würde wohl vorangehen müssen. Mit einem leichten Nicken stieß sie sich von der Mauer ab. "Mit dem größten Vergnügen", antwortete sie und machte einen leichten Knicks, ehe sie sich umwandte und die Gasse mit einigen Schritten hinter sich ließ. Es war ihr ziemlich recht endlich aus dieser vermoderten Seitenstraße zu kommen in die sie sich zuvor mehr oder minder freiwillig begeben hatte, auch wenn es ihr nicht gerade gefiel einem potentiellen Feind den Rücken zuzukehren. Während sie um die Ecke bog überlegte sie, wohin sie wohl am besten gehen konnten ohne  wirklich große Distanzen zurücklegen zu müssen. Einer der unzähligen Parks wäre natürlich durchaus in Betracht zu ziehen, zumal die Menschen ja nicht mehr ihr Unwesen dort trieben. Andererseits bot eben dies noch andere Möglichkeiten. Eine menschenleere Tower Bridge zum Beispiel – vor allem da sie nicht allzu weit entfernt war.
"Ich hoffe als Engel ohne Flügel leidest du nicht an Höhenangst", bemerkte Lilith beiläufig, ehe sie mit einem Schnippen ihre lodernden Flügel erscheinen ließ und ihre Kleidung einmal mehr zu einem schwarzen Kleid zu verbrennen schien. Sie hatten inzwischen das Südende der Tower Bridge erreicht und da sie schon etwas länger nicht mehr geflogen war, wollte sie sich den Spaß nicht nehmen lassen. Mit einem kräftigen Flügelschlag erhob sich die Gefallene in die Lüfte und wirbelte in einer Pirouette am Turm entlang nach oben. Es fiel ihr schwer ein freudiges Lachen zu unterdrücken, als sie den kühlen Wind auf ihrer Haut spürte, der ihr blutrotes Haar zerzauste und die züngelnden Flammen ihrer Federn wild auflodern ließ. Das Gefühl der Freiheit, das sie mit dem Fliegen verband, war etwas unvergleichliches. Für einen kurzen Moment schloss sie die Augen während sie weiter in die Höhe wirbelte, gefangen von dem leichten Adrenalinstoß, der sie nach all der Zeit noch immer packte. Wenn man viel Zeit auf der Erde verbrachte flog man nicht viel, wenn man menschlich wirken wollte, weshalb sie jede Sekunde, die sie in der Luft verbringen konnte, genoss. Nachdem sie noch einmal um die Fußgängerstege der Tower Bridge geflogen war, beendete sie schließlich den Flug indem sie auf einem der Stege landete und ihre Flügel wieder verschwinden ließ. Anschließend schwang sie ihre Beine über das Geländer und ließ sich darauf nieder, die Füße über dem Wasser, das sich 43 Meter unter ihr in einem stetigen Strom durch die Stadt bewegte. Normalerweise wäre die Brücke von Touristen und Engländern gleichermaßen überflutet gewesen, doch nun, da die Menschen verschwunden waren, hatte sich der triste Schleier der Stille über der gesamten Stadt auch um die berühmte Tower Bridge gelegt – etwas das es sonst nur in der tiefsten Nacht gab, wobei es nicht vergleichbar mit der aktuellen Lage war. Nichts desto trotz mochte sie diesen Ort irgendwie und besser als eine versiffte Seitengasse war er allemal. Mit einem Lächeln auf den Lippen ließ Lilith den Blick über das Wasser schweifen.
{1242 Wörter}


Dieser Beitrag wurde am Mo März 27, 2017 8:56 am erstellt.

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